Wir stiegen bei der laufenden Unterrichtseinheit „Sportartübergreifende
Sportspielvermittlung“ ein. Sie ist der Bestandteil aus dem Unterrichtsvorhaben UV 4 laut Lehrplan für Mittelstufe in Hessen „Vom sportspielübergreifenden zum sportspielgerichteten Lernen“. Orientiert haben wir uns bei unseren Stunden bei der Integrativen Sportspielvermittlung von Helga Adolph und Michael Hönl. Dieses Modell wurde speziell für die Einführung von Sportspielen entwickelt, bei dem Basisqualifikationen und die Gemeinsamkeiten strukturverwandter Sportspiele im Mittelpunkt der Ausbildung stehen. Den Kindern soll somit eine kompetente Teilnahme an einer Vielzahl von Sportspielen ermöglicht werden. Das Kasseler Modell wird zur inhaltlichen Gestaltung der integrativen Sportspielvermittlung nach dem Dreistufenmodell aufgeteilt. Die erste Stufe umfasst die allgemeinen grundlegenden Lern- und Leistungsvoraussetzungen. Dabei werden die grundlegenden koordinativen Defizite im Umgang mit den unterschiedlichen Spielgeräten, fehlende spielspezifische Vorerfahrungen und eventuelle soziale Defizite (Sozialstrukturen) aufgearbeitet. Im Anschluss können in der zweiten Stufe die sportspielübergreifenden Komponenten der Spielfähigkeit auf der Grundlage der verbesserten Lern- und Leistungsvoraussetzungen in überwiegend spielerischen Formen erlernt werden. In der dritten Phase werden dann die erlernten Fähigkeiten und Fertigkeiten wie zum Beispiel die Wahrnehmungs-, Reaktions- und Antizipationsfähigkeiten in mehreren Sportspielen angewandt. Zudem werden in der Stufe durch methodische Übungsreihen, komplexen Spiel5 und Übungsformen die technischen und taktischen Fertigkeiten verbessert (Adolph, H.; Hönl, M., 1998) Wir haben uns bei der Entwicklung der Unterrichtseinheit aufgrund der Anweisungen unseres Mentors Herrn Kienzle und dem vorhandenen Leistungsstand und Interesses der Schüler grundsätzlich auf die 1. Stufe „die allgemeinen Grundlagenausbildung“ beschränkt. Weitergehend sind wir auf die einzelnen Wurfvariationen und –techniken eingegangen. Wir haben diese aber immer unter der sportspielübergreifenden Komponente, wie den Hinweis auf die Vielseitigkeit der Anwendungsbereiche von direkten, indirekten und Bogenwurf, geschult.
Inhaltsverzeichnis
I. Einführung
II. Planung und didaktisch/methodische Konstruktion der Unterrichtseinheit
• Tabellarischer Verlauf der Unterrichtseinheit
III. Dokumentation
Unterrichtsentwurf UB Nr. 1: Teamteaching
1. Bedingungsfelder des Unterrichts
1.1 Bemerkungen zur Lerngruppe
1.2 Räumliche und zeitliche Voraussetzungen, Bedingungen der Ausstattung
2. Entscheidungsfelder des Unterrichts
2.1 Sachanalyse
2.2 Methodisch-didaktische Analyse
2.3 Lernziele/Lernmöglichkeiten
3. Verlaufsplan des Unterrichts
4. Reflexion der Stunde
Unterrichtsentwurf UB Nr. 2: Einzelteaching Franziska
1. Bedingungsfelder des Unterrichts
1.3 Bemerkungen zur Lerngruppe
1.4 Räumliche und zeitliche Voraussetzungen, Bedingungen der Ausstattung
2. Entscheidungsfelder des Unterrichts
2.1 Sachanalyse
2.2 Methodisch-didaktische Analyse
2.3 Lernziele/Lernmöglichkeiten
3. Verlaufsplan des Unterrichts
4. Reflexion der Stunde
Unterrichtsentwurf UB Nr. 3: Einzelteaching Marc
1. Bedingungsfelder des Unterrichts
1.1 Bemerkungen zur Lerngruppe
1.2 Räumliche und zeitliche Voraussetzungen, Bedingungen der Ausstattung
2. Entscheidungsfelder des Unterrichts
2.1 Sachanalyse
2.2 Methodisch-didaktische Analyse
2.3 Lernziele/Lernmöglichkeiten
3. Verlaufsplan des Unterrichts
4. Reflexion der Stunde
IV. Auswertung des Praktikums
V. Anhang
VI. Literatur
Zielsetzung & Themen
Dieser Bericht dokumentiert die Planung, Durchführung und Reflexion schulpraktischer Studien im Fach Sport in einer fünften Klasse. Das zentrale Ziel der Arbeit ist es, die Anwendung des sportspielübergreifenden Vermittlungsansatzes nach Adolph und Hönl in der Praxis zu erproben und die eigene Lehrerrolle in konkreten Unterrichtssituationen kritisch zu reflektieren.
- Integrative Sportspielvermittlung nach dem Kasseler Modell
- Methodisch-didaktische Gestaltung von Sportstunden
- Erfassung von Bedingungsfeldern (Lerngruppe, Räumlichkeiten, Ausstattung)
- Durchführung und Auswertung unterrichtspraktischer Einheiten (Team- und Einzelteaching)
- Reflexion von Lehrprozessen und individuelle Anpassung an Lernvoraussetzungen
Auszug aus dem Buch
1. Bedingungsfelder des Unterrichts
Die Klasse 5a der Gesamtschule X. besteht aus 33 Schülern, die alle den gymnasialen Zweig besuchen. Am Anfang des Schuljahres wurden sie bunt zusammen gemischt. Viele von ihnen kennen sich also aus der Grundschule, aber einige lernen sich in diesen Wochen zum ersten Mal kennen. Wichtig war es für uns, dass sich die Schüler durch kooperative Spiele aus den oben genannten Gründen, der Klassenneubildung, besser kennen lernen. Sonst würde schnell eine Gruppenbildung unter Freunden entstehen. Die Altersspanne liegt zwischen 10-11 Jahren. Die Mädchen sind oft schon größer und kräftiger als die Jungen. Jedoch lässt sich erkennen, dass die Großzahl der Jungen mehr als die Mädchen Vorkenntnisse im sportspielerischen Bereich, vor allem in der Technik besitzen. Darüber hinaus ist die Lerngruppe eine hoch motivierte, aufgeschlossene und freundliche Klasse, die Spaß an jeglicher sportlicher Betätigung hat. In kurzen Pausen fällt es vielen Jungen schwer ihren starken Bewegungsdrang zu zügeln. Ein Teil der Gruppe hat Schwierigkeiten längeren Ausführungen konzentriert zu folgen, deshalb werden die Gesprächsphasen im Unterricht so kurz wie möglich gehalten.
Werden sie aber von der Lehrperson kurz ermahnt, kann der Unterricht wie gewohnt weitergeführt werden. Bei zwei bis drei Jungen in der Klasse ist uns aufgefallen, dass sie sich oft gelangweilt fühlen. Dies führen wir auf die Unterforderung der Jungen zurückführen. Wo sie nur ein bis zwei Wiederholungen für eine Übungsaufgabe benötigen brauchen andere mehre. Diesem Problem muss in Zukunft vorgebeugt werden. Auch gibt es ein bis zwei Jungen wie Mädchen, die sehr lange, meist einen längeren Zeitraum als vorgegeben, brauchen um die Übungen durchzuführen. Aufgrund des straffen Zeitplans bleibt dann zu wenig Zeit für Korrektur.
Zusammenfassung der Kapitel
I. Einführung: Vorstellung des zeitlichen Rahmens und der Rahmenbedingungen des schulpraktischen Studiums.
II. Planung und didaktisch/methodische Konstruktion der Unterrichtseinheit: Erläuterung des integrativen Sportspielvermittlungsmodells und des tabellarischen Verlaufs der Unterrichtseinheit.
III. Dokumentation: Detaillierte Darstellung von drei Unterrichtsentwürfen, unterteilt in Teamteaching und Einzelteaching, inklusive Bedingungsanalysen und Reflexionen.
IV. Auswertung des Praktikums: Zusammenfassende Einschätzung der praktischen Erfahrungen und des persönlichen Lernzuwachses im Hinblick auf den Lehrberuf.
V. Anhang: Bereitstellung ergänzender Materialien wie Handzettel für den Aufbau der Biathlon-Stationen.
VI. Literatur: Auflistung der verwendeten Internetquellen und Fachliteratur.
Schlüsselwörter
Sportunterricht, Schulpraktische Studien, Integrative Sportspielvermittlung, Kasseler Modell, Unterrichtsentwurf, Bedingungsanalyse, Lerngruppe, Wurftechniken, Hallenbiathlon, Bodenturnen, Reflexion, Sportdidaktik, Spielfähigkeit, Lehrerbildung, Grundlagenausbildung.
Häufig gestellte Fragen
Worum geht es in diesem Bericht grundsätzlich?
Der Bericht dokumentiert die praktischen Erfahrungen und die Planung von Sportstunden während des schulpraktischen Studiums in einer fünften Klasse einer Gesamtschule.
Welche zentralen Themenfelder behandelt die Arbeit?
Die Schwerpunkte liegen auf der integrativen Vermittlung von Sportspielen, der methodischen Planung von Unterrichtseinheiten sowie der Reflexion des eigenen Lehrverhaltens.
Was ist das primäre Ziel der Arbeit?
Das Ziel ist die Erprobung didaktischer Ansätze in der Praxis und die kritische Auseinandersetzung mit den Herausforderungen im schulischen Alltag, insbesondere im Bereich der Wurfschulung und des Bodenturnens.
Welche wissenschaftliche Methode wird zur Planung verwendet?
Die Arbeit stützt sich auf das "Integrative Sportspielvermittlungsmodell" von Adolph und Hönl, welches als Grundlage für die Planung und den Aufbau der Unterrichtseinheiten dient.
Was wird im Hauptteil der Arbeit behandelt?
Der Hauptteil besteht aus der detaillierten Dokumentation von drei konkreten Unterrichtsentwürfen, die jeweils eine Bedingungsanalyse, eine Sachanalyse, Lernziele, den Verlaufsplan sowie eine schriftliche Reflexion der Lehrperson enthalten.
Welche Schlüsselwörter charakterisieren die Arbeit?
Wichtige Begriffe sind unter anderem Sportunterricht, Integrative Sportspielvermittlung, Unterrichtsentwurf, Hallenbiathlon, Bodenturnen und Lehrerreflexion.
Warum wurde für die Erwärmungsphase in UB Nr. 1 das Spiel "Burgball" gewählt?
Es dient der allgemeinen Erwärmung, mobilisiert den Körper, fördert die Orientierung im Raum sowie das Zusammenspiel der Schüler und bereitet auf die anschließenden Wurfaufgaben vor.
Wie wurde mit Schülern umgegangen, die Schwierigkeiten bei den Übungen zum Bodenturnen hatten?
Die Lehrperson setzte auf Binnendifferenzierung und individuelle Hilfestellung, um den unterschiedlichen Leistungsständen und Ängsten der Schüler gerecht zu werden.
- Arbeit zitieren
- Franziska Maresch (Autor:in), Marc Schlotzhauer (Autor:in), 2007, Bericht zum Schulpraktischen Studium im Bereich Sport - Planung, Durchführung und Auswertung einer Unterrichtseinheit, München, GRIN Verlag, https://www.grin.com/document/85564