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John Rawls "Theory of Justice". Grundgedanken, Grundsätze und Abgrenzung zum Utilitarismus

Title: John Rawls "Theory of Justice". Grundgedanken, Grundsätze und Abgrenzung zum Utilitarismus

Term Paper (Advanced seminar) , 2007 , 29 Pages , Grade: 1,7

Autor:in: Sabrina Lasar (Author)

Philosophy - Practical (Ethics, Aesthetics, Culture, Nature, Right, ...)
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Jahrhunderte lang waren soziale sowie politische Fragen ein wichtiger Bestandteil der Philosophie. Angefangen bei Platons Politeia über Hobbes’ Leviathan, Rousseaus Gesellschaftsvertrag, bis hin zu Kants Metaphysische Anfangsgründe der Rechtslehre. Sie alle beschäftigten sich mit der Ordnung des menschlichen Zusammenlebens. Doch seit der Mitte des 19. Jahrhunderts hat die politische Philosophie an Bedeutung verloren. Die großen Philosophen beschäftigten sich mit Sprache und Logik und wandten sich der Wissenschafts- und Erkenntnistheorie zu. Mehr als 200 Jahre später, im Jahr 1979, wurde dann A Theory of Justice von John Rawls veröffentlicht. Dieses Buch läutete die Renaissance der politischen Philosophie ein.

Rawls Absicht war es, eine Moralphilosophie zu erarbeiten, die ein Gegenmodell zum Utilitarismus darstellt, der bis dahin hauptsächlich als theoretische Grundlage der neueren Moralphilosophie galt. Autoren wie David Hume, John Stuart Mill und Adam Smith vertraten diesen Ansatz. Dazu versucht er, „die herkömmliche Theorie des Gesellschaftsvertrags von Locke, Rousseau und Kant zu verallgemeinern und auf eine höhere Abstraktionsstufe zu heben“ und zusätzlich „eine systematische Analyse der Gerechtigkeit zu liefern, die […] der vorherrschenden utilitaristischen Tradition überlegen ist“ (vgl. Rawls, S. 12). Sein Buch stellt den Versuch dar die Kriterien anzugeben, nach denen sich beurteilen lässt, ob eine Gesellschaft in gerechter Weise eingerichtet ist oder nicht. Dazu benötigt es bestimmte Gerechtigkeitsgrundsätze, die angeben, welche Rechte jedem Individuum zustehen und wie die sozialen und wirtschaftlichen Güter einer Gesellschaft auf die in ihr lebenden Menschen zu verteilen sind. Dabei muss beachtet werden, dass diese Verteilung gerecht erfolgt.

Excerpt


Inhaltsverzeichnis

Einleitung

1. Die Grundgedanken der Rawlschen Gerechtigkeitstheorie

2. Begründung der Gerechtigkeitsgrundsätze

2.1 Überlegungs-Gleichgewicht

2.2 Gerechtigkeit als Fairness

2.3 Der Urzustand

2.3.1 Schleier des Nichtwissens

2.3.2 Gleichheit

2.3.3 Rationalität

2.3.4 Gegenseitiges Desinteresse

2.3.5 Gerechtigkeitssinn

2.3.6 Theorie des Guten und Grundgüter

3. Die Grundsätze der Gerechtigkeit

3.1 Der erste Grundsatz

3.2 Der zweite Grundsatz

3.3 Die Maximin-Regel

3.4 Die Vorrangregel

3.5 Das Differenzprinzip

4. Der Utilitarismus

4.1 Was heißt Utilitarismus?

4.2 Utilitarismus und Theorie der Gerechtigkeit – ein Vergleich

5.Schlussbemerkungen

6. Literatur

Zielsetzung & Themen

Die vorliegende Arbeit untersucht John Rawls’ Gerechtigkeitstheorie mit dem primären Ziel, ihre Grundpfeiler darzustellen und sie als Gegenmodell zum Utilitarismus zu positionieren, wobei insbesondere die Konstruktion einer fairen Ausgangssituation analysiert wird.

  • Die Grundgedanken der Rawlschen Gerechtigkeitstheorie
  • Die methodische Begründung der Gerechtigkeitsgrundsätze durch den Urzustand
  • Die inhaltliche Definition der beiden Gerechtigkeitsgrundsätze
  • Der kritische Vergleich von Rawls’ Theorie mit dem Utilitarismus

Auszug aus dem Buch

2.3.1 Schleier des Nichtwissens

Der Urzustand ist dadurch gekennzeichnet, dass sich die in ihm agierenden Personen hinter einem „Schleier des Nichtwissens“ (vgl. Rawls, S. 29) befinden. Niemand weiß, welche Stellung er in der Gesellschaft einnimmt und welcher Klasse oder welchem Stand er angehört. Das bedeutet konkret, er weiß nicht aus welcher Familie er kommt, welche Ausbildung er genossen hat und welchen Beruf er ausübt. Kenntnisse über Familienstand, Einkommen und Freundeskreis fehlen. Ebenso wenig ist ihm bekannt, welche natürlichen Gaben ihm zuteil wurden. Die betreffende Peron weiß nichts über ihren psychischen und physischen Zustand. Intelligenz, Körperkraft, Anfälligkeit für Krankheiten usw. können nicht eingeschätzt werden. Niemand weiß, in welcher finanziellen, sozialen und wirtschaftliche Lage er sich momentan befindet und kann deshalb auch keine Voraussagen über kommende Ereignisse machen oder darüber, was ihn in Zukunft erwartet. Die Person weiß nichts über sich selbst. Genauso wenig weiß sie auch über die Gesellschaft, in der sie lebt. Sie weiß nichts über den Entwicklungsstand oder über die in ihr vorherrschenden politischen und wirtschaftlichen Verhältnisse. Mit dieser Voraussetzung ist sichergestellt, dass sich niemand für oder gegen bestimmte Grundsätze entscheidet, weil er sich dadurch Vorteile verschaffen kann.

Zusammenfassung der Kapitel

Einleitung: Diese Einleitung führt in die Bedeutung der politischen Philosophie ein und erläutert die Absicht von Rawls, ein moralphilosophisches Gegenmodell zum Utilitarismus zu entwickeln.

1. Die Grundgedanken der Rawlschen Gerechtigkeitstheorie: Das Kapitel definiert Gerechtigkeit als erste Tugend sozialer Institutionen und thematisiert das Problem unterschiedlicher Gerechtigkeitsvorstellungen anhand praktischer Beispiele.

2. Begründung der Gerechtigkeitsgrundsätze: Hier werden die Voraussetzungen für gerechte Grundsätze, insbesondere der Urzustand als hypothetische faire Ausgangssituation, detailliert erörtert.

3. Die Grundsätze der Gerechtigkeit: Dieses Kapitel expliziert die beiden von Rawls postulierten Grundsätze, das Differenzprinzip sowie die Maximin-Regel und die Vorrangregel.

4. Der Utilitarismus: Das Kapitel definiert den Utilitarismus und stellt ihn Rawls’ Gerechtigkeitstheorie gegenüber, um die Unterschiede in der Bewertung von Handlungen und Folgen aufzuzeigen.

5.Schlussbemerkungen: Die Arbeit schließt mit einer kritischen Reflexion und der Zusammenfassung der theoretischen Kernbegriffe.

6. Literatur: Das Verzeichnis listet die verwendeten Fachquellen auf.

Schlüsselwörter

Gerechtigkeit, Fairness, John Rawls, Urzustand, Schleier des Nichtwissens, Utilitarismus, Grundsätze der Gerechtigkeit, soziale Gerechtigkeit, Differenzprinzip, Maximin-Regel, Gesellschaftsvertrag, Grundgüter, Politische Philosophie, Gerechtigkeitssinn, Chancengleichheit

Häufig gestellte Fragen

Worum geht es in dieser Arbeit grundsätzlich?

Die Arbeit bietet eine Einführung in John Rawls’ „Eine Theorie der Gerechtigkeit“ und analysiert deren zentrale Konzepte im Kontext der politischen Philosophie.

Was sind die zentralen Themenfelder?

Zu den Kernbereichen zählen die Herleitung von Gerechtigkeitsprinzipien im Urzustand, der Schleier des Nichtwissens und die Differenz zwischen utilitaristischen und vertragstheoretischen Ansätzen.

Was ist das primäre Ziel der Untersuchung?

Das Ziel ist die Darstellung und Analyse der Rawlschen Gerechtigkeitstheorie sowie deren Abgrenzung zur vorherrschenden utilitaristischen Tradition.

Welche wissenschaftliche Methode wird verwendet?

Die Arbeit nutzt eine philosophische Text- und Theorieanalyse, um die Argumentationsstruktur von Rawls zu erschließen und kritisch zu würdigen.

Was wird im Hauptteil behandelt?

Der Hauptteil gliedert sich in die methodische Begründung der Gerechtigkeitsgrundsätze, deren konkrete Ausformulierung sowie einen systematischen Vergleich mit dem Utilitarismus.

Welche Schlüsselwörter charakterisieren die Arbeit?

Wichtige Begriffe sind Gerechtigkeit als Fairness, Urzustand, Schleier des Nichtwissens, Differenzprinzip und Utilitarismus.

Was ist die spezifische Funktion des "Schleiers des Nichtwissens"?

Er dient als methodisches Instrument, um sicherzustellen, dass rationale Akteure im Urzustand unparteiische Entscheidungen treffen, da sie ihre eigene soziale Position oder natürliche Begabung nicht kennen.

Wie unterscheidet Rawls seine Theorie von der utilitaristischen Logik?

Während der Utilitarismus das allgemeine Wohl maximiert und individuelle Rechte den Folgen unterordnet, setzt Rawls die Unverletzlichkeit des Individuums und die Gerechtigkeit an die erste Stelle.

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Details

Title
John Rawls "Theory of Justice". Grundgedanken, Grundsätze und Abgrenzung zum Utilitarismus
College
University of Münster
Course
Theorien der Gerechtigkeit
Grade
1,7
Author
Sabrina Lasar (Author)
Publication Year
2007
Pages
29
Catalog Number
V85282
ISBN (eBook)
9783638008938
ISBN (Book)
9783640337514
Language
German
Tags
John Rawls Eine Theorie Gerechtigkeit Theorien Gerechtigkeit
Product Safety
GRIN Publishing GmbH
Quote paper
Sabrina Lasar (Author), 2007, John Rawls "Theory of Justice". Grundgedanken, Grundsätze und Abgrenzung zum Utilitarismus, Munich, GRIN Verlag, https://www.grin.com/document/85282
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