Migrationsprojekte, die mit einem Wechsel des ERP-Systems verbunden sind, sind meistens aufwendige Großprojekte, welche die Beteiligten über lange Zeit binden.
Neben den wichtigen Elementen einer Migration wie der Umstellung der Hardware, der Softwareimplementation und der Schulung der Mitarbeiter auf das neue System ist auch ein weiteres Teilprojekt von enormer Wichtigkeit: Die Datenübernahme. Ein frisch aufgesetztes SAP-System kann noch so modern und leistungsstark sein – ohne dass es zunächst mit den betriebsrelevanten Daten gefüttert wird, kann man es nicht produktiv einsetzen. Was ist jedoch die geeignete Vorgehensweise, wenn man Daten sicher übertragen will? Wie genau sollte eine Datenübernahme vorbereitet werden? All dies sind Fragen, denen in dieser Arbeit nachgegangen werden soll.
Im Gegensatz zu der Einführung bzw. Entwicklung von Softwaresystemen gibt es für die Übernahme von Altdaten kein einheitliches Vorgehensmodell. Wenn ein System über die Jahre gewachsen ist, fehlt bei den Mitarbeitern zusätzlich eventuell auch das nötige Fachwissen, eine Migration der Daten erfolgreich durchführen zu können. Ohne eigene Erfahrungswerte und einheitliche Modelle kann man aber bei einem derart komplexen Thema leicht den Überblick verlieren.
Inhaltsverzeichnis der Arbeit
1. Einleitung
1.1. Ziel der Diplomarbeit
1.2. Vorstellung des Unternehmens
1.3. Vorstellung des Migrationsprojektes von Cooper
2. Einführung in die Thematik
2.1. Begriffsklärung
2.1.1. Datenmigration
2.1.2. Datenqualität
2.2. Methoden zur Datenübernahme
2.2.1. Batch-Input Mappen
2.2.2. Legacy System Migration Workbench
3. Vorbereitungen einer Datenmigration
3.1. Analyse des „Business Blueprint“
3.1.1. Business Blueprints bei Cooper Standard Automotive
3.1.2. Identifikation der Datenquellen (Alt-System)
3.1.3. Identifikation der Daten-Objekte (Soll-System)
3.2. Analyse der geeigneten Übernahmemethoden
3.2.1. Vorüberlegungen
3.2.2. Vorteile von Batch-Input
3.2.3. Grenzen von Batch-Input
3.2.4. IDocs versus Batch-Input
3.2.5. Application Link Enabling (ALE)
3.2.6. Business Application Programming Interface (BAPI)
3.2.7. Methodenübersicht
3.3. Viele Werkzeuge für ein Problem
3.3.1. Datenübernahme Workbench
3.3.2. DX-Workbench vs. LSMW
3.3.3. Was kann „Informatica“?
3.3.4. Kriterien zur Methodenauswahl
3.4. Vorgehensschema einer Datenmigration
3.4.1. Phasen einer Datenmigration
Vorgehensschema einer Datenmigration in 5 Phasen
3.4.2. Probleme bei der Datenaufbereitung und Konvertierung
3.5. Verschiedene Umsetzungen des Konzeptes
3.5.1. Voranalyse der Altdaten
3.5.2. Analyse des Zielsystems
3.5.3. Entscheidung für Migrationstechnik
3.5.4. Migrationsplanung
3.5.5. Auswertung der Verfahren
4. Zusammenfassung
4.1. Viele Konzepte, keine Normen
4.2. Schlussbemerkungen
Zielsetzung & Themen
Die vorliegende Diplomarbeit befasst sich mit der komplexen Thematik der Datenmigration und Datenbereinigung bei einem Wechsel auf ein SAP-ERP-System. Ziel ist es, ein strukturiertes Vorgehensschema für Datenübernahmeprojekte zu entwickeln, das insbesondere bei der initialen Migration von Altdaten zur Anwendung kommen kann und dabei hilft, Datenqualität sicherzustellen.
- Grundlagen der Datenmigration und Datenbereinigung in SAP-Umgebungen.
- Analyse und Vergleich verschiedener SAP-Methoden zur Datenübernahme (Batch-Input, LSMW, BAPIs, IDocs).
- Methodenwahl in Abhängigkeit von Projektumfang und Datenqualität.
- Entwicklung eines Vorgehensschemas in fünf Phasen als "Checkliste" für Praxisprojekte.
- Veranschaulichung der Prozesse anhand eines Praxisbeispiels bei der Cooper Standard Automotive International Division.
Auszug aus dem Buch
1. Einleitung
Migrationsprojekte, die mit einem Wechsel des ERP-Systems verbunden sind, sind meistens aufwendige Großprojekte, welche die Beteiligten über lange Zeit binden. Neben den wichtigen Elementen einer Migration wie der Umstellung der Hardware, der Softwareimplementation und der Schulung der Mitarbeiter auf das neue System ist auch ein weiteres Teilprojekt von enormer Wichtigkeit: Die Datenübernahme. Ein frisch aufgesetztes SAP-System kann noch so modern und leistungsstark sein – ohne dass es zunächst mit den betriebsrelevanten Daten gefüttert wird, kann man es nicht produktiv einsetzen. Was ist jedoch die geeignete Vorgehensweise, wenn man Daten sicher übertragen will? Wie genau sollte eine Datenübernahme vorbereitet werden? All dies sind Fragen, denen in dieser Arbeit nachgegangen werden soll.
Im Gegensatz zu der Einführung bzw. Entwicklung von Softwaresystemen gibt es für die Übernahme von Altdaten kein einheitliches Vorgehensmodell. Wenn ein System über die Jahre gewachsen ist, fehlt bei den Mitarbeitern zusätzlich eventuell auch das nötige Fachwissen, eine Migration der Daten erfolgreich durchführen zu können. Ohne eigene Erfahrungswerte und einheitliche Modelle kann man aber bei einem derart komplexen Thema leicht den Überblick verlieren.
Zusammenfassung der Kapitel
1. Einleitung: Dieses Kapitel motiviert die Relevanz von Datenübernahmeprojekten bei einem Systemwechsel und definiert die Zielsetzung der Arbeit sowie das Unternehmensumfeld.
2. Einführung in die Thematik: Hier werden die zentralen Begrifflichkeiten wie Datenmigration und Datenqualität definiert sowie ein Überblick über grundlegende SAP-Methoden gegeben.
3. Vorbereitungen einer Datenmigration: Dieser Hauptteil widmet sich der Analyse von Business Blueprints, der Identifikation von Datenquellen und -objekten sowie der Evaluierung geeigneter Übernahmemethoden und Werkzeuge.
4. Zusammenfassung: Abschließend erfolgt ein Rückblick auf die Ergebnisse, bei dem der Mangel an Normen hervorgehoben und die Empfehlung für das Werkzeug LSMW in Kombination mit Batch-Input unterstrichen wird.
Schlüsselwörter
Datenmigration, Datenbereinigung, SAP, ERP, Datenübernahme, Batch-Input, LSMW, Business Blueprint, Datenqualität, Migrationstechnik, Stammdaten, Bewegungsdaten, Datenkonvertierung, Schnittstellen, Systemwechsel
Häufig gestellte Fragen
Worum geht es in der Arbeit grundsätzlich?
Die Diplomarbeit thematisiert die Herausforderungen und Vorgehensweisen bei der Datenmigration von Altsystemen in ein mySAP ERP 2005-System, insbesondere unter Berücksichtigung von Datenbereinigung.
Was sind die zentralen Themenfelder?
Zentrale Themen sind die Voranalyse der Systemstrukturen, die Auswahl geeigneter Migrationstools (LSMW, DX-Workbench), Datenqualität sowie die praktische Durchführung der Datenübernahme.
Was ist das primäre Ziel der Arbeit?
Das Ziel ist die Erstellung eines praxisorientierten Vorgehensschemas (Checkliste) für Datenmigrationen, das durch SAP-Methoden unterstützt wird.
Welche wissenschaftliche Methode wurde verwendet?
Es handelt sich um eine analytische Herangehensweise, bei der theoretische Konzepte der Datenmigration durch ein konkretes Praxisbeispiel bei der Firma Cooper Standard Automotive validiert werden.
Was wird im Hauptteil behandelt?
Im Hauptteil werden die Analyse von Business Blueprints, der Vergleich zwischen verschiedenen Methoden (Batch-Input vs. BAPIs/IDocs) sowie die Problematiken der Datenaufbereitung im Detail erörtert.
Welche Schlüsselwörter charakterisieren die Arbeit?
Die Arbeit lässt sich am besten durch Begriffe wie Datenmigration, SAP, LSMW, Datenqualität und Datenkonvertierung beschreiben.
Warum ist eine Voranalyse laut dem Autor so kritisch?
Eine Voranalyse ist unabdingbar, da unbereinigte, unübersichtliche Datenbestände selbst die leistungsfähigsten Werkzeuge vor Probleme stellen und den Zeitplan gefährden können.
Welche Rolle spielt die LSMW in der Arbeit?
Die LSMW wird als zentrales, benutzerfreundliches Werkzeug für größere Migrationsprojekte empfohlen, da sie Konvertierung und Fieldmapping unterstützt.
Ist die Wahl des Werkzeugs nach dem Autor universell?
Nein, die Wahl ist stark abhängig vom Projektumfang, der Komplexität der Datenstruktur und der bereits vorhandenen Datenqualität.
- Citation du texte
- Dipl. Wirtschaftsinformatiker (BA) Oliver Jung (Auteur), 2007, Datenbereinigung und Datenübernahme von Altsystem nach mySAP ERP 2005 bei einem internationalen Automobilzulieferer, Munich, GRIN Verlag, https://www.grin.com/document/85377