[...] Studenten der Fachhochschule Darmstadt waren aufgrund des hochschulübergreifenden Lehrprojekts „Fan-Bewegung – Der Weg zum Finale 2006“ an den vier Spielen in Frankfurt aktiv, um Fußballfans über ihr Reise- und Mobilitätsverhalten an den Spielort zu befragen. Zeitgleich wurde im Rahmen dieser Arbeit die Verkehrssituation an strategisch wichtigen Punkten rund um das Stadion untersucht.
Ziel dieser Arbeit ist es, anhand der gewonnenen Daten der Befragung und der Verkehrserhebung umfassende Kenntnisse über Anfahrtswege und genutzte Verkehrsmittel zum Stadion zu erlangen. Zudem soll herausgefunden werden, welche Personen die Spiele besuchen, woher die Zuschauer kommen, wann diese an- und abreisen und welche Aktivitäten sie mit ihrem Aufenthalt am Spielort Frankfurt verbinden. Ebenso fließen Eindrücke, ob die vorhandene Verkehrsführung verständlich und aus-reichend ist, in diese Arbeit ein. Des Weiteren wurde geprüft inwiefern die Anbindung des Frankfurter Waldstadions an sämtliche Verkehrsgruppen als ausreichend empfunden werden kann oder noch verbesserungswürdig ist.
Um die gewonnen Ergebnisse möglichst themenspezifisch auszuwerten und zu dokumentieren, wurde die Arbeit in folgende Kapitel untergliedert:
In Kapitel zwei wird kurz auf den FIFA Confederations Cup in Deutschland und speziell auf den Spielort Frankfurt eingegangen.
Das dritte Kapitel befasst sich mit der Befragung zum Mobilitäts- und Reiseverhalten der Fans. Zu Beginn wird der Begriff Mobilität definiert. Danach wird auf die Befragung und deren Ablauf während der vier Spiele eingegangen. Anschließend wird die Auswertung der Daten beschrieben und die eingegangenen Ergebnisse werden dargestellt.
Das vierte Kapitel beschreibt die Art und Weise der Verkehrserhebung und erörtert für alle Verkehrsgruppen den Verkehrsablauf und ihre jeweilige Anbindung an das Frankfurter Waldstadion. Dabei wird nach motorisiertem Individualverkehr, öffentlichem Verkehr, Radverkehr, Fußgängerverkehr und der Barrierefreiheit für körperlich eingeschränkte Personen unterschieden. Der Abschnitt zum motorisierten Individualverkehr beinhaltet die Darstellung des lückenlosen Verkehrsablaufes auf der wichtigsten Verkehrsanbindungsstraße des Frankfurter Waldstadions, der Mörfelder Landstraße, von zwei bis drei Stunden vor Beginn der Spiele bis kurz vor Anpfiff.
Zum Abschluss gibt ein Fazit Auskunft auf erkannte Schwachstellen des Verkehrssystems um das FrankfurterWaldstadion und Vorschläge zur Verbesserung.
Inhaltsverzeichnis
1 Einleitung
2 Der FIFA Confederations Cup
2.1 Der FIFA Confederations Cup 2005 in Frankfurt
3 Mobilitäts- und Reiseverhalten FIFA Confederations Cup in Frankfurt
3.1 Mobilitäts- und Reiseverhalten
3.2 Der Fragebogen
3.3 Befragung und Auswertung der Daten
3.4 Darstellung und Erörterung der Ergebnisse
3.4.1 Persönliche Daten der Fußballfans
3.4.2 Das Mobilitäts- und Reiseverhalten an den Spielort
3.4.3 Das Mobilitäts- und Reiseverhalten an das Stadion
3.4.4 Allgemeine Angaben zum Mobilitäts- und Reiseverhalten
3.4.5 Das Verhalten in Bezug auf den Besuch von Fußballspielen
3.5 Persönliche Erfahrungen der befragenden Studenten
4 Verkehrsablauf während des FIFA Confederations Cups in Frankfurt
4.1 Durchführung der Aufnahme
4.2 Motorisierter Individualverkehr
4.2.1 Anbindung des Frankfurter Waldstadions an den MIV
4.2.2 Verkehrstelematik
4.2.3 Ruhender Verkehr
4.2.4 Verkehrsablauf Mörfelder Landstraße (B43/44)
4.2.4.1 Begegnung Deutschland – Australien
4.2.4.2 Begegnung Griechenland - Japan
4.2.4.3 Begegnung Griechenland - Mexiko
4.2.4.4 Finale: Brasilien - Argentinien
4.2.4.5 Sonstige Auffälligkeiten
4.3 Öffentlicher Verkehr
4.3.1 Taxiverkehr
4.3.2 Städtischer Busverkehr
4.3.3 Straßenbahnverkehr
4.3.4 Schnellbahn- und Regionalexpressverkehr
4.4 Radverkehr
4.5 Fußgängerverkehr
4.6 Barrierefreiheit
5 Fazit
Zielsetzung & Themen
Ziel dieser Arbeit ist es, anhand der gewonnenen Daten aus einer Besucherbefragung und einer Verkehrserhebung umfassende Kenntnisse über das Mobilitätsverhalten der Zuschauer beim FIFA Confederations Cup 2005 am Frankfurter Waldstadion zu erlangen. Die Arbeit untersucht dabei insbesondere Anfahrtswege, die Wahl der Verkehrsmittel, Herkunft und Aktivitäten der Fans sowie die Effizienz der vorhandenen Verkehrsinfrastruktur und Wegweisung, um daraus Empfehlungen für kommende Großveranstaltungen, insbesondere die Weltmeisterschaft 2006, abzuleiten.
- Analyse des Mobilitäts- und Reiseverhaltens der Fußballfans
- Untersuchung des Verkehrsablaufs am Spielort Frankfurt
- Evaluierung der Anbindung an verschiedene Verkehrsgruppen (MIV, ÖV, Rad, Fußgänger)
- Beurteilung der verkehrstechnischen Leitsysteme und der Barrierefreiheit
- Dokumentation von Schwachstellen und Erarbeitung von Optimierungsvorschlägen
Auszug aus dem Buch
3.1 Mobilitäts- und Reiseverhalten
Theodor Fontane: "Zu den Eigentümlichkeiten unserer Zeit gehört das Massenreisen. Sonst reisten bevorzugte Individuen, jetzt reist jeder und jede."
Mobilität vom lateinischen mobilitas kommend, bedeutet Beweglichkeit und ist eine Grundbedingung für die Befriedigung von physiologischen und sozialen Selbstverwirklichungsbedürfnissen. Ziel dabei ist es, Aktivitäten wie Erholen, Freizeitgestaltung, Wohnen, Arbeiten, (Aus-)Bildung, Versorgen, Reisen und die Aufrechterhaltung von sozialen Kontakten raumübergreifend wahrnehmen zu können. Verkehrssysteme übernehmen dabei eine vorwiegend dienende Funktion, indem sie die indirekt entstehenden Mobilitätsbedürfnisse befriedigen.
Die Fachhochschule Darmstadt beteiligte sich zum Zeitpunkt dieser Arbeit am hochschulübergreifenden Lehrprojekt „Fan-Bewegung – der Weg zum Finale 2006". Hierbei sollte untersucht werden, wie die Zuschauer des FIFA Confederations Cups zu den Stadien an- und abreisten. Weiter wurden die Aktivitäten und das Verhalten der Fans vor und nach dem Spiel erörtert.
Außer der Fachhochschule Darmstadt waren die Fachhochschulen Bochum, Braunschweig Wolfenbüttel sowie die Technischen Universitäten München und Berlin an diesem Projekt beteiligt.
Die Studenten der einzelnen Hochschulen beschäftigten sich in ihren Lehrveranstaltungen jeweils mit einem der fünf Spielorte des FIFA Confederations Cups. Die Fans wurden kurz vor den Spielen in den einzelnen Stadien von den Studenten interviewt. Der notwendige Fragebogen wurde in einem dreitägigen Workshop aller beteiligten Hochschulen von den Studierenden gemeinsam erarbeitet. Er wurde in deutscher, englischer, französischer und spanischer Sprache verfasst.
Einer der Hauptbestandteile der hier vorliegenden Arbeit war es, das Mobilitäts- und Reiseverhalten der Besucher der vier Spiele in Frankfurt anhand dieser Bögen zu erörtern und grafisch darzustellen.
Zusammenfassung der Kapitel
1 Einleitung: Diese Einleitung beschreibt die Relevanz von Sportgroßveranstaltungen für den Freizeitverkehr und erläutert die Zielsetzung sowie die Struktur der vorliegenden Untersuchung während des FIFA Confederations Cup 2005.
2 Der FIFA Confederations Cup: Dieses Kapitel gibt einen Überblick über den Wettbewerb selbst, dessen Bedeutung als Testlauf für die Weltmeisterschaft 2006 und die Rolle des Frankfurter Waldstadions als Austragungsort.
3 Mobilitäts- und Reiseverhalten FIFA Confederations Cup in Frankfurt: Hier wird die umfassende Befragung der Stadionbesucher zu ihrem Anreiseverhalten, ihren Tickets, Aktivitäten und persönlichen Erfahrungen detailliert ausgewertet und graphisch aufbereitet.
4 Verkehrsablauf während des FIFA Confederations Cups in Frankfurt: Dieses Kapitel analysiert die Verkehrssituation für verschiedene Verkehrsträger (MIV, ÖV, Rad, Fußgänger) und dokumentiert den Verkehrsfluss an strategischen Punkten während der vier Spieltage.
5 Fazit: Das Fazit fasst die Ergebnisse der Untersuchung zusammen, bewertet die Leistungsfähigkeit des Verkehrssystems und gibt konkrete Empfehlungen für künftige Großveranstaltungen.
Schlüsselwörter
Mobilitätsverhalten, Reiseverhalten, FIFA Confederations Cup 2005, Frankfurt, Waldstadion, Verkehrsablauf, Individualverkehr, Öffentlicher Verkehr, Radverkehr, Fußgängerverkehr, Barrierefreiheit, Verkehrstelematik, Verkehrsplanung, Großveranstaltung, Zuschaueranalyse.
Häufig gestellte Fragen
Worum geht es in der Arbeit grundsätzlich?
Die Arbeit beschäftigt sich mit dem Mobilitäts- und Reiseverhalten von Zuschauern bei Sportgroßveranstaltungen am Beispiel des FIFA Confederations Cup 2005 in Frankfurt sowie der verkehrstechnischen Abwicklung rund um das Waldstadion.
Welche zentralen Themenfelder behandelt das Dokument?
Die zentralen Themen sind das Nutzerverhalten der Stadionbesucher, die Leistungsfähigkeit der verschiedenen Verkehrsträger (Auto, Bahn, Bus, Rad, zu Fuß), die Effektivität von Leitsystemen und die Barrierefreiheit für behinderte Menschen.
Was ist das primäre Ziel der Untersuchung?
Das Ziel ist es, durch eine Befragung und Verkehrserhebung Daten zu gewinnen, um die Anfahrtswege, die Nutzung von Verkehrsmitteln und die Zufriedenheit der Besucher zu verstehen und Optimierungspotenziale für die WM 2006 aufzuzeigen.
Welche wissenschaftlichen Methoden kommen zum Einsatz?
Es wird eine Kombination aus einer umfassenden Besucherbefragung mittels Fragebögen, der statistischen Auswertung dieser Daten sowie einer systematischen Videoaufnahme und Analyse des Verkehrsflusses an Schlüsselstellen genutzt.
Was wird im Hauptteil der Arbeit behandelt?
Der Hauptteil gliedert sich in die detaillierte Auswertung des Zuschauerverhaltens (Kapitel 3) und eine umfangreiche Analyse des tatsächlichen Verkehrsablaufs unterteilt nach MIV, ÖV, Rad- und Fußgängerverkehr (Kapitel 4).
Welche Schlüsselwörter charakterisieren die Arbeit?
Zu den wichtigsten Begriffen zählen Mobilität, Reiseverhalten, FIFA Confederations Cup, Waldstadion, Verkehrsablauf, Individualverkehr, Öffentlicher Personennahverkehr und Veranstaltungsmanagement.
Welche Rolle spielt die Verkehrstelematik bei der Steuerung?
Die Verkehrstelematik dient als wichtiges Instrument, um durch dynamische Wegweisung und Verkehrslenkung das hohe Verkehrsaufkommen bei Großereignissen zu steuern und Staus zu minimieren.
Warum wird der Barrierefreiheit ein eigenes Kapitel gewidmet?
Da bei Sportgroßveranstaltungen eine signifikante Anzahl behinderter Zuschauer zu erwarten ist, untersucht die Arbeit deren spezifische Bedürfnisse und zeigt Mängel bei der Infrastruktur auf, um diese für künftige Events zu verbessern.
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- Dipl.-Ing. (FH) Michael Dirschedl (Autor), 2005, Mobilitäts- und Reiseverhalten sowie Verkehrsablauf zum FIFA Confederations Cup 2005 am Frankfurter Waldstadion, Múnich, GRIN Verlag, https://www.grin.com/document/85626