Grin logo
de en es fr
Shop
GRIN Website
Publish your texts - enjoy our full service for authors
Go to shop › Social Work

EDV in der Sozialen Arbeit

Am Beispiel eines Falles der Kindeswohlgefährdung und des Software-Produktes GEDOK

Title: EDV in der Sozialen Arbeit

Examination Thesis , 2007 , 48 Pages , Grade: 1,0

Autor:in: Andrea Englisch (Author), René Böhme (Author)

Social Work
Excerpt & Details   Look inside the ebook
Summary Excerpt Details

Jahrelang war in weiten Kreisen im Arbeitsfeld der Sozialen Arbeit ein massiver Widerstand gegen einen umfassenden EDV-Einsatz zu spüren. Er begründete sich einerseits auf der Tatsache, dass die Soziale Arbeit ein sehr heterogenes Arbeitsfeld ist und Vorgänge schwer standardisierbar und erfassbar sind, andererseits spiegelt er Befürchtungen von Sozialarbeitern vor vermehrter Kontrolle durch neue Informationstechnologien wider.
In den letzten Jahren hat sich dies grundlegend geändert und nicht nur in unserem Verein werden Softwareanwendungen für die Erstellung von Akten, die Pflege von großen Datenbeständen, die Verwaltung der Organisation, die Evaluation unserer Arbeit, die Öffentlichkeitsarbeit, aber auch für weiterführende Bereiche wie Diagnose und Therapie unserer Klienten genutzt.

Ausreichende Computerkenntnisse unserer Mitarbeiter sind nicht nur nötig, um die aufgezählten Anforderungen bewältigen zu können, sondern auch, um relevantes Wissen an Klienten weiterzugeben, um sie für ein Zurechtkommen in der heutigen stark informationstechnologiebasierten Wissensgesellschaft rüsten zu können. Aufgrund der beengten Räumlichkeiten unserer Vereins können derartige Trainingsprogramme nicht im Haus durchgeführt werden, wir nutzen aber regelmäßig diesbezüglich gut ausgestattete Jugendzentren, um Kindern psychisch kranker Eltern u.a. Grundkenntnisse der Internetrecherche, Kommunikation mit neuen Medien, Erstellung von Dokumenten und einfacher Programmierung beizubringen.

Excerpt


Inhaltsverzeichnis

1. Gesamtkonzeption für den EDV- Einsatz

1.1 Wie soll der EDV-Einsatz in der Einzelfallarbeit aussehen?

1.2 Wie wird das Recht auf informationelle Selbstbestimmung gewährleistet?

2. Anforderungen an das Programm

2.1 Verständnisse von Hilfeplanung und Intervention, deren Umsetzung in unserem Beispiel und daraus abgeleitetet Anforderungen an ein EDV-Programm

2.2 Verständnisse von Evaluation und Aktenführung, deren Umsetzung in unserem Beispiel und daraus abgeleitetet Anforderungen an ein EDV-Programm

3. Programmevaluation

3.1 Evaluation in Bezug auf die Anforderungen der Hilfeplanung und Intervention

3.2 Evaluation in Bezug auf die Anforderungen der Evaluation und Aktenführung

4. Funktionalität des Programms

4.1 intuitive Bedienbarkeit, Benutzerführung, Hilfefunktion, Flexibilität und Erweiterbarkeit der Leistungserfassung

4.2 Zusatznutzen, der über die Aktenführung und die formulierten Anforderungen hinausgeht (einzelfallbezogene Berichte, Terminplanung, Überwachung von Fristen)

Zielsetzung & zentrale Themen

Die Arbeit untersucht den Einsatz von EDV-Systemen in der Sozialen Arbeit, insbesondere im Kontext von Kindeswohlgefährdungen. Ziel ist es, anhand des Software-Produktes "GEDOK" zu analysieren, welche spezifischen Anforderungen an eine solche Software gestellt werden müssen, um Hilfeplanung, Intervention, Evaluation und Aktenführung effektiv zu unterstützen.

  • Konzeptionelle Anforderungen an EDV in der Sozialen Arbeit
  • Strukturen der Hilfeplanung gemäß SGB VIII
  • Methodische Ansätze für Evaluation und Dokumentation
  • Funktionalitätsanalyse des Software-Produktes GEDOK
  • Verbindung von sozialpädagogischem Fachwissen und informationstechnischer Umsetzung

Auszug aus dem Buch

Modell der Hilfeplanung in unserer Einrichtung

Die Hilfeplanung ist bei der Koordinierung der Leistungen zwischen der Vielzahl von Institutionen der zentrale Bestandteil der Fallbearbeitung bzw. -dokumentation. In der Hilfeplanung stehen sowohl die Begründungen eines Leistungsanspruches (z. B. können Leistungsansprüche nach den §§27ff SGB VIII beinhaltet sein), als auch der erhobene Bedarf des Klienten (-systems) und die Festlegung von Zielen der Leistungserbringung. Zudem erfolgt eine Einschätzung zur Kindeswohlgefährdung.

In unsrer Einrichtung wird der Hilfeplan nach §36 SGB VIII oft durch das Jugendamt, in Zusammenarbeit mit den Klienten und uns erstellt. Grundsätzlich trägt das Jugendamt die Verantwortung für Planung und Koordination der Hilfeplanung. Lediglich bei der Aufstellung des konkreten Hilfeplans, ist gem. § 36 Abs. 2 SGB VIII evt. unsere Einrichtungen einzubeziehen. Der ASD informiert uns vor der Familienkonferenz durch einen kurzen Fallbericht über das Klientensystem. Wir entscheiden, ob wir Kapazitäten haben und bereiten uns auf die Konferenz vor. Dort lernen die Klienten unsere Einrichtung das erste Mal kennen.

Zusammenfassung der Kapitel

1. Gesamtkonzeption für den EDV- Einsatz: Beschreibt den Übergang von Papierakten zur rein digitalen Fallführung sowie die technische Sicherheitsinfrastruktur des Vereins.

2. Anforderungen an das Programm: Analysiert rechtliche und methodische Grundlagen der Hilfeplanung und Aktenführung, um daraus notwendige Anforderungen für EDV-Anwendungen abzuleiten.

3. Programmevaluation: Bewertet die Funktionalität des Programms GEDOK in Bezug auf die zuvor definierten Anforderungen an Hilfeplanung, Intervention und Aktenführung.

4. Funktionalität des Programms: Untersucht die praktische Bedienbarkeit, Benutzerführung sowie Zusatzfunktionen wie Terminplanung und Fristenüberwachung des Programms.

Schlüsselwörter

Soziale Arbeit, EDV-Einsatz, Hilfeplanung, Kindeswohlgefährdung, Aktenführung, GEDOK, Programmevaluation, SGB VIII, Fallbearbeitung, Fallmanagement, Sozialpädagogik, Datenschutz, Datendokumentation, Interdisziplinäre Zusammenarbeit.

Häufig gestellte Fragen

Worum geht es in dieser Arbeit grundsätzlich?

Die Arbeit befasst sich mit der Integration von EDV-Systemen in die tägliche Arbeit von Trägern der Sozialen Arbeit, besonders bei sensiblen Aufgaben wie der Kindeswohlgefährdung.

Was sind die zentralen Themenfelder?

Im Fokus stehen die Hilfeplanung nach SGB VIII, die Anforderungen an eine digitale Aktenführung, Methoden der Evaluation sowie die praktische Funktionalitätsprüfung der Software GEDOK.

Was ist das primäre Ziel der Arbeit?

Das Ziel ist es, aufzuzeigen, welche Anforderungen die Praxis der Sozialen Arbeit an eine nützliche Software stellt und inwieweit das Programm GEDOK diese Kriterien erfüllt.

Welche wissenschaftliche Methode wird verwendet?

Die Arbeit basiert auf einer Literaturanalyse zu Hilfeplanung und Evaluation sowie einer anwendungsorientierten Evaluation des Programms GEDOK in einem praktischen Beispielkontext.

Was wird im Hauptteil behandelt?

Der Hauptteil gliedert sich in die Erarbeitung eines Hilfeplankonzepts, die Definition von Qualitätskriterien für Software in der Sozialen Arbeit sowie eine detaillierte Überprüfung von GEDOK anhand dieser Kriterien.

Welche Schlüsselwörter charakterisieren die Arbeit?

Soziale Arbeit, EDV, Hilfeplanung, Kindeswohlgefährdung, Aktenführung und Evaluation.

Warum ist der Datenschutz in diesem Kontext so wichtig?

Da es um hochsensible personenbezogene Daten im Rahmen der Kindeswohlgefährdung geht, ist die Einhaltung des Rechts auf informationelle Selbstbestimmung für die Arbeit des Vereins essenziell.

Was zeichnet das Fallbeispiel "SONNE" aus?

Es handelt sich um eine Familie mit psychisch kranker Mutter, an deren Beispiel die Autorinnen die komplexen Herausforderungen der Hilfeplanung und Koordination zwischen verschiedenen Institutionen illustrieren.

Welches Fazit ziehen die Autoren bezüglich GEDOK?

Während GEDOK für den Allgemeinen Sozialdienst (ASD) interessante Funktionen bietet, weist es für freie Leistungserbringer insbesondere bei der Leistungsdokumentation und Evaluation noch signifikante Schwächen auf.

Excerpt out of 48 pages  - scroll top

Details

Title
EDV in der Sozialen Arbeit
Subtitle
Am Beispiel eines Falles der Kindeswohlgefährdung und des Software-Produktes GEDOK
College
Leipzig University of Applied Sciences  (Sozialwesen)
Course
EDV
Grade
1,0
Authors
Andrea Englisch (Author), René Böhme (Author)
Publication Year
2007
Pages
48
Catalog Number
V85107
ISBN (eBook)
9783638900140
ISBN (Book)
9783638905640
Language
German
Tags
Sozialen Arbeit EDV GEDOK
Product Safety
GRIN Publishing GmbH
Quote paper
Andrea Englisch (Author), René Böhme (Author), 2007, EDV in der Sozialen Arbeit, Munich, GRIN Verlag, https://www.grin.com/document/85107
Look inside the ebook
  • Depending on your browser, you might see this message in place of the failed image.
  • Depending on your browser, you might see this message in place of the failed image.
  • Depending on your browser, you might see this message in place of the failed image.
  • Depending on your browser, you might see this message in place of the failed image.
  • Depending on your browser, you might see this message in place of the failed image.
  • Depending on your browser, you might see this message in place of the failed image.
  • Depending on your browser, you might see this message in place of the failed image.
  • Depending on your browser, you might see this message in place of the failed image.
  • Depending on your browser, you might see this message in place of the failed image.
  • Depending on your browser, you might see this message in place of the failed image.
  • Depending on your browser, you might see this message in place of the failed image.
  • Depending on your browser, you might see this message in place of the failed image.
Excerpt from  48  pages
Grin logo
  • Grin.com
  • Shipping
  • Contact
  • Privacy
  • Terms
  • Imprint