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Das Komische an Fausts Tragödie

Título: Das Komische an Fausts Tragödie

Trabajo Escrito , 2007 , 19 Páginas , Calificación: 1,7

Autor:in: Michaela Oriana Weinand (Autor)

Filología alemana - Literatura alemana moderna
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Auf den ersten Blick - scheint es - habe Goethe keinen Humor besessen, denn „Humor wird von einem Klassiker weder vorausgesetzt noch erwartet, am wenigsten von einem deutschen, scheint der doch der `Tiefe´ abträglich“ .
Dementsprechend vorherrschend ist daher in den meisten Biographien das Bild des ernsthaften Mannes Goethe, was sicherlich auf dessen bewegtes und zum Teil auch von persönlichen Schicksalsschlägen geprägtes Leben zurückzuführen ist.
Humor gehörte nicht gerade zu den Gemütsregungen, die sein Weltbild beherrschten, jedoch war er ihm auch nicht völlig abträglich.

Das erklärt, warum in einem Werk wie „Faust“ nicht offensichtlicher Humor zutage tritt, sondern der Dichter eher mit „Ironie und leisem Humor“ die Irrwege des Faust betrachtet.
Denn im „Faust“ „gehen Ernst und Heiterkeit, Tragik und Humor bis zum Ablauf der Geschehnisse nebeneinander her“ .

Im Folgenden wird darzustellen sein, ob diese Aussage auf das Werk zutrifft, ob uns dort wirklich der „Humor mithin in allen Klangfarben“ begegnet und „sich mit dem Ernst die Waage hält“ .
Denn ganz offensichtlich ist „Faust“ für uns alles andere als `komisch´ oder gar `heiter´; dem Leser wird vor allem der Protagonist als „der ernste Strebende und Sucher“ präsent sein.

Jedoch sollte man versuchen, seinen Blick von dieser in der Forschung vielbeachteten Figur eher auf das Ganze zu richten, denn dabei wird man feststellen können, dass dieses berühmte Werk von vielen kleinen heiteren und satirisch-komischen Situationen durchzogen ist.

Extracto


Inhaltsverzeichnis

Zu Struktur und methodischem Vorgehen

1. Hatte Goethe Sinn für Humor?

2. Das „Vorspiel auf dem Theater“ - Präambel einer Tragödie?

3. Satire im „Prolog im Himmel“

4. Mephisto - Teufel oder Narr?

5. „Faust“ - komische Tragödie oder tragische Komödie?

Zielsetzung und Themen

Die vorliegende Arbeit untersucht die Präsenz und Funktion komischer Elemente in Johann Wolfgang von Goethes „Faust I“. Das primäre Ziel ist es, den tradierten Blick auf das Werk als rein tragisches Drama zu hinterfragen und die subtilen komischen sowie satirischen Aspekte herauszuarbeiten, die den Text durchziehen.

  • Goethes Verständnis von Humor und dessen Reflexion im Werk
  • Die Funktion des „Vorspiels auf dem Theater“ als ironische Distanzierung
  • Die satirische Gestaltung des „Prologs im Himmel“
  • Die Charakterisierung von Mephistopheles als ambivalente Figur zwischen Teufel und Narr
  • Das Spannungsfeld zwischen Komik und Tragik im Handlungsverlauf

Auszug aus dem Buch

4. Mephisto - Teufel oder Narr?

Mephisto kritisiert gleich zu Beginn des „Faust“ - im „Prolog im Himmel“ - Gottes Ernsthaftigkeit. Er habe sich „das Lachen abgewöhnt“, selbst des Teufels überspitztes Pathos kann daran nichts ändern.

Mit dieser Rollenzuweisung greift Goethe ein im Mittelalter vorherrschendes Weltbild auf: „Gott wurde vorwiegend dem Ernst, der Teufel hingegen dem Lachen zugeordnet“.

Dieser Gegensatz erweist sich in der intensiveren Interpretation als logisch, denn Mephisto ist derjenige, der sich selbst als Gegenpart Gottes versteht und durch sein Lachen daher die von Gott erschaffene Welt und den Menschen verhöhnt. Sein Lachen ist daher das „teuflische Lachen der Verneinung“.

Gott dagegen „lacht“ im positiven Sinne: er frohlockt, die Form der hochgestimmten Freude. Dieses Frohlocken ist mit Würde gepaart und daher nicht nur dem Herrn, sondern auch den Engeln eigen. Insofern stellt Mephisto durch sein verneinendes Lachen einen Gegensatz zu dieser im Himmel vorherrschenden Würde dar. Er tritt dadurch als „satirischer Geist“ auf und stört einerseits die durch den Lobgesang der Erzengel erzeugte feierliche Stimmung, andererseits wird diese jedoch „durch seinen Widerpart verlebendigt“, das hohe Pathos wird also abgemildert.

Zusammenfassung der Kapitel

Zu Struktur und methodischem Vorgehen: Dieses Kapitel erläutert den Forschungsansatz der Arbeit, die sich mit der Komik in Goethes „Faust I“ auseinandersetzt und methodisch die Analyse des Humors sowie der Figur des Mephistopheles vorsieht.

1. Hatte Goethe Sinn für Humor?: Das Kapitel untersucht Goethes persönliches Verständnis von Humor, welches eher Begriffe wie Ironie, Kuriosität oder spielerische Überlegenheit umfasst und zwischen den Zeilen seiner Werke zu finden ist.

2. Das „Vorspiel auf dem Theater“ - Präambel einer Tragödie?: Hier wird analysiert, wie die Einführung der „lustigen Person“ und die Diskussion über die Art des Schauspiels eine ironische Ebene vor das eigentliche tragische Geschehen setzen.

3. Satire im „Prolog im Himmel“: Das Kapitel beleuchtet, wie durch die Anlehnung an das Buch Hiob und Mephistos spöttische Kritik an Gottes Schöpfung eine satirische Distanz zum göttlichen Pathos erzeugt wird.

4. Mephisto - Teufel oder Narr?: Es wird dargelegt, dass Mephistopheles nicht nur als diabolische Figur, sondern maßgeblich als „Schalk“ und Narr fungiert, der die Welt durch Ironie und Verneinung verhöhnt.

5. „Faust“ - komische Tragödie oder tragische Komödie?: Das Abschlusskapitel reflektiert das Ineinandergreifen von Komik und Tragik, das Goethes Werk zu einem komplexen Gebilde macht, in dem komödiantische Züge die Schwere der Haupthandlung auflockern.

Schlüsselwörter

Johann Wolfgang von Goethe, Faust I, Komik, Humor, Satire, Mephistopheles, Tragödie, Lustige Person, Ironie, Weltbild, Literaturanalyse, Dramentheorie, Menschenbild, Teufelsfigur, Narretei

Häufig gestellte Fragen

Worum geht es in dieser wissenschaftlichen Arbeit primär?

Die Arbeit beschäftigt sich mit der Funktion und dem Vorkommen von Komik und satirischen Elementen in Goethes „Faust I“, um eine einseitige Sichtweise als rein tragisches Werk zu hinterfragen.

Welche zentralen Themenfelder stehen im Mittelpunkt der Analyse?

Im Zentrum stehen Goethes Humorverständnis, die Rolle des Mephistopheles als „Schalk“, die Funktion der „lustigen Person“ sowie die Wechselwirkung von Komik und Tragik im Drama.

Was ist das primäre Ziel der Forschungsfrage?

Das Ziel ist es zu belegen, dass „Faust I“ von heiteren und satirisch-komischen Situationen durchzogen ist, die als notwendige Spannungselemente innerhalb der tragischen Handlung fungieren.

Welche wissenschaftliche Methode wird zur Untersuchung verwendet?

Die Autorin verwendet eine literaturwissenschaftliche Textanalyse, bei der ausgewählte Textstellen interpretiert werden, um die komischen Aspekte im Kontext der Forschungsliteratur zu beleuchten.

Was wird im Hauptteil der Arbeit behandelt?

Der Hauptteil gliedert sich in die Untersuchung des „Vorspiels auf dem Theater“, die Analyse der Satire im „Prolog im Himmel“ sowie die Charakterisierung des Mephistopheles im Spannungsfeld zwischen Teufel und Narr.

Welche Schlüsselwörter charakterisieren die Untersuchung?

Wichtige Begriffe sind unter anderem Goethe, Faust, Komik, Satire, Ironie, Mephistopheles, Narrheit und das Zusammenspiel von Tragik und Komödie.

Warum wird Mephistopheles in der Arbeit primär als „Narr“ charakterisiert?

Die Arbeit argumentiert, dass seine Funktion als Gegenspieler, der unangenehme Wahrheiten lachend ausspricht und die Ordnung hinterfragt, ihn eher in die Tradition des höfischen Narren rückt als in eine rein böse Dämonenrolle.

Wie bewertet die Autorin die Rolle des „Vorspiels auf dem Theater“?

Sie wertet es als ironische Präambel, die durch die Figur der „lustigen Person“ bereits vorab das Pathos der kommenden Tragödie bricht und die Erwartungshaltung des Lesers bewusst unterläuft.

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Detalles

Título
Das Komische an Fausts Tragödie
Universidad
University of Cologne  (Institut für Deutsche Sprache und Literatur)
Calificación
1,7
Autor
Michaela Oriana Weinand (Autor)
Año de publicación
2007
Páginas
19
No. de catálogo
V85122
ISBN (Ebook)
9783638005890
ISBN (Libro)
9783638912952
Idioma
Alemán
Etiqueta
Komische Fausts Tragödie
Seguridad del producto
GRIN Publishing Ltd.
Citar trabajo
Michaela Oriana Weinand (Autor), 2007, Das Komische an Fausts Tragödie, Múnich, GRIN Verlag, https://www.grin.com/document/85122
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