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Gibt es den gerechten Krieg?

Title: Gibt es den  gerechten Krieg?

Seminar Paper , 2002 , 17 Pages , Grade: 1,0

Autor:in: Alexander Stock (Author)

Politics - Political Theory and the History of Ideas Journal
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Summary Excerpt Details

In der Arbeit wird der Begriff des ′gerechten Krieges′ analysiert und diskutiert. Dabei richtet sich das Hauptaugenmerk auf die Gegenüberstellung der Vor- und Nachteile, der sinnvollen und problematischen Nutzung und Verwendung dieses Begriffes und die Frage, in wieweit ein Krieg überhaupt jemals gerecht sein kann.
Die schwierige Frage der Legitimität des seit der Antike verwendeten Begriffes, soll wegen der oftmals heftig emotional geführten Diskussion in der Gesellschaft erörtert werden.
Deshalb geht diese Arbeit speziell auf die Art und Weise ein, wie dieser Ausdruck für Argumentationen verwendet wird und in wieweit er den eigentlichen Sinn erfüllt, aber auch mit welchen Schwierigkeiten er ständig konfrontiert wird.
Zuerst wird die Arbeit genauer auf die historischen Begriffsdefinitionen eingehen und so den zentralen Begriff des ′gerechten Krieges′ erläutern. Es werden verschiedene persönliche Ansichten und Auslegungen von der Antike bis zur Moderne vorgestellt.
Darauf folgt eine genauere Betrachtung der Gründe, die gegen einen ′gerechten Krieg′ sprechen. Es wird die Frage gestellt, ob ein Krieg überhaupt klassifiziert und in Formen eingeteilt werden kann. Hintergründe und Argumentationen werden herausgearbeitet, um schließlich auf die Probleme aufmerksam zu machen.
Ferner soll im weiteren Kapitel der Gegensatz, nämlich die Gründe für einen ′gerechten Krieg′, gegenübergestellt werden. Es soll ersichtlich werden, in welcher Weise der Kritik begegnet wird und dieser historische Begriff gerechtfertigt sein kann.
Bezogen auf die Frage, ob sich ein Krieg in Formen von Gerechtigkeit oder Ungerechtigkeit einteilen lässt, ist zu konstatieren, dass die Aussprache darüber spätestens seit dem Kosovo-Krieg und dem Afghanistan-Einsatz stärker zugenommen hat. Schon seit längerem prägt somit der Begriff des ′gerechten Krieges′ die Diskussion. Dennoch gilt das Problem dieses Begriffes immer noch als unbefriedigend. und erscheint deshalb für eine wissenschaftliche Untersuchung lohnenswert.
Deshalb wird abschließend im Fazit eine Synthese erstellt, die die Vor- und Nachteile diesen Ausdrucks nochmals zusammenfügt, um Lösungsansätze zu suchen, wie man in Zukunft mit dem umstrittenen Begriff umgehen sollte.

Excerpt


Inhaltsverzeichnis

1 Einleitung

2 Historische Begriffsdefinition

3 Gründe gegen einen ’gerechten Krieg’

4 Gründe für einen ’gerechten Krieg’

5 Fazit

6 Literaturverzeichnis

Zielsetzung & Themen

Die Arbeit analysiert die ethische Legitimität und die historische Entwicklung der Lehre vom „gerechten Krieg“ (bellum-iustum-Theorie) und untersucht kritisch, ob militärische Gewalt jemals moralisch gerechtfertigt werden kann oder ob der Begriff als opportunistisches Instrument zur Kriegsführung missbraucht wird.

  • Historische Herleitung des Begriffs von der Antike bis zur Moderne.
  • Kritische Gegenüberstellung von Argumenten gegen die ethische Vertretbarkeit von Kriegen.
  • Analyse der Bedingungen für „gerechte“ humanitäre Interventionen.
  • Untersuchung der Problematik moderner Kriegsführung und Massenvernichtungswaffen.
  • Synthese zur Frage nach der Zukunft des Konzepts in der globalen Sicherheitspolitik.

Auszug aus dem Buch

3 Gründe gegen einen ’gerechten Krieg’

Die Frage „Gibt es den ’gerechten Krieg’“ ist, wie bereits oben beschrieben, ein ständig begleitender moralischer Diskurs der Menschheit. Es gibt auf der einen Seite Befürworter der Theorie des bellum-iustum, allerdings auf der anderen Seite auch sehr kritisch fundierte Ansätze, die diese Position entschieden ablehnen.

Kriege führen immer, ohne Ausnahme, dazu, dass Menschen geschädigt und getötet werden. Um mit Michael Walzer zu reden: „Warum ist es falsch einen Krieg zu beginnen? Wir kennen die Antwort allzu gut – Menschen sterben, oft in großer Zahl. Der Krieg ist die Hölle.“ Und das gilt ebenso für den Hintergrund eines sog. ’gerechten Krieges’. Selbst bei Verteidigungskriegen oder sonstigen unter dem Deckmantel der Humanität vollzogenen Gewaltanwendungen, ist Krieg nie gerecht, sondern höchstens ein äußerstes Mittel um größeres Übel abzuwenden. Doch welche Werte erlauben es, Mord mit weiterem Mord zu rechtfertigen?

H.G.Stobbe hat zu Recht festgestellt, dass der Tod eines Menschen für immer unaufhebbar bleibt und nicht rückgängig zu machen ist, „selbst wenn er aus moralisch einsichtigen Gründen herbeigeführt oder in Kauf genommen wird.“ Deshalb kann der Term auch als ’Leerformel’ gesehen werden, der zwar mit dem Begriff der Gerechtigkeit hantiert, die Gerechtigkeit aber niemals durch Gewalt erreicht werden kann!

Zusammenfassung der Kapitel

1 Einleitung: Diese Einleitung führt in die Problematik des Begriffs „gerechter Krieg“ ein und legt dar, dass die Arbeit den Diskurs zwischen Rechtfertigung und Ablehnung militärischer Gewalt beleuchtet.

2 Historische Begriffsdefinition: Das Kapitel zeichnet die historische Entwicklung der bellum-iustum-Lehre von der Antike über die mittelalterliche Scholastik bis zur zeitgenössischen Theorie nach.

3 Gründe gegen einen ’gerechten Krieg’: Hier werden kritische Gegenpositionen dargelegt, die den Krieg als grundsätzlich unethisch und die Theorie als opportunistische „Leerformel“ betrachten.

4 Gründe für einen ’gerechten Krieg’: Dieses Kapitel analysiert Argumente, die unter strengen Auflagen – insbesondere bei humanitären Interventionen – eine moralische Vertretbarkeit von Gewaltanwendung in Erwägung ziehen.

5 Fazit: Das Fazit fasst die Ambivalenz des Begriffs zusammen und fordert eine Abkehr von der militärischen Gewalt hin zu einer stärkeren Bedeutung gesellschaftlicher Konsensbildung.

6 Literaturverzeichnis: Auflistung der verwendeten Primär- und Sekundärquellen.

Schlüsselwörter

Gerechter Krieg, bellum iustum, Friedensethik, Humanitäre Intervention, Politische Philosophie, Gewaltanwendung, Militärstrategie, Ethik, Menschenrechte, Selbstbestimmungsrecht, Souveränität, Kriegführung, Proportionalität, Konfliktlösung, Friedenssicherung.

Häufig gestellte Fragen

Worum geht es in dieser Arbeit grundsätzlich?

Die Arbeit befasst sich mit der ethischen Kontroverse um den Begriff des „gerechten Krieges“ und untersucht, ob dieser Ausdruck in der politischen Theorie eine berechtigte Basis hat oder lediglich zur Rechtfertigung von Gewalt dient.

Welche zentralen Themenfelder werden behandelt?

Zentrale Themen sind die historische Genese der bellum-iustum-Lehre, die moralische Kritik an kriegerischen Handlungen sowie die Rechtfertigungsgrundlagen humanitärer Interventionen in der modernen Welt.

Was ist das primäre Ziel der Untersuchung?

Das Ziel ist eine kritische Gegenüberstellung von Pro- und Contra-Argumenten, um zu klären, ob es heute noch legitim ist, militärische Einsätze unter dem Label der „Gerechtigkeit“ zu führen.

Welche wissenschaftliche Methode wird verwendet?

Die Arbeit nutzt eine politikwissenschaftliche und philosophische Literaturanalyse, um die Theorien prominenter Denker von der Antike bis zur Gegenwart gegenüberzustellen und kritisch zu bewerten.

Was wird im Hauptteil der Arbeit behandelt?

Der Hauptteil gliedert sich in die historische Einordnung der Theorie, die radikale Kritik an der Kriegsführung als solches und die moderne Debatte über humanitäre Interventionen bei Menschenrechtsverletzungen.

Welche Schlüsselbegriffe charakterisieren die Arbeit?

Die zentralen Begriffe umfassen bellum iustum, ethische Vertretbarkeit, humanitäre Intervention, Gewaltmonopol sowie den Widerspruch zwischen Gerechtigkeitsstreben und zerstörerischer Gewalt.

Wie bewertet der Autor den Einfluss von Massenvernichtungswaffen?

Der Autor argumentiert, dass durch das Aufkommen von Atomwaffen die klassische Theorie des gerechten Krieges an ihre Grenzen stößt, da eine verhältnismäßige und begrenzte Kriegsführung in diesem Kontext nahezu unmöglich wird.

Welche Rolle spielt die „humanitäre Intervention“ für den Autor?

Der Autor sieht in humanitären Interventionen, etwa bei drohenden Massakern, ein komplexes Dilemma, erkennt aber an, dass unter extremen Umständen ein Eingreifen zum Schutz von Menschenleben als „kleineres Übel“ moralisch debattierbar bleibt.

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Details

Title
Gibt es den gerechten Krieg?
College
University of Duisburg-Essen  (Institut für Politikwissenschaft)
Course
Antike und Moderne Konzeption von Gerechtigkeit
Grade
1,0
Author
Alexander Stock (Author)
Publication Year
2002
Pages
17
Catalog Number
V8526
ISBN (eBook)
9783638154765
ISBN (Book)
9783638757010
Language
German
Tags
Gibt Krieg Antike Moderne Konzeption Gerechtigkeit
Product Safety
GRIN Publishing GmbH
Quote paper
Alexander Stock (Author), 2002, Gibt es den gerechten Krieg?, Munich, GRIN Verlag, https://www.grin.com/document/8526
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