In der Arbeit wird die Herauskristallisierung des Mythos "Stars" und dessen historische Entwicklung genauer beleuchtet. Seine Stellung und Wirkung in gesellschaftlichen Kontexten von damals und heute werden ebenso analysiert, wie seine persönlichen, und medientheoretischen Wirkungsweisen.
Inhaltsverzeichnis
1. Einleitung
2. Der Mythos „Star“ - Die Entstehung des „Starwesens“ in Hollywood
3. Der Star in der Mediengesellschaft
4. Der Wandel des Starwesens in einer zunehmend medialisierten Welt.
5. Der Abstieg des Stars und die sozialen Auswirkungen innerhalb einer Mediengesellschaft
6. Ausblick
7. Literatur – Quellen
Zielsetzung und thematische Schwerpunkte
Diese Arbeit untersucht den historischen und soziologischen Wandel des Starwesens im Kontext einer zunehmend medialisierten Gesellschaft, mit dem Ziel, die Transformation vom klassischen Hollywood-Star zum modernen, inflationär produzierten Medienphänomen zu analysieren.
- Historische Entwicklung des Starwesens und Bedeutung des Starkults in Hollywood.
- Die Wechselwirkung zwischen Mediengesellschaft und Star-Konstruktion.
- Einfluss neuer Medien (Fernsehen, Internet) auf die Definition von Stars.
- Soziale und ethische Konsequenzen des inflationären Starbegriffs.
- Risiken des Starkults, wie der Absturz durch Konkurrenzdruck und Alterung.
Auszug aus dem Buch
2. Der Mythos „Star“ - Die Entstehung des „Starwesens“ in Hollywood
Wenn man den Begriff des „Stars“ und des „Starwesens“ genauer bestimmen will, kommt man um den Begriff des „Mythos“ zunächst nicht umhin. Beide Begriffe sind eng miteinander verwoben, da im Zusammenhang mit der Beschreibung von Stars auch immer die Bildung von verschiedenen Mythen assoziiert wird. Ein Mythos heißt soviel wie eine Rede oder eine freie Erzählung. Es werden auch immer Weltdeutungen impliziert.
„Somit hat ein Mythos immer eine sinnstiftende Funktion und eine Bedeutung für Existenz – und damit Kommunikationsverständnis des Menschen. Zugleich ist ein Mythos immer auch Ausdruck einer Weltanschauung, die es bezogen auf die Mediengesellschaft zu erkennen, bzw. auch zu hinterfragen gilt.“ (Femers, Susanne: Neue Medien – Neue Macht, neue Mythen? In: Mythen der Mediengesellschaft, (Hg.) Krotz, Friedrich / Rössler, Patrick. Konstanz. 2005, S. 160)
Unbestritten determinieren die Mythen aber auch unsere Kultur und noch viel mehr unser kulturelles Verständnis, da sie die Entwicklungsprozesse eines jeden einzelnen Individuums nachhaltig prägen. Märchen, oder auch andere Fabelwesen, die die Kinder in frühen Jahren begleiten, prägen deren Verständnis von Welt deren Kategorisierung von „gut und böse“ nicht unerheblich. Die Medien, allen voran das Fernsehen, aber auch die Stars leben von der Aufrechterhaltung der mit ihnen verbundenen Mythen ohne deren Existenz ihre Bedeutung weitaus unwichtigere Dimensionen annehmen würde, als dies zuweilen der Fall ist. Roland Barthes führt im Zusammenhang von Fernsehen und Mythos folgendes aus:
„[…] ein totales Bild würde den Mythos ausschließen, oder zumindest würde es ihn zwingen, darin nur seine eigene Totalität zu erfassen. […] im Allgemeinen arbeitet der Mythos […] lieber mit Hilfe ärmlicher, unvollständiger Bilder bei denen der Sinn schon gereinigt und bereit für eine Bedeutung ist: Karikaturen, Pastiches, Symbole.“ (Barthes, Roland: Mythen des Alltags, Frankfurt am Main, 1964, S. 109)
Zusammenfassung der Kapitel
1. Einleitung: Die Einleitung skizziert den Wandel der Medienpersonalisierung und stellt den geplanten Vergleich des Starwesens von gestern und heute vor.
2. Der Mythos „Star“ - Die Entstehung des „Starwesens“ in Hollywood: Dieses Kapitel erläutert die enge Verflechtung von Stars mit Mythenbildungen und beleuchtet die historische Entwicklung des Starkults in der Ära Hollywoods.
3. Der Star in der Mediengesellschaft: Hier werden Medientheorien wie Agenda-Setting und Uses-and-Gratifications herangezogen, um das komplexe Verhältnis zwischen Publikum, Medien und Stars zu untersuchen.
4. Der Wandel des Starwesens in einer zunehmend medialisierten Welt.: Das Kapitel analysiert den Einfluss von Privatfernsehen und Unterhaltungsformaten auf die Kommerzialisierung und die Inflation des Starbegriffs.
5. Der Abstieg des Stars und die sozialen Auswirkungen innerhalb einer Mediengesellschaft: Es werden die Risiken des Starruhm thematisiert, darunter psychische Belastungen, Konkurrenzdruck und der schwierige Umgang mit dem Altern.
6. Ausblick: Der Ausblick reflektiert über die Zukunft des Starwesens in einer Zeit, in der jeder in digitalen Gemeinschaften zum potenziellen „Star“ wird.
7. Literatur – Quellen: Auflistung der im Text zitierten Fachliteratur und Quellen.
Schlüsselwörter
Medienpersonalisierung, Starwesen, Hollywood, Mythos, Mediengesellschaft, Starkult, Medialisierung, Boulevardisierung, Identifikationsfigur, Inszenierung, Unterhaltungsindustrie, Privatfernsehen, Ruhm, Sozialpsychologie, Konsumkultur.
Häufig gestellte Fragen
Worum geht es in dieser Arbeit?
Die Arbeit untersucht den historischen Wandel und die soziologische Bedeutung des Phänomens "Star" im Kontext unserer modernen Mediengesellschaft.
Was sind die zentralen Themenfelder?
Die Themen umfassen die Entstehung von Mythen um Stars, den Einfluss von Mediensystemen auf die Star-Konstruktion sowie die Auswirkungen auf Individuum und Gesellschaft.
Was ist das primäre Ziel der Arbeit?
Ziel ist ein kontrastiver Vergleich zwischen dem traditionellen Hollywood-Starkult und der heutigen inflationären Medienpersonalisierung.
Welche wissenschaftliche Methode wird verwendet?
Die Arbeit nutzt eine medienwissenschaftliche Analyse unter Heranziehung etablierter Theorien (z.B. von Roland Barthes oder Andreas Dörner) zur Erörterung gesellschaftlicher Kommunikationsprozesse.
Was wird im Hauptteil behandelt?
Der Hauptteil gliedert sich in die historische Analyse Hollywoods, die Einbettung des Stars in die moderne Medienwelt, den Wandel durch neue Fernsehformate und die Schattenseiten des Starruhms.
Welche Schlüsselwörter charakterisieren die Arbeit?
Zentrale Begriffe sind Medienpersonalisierung, Mythos, Starkult, Medialisierung, Unterhaltungsindustrie und gesellschaftliche Identifikationsflächen.
Welche Rolle spielte Hollywood für die Entstehung des modernen Stars?
Hollywood fungierte als "Traumfabrik", in der gezielt Mythen um Schauspieler konstruiert wurden, um Identifikationsfiguren für ein Massenpublikum zu schaffen.
Warum verliert der Begriff „Star“ laut Autor an Bedeutung?
Durch Formate wie Reality-TV und die einfache Verfügbarkeit medialer Plattformen wird der Begriff inflationär für Personen ohne besondere künstlerische Begabung verwendet, wodurch das ursprüngliche Konzept des Stars verwässert wird.
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- Sven weidner (Author), 2007, Medienpersonalisierung - Der Mythos der Stars, Gestern und Heute, Munich, GRIN Verlag, https://www.grin.com/document/85426