Um den immer rasanter werdenden Veränderungen der globalen Absatz- und Beschaffungsmärkte gerecht zu werden, ist es erforderlich eine hohe Transparenz der betrieblichen Leistungsprozesse, eine Verkürzung von
Reaktionszeiten und vor allem eine hohe Flexibilität (Anpassungsfähigkeit) im Unternehmen umzusetzen. Um dies zu erreichen, sind Entscheidungsträger gegenüber entscheidungsrelevanter Informationen und gegenüber neuen Methoden zu sensibilisieren.
Das Produktionscontrolling hat die Aufgabe, die Wirtschaftlichkeit des Produktionsprozesses sicherzustellen und verdichtete Daten aus dem
Produktionsbereich für eine unternehmensweite Abstimmung (durch das übergeordnete Planungs- und Kontrollsystem) bereitzustellen. Diese Arbeit gibt im folgenden einen groben Überblick auf die Aufgaben, die
Differenzierung, die Instrumente (insbesondere Kennzahlen), sowie der Organisation des Produktionscontrollings.
Inhaltsverzeichnis
1. Einleitung
1.1 Problemstellung
1.2 Zielstellung
2. Definition und Begriffsabgrenzung
2.1 Produktionswirtschaft
2.2 Controlling
2.2.1 Verschiedene Definitionsansätze
2.2.2 Controlling in der Produktion
3. Differenzierung des Produktionscontrollings
3.1 Strategisches Controlling
3.2 Operatives Controlling
4. Aufgaben des Controllings in der Produktion
4.1 Bestandscontrolling
4.2 Produktionscontrolling
4.3 Produktcontrolling
4.4 Auftragscontrolling
5. Controllinginstrumente in der Produktion
5.1 Kennzahlensysteme
5.2 Grenzen der Anwendung von Kennzahlen
6. Organisation des Produktionscontrollings
7. Fazit
Zielsetzung & Themen
Diese Arbeit zielt darauf ab, einen fundierten Überblick über die zentralen Aufgaben, Differenzierungen und Instrumente des Produktionscontrollings in modernen Unternehmen zu geben, um deren Wirtschaftlichkeit und Wettbewerbsfähigkeit in einem dynamischen Marktumfeld zu sichern.
- Grundlagen der Produktionswirtschaft und des Controllings
- Strategische versus operative Differenzierung im Controlling
- Kernaufgaben des Controllings (Bestands-, Produktions-, Produkt- und Auftragscontrolling)
- Einsatz und Grenzen von Kennzahlensystemen
- Organisatorische Einbindung des Produktionscontrollers in das Unternehmen
Auszug aus dem Buch
5.2 Grenzen der Anwendung von Kennzahlen
Einzelne Kennzahlen reichen bei vielen Sachverhalten in Unternehmen nicht aus, um diese genau beurteilen zu können. Es ist daher sinnvoll mehrere Kennzahlen zu benutzen. Für eine genaue Unternehmensanalyse ist ein großer Berg von Kennzahlen jedoch nicht besonders hilfreich. Dies kann die Gefahr birgen, dass der jeweilige Nutzer beliebige Kennzahlen und Interpretationen wählt, die seinen Zielen am Besten entsprechen. Daher ist eine gewisse Systematik erforderlich.
Die systematische Auswahl und Verknüpfung geeignet erscheinender Kennzahlen zu einem Kennzahlensystem ist daher wesentlich für die Aussagekraft von betrieblichen Kennzahlen.
Die Aussagefähigkeit von Kennzahlen und Kennzahlensysteme wird durch eine Vielzahl möglicher Fehler bei der Bildung von Kennzahlen, sowie dessen Anwendung, stark eingeschränkt.
Typische Fehler bei der Bildung von Kennzahlen sind:
• Der Versuch nicht-quantifizierbare Informationen durch Kennzahlen darzustellen
• Die undifferenzierte Kennzahlenauswahl („Kennzahleninflation“)
• Die Fehlerhafte Verwendung der Zähler- und Nennerkomponenten bei der Konstruktion von Verhältniszahlen.
• Die Nutzung ungeeigneten oder unzureichenden Datenmaterials
• Das Vorliegen von mathematischen oder statistischen Verarbeitungsfehlern.
Mögliche Fehler bei der Anwendung von Kennzahlen beschränken sich auf die fehlerhafte Interpretation von Kennzahlen. Dabei stellt sich als Hauptfehlerquelle die Verwendung von isolierten Kennzahlen ohne Beachtung von Interdependenzen und Zusammenhängen heraus.
Zusammenfassung der Kapitel
1. Einleitung: Beschreibt die durch zunehmenden Wettbewerb entstehende Notwendigkeit für effiziente Produktionsprozesse und definiert das Ziel der Arbeit.
2. Definition und Begriffsabgrenzung: Erläutert die Grundlagen der Produktionswirtschaft und nähert sich dem Begriff Controlling sowie dessen spezifischer Anwendung in der Produktion an.
3. Differenzierung des Produktionscontrollings: Unterscheidet zwischen langfristig orientiertem strategischen und kurzfristig angelegtem operativen Controlling.
4. Aufgaben des Controllings in der Produktion: Detaillierte Betrachtung der Schwerpunkte wie Bestands-, Produktions-, Produkt- und Auftragscontrolling.
5. Controllinginstrumente in der Produktion: Analyse von Kennzahlensystemen als zentrales Werkzeug und Diskussion ihrer Anwendungsbeschränkungen.
6. Organisation des Produktionscontrollings: Erörtert die strukturelle Einbindung und Institutionalisierung der Controllerfunktion innerhalb verschiedener Organisationsformen.
7. Fazit: Fasst die Bedeutung einer differenzierten Steuerung für die Entwicklung eines innovativen Produktionsunternehmens zusammen.
Schlüsselwörter
Produktionscontrolling, Controlling, Kennzahlensysteme, Produktionswirtschaft, Strategisches Controlling, Operatives Controlling, Bestandscontrolling, Auftragskalkulation, PPS-Systeme, Unternehmensorganisation, Wirtschaftlichkeit, Effizienz, Unternehmenssteuerung, Kennzahlen, Fertigungsprozesse
Häufig gestellte Fragen
Worum geht es in dieser Arbeit grundsätzlich?
Die Arbeit thematisiert die Rolle und Ausgestaltung von Controllingsystemen, die speziell auf die Anforderungen von Produktionsbereichen in Unternehmen zugeschnitten sind.
Was sind die zentralen Themenfelder?
Die zentralen Felder umfassen die Definition des Produktionscontrollings, die Unterscheidung zwischen strategischen und operativen Ansätzen, spezifische Controlling-Aufgaben sowie organisatorische Aspekte.
Welches Ziel verfolgt die Forschungsarbeit?
Das primäre Ziel ist es, einen Überblick über Methoden und Instrumente zu geben, um die Wirtschaftlichkeit von Produktionsprozessen in einem global wettbewerbsintensiven Umfeld sicherzustellen.
Welche wissenschaftliche Methode wurde gewählt?
Die Arbeit basiert auf einer Literaturanalyse, die theoretische Definitionen und Ansätze aus der Betriebswirtschaftslehre und Controlling-Fachliteratur zusammenführt und strukturiert.
Was wird im Hauptteil behandelt?
Im Hauptteil werden neben den Aufgabenfeldern (Bestand, Produkt, Auftrag) auch die Instrumente, wie etwa Kennzahlensysteme, sowie die organisatorische Eingliederung von Controllern in den Betrieb detailliert betrachtet.
Welche Schlüsselwörter charakterisieren die Arbeit?
Begriffe wie Produktionscontrolling, Kennzahlensysteme, Effizienzsteigerung, Wirtschaftlichkeit und organisatorische Integration sind für das Verständnis der Arbeit zentral.
Wie unterscheidet sich das operative vom strategischen Controlling?
Das strategische Controlling ist langfristig ausgerichtet und befasst sich mit der Wettbewerbsposition, während das operative Controlling kurzfristig Liquidität und Stabilität sicherstellt.
Welche Gefahren gibt es bei der Verwendung von Kennzahlen?
Die Hauptgefahren liegen in der „Kennzahleninflation“, der fehlerhaften Interpretation aufgrund isolierter Betrachtung sowie der Vernachlässigung von Abhängigkeiten zwischen den Daten.
Welche Organisationsform für das Controlling wird hervorgehoben?
Die Arbeit diskutiert verschiedene Ansätze wie die Unterstellung unter das Produktionsmanagement oder die Rolle als gleichberechtigter Partner, wobei die Matrix-Organisation als besonders effektiv hervorgehoben wird.
- Quote paper
- Ulrich Hambuch (Author), 2005, Controllingsysteme in der Produktion, Munich, GRIN Verlag, https://www.grin.com/document/85530