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Die Herrschaft der Barkiden in Spanien

Hamilkar, Hasdrubal und Hannibal in Iberien

Title: Die Herrschaft der Barkiden in Spanien

Term Paper (Advanced seminar) , 2004 , 19 Pages , Grade: 2,0

Autor:in: Niklas Möring (Author)

World History - Early and Ancient History
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Die Barkiden waren eine der prominentesten Familien Karthagos zu ihrer Zeit. Der Begriff schließt ihre Parteigänger in Karthago mit ein und sogar die Geschichtsschreibung hat sich angewöhnt, „das von Hamilkar begründete karthagische Herrschaftsgebiet in Spanien kurzerhand als ‚Barkidenreich’ zu bezeichnen.“

Warum jedoch verließen die Barkiden den afrikanischen Kontinent Richtung Europa und was taten sie dort?
Diese Arbeit soll herausstellen, wie Hamilkar Barkas, sein leiblicher Sohn Hannibal und sein Schwiegersohn Hasdrubal ihren Einzugsbereich auf der iberischen Halbinsel erweiterten und sicherten. Dabei wird zu klären sein, wie dabei ihr Verhältnis und ihre Beziehungen in die alte Heimat ausgesehen haben. Im Hintergrund steht auch die Frage, wie weit es sich bei den von den Barkiden beherrschten Gebieten tatsächlich um ein ‚Barkidenreich’ gehandelt haben könnte.

Excerpt


Inhaltsübersicht

Die Herrschaft der Barkiden in Spanien

1. Spanien vor den Barkiden

2. Der Übergang des Hamilkar Barkas nach Spanien

2.1 Hamilkar in Spanien – 237 bis 229/228 v. Chr.

2.2 Hamilkars Verindungen nach Karthago

2.3 Etablierung von Herrschaft: Leuke Akra

3. Hasdrubal wird Nachfolger

3.1. Expansion und Herrschaftssicherung

3.2. Eine neue Stadt: Qart-hadasht - Cartagena

4. Hannibal in Spanien: 221 v. Chr. bis Sagunt

4.1. Hannibals Kriegszüge in Iberien

5. Die Macht der Barkiden

Zielsetzung und Themenbereiche

Die vorliegende Arbeit untersucht den systematischen Herrschaftsausbau der Barkiden-Familie auf der iberischen Halbinsel im 3. Jahrhundert v. Chr. Dabei wird analysiert, wie Hamilkar Barkas, Hasdrubal und Hannibal unabhängig von der römischen Geschichtsschreibung ihre Macht festigten, Handelsbeziehungen nutzten und durch strategische Stadtgründungen sowie dynastische Ehen ein autonomes, wenn auch offiziell karthagisch legitimiertes Machtzentrum in Spanien etablierten.

  • Die politische Konsolidierung durch Hamilkar Barkas nach den Niederlagen im Ersten Punischen Krieg.
  • Die diplomatische Strategie Hasdrubals zur Bindung iberischer Stämme an karthagische Interessen.
  • Die Rolle von Stadtgründungen wie Leuke Akra und Qart-hadasht als administrative Zentren.
  • Die Dynamik der familiären Bindungen als politisches Instrument zur Machtsicherung.
  • Das Spannungsfeld zwischen karthagischer Staatszugehörigkeit und barkidischer Autonomie in Spanien.

Auszug aus dem Buch

2.3 Etablierung von Herrschaft: Leuke Akra

In eben diesen Kompetenzbereich fiel auch die Neugründung einer größeren Stadt, ein Vorgang, von dem uns als einziger Diodor berichtet. Obwohl weder archäologischen Funde noch andere Quellen ihre Existenz bestätigen, wird die Stadt Leuke Akra – zu deutsch das ‚Weiße Kap’ - in der Forschung dem Barkiden zugeschrieben. Gemeinhin nimmt man an, Hamilkar habe mit der Gründung, die unterschiedlich datiert zwischen 231 und 235 v. Chr. stattgefunden haben soll, den von ihm beherrschten Gebieten „einen militärischen und administrativen Mittelpunkt“ geben wollen. Strittig hingegen ist die genaue geographische Zuordnung, vor allem in Bezug auf die später von Hasdrubal gegründete Stadt Cartagena. Auch wenn man nur darüber mutmaßen kann, ob Hamilkar die Neugründung auch als neuen Hauptsitz der Barkiden in Spanien angesehen hat, war Leuke Akra in jedem Falle ein deutlich sichtbarer Beleg für den Einflussbereich des Barkiden, der sich seiner Herrschaft am Ort der Gründung sicher gewesen sein dürfte.

Unabhängig von ihrer genauen geographischen Lage könnte die Stadt, so sie denn am Meer lag, näher an Karthago gelegen und somit Gades als primären Hafen abgelöst haben. Die Gründung Leuke Akras stellte gleichzeitig auch die Macht des Gründers dar. Zudem könnte Leuke Akra indirekt auch die Verbindungen nach Karthago gestärkt haben. Es wäre durchaus wahrscheinlich, dass Leuke Akra ein Anziehungspunkt für punische Siedler gewesen ist. Falls sie tatsächlich am Meer lag, könnte sie den Handel zwischen den alten und neuen punischen Gebieten zusätzlich belebt haben.

Zusammenfassung der Kapitel

Die Herrschaft der Barkiden in Spanien: Einleitung in die Bedeutung der Barkiden für die Kontinuität karthagischer Macht und die Zielsetzung der Untersuchung.

1. Spanien vor den Barkiden: Analyse der soziopolitischen und geografischen Verhältnisse auf der iberischen Halbinsel vor der Ankunft der karthagischen Truppen.

2. Der Übergang des Hamilkar Barkas nach Spanien: Untersuchung der Motive und der militärischen sowie wirtschaftlichen Zielsetzung Hamilkars zur Kompensation der Verluste nach dem Ersten Punischen Krieg.

3. Hasdrubal wird Nachfolger: Darstellung der Strategie des Nachfolgers, der durch Diplomatie und gezielte Bündnisse die Herrschaft stabilisierte und erweiterte.

4. Hannibal in Spanien: 221 v. Chr. bis Sagunt: Analyse der frühen Jahre Hannibals als Stratege und seiner militärischen Expansion bis kurz vor Ausbruch des Zweiten Punischen Krieges.

5. Die Macht der Barkiden: Synthese über die Autonomie, die familiären Machtstrukturen und den Status des sogenannten „Barkidenreichs“ im Kontext zum karthagischen Mutterland.

Schlüsselwörter

Barkiden, Hamilkar Barkas, Hannibal, Hasdrubal, Karthago, Iberische Halbinsel, Punische Kriege, Leuke Akra, Qart-hadasht, Cartagena, Strategie, Herrschaftsstruktur, Antike, Diplomatie, Wirtschaftsgeschichte.

Häufig gestellte Fragen

Worum geht es in dieser wissenschaftlichen Arbeit grundsätzlich?

Die Arbeit befasst sich mit der Etablierung und Sicherung der karthagischen Herrschaft durch die Barkiden-Familie in Spanien zwischen 237 v. Chr. und dem Beginn des Zweiten Punischen Krieges.

Welche zentralen Themenfelder werden bearbeitet?

Im Fokus stehen die militärische Expansion, die diplomatische Integration lokaler Stämme, wirtschaftliche Aspekte wie die Nutzung von Bodenschätzen sowie die interne Machtstruktur der Barkiden gegenüber dem Mutterland Karthago.

Was ist das primäre Ziel der Untersuchung?

Das Ziel ist es, den Herrschaftsaufbau der Barkiden unabhängig von der späteren römischen Geschichte zu analysieren und zu bewerten, inwiefern es sich bei den besetzten Gebieten tatsächlich um ein autonomes „Barkidenreich“ handelte.

Welche wissenschaftliche Methode wird verwendet?

Die Arbeit stützt sich auf eine tiefgehende Analyse antiker Quellen (u.a. Polybios, Diodor, Livius) unter Einbeziehung moderner geschichtswissenschaftlicher Forschungsdebatten.

Was wird im Hauptteil der Arbeit behandelt?

Der Hauptteil gliedert sich chronologisch nach den führenden Strategen (Hamilkar, Hasdrubal, Hannibal) und beleuchtet deren individuelles Handeln, ihre Stadtgründungen und ihre politischen Entscheidungen.

Welche Begriffe charakterisieren die Arbeit am besten?

Die Arbeit ist durch Begriffe wie Barkiden-Autonomie, punische Expansionspolitik, iberische Stammesstrukturen und antike Strategenkompetenzen geprägt.

Warum ist die Stadtgründung von Qart-hadasht so bedeutend für die Barkiden?

Qart-hadasht (Cartagena) diente als wirtschaftliches und militärisches Zentrum, das durch seinen geschützten Naturhafen und die Nähe zu Silberminen die Macht des barkidischen Einflusses in Spanien festigte.

Inwiefern spielten familiäre Bindungen eine Rolle für den Erfolg der Barkiden?

Ehen zwischen den Barkiden und iberischen Fürstengeschlechtern fungierten als politische Klammer, die zur Anerkennung der barkidischen Machtansprüche bei den lokalen Stämmen beitrug.

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Details

Title
Die Herrschaft der Barkiden in Spanien
Subtitle
Hamilkar, Hasdrubal und Hannibal in Iberien
College
University of Cologne  (Institut für Altertumskunde)
Course
Hauptseminar "Hannibal ad portas"
Grade
2,0
Author
Niklas Möring (Author)
Publication Year
2004
Pages
19
Catalog Number
V85638
ISBN (eBook)
9783638014250
ISBN (Book)
9783656019442
Language
German
Tags
Herrschaft Barkiden Spanien Hauptseminar Hannibal
Product Safety
GRIN Publishing GmbH
Quote paper
Niklas Möring (Author), 2004, Die Herrschaft der Barkiden in Spanien, Munich, GRIN Verlag, https://www.grin.com/document/85638
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