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Unterrichtseinheit: Falten einer Muttertagskarte aus Papier (Klasse 1 oder 2)

Title: Unterrichtseinheit: Falten einer Muttertagskarte aus Papier (Klasse 1 oder 2)

Lesson Plan , 2005 , 26 Pages

Autor:in: Stephanie Wiegand (Author)

Didactics - Regional History and Geography
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Das Besondere an dieser Klasse ist, dass sie eine Jahrgangsübergreifende erste/zweite Klasse ist. Das bedeutet einerseits, dass die Kinder es gewohnt sind, sich gegenseitig zu helfen, andererseits bedeutet es aber auch, dass man den Unterricht und Arbeitsblätter usw. immer genau darauf prüfen muss, ob man beiden Klassen gerecht wird. Bei der Sitzordnung ist aber schon darauf geachtet worden, dass die Kinder aus den beiden Klassen immer gleichmäßig verteilt sitzen. Beim Lesen beispielsweise bekommen die Schüler aus der ersten Klasse so immer Hilfeleistung von den Schülern aus der höheren Klasse. Die Erstklässler können zwar schon lesen, es ist aber noch anstrengend und geht sehr langsam. Auch beim Schreiben muss man differenzieren, weil die Älteren Schüler schon Schreibschrift schreiben können und die Jüngeren noch nicht. Die Erstklässler sind aber in der Minderheit, so kommen auf vierzehn Schüler aus der zweiten nur acht aus der ersten Klasse. Mit 20 Schülern ist diese Klasse also auch nicht besonders groß. Insgesamt besteht die Klasse aus neun Jungs und elf Mädchen. Darunter ist ein Junge C., ein ADS- Schüler, bei dem sich eine angehende Rechtschreibschwäche herauskristallisiert. Ein weiterer Schüler M., verfügt über wenig Selbstvertrauen und ist oft der Überzeugung, dass er etwas sowieso nicht könne. Außerdem wird die Klasse von einem türkischen Mädchen M. und ein türkischem Jungen S. besucht, bei denen die Eltern kein oder nur teilweise Deutsch sprechen. Deshalb haben diese zwei Kinder Sprachschwierigkeiten. M. beispielsweise kann zwar lesen, versteht den Inhalt aber nicht, weil ihr der Wortschatz fehlt. Die Schule ist vom Land geprägt und hat insgesamt ca. 240 Schüler.

Excerpt


Inhaltsverzeichnis

1. Soziokultureller Hintergrund

2. Sachanalyse

2.1 Der Ursprung des Muttertages

2.2 Papierfalten

3. Didaktische Analyse

3.1 Vorwissen der Schüler

3.2 Leitfragen nach Klafki

3.2.1 Gegenwartsbedeutung

3.2.2 Struktur des Inhalts

3.2.3 Zugänglichkeit über das didaktische Prinzip der Handlungsorientierung

3.3 Schwierigkeiten der Schüler mit dem Thema

3.4 Bezug zum Bildungsplan

3.5 Unterrichtsziele

4. Methodische Analyse

4.1 Begründung des Vorgehens

4.1.1 Einstieg/Motivation

4.1.2 Problematisierungsphase

4.1.3 Übungsphase

4.2 Verlaufsskizze

5. Medien

5.1 Tafelbild mit integriertem Plakat

5.2 Die fertige Karte als Anschauungsmaterial

6. Reflexion

6.1 Eigenreflexion

6.2 Fremdreflexion

7. Schülerbeobachtung

7.1 Auswertung der Beobachtung vom 11. Mai an der Grund- und Hauptschule in X.

7.2 Die dazu gehörigen abgetippten Beobachtungsprotokolle

7.2.1 Beobachtungsprotokoll I

7.2.2 Beobachtungsprotokoll II

9. Medienübersicht

9.1 Karte als Anschauungsmaterial mit Schablone

9.2 Fotokopie des Plakates mit den einzelnen Arbeitsschritten

9.3 Tafelbild

Zielsetzung und Themen

Die vorliegende Arbeit präsentiert einen detaillierten Unterrichtsentwurf für die Gestaltung einer Muttertagskarte durch Grundschüler, wobei der Fokus auf handlungsorientierten Methoden zur Förderung der manuellen und motorischen Fähigkeiten liegt. Die zentrale Forschungsfrage untersucht, wie durch den Einsatz von strukturierten Bastelanleitungen und schülerzentrierter Vorbereitung die gestalterische Kompetenz und Selbstständigkeit in einer jahrgangsgemischten Klasse gefördert werden kann.

  • Soziokulturelle Voraussetzungen in jahrgangsübergreifenden Klassen
  • Historische und pädagogische Einordnung des Muttertages und des Papierfaltens
  • Didaktische Strukturierung und Lernziele nach dem Modell von Klafki
  • Methodische Planung und Verlaufsskizze der Unterrichtseinheit
  • Reflexion der Lehrpraxis und Beobachtung des Schülerlernverhaltens

Auszug aus dem Buch

2.2 Papierfalten

Papierfalten ist eine beliebte Beschäftigung im Kindergarten oder in der Grundschule. Auch Erwachsene haben z.B. am Origami ihre Freude. Man braucht außer Papier nur sehr wenige Hilfsmittel, was die Sache vereinfacht. Es gibt eine Vielzahl von Bastelanleitungen, mit denen man die verschiedensten Dinge selbst herstellen kann.

„Diese selbstgefertigten Spielsachen regen die Kinder zu fantasievollem Spiel an und fördern die Freude am eigenen handwerklichen und schöpferischen Gestalten. Beim Falten muß exakt gearbeitet werden, und die einzelnen Faltvorgänge müssen sich gut einprägen. Dadurch üben Kinder, geschickt, geduldig und genau zu arbeiten.“6

Auch der Pädagoge Friedrich Fröbel erkannte die große Bedeutung des Papierfaltens für die kindliche Förderung. Er war derjenige, der während des 19 Jahrhunderts am meisten für die Entwicklung des Papierfaltens in Europa beigetragen hatte. Er wollte, dass die Kinder von ihrem Spiel lernen und entwickelte die Idee eines Kindergartens, in dem die Kinder in natürlicher Weise erzogen werden sollten. Der erste Kindergarten wurde daraufhin 1837 in Bad Blankenburg eröffnet.7

„Eines der Mittel, die er einsetzte, um die Fähigkeiten der Kinder zu fördern, war das Papierfalten. Zahlreiche Figuren entstanden in dieser Zeit. Die meisten Modelle waren geometrische Formen, um den Kindern ein Gefühl für exaktes Arbeiten zu vermitteln. Aus dieser Zeit stammt auch Himmel und Hölle, ein Modell, das fast jeder von uns aus der Schulzeit kennt. Fröbels Kindergarten-Konzept wurde in der ganzen Welt übernommen. Dadurch wurde das Papierfalten wieder belebt und erfreut sich heute immer größerer Beliebtheit.“8

Abschließend kann man sagen, dass das Papierfalten bzw. das japanische Origami Fingerspitzengefühl und Exaktheit im Umgang mit dem Papier erfordert. Dies zu erlernen ist für unsere Kinder von außerordentlicher Bedeutung, da Genauigkeit auch in vielen anderen Dingen im Alltag und in der Schule erforderlich ist. Außerdem wird die Geduld trainiert und die Frustrationstoleranz erhöht, wenn etwas nicht so gelingt, wie man gerne möchte und man dann aber trotzdem nicht aufgibt.

Zusammenfassung der Kapitel

1. Soziokultureller Hintergrund: Analyse der Zusammensetzung einer jahrgangsübergreifenden ersten und zweiten Klasse und der damit verbundenen Herausforderungen für den Unterricht.

2. Sachanalyse: Untersuchung des historischen Ursprungs des Muttertages sowie der pädagogischen Bedeutung der Kulturtechnik des Papierfaltens.

3. Didaktische Analyse: Herleitung der Unterrichtsziele und Lerninhalte auf Basis des Vorwissens der Schüler und Klafkis Leitfragen.

4. Methodische Analyse: Beschreibung des konkreten Vorgehens, einschließlich Motivation, Problematisierungsphase und Verlaufsskizze.

5. Medien: Darstellung der eingesetzten Anschauungsmaterialien, insbesondere des integrierten Tafelbildes und der Musterkarte.

6. Reflexion: Kritische Auseinandersetzung der Praktikantin mit der eigenen Unterrichtsplanung sowie Aufnahme fremder Rückmeldungen.

7. Schülerbeobachtung: Auswertung von Beobachtungsprotokollen aus einem Tagespraktikum in den Fächern Sport und Deutsch.

Schlüsselwörter

Unterrichtsplanung, Muttertag, Papierfalten, Grundschule, Handlungsorientierung, Fröbel, Motorik, didaktische Analyse, Unterrichtsentwurf, Jahrgangsübergreifendes Lernen, Kreativität, Feinmotorik, Reflexion, Beobachtungsprotokoll, Bildungskompetenzen

Häufig gestellte Fragen

Worum geht es in dieser Arbeit grundsätzlich?

Die Arbeit behandelt die Planung und Durchführung einer Unterrichtsstunde zum Thema "Falten einer Muttertagskarte" in einer jahrgangsgemischten Grundschulklasse.

Was sind die zentralen Themenfelder?

Neben dem handwerklichen Bastelprozess stehen die didaktische Aufarbeitung der Unterrichtsplanung, die pädagogische Bedeutung des Papierfaltens sowie die Reflexion der Lehrerrolle im Fokus.

Was ist das primäre Ziel der Arbeit?

Das Hauptziel ist die eigenständige Anfertigung einer Muttertagskarte durch die Kinder, wobei kognitive, affektive und psychomotorische Kompetenzen adressiert werden.

Welche wissenschaftliche Methode wird verwendet?

Die Arbeit nutzt didaktische Analyserahmen wie die Leitfragen nach Klafki sowie die Methode der teilnehmenden und nicht-teilnehmenden Schülerbeobachtung zur Evaluation.

Was wird im Hauptteil behandelt?

Der Hauptteil gliedert sich in eine Sachanalyse, eine didaktische und methodische Begründung des Unterrichtsentwurfs sowie eine ausführliche Reflexions- und Beobachtungsphase.

Welche Schlüsselwörter charakterisieren die Arbeit?

Die Arbeit lässt sich durch Begriffe wie Unterrichtsplanung, Handlungsorientierung, Feinmotorik und pädagogische Reflexion beschreiben.

Welche besonderen Schwierigkeiten traten bei den Schülern auf?

Die Schüler hatten Probleme mit der exakten Einhaltung der Faltlinien, dem Ausschneiden des Herzumrisses sowie der motorisch anspruchsvollen Schleifenbindung mit Ringelband.

Wie wurde das didaktische Prinzip der Handlungsorientierung umgesetzt?

Das Lernen erfolgte primär durch das eigene Tun und die Auseinandersetzung mit dem Material, wobei eine visuelle Anleitung an der Tafel die Selbstständigkeit der Schüler unterstützen sollte.

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Details

Title
Unterrichtseinheit: Falten einer Muttertagskarte aus Papier (Klasse 1 oder 2)
College
University of Education Weingarten
Author
Stephanie Wiegand (Author)
Publication Year
2005
Pages
26
Catalog Number
V85444
ISBN (eBook)
9783638020299
Language
German
Tags
Unterrichtseinheit Falten Muttertagskarte Papier
Product Safety
GRIN Publishing GmbH
Quote paper
Stephanie Wiegand (Author), 2005, Unterrichtseinheit: Falten einer Muttertagskarte aus Papier (Klasse 1 oder 2), Munich, GRIN Verlag, https://www.grin.com/document/85444
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