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Vitruvs Theorie zum Theaterbau in der römischen Antike

Title: Vitruvs Theorie zum Theaterbau in der römischen Antike

Seminar Paper , 2004 , 13 Pages , Grade: 2

Autor:in: Astrid Stangl (Author)

Theater Studies, Dance
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Summary Excerpt Details

Die Schriften des römischen Stadtarchitekten, der als Vitruv bekannt ist, hatten in der Antike selbst wenig Bedeutung. In der Renaissance wurden sie jedoch wiederentdeckt und man griff in den darauffolgenden Jahrhunderten immer wieder auf sie zurück und sie übten lange Zeit einen beträchtlichen Einfluss auf den europäischen Theaterbau aus. Hier soll nicht auf das Nachleben Vitruvs eingegangen werden. Das Thema, das für diese Arbeit von Interesse ist, sind Vitruvs Theorien selbst, die er in seinem Werk „De architectura libri decem“ darlegte. In diesem Zusammenhang sollen Überlegungen über die Verbindungen zwischen griechischem und römischem Theaterbau angestellt werden, die auch für die Schrift Vitruvs von großer Bedeutung sind. Ebenso wird versucht darzustellen, in welchem Verhältnis Vitruvs Werk zum tatsächlichen Theaterbau in der römischen Welt stand.

Excerpt


Inhaltsverzeichnis

1. Einleitung

2. Vitruv und sein Werk „De architectura libri decem“

2.1 Biographisches

2.2 „De architectura libri decem“

3. Theorie zum Theaterbau

3.1 Auswahl des Platzes für ein Theater

3.2 Die Akustik des Theaters

3.3 Die Durchführung des Theaterbaus

3.4 Unterschiede zwischen griechischem und des römischem Theaterbau nach Vitruv

3.5 Säulengänge und Wandelhallen

4. Unterschiede und Gemeinsamkeiten des griechischen und des römischen Theaterbaus

5. Vitruvs Theorie in der Praxis des römischen Theaterbaus

6. Schlusswort

Zielsetzung & Themen

Die Arbeit untersucht die architekturtheoretischen Konzepte des Vitruv zum römischen Theaterbau, wie sie in dessen Werk „De architectura libri decem“ dargelegt sind. Ziel ist es, Vitruvs theoretische Vorgaben zu analysieren, deren Verhältnis zum tatsächlichen antiken Theaterbau zu beleuchten und Verbindungen sowie Unterschiede zwischen griechischen und römischen Baukonzepten herauszuarbeiten.

  • Biographische Hintergründe zu Vitruv und Einordnung seines Werkes.
  • Theoretische Grundlagen der Standortwahl und Akustik im antiken Theaterbau.
  • Konstruktive Merkmale und Schemata für den Entwurf römischer Theater.
  • Vergleichende Analyse zwischen griechischen und römischen Theaterbautraditionen.
  • Diskussion über die praktische Relevanz und Umsetzung der vitruvianischen Theorie.

Auszug aus dem Buch

3.1 Auswahl des Platzes für ein Theater

Bereits im ersten Buch, in dem Vitruv den Bau von Städten beschreibt, weist er darauf hin für wie wichtig er es erachtet, einen günstigen Platz für die Errichtung eines Bauwerkes auszuwählen. Dabei geht es ihm vor allem darum, Städte nach der richtigen Himmelsrichtung auszurichten, um direkte Sonneneinstrahlung und damit das Aufstauen von Hitze zu vermeiden. Außerdem soll die direkte Nachbarschaft von Sümpfen aufgrund der aus ihnen aufsteigenden ungesunden Dämpfe vermieden werden. Diese Richtlinien lässt er auch für den Theaterbau gelten und legt hier noch einmal dar worauf man achten sollte:

„Denn die Männer, die mit ihren Frauen und Kindern ununterbrochen dasitzen, werden durch die Freude (am Spiel) gefesselt, und ihre Körper, die infolge der Spannung bewegungslos sind, haben offene Poren, in die der Luftzug eindringt, der, wenn er aus sumpfigen oder anderen ungesunden Gegenden kommt, in ihre Körper schädliche Dünste eindringen läßt.“1

Der Sitzraum darf zudem keinen Einflüssen von Süden her ausgesetzt sein, d. h. die Sonne soll nicht ins Halbrund des Theaters fallen, da sich ansonsten die Hitze im Sitzraum aufstaut. Die Leute schwitzen und das ist ungesund – oder in jedem Fall zumindest unangenehm. Es soll gewährleistet werden, dass die Zuschauer möglichst komfortabel sitzen und ihre ungeteilte Aufmerksamkeit dem Geschehen auf der Bühne schenken können.

Zusammenfassung der Kapitel

1. Einleitung: Die Arbeit gibt eine Einführung in die Bedeutung von Vitruvs Schriften für den Theaterbau und skizziert die Fragestellung nach der Verbindung zwischen griechischen und römischen Traditionen.

2. Vitruv und sein Werk „De architectura libri decem“: Dieses Kapitel behandelt biographische Daten über Vitruv und den Aufbau sowie den Kontext seines Architekturwerkes.

3. Theorie zum Theaterbau: Hier werden die detaillierten Anforderungen Vitruvs an die Standortwahl, Akustik, bauliche Durchführung und architektonische Details erläutert.

4. Unterschiede und Gemeinsamkeiten des griechischen und des römischen Theaterbaus: Das Kapitel vergleicht die Einflüsse griechischer Traditionen mit der römischen Bauweise unter Berücksichtigung kultureller und technischer Aspekte.

5. Vitruvs Theorie in der Praxis des römischen Theaterbaus: Diese Sektion diskutiert die Anwendbarkeit der Theorie auf reale Bauten und hinterfragt kontrovers diskutierte Aspekte wie die Schallgefäße.

6. Schlusswort: Das Kapitel fasst die Bedeutung von Vitruvs Entwurf zusammen und betont dessen langfristigen Einfluss auf die Architekturgeschichte.

Schlüsselwörter

Vitruv, De architectura libri decem, römische Antike, Theaterbau, Architekturtheorie, Akustik, Bühnenhaus, Orchestra, griechische Tradition, Theaterarchitektur, Bauplanung, römische Bauweise, Bühnendekoration, Säulengänge, Schallgefäße.

Häufig gestellte Fragen

Worum geht es in dieser Arbeit grundsätzlich?

Die Arbeit beschäftigt sich mit den theoretischen Ausführungen Vitruvs zum Theaterbau in der römischen Antike.

Was sind die zentralen Themenfelder?

Die Schwerpunkte liegen auf den Anforderungen an Standort, Akustik, konstruktivem Aufbau und der architektonischen Unterscheidung zwischen griechischen und römischen Theatern.

Was ist das primäre Ziel der Untersuchung?

Das Ziel ist es, Vitruvs Theorien zu analysieren und ihr Verhältnis zur tatsächlichen Baupraxis sowie den kulturellen Entwicklungen der Zeit darzustellen.

Welche wissenschaftliche Methode wird verwendet?

Die Arbeit nutzt eine literatur- und theorieorientierte Analyse, indem sie das Primärwerk „De architectura libri decem“ untersucht und mit architekturhistorischem Wissen vergleicht.

Was wird im Hauptteil der Arbeit behandelt?

Der Hauptteil gliedert sich in die theoretischen Grundlagen des Theaterbaus (Standort, Akustik, Bauweise) und einen vergleichenden Teil zwischen griechischen und römischen Theaterbautraditionen.

Welche Schlüsselwörter charakterisieren die Arbeit?

Die zentralen Begriffe sind Vitruv, Architekturtheorie, Theaterbau, Antike und Baukonstruktion.

Wie bewertet Vitruv den Standort eines Theaters im Vergleich zum Städtebau?

Vitruv überträgt seine städtebaulichen Grundsätze direkt auf den Theaterbau, wobei er besonders Wert auf die Vermeidung von Hitze durch Sonneneinstrahlung und den Schutz vor ungesunden Dämpfen legt.

Was besagt Vitruvs Theorie zu den sogenannten Schallgefäßen?

Vitruv empfiehlt den Einbau von bronzenen Schallgefäßen zur Resonanzverstärkung, wobei er selbst einräumt, keine praktischen Beispiele dafür zu kennen, was in der Forschung als theoretische Erörterung diskutiert wird.

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Details

Title
Vitruvs Theorie zum Theaterbau in der römischen Antike
College
University of Vienna  (Institut für Theater-, Film- und Medienwissenschaft)
Course
Bild- und Raumkonzepte
Grade
2
Author
Astrid Stangl (Author)
Publication Year
2004
Pages
13
Catalog Number
V85286
ISBN (eBook)
9783638871143
ISBN (Book)
9783656760979
Language
German
Tags
Vitruvs Theorie Theaterbau Antike Bild- Raumkonzepte
Product Safety
GRIN Publishing GmbH
Quote paper
Astrid Stangl (Author), 2004, Vitruvs Theorie zum Theaterbau in der römischen Antike, Munich, GRIN Verlag, https://www.grin.com/document/85286
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