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Grundlegende Anforderungen an eine schulinterne Evaluation

Ein kurzer und kompakter Überblick

Titel: Grundlegende Anforderungen an eine schulinterne Evaluation

Seminararbeit , 2007 , 11 Seiten , Note: 2,3

Autor:in: Timm Ahfeldt (Autor:in)

Didaktik - BWL, Wirtschaftspädagogik
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Zusammenfassung Leseprobe Details

Für viele hoch entwickelte Länder hat sich Qualität an Schulen in den letzten Jahren zu einem immer wichtigeren Produktionsfaktor entwickelt. Das Arbeitspotential einer Volkswirtschaft ist längst nicht mehr primär von der Zahl der Arbeitskräfte und dem Altersaufbau, sondern im zunehmenden Maße von seiner eigenen Qualität, sprich Bildung, abhängig. Es geht darum, den Unternehmen in Zukunft genügend qualifizierte Fachkräfte zu liefern, um den Standort Deutschland, im Zuge der unaufhaltsam fortschreitenden Globalisierung, auch in Zukunft noch wettbewerbsfähig halten zu können (Vgl. Schmidt 2007, S. 57).
In diesem Zusammenhang sind natürlich die Schulen und vor allem auch die berufsbildenden Schulen gefragt. Diese stehen in Zeiten zunehmender Schulautonomie, wo sie ihre Arbeit mehr und mehr selbständig gestalten, stärker in der Verantwortung als je zuvor (Vgl. Wyrwal 2006, S. 250). Die Schulen sollten ihre eigene Arbeit deshalb mehr aus einer marktorientierten Sichtweise betrachten und sich selbst als Betrieb zur Herstellung des Produktes Bildung sehen, welches sie über die Schüler dem Kunden, d.h. der Volkswirtschaft verkaufen. Daraus folgt, dass sich die Qualitätspolitik der Schulen an den Bedürfnissen des Kunden und damit an der Gesamtwirtschaft zu orientieren hat. Diese Denkweise könnte den Blick der Schulen dafür schärfen, welcher Fachkräfte es unserer Volkswirtschaft in Zukunft tatsächlich bedarf. Das Produkt Bildung ist nämlich sehr komplex und differenziert. Deshalb müssen sich die Schulen, um bei der marktorientierten Sichtweise zu bleiben, durch Produktdifferenzierung ein eigenes Profil schaffen, was im Grundsatz schon durch die verschiedenen Schulformen geschieht. Dies ist allerdings im Bereich der beruflichen Schulen durch die Ausrichtung auf berufliche Kompetenzen weiter zu schärfen (Vgl. Schmidt 2007, S. 60 f.).
Sich ein eigenes, differenziertes Profil zu verschaffen, verstärkt aber auch die Forderung, die schulischen und außerschulischen Prozesse fortlaufend zu evaluieren. Evaluation meint dabei „die systematische Untersuchung der Qualität bzw. des Nutzens eines Gegenstands“ (Hense 2006, S. 23). Auf die Organisation Schule bezogen soll Evaluation die Weiterentwicklung des Unterrichts unterstützen und ist ein Instrument, den Erfolg und die Wirksamkeit der gemeinsamen Arbeit zu überprüfen und die Arbeit des Betriebs Schule zu optimieren (Vgl. Schmidt 2007, S. 59; Strittmatter 1998, S. 219).

Leseprobe


Inhaltsverzeichnis

1. Aufgaben- und Zielformulierung

2. Grundlegende Anforderungen an die Selbstevaluation

2.1 Sinnhaftigkeit, Einstellung und Haltung

2.2 Konzeptionelle Vorüberlegungen

2.3 Planung, Durchführung und Auswertung

3. Schlussbetrachtung

Zielsetzung & Themen

Die Arbeit analysiert die zentralen Anforderungen und Erfolgsfaktoren für die Implementierung einer schulinternen Selbstevaluation in Bildungseinrichtungen. Ziel ist es, einen kompakten Leitfaden zu bieten, der Schulen bei der systematischen Qualitätsentwicklung unterstützt.

  • Marktorientierte Sichtweise von Schulen
  • Bedeutung der Haltung und Einstellung gegenüber Evaluation
  • Konzeptionelle Rahmenbedingungen für Evaluationsvorhaben
  • Planung, Durchführung und prozessbegleitende Kommunikation
  • Rolle der Schulleitung und Einbindung der Akteure

Auszug aus dem Buch

2.1 Sinnhaftigkeit, Einstellung und Haltung

Schulen sollten sich nicht einfach so dazu entschließen, eine schulinterne Selbstevaluation durchzuführen. Vorab gilt es zunächst sorgfältig zu prüfen, ob eine Evaluation überhaupt Sinn machen würde und für die Entwicklung der Schule einen Nutzen stiften könnte. Dies ist nicht ausschließlich von den benötigten Ressourcen wie z.B. Zeit und Expertise zur Durchführung des Evaluationsvorhabens, sondern als erstes von der Einstellung und der Haltung der Verantwortlichen und allen weiteren Beteiligten gegenüber dem Thema Evaluation abhängig (Vgl. Hense 2006, S. 152). Schulen müssen ihre Arbeit also zum einen verändern können und zum anderen auch verändern wollen. Der Evaluation etwas Nützliches für die Schule abzugewinnen ist aber keine Selbstverständlichkeit, sondern Ergebnis von Erfahrung und Lernen.

Die Schulleitung nimmt in diesem Zusammenhang eine besondere Stellung ein, indem sie immer wieder Chancen und Gelegenheiten für solche Erfahrungen ermöglicht, auch dadurch, dass sie selbst evaluiert und sich evaluieren lässt (Vgl. Eikenbusch 1998a, S. 189). Besteht intern ein zu großer Widerstand gegen das Evaluationsvorhaben, so muss dieser durch die Schaffung einer gewissen Transparenz und Aufklärung erst abgebaut werden, was je nach Widerstandsgröße eine gewisse Zeit in Anspruch nehmen würde. Vorher würde eine Durchführung der Evaluation keinen Sinn machen und könnte sogar kontraproduktiv sein, weil sie womöglich zu Lasten des Unterrichts und anderer Kernprozesse ein bestimmtes Maß an Aufmerksamkeit und Anstrengungen auf sich ziehen würde. Damit Evaluation überhaupt Sinn machen kann, muss also zumindest der Wille zur Evaluation vorhanden sein.

Zusammenfassung der Kapitel

1. Aufgaben- und Zielformulierung: Dieses Kapitel erläutert die wachsende Bedeutung von Schulqualität als Produktionsfaktor und begründet die Notwendigkeit von Evaluation zur systematischen Weiterentwicklung.

2. Grundlegende Anforderungen an die Selbstevaluation: Hier werden die wesentlichen Erfolgsfaktoren beleuchtet, die von der notwendigen inneren Haltung über konzeptionelle Überlegungen bis hin zur praktischen Durchführung reichen.

3. Schlussbetrachtung: Das Kapitel fasst die wesentlichen Anforderungen zusammen und betont, dass eine erfolgreiche Evaluation maßgeblich von der Bereitschaft der Beteiligten abhängt, den Prozess als Chance zur Qualitätsverbesserung zu nutzen.

Schlüsselwörter

Selbstevaluation, Schulentwicklung, Qualitätssicherung, Schulmanagement, interne Evaluation, Evaluationskultur, Schulleitung, Qualitätsmanagement, Bildungsprozesse, Evaluationsinstrumente, Prozessoptimierung, Schulpädagogik.

Häufig gestellte Fragen

Worum geht es in dieser Arbeit grundsätzlich?

Die Hausarbeit befasst sich mit den grundlegenden Anforderungen und Erfolgsfaktoren für die Durchführung einer schulinternen Selbstevaluation.

Was sind die zentralen Themenfelder der Untersuchung?

Die Arbeit behandelt die notwendige Einstellung zur Evaluation, konzeptionelle Vorüberlegungen, operative Planungsschritte sowie die Durchführung und Auswertung von Evaluationsvorhaben.

Was ist das primäre Ziel der Arbeit?

Ziel ist es, einen kompakten Überblick über die wichtigsten Anforderungen zu geben, die für jede Form der schulinternen Selbstevaluation relevant sind.

Welche wissenschaftliche Perspektive wird eingenommen?

Die Arbeit betrachtet Schulen aus einer marktorientierten Perspektive als Betriebe, die ihre Qualität durch systematische Prozesse stetig verbessern müssen.

Was wird im Hauptteil der Arbeit behandelt?

Der Hauptteil gliedert sich in die Prüfung der Sinnhaftigkeit von Evaluation, die strategische Konzeptionierung sowie die konkrete organisatorische Umsetzung im Schulalltag.

Welche Schlagworte charakterisieren die Arbeit?

Wichtige Schlagworte sind neben Selbstevaluation und Schulentwicklung insbesondere die Haltung der Beteiligten, Transparenz, Prozesssteuerung und die Rolle der Schulleitung.

Warum ist die Haltung der Schulleitung laut der Arbeit so entscheidend?

Die Schulleitung fungiert als Vorbild, indem sie selbst Evaluation zulässt und Gelegenheiten schafft, um Erfahrungen mit dem Prozess zu sammeln und Widerstände abzubauen.

Welche Rolle spielt die Zeit bei der Evaluation?

Die Arbeit weist darauf hin, dass der zeitliche Aufwand oft unterschätzt wird und sowohl für die Durchführung als auch für die notwendige Reflexion der Ergebnisse ausreichend Zeit eingeplant werden muss.

Ende der Leseprobe aus 11 Seiten  - nach oben

Details

Titel
Grundlegende Anforderungen an eine schulinterne Evaluation
Untertitel
Ein kurzer und kompakter Überblick
Hochschule
Georg-August-Universität Göttingen
Veranstaltung
Diagnostik und Evaluation
Note
2,3
Autor
Timm Ahfeldt (Autor:in)
Erscheinungsjahr
2007
Seiten
11
Katalognummer
V85371
ISBN (eBook)
9783638012713
ISBN (Buch)
9783638916479
Sprache
Deutsch
Schlagworte
Grundlegende Anforderungen Evaluation Diagnostik Evaluation
Produktsicherheit
GRIN Publishing GmbH
Arbeit zitieren
Timm Ahfeldt (Autor:in), 2007, Grundlegende Anforderungen an eine schulinterne Evaluation, München, GRIN Verlag, https://www.grin.com/document/85371
Blick ins Buch
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Leseprobe aus  11  Seiten
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