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Ist eine Kontinuität oder ein Umbruch in der nationalsozialistischen Außenpolitik bis 1939, bezogen auf die Außenpolitik Stresemanns, zu erkennen?

Title: Ist eine Kontinuität oder ein Umbruch in der nationalsozialistischen Außenpolitik bis 1939, bezogen auf die Außenpolitik Stresemanns, zu erkennen?

Term Paper , 2002 , 15 Pages , Grade: 1,7

Autor:in: Alexander Stock (Author)

History of Germany - National Socialism, World War II
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In der Seminararbeit wird analysiert, ob die Außenpolitik des Hitler- Regimes bis 1939 kontinuierlich an die Weimarer Außenpolitik ab 1924 anknüpft oder ob ein Umschwung zu erkennen ist.
Dabei richtet sich das Hauptaugenmerk auf das Verhältnis zwischen der Außenpolitik Stresemanns 1924-1929 und der maßgeblich von Hitler vorgegebenen Außenpolitik von der Machtergreifung 1933 bis zum Ausbruch des Zweiten Weltkriegs im September 1939.
Es ist interessant zu beobachten, wie sich die zwei deutlich voneinander unterscheidenden politischen Führungsstile und die selbst gesetzten Ziele innerhalb des europäischen Staatensystems auf die Entwicklung der Außenpolitik auswirkten.
Bezogen auf diese Fragestellung, ob nun mehr Kontinuitäten oder mehr Neuanfänge beobachtbar sind, ist zu konstatieren, dass es von zahlreichen Historikern die verschiedensten Antworten hierzu gibt. Somit gilt dieses Problem für den Autor immer noch als unbefriedigend und erscheint für eine weitere wissenschaftliche Untersuchung lohnenswert.
Zuerst wird die Arbeit speziell auf die Rahmenbedingungen und zu Grunde liegenden Gegebenheiten eingehen, mit denen sich der Außenminister Stresemann in seiner Amtszeit bezüglich der Außenpolitik des Deutschen Reiches konfrontiert sah. Stresemanns außenpolitischen Ziele werden herausgearbeitet, auf die zentralen Wege, die diese Ziele erst hätten durchsetzen können, wird aufmerksam gemacht und abschließend wird das Ergebnis seiner gesamten Außenpolitik als Resümee beleuchtet.
Darauf folgt eine genauere Betrachtung der Außenpolitik Hitlers. Es wird die Frage gestellt, welche Relevanz und Bedeutung seine außenpolitisch gesteckten Ziele hatten und welche Mittel er bereit war einzusetzen, um diese Ziele zu verwirklichen. Ferner soll das Ergebnis dieser Politik Hitlers ersichtlich werden, um so auch den Weg in den Krieg besser zu verstehen
Durch diese Gegenüberstellung der beiden Politikstile in den beiden verschiedenen Zeitepochen soll in dieser Arbeit der Blick auf mögliche Gemeinsamkeiten und außenpolitische Fortführungen, aber auch auf außenpolitische Neuordnungen und Umbrüche geworfen werden und jeweils in den einzelnen Kapiteln Bezug genommen werden.
Abschließend wird im Fazit eine Synthese erstellt, die die zuvor ausgearbeiteten Ergebnisse nochmals zusammenfügt,um zu einem klaren,endgültigen Urteil zu gelangen.

Excerpt


Inhaltsverzeichnis

1 Einleitung

2 Stresemanns Außenpolitik ( 1924-1929 )

2.1 Außenpolitische Ziele und Wege

2.2 Außenpolitische Ergebnisse

3 Hitlers Außenpolitik ( 1933-1939 )

3.1 Außenpolitische Ziele und Wege

3.2 Außenpolitische Ergebnisse

4 Fazit

Zielsetzung & Themen

Die vorliegende Arbeit untersucht das Verhältnis zwischen der Außenpolitik der Weimarer Republik unter Gustav Stresemann (1924-1929) und der nationalsozialistischen Außenpolitik unter Adolf Hitler (1933-1939). Ziel der Analyse ist es zu klären, ob Hitlers außenpolitisches Handeln als Fortführung der Weimarer Revisionismuspolitik zu verstehen ist oder ob darin ein fundamentaler Bruch und eine neuartige, aggressive Umorientierung erkennbar sind.

  • Vergleich der außenpolitischen Führungsstile von Stresemann und Hitler.
  • Analyse der Zielsetzungen: Revision des Versailler Vertrages vs. rassenideologische Expansionspolitik.
  • Bewertung der methodischen Unterschiede: Multilaterale Kooperation versus bilaterale Konfrontation und Gewalt.
  • Untersuchung der Bedeutung der Außenpolitik für den Weg in den Zweiten Weltkrieg.

Auszug aus dem Buch

3.1 Außenpolitische Ziele und Wege

Die außenpolitischen Ziele und Wege des Reichskanzlers Adolf Hitler bedeuteten von Anfang an eine Abkehr von der Stresemann´schen Außenpolitik, auch wenn das Ziel der Revision von Versailles weiterverfolgt wurde. Hitler forcierte allerdings die Revision des Versailler Vertrages, da er sich nicht mit der bereits deutlich verbesserten Version zufrieden gab. Bei der Betrachtung der der Außenpolitik zugrunde liegenden Zielen fällt die bemerkenswerte Neuerung und neue außenpolitische Linie ab 1933 auf. Der Anschluss Österreichs, der Wiederaufstieg zur Großmacht und die Korrektur der Ostgrenzen waren klare Gemeinsamkeiten zwischen dem Außenminister von Weimar und dem Reichskanzler des NS-Staates. Als entschiedene Abkehr von der Weimarer Außenpolitik gelten aber die Beziehung zum Nachbarn Frankreich, Hitlers Sozialdarwinismus, seine Rassen- und Lebensraumpolitik und vor allem die Wege zur Durchsetzung dieser Ziele. Der freundschaftliche Ausgleich mit Aristide Briand war vergessen und es galt Hitlers Grundsatz : „ Der unerbittliche Todfeind des deutschen Volkes ist und bleibt Frankreich.“

Maßlos übersteigert wurde die Expansions- und Revisionspolitik. Sie mutierte zur Lebensraum- und NS-Rassenpolitik. Hitler war bereits klar, dass es für dieses zentrale Ziel „ nur den Weg der Gewalt geben“ kann. Hitler gelang es nahezu perfekt, diese Rassenherrschaft, das Maßlose seiner Expansionspolitik und alles Umstürzende seiner Revolution vor den europäischen Regierungschefs zu verbergen und sie ständig mit Friedensbekundungen, „ Schalmeienklängen der Friedensmelodie“ und vorgetäuschter Friedensbereitschaft ( Neutralitätsvertrag mit der Sowjetunion, Nichtangriffspakt mit Polen, Freundschaftsabkommen mit Österreich ) zu blenden. „Mit beispiellosem Geschick und bewundernswerter Ausdauer verkündete er seinen Friedenswillen; fortgesetzt sprach er von der Sehnsucht des deutschen Volkes nach Ruhe und Frieden .... Die Sicherung des Friedens schien den ersten Platz in der Wertskala deutscher nationaler Interessen eingenommen zu haben.“

Zusammenfassung der Kapitel

1 Einleitung: Die Einleitung formuliert die Forschungsfrage nach Kontinuität oder Umbruch zwischen der Weimarer Außenpolitik und dem Regime Hitlers bis 1939.

2 Stresemanns Außenpolitik ( 1924-1929 ): Dieses Kapitel beleuchtet die Ziele Stresemanns, die auf einer Politik der Verständigung und der friedlichen Revision des Versailler Vertrages basierten.

2.1 Außenpolitische Ziele und Wege: Darstellung der Strategien zur Beendigung der Isolation durch multilaterale Verträge und friedliche Diplomatie.

2.2 Außenpolitische Ergebnisse: Resümee über die erreichten Erfolge, wie die Räumung des Rheinlands und die internationale Anerkennung Deutschlands.

3 Hitlers Außenpolitik ( 1933-1939 ): Analyse der radikalen Abkehr Hitlers von der Verständigungspolitik und der Hinwendung zur aggressiven Konfrontation.

3.1 Außenpolitische Ziele und Wege: Untersuchung von Hitlers Rassenideologie und Expansionsstreben, die die Revision des Versailler Vertrags als bloßes Mittel der Gewalt nutzten.

3.2 Außenpolitische Ergebnisse: Aufzeigen, wie Hitlers Politik der unilateralen Vertragsbrüche letztlich in den Zweiten Weltkrieg mündete.

4 Fazit: Synthese der Ergebnisse, die Hitlers Außenpolitik als fundamentalen Bruch und nicht als Fortführung der Weimarer Tradition wertet.

Schlüsselwörter

Außenpolitik, Weimarer Republik, Nationalsozialismus, Gustav Stresemann, Adolf Hitler, Revisionismus, Versailler Vertrag, Kontinuität, Umbruch, Expansionspolitik, Rassenideologie, Völkerbund, Diplomatie, Zweiter Weltkrieg, Appeasement-Politik.

Häufig gestellte Fragen

Worum geht es in dieser Arbeit grundsätzlich?

Die Arbeit analysiert, inwieweit die Außenpolitik des nationalsozialistischen Deutschlands bis 1939 in einer Kontinuitätslinie zur Außenpolitik der Weimarer Republik steht oder ob es sich um einen radikalen Umbruch handelt.

Was sind die zentralen Themenfelder der Analyse?

Zentrale Themenfelder sind die Außenpolitik von Gustav Stresemann, die Außenpolitik von Adolf Hitler, das Verhältnis zu Frankreich, die Revision des Versailler Vertrages sowie die ideologischen Unterschiede der politischen Führungsstile.

Was ist die primäre Forschungsfrage der Arbeit?

Die Forschungsfrage lautet, ob die Außenpolitik des Hitler-Regimes kontinuierlich an die Weimarer Außenpolitik ab 1924 anknüpft oder ob ein Umschwung zu erkennen ist.

Welche wissenschaftliche Methode wird in dieser Arbeit verwendet?

Der Autor verwendet eine vergleichende Analyse, die die außenpolitischen Zielsetzungen, die diplomatischen Mittel und die erzielten Ergebnisse beider Zeitepochen gegenüberstellt.

Was wird im Hauptteil der Arbeit behandelt?

Im Hauptteil werden Stresemanns multilaterale Verständigungspolitik und Hitlers aggressive, rassenideologisch motivierte Expansionspolitik detailliert gegenübergestellt und auf Gemeinsamkeiten sowie Unterschiede geprüft.

Welche Schlüsselwörter charakterisieren diese Arbeit?

Die Arbeit lässt sich durch Begriffe wie Außenpolitik, Revisionismus, Rassenideologie, Kontinuität, Umbruch und Zweiter Weltkrieg charakterisieren.

Wie bewertet der Autor Stresemanns Rolle in der Weimarer Außenpolitik?

Der Autor bewertet Stresemann als "Meister der Staatskunst", der durch friedliche und multilaterale Zusammenarbeit die außenpolitische Isolation Deutschlands erfolgreich beendete.

Warum sieht der Autor Hitlers Außenpolitik als einen "Bruch" an?

Der Autor argumentiert, dass Hitlers rassenideologisch begründeter Eroberungskrieg und der bewusste Einsatz von Konfrontation und Gewalt das absolute Gegenteil der auf Konsens und Völkerrecht basierenden Politik Stresemanns darstellten.

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Details

Title
Ist eine Kontinuität oder ein Umbruch in der nationalsozialistischen Außenpolitik bis 1939, bezogen auf die Außenpolitik Stresemanns, zu erkennen?
College
University of Duisburg-Essen  (Institut für Geschichtswissenschaft)
Course
Kriegsausbruch 1939
Grade
1,7
Author
Alexander Stock (Author)
Publication Year
2002
Pages
15
Catalog Number
V8507
ISBN (eBook)
9783638154604
ISBN (Book)
9783638757003
Language
German
Tags
Kontinuität Umbruch Außenpolitik Stresemanns Kriegsausbruch
Product Safety
GRIN Publishing GmbH
Quote paper
Alexander Stock (Author), 2002, Ist eine Kontinuität oder ein Umbruch in der nationalsozialistischen Außenpolitik bis 1939, bezogen auf die Außenpolitik Stresemanns, zu erkennen?, Munich, GRIN Verlag, https://www.grin.com/document/8507
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