Der Maschinenbau ist durch sein sehr großes Spektrum an Produkten und Unternehmen einer der wichtigsten Motoren der Weltwirtschaft. Die Druckmaschinenbranche stellt einen kleinen, sehr speziellen Teil des Maschinenbaus dar, ist aber aufgrund seiner hohen Internationalität, aber auch der großen Veränderungen durch neue Technologien und Märkte ein sehr interessanter Teilbereich.
Ziel dieser Arbeit ist es, einen aktuellen Überblick über den weltweiten Markt für Druckmaschinen zu geben. Hierzu werden sowohl die Druckmaschinenhersteller als auch ihr Umfeld, insbesondere das Druckgewerbe als Hauptkunde der Branche, sowie auch einige interessante Abnehmerländer beispielhaft aufgezeigt.
Inhaltsverzeichnis
1. Einleitung
2. Maschinenbau-Branche
2.1. Definition der Branche
2.2. Marktvolumen
2.3. Konjunkturabhängigkeit
3. Die Druckmaschinenbranche
3.1. Definition der Branche
3.2. Die Konjunkturabhängigkeit
3.3. Die Wettbewerbsintensität
4. Die Kräfte des Marktes
4.1. Das Druckgewerbe
4.2. Neue Produkte und Dienstleistungen
4.3. Ersatzprodukte
4.4. Strategische Allianzen
5. Der Weltmarkt
5.1. Asien
5.2. Europa und der nahe Osten
5.3. Nord- Südamerika
6. Implikationen für die Branche
6.1. Chancen und Risiken für die Branche
6.2. Chancen und Risiken für einzelne Unternehmen
7. Eine Branche zwischen Stagnation und Wandel
Zielsetzung & Themen
Diese Arbeit analysiert die internationale Struktur der Maschinenbaubranche mit einem besonderen Fokus auf den Teilbereich der Druckmaschinen. Dabei wird untersucht, wie technologische Veränderungen, globale Marktentwicklungen und der Wettbewerb die Branche prägen und welche Strategien Unternehmen zur Standortsicherung verfolgen.
- Strukturanalyse der Maschinenbau- und Druckmaschinenbranche
- Einfluss von Konjunkturzyklen und Weltmarktentwicklungen
- Analyse des Wettbewerbsumfelds und der Marktattraktivität
- Rolle von Serviceleistungen und technologischen Innovationen
- Bewertung von Chancen und Risiken für internationale Hersteller
Auszug aus dem Buch
3.2. Die Konjunkturabhängigkeit
Die Druckmaschinenbranche ist durch ihre Stellung, innerhalb der Wertschöpfungskette des Druckgewerbes, sehr konjunkturabhängig und deutlichen zyklischen Schwankungen ausgesetzt (Vgl. INFO-Institut, Nr. 2, 2005, 9). Die Produkte ihrer Kunden, Druckerzeugnisse wie Kataloge oder Zeitschriften, sind Konsumgüter, deren Nachfrage stark von der Entwicklung der gesamten Weltwirtschaft abhängen. Als Prognoseinstrument dient der weltweite Papierverbrauch, welcher sich nahezu identisch zur allgemeinen Konjunkturentwicklung bewegt (Vgl. WirtschaftsWoche, 2007, 140) und schätzungsweise um 2,4% bis ins Jahr 2010 steigen wird (Vgl. MAN Roland, 2006, 16). Trotz der, durch Überkapazitäten im Druckgewerbe und der zunehmenden Bedeutungen des Internets verursachten rückläufigen Werbeausgaben in den letzten Jahren, befindet sich die Branche momentan wieder in einer positiven Konjunkturphase. Die Entwicklung der Werbeausgaben stellen eine wesentliche Größe für die Druckmaschinenhersteller dar, da sie indirekt zu etwa zwei Drittel von den Werbeausgaben abhängig sind (Vgl. Dresdner Bank, 2004, 2). Das restliche Drittel stellen Aufträge von Verlagen dar, die größtenteils nicht werbefinanziert sind (Vgl. IKB Information, 2004, 2). Trotz der Verlagerung der Werbeausgaben hin zu elektronischen Medien, entfallen immer noch etwa zwei Drittel aller Ausgaben auf die Printmedien (Vgl. IKB Information, 2004, 2).
Der Branchenzyklus beträgt ca. 10 Jahre, von denen üblicherweise etwa 7-8 Jahre die Wachstumsphase darstellen (Vgl. Protokoll I, Frage 1). Der momentane Zyklus dürfte im Jahr 2004 durch die letzte DRUPA ausgelöst worden sein. Dabei handelt es sich um die bedeutendste Fachmesse für Druckmaschinen und Druckbedarf, die aktuell im 4 Jahresrhythmus in Düsseldorf stattfindet. Der Einfluss auf die Branche ist hierbei enorm: so rechnen alle Anbieter für 2007 mit einem leichten Rückgang im Geschäft mit Druckmaschinen, da die meisten Kunden die DRUPA 2008 abwarten um dort Aufträge abzuschließen.
Zusammenfassung der Kapitel
1. Einleitung: Diese Einleitung führt in die Bedeutung des Maschinenbaus ein und grenzt den Fokus auf die international geprägte Druckmaschinenbranche ein.
2. Maschinenbau-Branche: Das Kapitel definiert den Maschinenbau als breit gefächertes Feld und analysiert das Marktvolumen sowie die allgemeine Konjunkturabhängigkeit des Sektors.
3. Die Druckmaschinenbranche: Hier wird der spezielle Bereich der Druckmaschinen hinsichtlich seiner Definition, zyklischer Schwankungen und der herrschenden Wettbewerbsintensität näher beleuchtet.
4. Die Kräfte des Marktes: Dieses Kapitel betrachtet die Hauptkunden im Druckgewerbe, die Verschiebung hin zu Komplettdienstleistungen, die Gefahr durch Ersatzprodukte sowie strategische Allianzen.
5. Der Weltmarkt: Die Analyse deckt verschiedene geografische Kernmärkte wie Asien, Europa, den nahen Osten sowie Nord- und Südamerika ab.
6. Implikationen für die Branche: Es werden die Chancen und Risiken zusammengefasst, denen sich sowohl die Branche als Ganzes als auch einzelne Unternehmen gegenübersehen.
7. Eine Branche zwischen Stagnation und Wandel: Das Fazit fasst das Spannungsfeld der Branche zusammen, in dem technologische Innovation und Spezialisierung als Schutz gegenüber globaler Konkurrenz dienen.
Schlüsselwörter
Maschinenbau, Druckmaschinen, Druckgewerbe, Weltmarkt, Konjunktur, Wettbewerbsintensität, Digitaldruck, Offsetdruck, Global Player, Marktanalyse, Investitionsgüter, Internationalisierung, Strategische Allianzen, Maschinenbauunternehmen, Branchenanalyse.
Häufig gestellte Fragen
Worum geht es in dieser Arbeit primär?
Die Arbeit bietet eine umfassende internationale Strukturanalyse der Branche für Maschinenbau mit speziellem Fokus auf die Druckmaschinenhersteller und deren Marktumfeld.
Welche zentralen Themenfelder werden abgedeckt?
Die Themen umfassen Marktdefinitionen, Konjunkturzyklen, Wettbewerbsfaktoren, Kundenstrukturen im Druckgewerbe sowie regionale Marktanalysen und strategische Unternehmensausrichtungen.
Was ist das primäre Ziel der Untersuchung?
Das Ziel ist es, einen aktuellen Überblick über den globalen Druckmaschinenmarkt zu geben und die Zusammenhänge zwischen den Herstellern und ihrem Hauptkunden, dem Druckgewerbe, aufzuzeigen.
Welche wissenschaftliche Methode kommt zum Einsatz?
Die Arbeit basiert auf einer fundierten Literatur- und Branchenanalyse sowie auf exklusiven Experteninterviews mit Branchenvertretern.
Was steht im inhaltlichen Mittelpunkt des Hauptteils?
Der Hauptteil analysiert detailliert die Marktkräfte, die Konkurrenzsituation durch neue Wettbewerber und Ersatztechnologien wie den Digitaldruck sowie die Rolle von Dienstleistungsangeboten.
Welche Schlagworte charakterisieren diese Arbeit am besten?
Wesentliche Begriffe sind internationale Wettbewerbsfähigkeit, technologische Barrieren, Globalisierung, Kundenfokus und strategische Marktanpassung.
Wie beeinflussen Messen wie die DRUPA das Marktgeschehen?
Die DRUPA fungiert als bedeutender Impulsgeber für den Branchenzyklus, führt jedoch im Vorfeld aufgrund von Investitionszurückhaltung der Kunden häufig zu einem temporären Auftragsrückgang.
Warum ist der Digitaldruck für traditionelle Hersteller ambivalent?
Während der Digitaldruck Vorteile bei der Personalisierung bietet, ist er für den Massenmarkt bei hohen Auflagen noch nicht kosteneffizient genug, weshalb er von den klassischen Herstellern als ergänzende, aber begrenzte Konkurrenz betrachtet wird.
- Quote paper
- Ralf Rotzinger (Author), 2007, Internationale Strukturanalyse der Druckmaschinenbranche - Eine internationale Strukturanalyse der Branche „Maschinenbau“, Munich, GRIN Verlag, https://www.grin.com/document/85216