Gut strukturiert, sorgfältig belegt; theoretische Ausführungen sind nach Möglichkeit mit eigenen Textbeispielen illustriert; sprechende Ergebnisse und nachvollziebare Interpretation. die Äquivalenzanalyse ist stimmig.
Inhaltsverzeichnis
1. Einführung
2. Hauptteil
2.1 Grundbegriffe der Phraseologie und Aspekte der Kontrastierung
2.1.1 Lexikalischer Aspekt
2.1.2 Struktur-syntaktischer Aspekt
2.1.3 Struktur-semantischer Aspekt
2.2 Zum Vergleich phraseologischer Einheiten
2.3 Vergleich und Analyse phraseologischer Einheiten im Originaltext und in der Übersetzung
2.3.1 Vollständige Äquivalenz
2.3.2 Teilweise Äquivalenz
2.3.3 Nicht-phraseologische (lexikalische) Entsprechung
2.4 Zur Übersetzung der Phraseologismen
3. Schlusswort
Zielsetzung & Themen
Die vorliegende Arbeit untersucht die kontrastive Phraseologie am Beispiel der hessischen Sage „Der Advokat und der Teufel“ und deren Übersetzung ins Russische, mit dem Ziel, den Grad der Äquivalenz zwischen den deutschen und russischen phraseologischen Systemen zu ermitteln.
- Analyse der theoretischen Grundlagen der kontrastiven Phraseologie.
- Untersuchung von Äquivalenztypen (vollständig, teilweise, lexikalisch) bei Phraseologismen.
- Klassifikation und Kontrastierung der im Text verwendeten Idiome.
- Ermittlung des quantitativen Verhältnisses der Äquivalenzgrade.
- Betrachtung der pragmatischen Funktionen von Phraseologismen im narrativen Kontext.
Auszug aus dem Buch
2.1 Grundbegriffe der Phraseologie und Aspekte der Kontrastierung
In jedem beliebigen sowohl deutschen als auch russischen Text kann man folgende Ausdrücke finden: ab und zu, guten Appetit, die Achseln zucken, sich die Zähne putzen, eine Rolle spielen usw.
Diese Ausdrücke bestehen aus mehr als einem Wort und die Wörter bilden bestimmte Kombinationen, die uns als Muttersprachler genau in dieser Kombination (eventuell mit Varianten) bekannt sind. Ausdrücke mit diesen Eigenschaften nennt man Phraseologismen. Äquivalente Ausdrücke sind feste Wortverbindung und phraseologische Wortverbindung. Der Gegenbegriff dazu ist freie Wortverbindung. Die lexikalischen Bestandteile nennt man Komponenten (vgl.: Burger, 1998: 12).
Es sind zwei Haupteigenschaften der Phraseologismen festgelegt: Polylexikalität und Festigkeit. Harald Burger findet, dass die Polylexikalität ein relativ unproblematisch definierbares Merkmal ist (Burger, 1998: 15):
Eine obere Grenze der Wortmenge wird nicht definiert, da die maximale Ausdehnung eines Phraseologismus üblicherweise nicht lexikalisch, sondern syntaktisch ist: der Satz gilt als die obere Grenze phraseologischer Wortverbindungen [...] Bezüglich der unteren Grenze der Wortmenge ist man sich einig, daß mindestens zwei Wörter vorhanden sein müssen.
Zusammenfassung der Kapitel
1. Einführung: Es wird in die linguistische Disziplin der Phraseologie eingeführt und das Untersuchungsobjekt, eine hessische Sage, sowie die methodische Zielsetzung erläutert.
2. Hauptteil: Dieser Abschnitt umfasst die theoretischen Grundlagen der Phraseologie, die Klassifizierung von Äquivalenztypen und die detaillierte kontrastive Analyse der im Sagentext gefundenen Phraseologismen sowie deren Übersetzung.
3. Schlusswort: Die Ergebnisse der Untersuchung werden zusammengefasst, wobei das quantitative Verhältnis der Äquivalenzgrade der analysierten Phraseologismen dargestellt wird.
Schlüsselwörter
Kontrastive Phraseologie, Äquivalenz, Idiomatizität, Polylexikalität, Sprachvergleich, Deutsch, Russisch, Lexikologie, Phraseologismen, Übersetzung, Linguistik, Sage, Textanalyse, Festigkeit, Bedeutung.
Häufig gestellte Fragen
Worum geht es in der Arbeit grundsätzlich?
Die Arbeit befasst sich mit der kontrastiven Phraseologie und untersucht, wie phraseologische Wendungen in einem deutschen Textbeispiel identifiziert, klassifiziert und in eine andere Sprache (Russisch) übertragen werden.
Was sind die zentralen Themenfelder?
Die Arbeit behandelt die theoretischen Merkmale von Phraseologismen (Polylexikalität, Festigkeit, Idiomatizität), verschiedene Äquivalenztypen und die Probleme bei der Übersetzung von Redensarten.
Was ist das primäre Ziel der Arbeit?
Das Ziel ist es, am Beispiel einer hessischen Sage zu zeigen, wie sich russische und deutsche Phraseologismen in ihren Bedeutungen entsprechen und welchen Grad an Äquivalenz sie aufweisen.
Welche wissenschaftliche Methode wird verwendet?
Es wird eine kontrastive linguistische Methode angewandt, die auf einer Klassifikation nach Äquivalenzgraden basiert und verschiedene Kriterien wie semantische, syntaktische und pragmatische Aspekte kombiniert.
Was wird im Hauptteil behandelt?
Der Hauptteil gliedert sich in die theoretischen Grundlagen der Phraseologie, den Vergleich von Äquivalenztypen (von vollständiger Äquivalenz bis hin zur Nulläquivalenz) und die konkrete Analyse des gewählten Textbeispiels.
Welche Schlüsselwörter charakterisieren die Arbeit?
Wichtige Begriffe sind unter anderem Kontrastive Phraseologie, Äquivalenz, Idiomatizität, Polylexikalität, Sprachvergleich und Übersetzung.
Warum wurde gerade eine Sage als Textbeispiel gewählt?
Die Sage „Der Advokat und der Teufel“ enthält eine hohe Anzahl an Phraseologismen, die für Spannung und Bildhaftigkeit sorgen und somit ein exzellentes, wissenschaftlich ergiebiges Arbeitsfeld für eine kontrastive Untersuchung bieten.
Wie geht die Autorin mit dem Problem der Nulläquivalenz um?
Die Autorin stellt fest, dass Nulläquivalenzen oft durch nationale kulturelle Elemente entstehen und in diesen Fällen Kompensationsstrategien, wie Paraphrasierung oder Interpretation, notwendig sind.
Welches Fazit zieht die Analyse quantitativ?
Die Analyse ergab eine Gegenüberstellung von 12 äquivalenten, 16 teiläquivalenten und 2 nicht-phraseologischen Entsprechungen bei den untersuchten Phraseologismen.
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- Magistra Artium Diana Kreuzer (Author), 2004, Phraseologismen kontrastiv - am Beispiel der Analyse von hessischer Sage "Der Advokat und der Teufel", Munich, GRIN Verlag, https://www.grin.com/document/84963