Grin logo
de en es fr
Shop
GRIN Website
Publish your texts - enjoy our full service for authors
Go to shop › Politics - Political Systems - Germany

Darstellung und kritische Würdigung der Rentenreform 2000

Title: Darstellung und kritische Würdigung  der Rentenreform 2000

Term Paper (Advanced seminar) , 2001 , 28 Pages , Grade: 1,3

Autor:in: Stefanie Reitberger (Author)

Politics - Political Systems - Germany
Excerpt & Details   Look inside the ebook
Summary Excerpt Details

Der Bundestag hat am 26. Januar 2001 die Gesetze zur Reform der gesetzlichen Rentenversicherung und zur Förderung eines kapitalgedeckten Altersvorsorgevermögens beschlossen. Mit den Gesetzesbeschlüssen zum Altersvermögensgesetz und zum Altersvermögensergänzungsgesetz wurde die Rentenreform in zwei Teile gegliedert.

Das "Altersvermögensergänzungsgesetz" (AvmEG):
Hier wurden die nicht der Zustimmungspflicht des Bundesrates unterliegenden Änderungen zusammengefasst. Das Gesetz beinhaltet folgende Regelungen:

· Neuregelungen zur Rentenanpassung
· Maßnahmen zur Verbesserung der eigenständigen Alterssicherung der Frauen
· Änderung des Rechts der Hinterbliebenenrenten
· Vorschriften zur Lückenschließung bei unsteten Erwerbsbiographien

Die Regelungen treten im Wesentlichen ab 01.01.2002 in Kraft.

Das "Altersvermögensgesetz" (AvmG):
Hier wurden die der Zustimmungspflicht des Bundesrates unterliegenden Gesetzesteile zusammengefasst. Der Bundesrat hat das Gesetz am 11.5.2001 verabschiedet. Das AvmG regelt folgende Schwerpunkte:

· Ausgestaltung der staatlich geförderten privaten und betrieblichen Zusatzvorsorge
· Einrichtung einer bedarfsorientierten Grundsicherung im Alter

Hintergrund für die Reform ist die demographische Entwicklung der deutschen Bevölkerung. Steigende Lebenserwartung auf der einen Seite und sinkende Geburtenhäufigkeit auf der anderen Seite führt langfristig zu gravierenden Änderungen im Altersaufbau. Deshalb ist in den nächsten 40 Jahren mit einer Verdoppelung des Verhältnisses der Rentner zu den Beitragszahlern zu rechnen (vgl. Bundesministerium für Arbeit und Sozialordnung (BMA), 2000c: S. 208).
Das Hauptziel der Reform ist es, einen fairen Ausgleich zwischen den Generationen von heute und morgen zu erreichen.

Excerpt


Inhaltsverzeichnis

1. Einleitung (Gentele, Papenroth)

2. Altersvermögensergänzungsgesetz (Papenroth)

2.1 Neuregelungen zur Rentenanpassung

2.2 Maßnahmen zur Verbesserung der eigenständigen Alterssicherung der Frauen

2.2.1 Kindbezogene Höherbewertung von individuellen Entgeltpunkten der Erziehungspersonen bei der Erziehung von einem Kind

2.2.2 Entsprechende Begünstigung bei der Erziehung mehrerer Kinder

2.3 Änderung des Rechts der Hinterbliebenenrenten

2.3.1 Änderung der Bestimmungen für die „große“ und „kleine“ Witwenrente

2.3.2 Einkommensanrechnung

2.3.3 Rentensplitting unter Ehegatten

2.4 Vorschriften zur Lückenschließung bei unsteten Erwerbsbiographien

3. Altersvermögensgesetz

3.1 Kapitaldeckende Eigenvorsorge (Gentele)

3.1.1 Private Altersvorsorge

3.1.1.1 Wer gefördert wird

3.1.1.2 Kriterien der staatlichen Förderung

3.1.1.3 Geförderte Anlageformen

3.1.2 Betriebliche Altervorsorge

3.1.2.1 Einführung des Rentenfonds

3.1.2.2 Formen der betrieblichen Altervorsorge

3.1.3 Einbezug des Wohneigentums

3.2 Bedarfsorientierte Grundsicherung (Papenroth)

4. Kritische Würdigung der Rentenreform 2001 (Gentele, Papenroth)

Zielsetzung & Themen

Die Arbeit analysiert die im Jahr 2001 beschlossene deutsche Rentenreform, die durch das Altersvermögensgesetz und das Altersvermögensergänzungsgesetz in zwei Teile gegliedert wurde, und prüft deren Auswirkungen auf die soziale Sicherung im demographischen Wandel.

  • Strukturelle Neuregelungen der gesetzlichen Rentenversicherung und Rentenanpassung.
  • Verbesserung der eigenständigen Alterssicherung von Frauen durch Kindererziehungszeiten.
  • Reform des Hinterbliebenenrentenrechts und Einführung des Rentensplittings.
  • Förderung der kapitaldeckenden privaten und betrieblichen Altersvorsorge.
  • Einführung einer bedarfsorientierten Grundsicherung zur Vermeidung von Altersarmut.

Auszug aus dem Buch

2.2 Maßnahmen zur Verbesserung der eigenständigen Alterssicherung der Frauen

Die relativ niedrigen Versichertenrenten der Frauen sind auf die Unterbrechung der Erwerbstätigkeit wegen Kindererziehung zurückzuführen. Daraus erwächst die Notwendigkeit, die eigenständige soziale Sicherung von Frauen zu verbessern (vgl. Sozialbeirat, 2001: Ziffer 44).

Um dieses Ziel zu erreichen, ist eine Höherbewertung bestimmter rentenrechtlicher Zeiten in der Phase der Kindererziehung vorgesehen (§ 55 SGB VI). In Zukunft werden nicht nur die ersten drei Lebensjahre des Kindes, sondern auch die nächsten sieben Jahre besser bewertet. Die kinderbezogene Höherbewertung wird unabhängig vom Familienstand der betreffenden Person geleistet, auch Alleinerziehende haben einen Anspruch darauf. Falls die Kindererziehung von den Vätern übernommen wird, profitieren auch sie davon.

Die Kindererziehungszeit wird für Geburten ab dem 01.01.1992 drei Jahre betragen und mit knapp einem Entgeltpunkt pro Jahr bewertet. Für Geburten vor diesem Stichtag gilt das erste Lebensjahr des Kindes als Kindererziehungszeit.

Die Berücksichtigungszeit wegen Kindererziehung bezieht sich ebenfalls nur auf die Beitragszeiten ab 1992 und umfasst die erste 10 Lebensjahre des Kindes. Sie wird für die 35-jährige Wartezeit mitgerechnet. Sofern diese Zeiten Pflichtbeitragszeiten sind (§ 57 SGB VI) profitiert von dieser Regelung, wer während der ersten 10 Lebensjahre des Kindes eine Teilzeitarbeit ausübt, trotz einer Vollzeiterwerbstätigkeit nur unterdurchschnittlich verdient oder zwei oder mehr Kinder erzieht und deshalb nicht arbeiten kann.

Zusammenfassung der Kapitel

1. Einleitung: Beschreibt die Gliederung der Rentenreform in zwei Gesetzeskomplexe sowie den demographischen Hintergrund, der diese Reform erforderlich machte.

2. Altersvermögensergänzungsgesetz: Behandelt die nicht zustimmungspflichtigen Änderungen, insbesondere die Rentenanpassung, die verbesserte Anrechnung von Kindererziehungszeiten für Frauen und die umfassende Reform des Hinterbliebenenrechts.

3. Altersvermögensgesetz: Erläutert die staatliche Förderung der privaten und betrieblichen kapitalgedeckten Altersvorsorge sowie die neu eingeführte Grundsicherung im Alter.

4. Kritische Würdigung der Rentenreform 2001: Diskutiert die Auswirkungen der Reform, insbesondere die Versorgungslücken für künftige Generationen und die wachsende Komplexität der Rentenregelungen.

Schlüsselwörter

Rentenreform, Altersvorsorge, gesetzliche Rentenversicherung, Hinterbliebenenrente, Rentensplitting, kapitalgedeckte Vorsorge, Kindererziehungszeiten, Grundsicherung, Demographischer Wandel, Altersarmut, Rentenanpassung, Sozialpolitik.

Häufig gestellte Fragen

Worum geht es in der Arbeit grundsätzlich?

Die Arbeit bietet eine Darstellung und kritische Würdigung der gesetzlichen Rentenreform des Jahres 2001 in Deutschland.

Was sind die zentralen Themenfelder?

Im Fokus stehen die Änderungen des Hinterbliebenenrechts, die Förderung der privaten und betrieblichen Zusatzvorsorge sowie Maßnahmen zur Verbesserung der Alterssicherung für Frauen.

Was ist das primäre Ziel der Arbeit?

Die Autoren untersuchen, ob die Reform einen fairen Ausgleich zwischen den Generationen schafft und wie effektiv die Maßnahmen gegen Altersarmut und Versorgungslücken sind.

Welche wissenschaftliche Methode wird verwendet?

Es handelt sich um eine juristisch-sozialwissenschaftliche Analyse basierend auf Gesetzestexten, aktuellen Rentenformeln und einer Auswertung von Fachliteratur und Zeitungsberichten.

Was wird im Hauptteil behandelt?

Der Hauptteil gliedert sich in die Bereiche Altersvermögensergänzungsgesetz und Altersvermögensgesetz sowie eine kritische Bewertung dieser Neuerungen.

Welche Schlüsselwörter charakterisieren die Arbeit?

Die zentralen Schlagworte umfassen Rentenreform, Altersvorsorge, Hinterbliebenenrente, Rentensplitting, Grundsicherung und demographischer Wandel.

Warum ist die Anrechnung von Kindererziehungszeiten für Frauen wichtig?

Da Frauen häufig ihre Erwerbsbiographie für die Kindererziehung unterbrechen, dienen diese Regelungen dazu, die daraus resultierenden Rentenlücken zu verringern und eine eigenständige soziale Sicherung zu stärken.

Welche Rolle spielt das neue Rentensplitting?

Das Rentensplitting soll das veraltete Ernährermodell ablösen, indem Ehepaare die während der Ehe erworbenen Rentenansprüche hälftig teilen können, anstatt auf eine Hinterbliebenenrente angewiesen zu sein.

Excerpt out of 28 pages  - scroll top

Details

Title
Darstellung und kritische Würdigung der Rentenreform 2000
College
Friedrich-Alexander University Erlangen-Nuremberg  (Fakultät für Wirtschaft und Soziales)
Course
Soziale Sicherung in Deutschland
Grade
1,3
Author
Stefanie Reitberger (Author)
Publication Year
2001
Pages
28
Catalog Number
V8532
ISBN (eBook)
9783638154826
Language
German
Tags
Darstellung Würdigung Rentenreform Soziale Sicherung Deutschland
Product Safety
GRIN Publishing GmbH
Quote paper
Stefanie Reitberger (Author), 2001, Darstellung und kritische Würdigung der Rentenreform 2000, Munich, GRIN Verlag, https://www.grin.com/document/8532
Look inside the ebook
  • Depending on your browser, you might see this message in place of the failed image.
  • Depending on your browser, you might see this message in place of the failed image.
  • Depending on your browser, you might see this message in place of the failed image.
  • Depending on your browser, you might see this message in place of the failed image.
  • Depending on your browser, you might see this message in place of the failed image.
  • Depending on your browser, you might see this message in place of the failed image.
  • Depending on your browser, you might see this message in place of the failed image.
  • Depending on your browser, you might see this message in place of the failed image.
  • Depending on your browser, you might see this message in place of the failed image.
Excerpt from  28  pages
Grin logo
  • Grin.com
  • Shipping
  • Contact
  • Privacy
  • Terms
  • Imprint