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Beseitigung von Diskriminierung in der Sprache: Political Correctness und feministische Sprachkritik in der BRD

Titel: Beseitigung von Diskriminierung in der Sprache: Political Correctness und feministische Sprachkritik in der BRD

Hausarbeit , 2007 , 20 Seiten , Note: 1,0

Autor:in: Josip Pejic (Autor:in)

Didaktik für das Fach Deutsch - Sonstiges
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Zusammenfassung Leseprobe Details

Die Analyse und Kritik von Sprache ist immer auch eine Kritik von Argumenten, die für und gegen den Gebrauch bestimmter Wörter vorgebracht werden, also von Argumenten, “die begründen, warum man gewisse Wörter nicht oder zumindest “nicht so”, andere aber schon bzw. “nur so” verwenden sollte. Auf diese Punkte soll im Folgenden genauer eingegangen werden. Ziel der Arbeit ist eine Erläuterung des PC-Ansatzes unter Berücksichtigung seiner Entstehungsgeschichte und durch die beispielhafte Illustration anhand der Kategorie der Feministischen Sprachkritik.

Leseprobe


Inhaltsverzeichnis

1. EINLEITUNG

2. POLITICAL CORRECTNESS – BEWUSSTSEINSÄNDERUNG DURCH SPRACHVERÄNDERUNG

2.1. URSPRÜNGE DER PC-BEWEGUNG IN DEN USA UND IN DER BRD

2.2. BEZEICHNUNGSSUBSTITUTION ALS ANTIDISKRIMINATORISCHE MAßNAHME

2.3. AUSWIRKUNGEN DER PC-MAßNAHMEN IN DER KRITIK

3. SPRACHE UND GESCHLECHT: DIE FEMINISTISCHE SPRACHKRITIK

3.1. HINTERGRÜNDE

3.2. DISKRIMINIERUNG VON FRAUEN IM ALLGEMEINEN SPRACHGEBRAUCH

3.2.1. Kritik am Sprachsystem

3.2.2. Kritik am Sprachgebrauch

3.3. VORSCHLÄGE FÜR EINE GESCHLECHTERGERECHTE SPRACHE

4. SCHLUSSBETRACHTUNG

Zielsetzung & Themen

Die vorliegende Arbeit untersucht die theoretischen Grundlagen und praktischen Auswirkungen von Political Correctness (PC) sowie der feministischen Sprachkritik in der Bundesrepublik Deutschland. Dabei wird analysiert, inwiefern sprachliche Reglementierungen als Instrument zur Bewusstseinsänderung dienen können und welche methodischen Ansätze dabei verfolgt werden.

  • Ursprünge und theoretische Verankerung der PC-Bewegung
  • Methoden der Bezeichnungssubstitution
  • Kritik am generischen Maskulinum und Sprachsystem
  • Strategien zur Implementierung einer geschlechtergerechten Sprache

Auszug aus dem Buch

2.2. Bezeichnungssubstitution als antidiskriminatorische Maßnahme

Der Absicht der PC-Bewegung, zum Schutz von Minderheiten Veränderungen am Sprachgebrauch einzelner Wörter durchzuführen, geht die Annahme voraus, „dass sich über eine Regulierung des Sprachgebrauchs Überzeugungen beeinflussen lassen. Bei den Angehörigen von Minderheiten sollen die neuen Bezeichnungen das Selbstwertgefühl steigern. Bei den Sprechern, die nicht den betreffenden Minderheiten angehören, sollen die neuen Bezeichnungen einen Zuwachs an sensivity bewirken“ (Gloning 1996, 42f.).

Indem beispielsweise anstatt der Bezeichnung Türke die sprachlich „sauberere“ Variante Mitbürger türkischer Herkunft verwendet wird, soll demnach nicht nur dem türkischen Mitbürger sprachlich Respekt gezollt werden, sondern nach dem Kalkül der PC-Vertreter auch die Überzeugung des Sprechers beeinflusst und ggf. verändert werden (Wirthgen 2007, 20). Der Begriff Überzeugung steht in diesem Zusammenhang für einen Bewusstseinswandel beim Sprecher gegenüber bestimmten „Opfergruppen“, die die bezeichneten Minderheiten darstellen. PC-Vertreter gehen somit von der Annahme aus, dass sich gesellschaftliche Gegebenheiten wie Überzeugungen bereits durch angemessene sprachliche Bezeichnungen steuern, verändern oder verfestigen lassen.

Genau diese Formen der sprachlichen Bewertung versucht die PC-Bewegung zu unterbinden, indem sie entsprechend „korrekte“ Ausdrücke und Personenbezeichnungen empfiehlt (Wirthgen 2007, 19). Die sprachliche Strategie, die zu diesem Zweck von PC-Vertretern bevorzugt gewählt wird, ist die sogenannte Bezeichnungssubstitution. Lampert fasst das Prinzip wie folgt zusammen: „Jede mögliche Konnotation eines sprachlichen Zeichens, die für […] Minderheiten in negativem Sinne affektiv relevant sein kann, wird als notwendige und hinreichende Bedingung der denotativen-oder begrifflichen Bedeutung dieses Zeichens reinterpretiert und in diesem Sinne verallgemeinert“ (Lampert 1995, 250).

Zusammenfassung der Kapitel

1. EINLEITUNG: Einführung in die Thematik der Sprachkritik, Definition des Begriffs Political Correctness und Darlegung der Zielsetzung dieser Arbeit.

2. POLITICAL CORRECTNESS – BEWUSSTSEINSÄNDERUNG DURCH SPRACHVERÄNDERUNG: Analyse der Ursprünge der PC-Bewegung und Untersuchung der Methode der Bezeichnungssubstitution inklusive deren Kritik.

3. SPRACHE UND GESCHLECHT: DIE FEMINISTISCHE SPRACHKRITIK: Erläuterung der feministischen Sprachkritik, ihrer Hintergründe und der spezifischen Kritikpunkte an Sprachsystem und Sprachgebrauch sowie Vorstellung von Lösungsvorschlägen.

4. SCHLUSSBETRACHTUNG: Zusammenfassender Vergleich der untersuchten sprachkritischen Ansätze und Reflexion über die Wirksamkeit sprachregulierender Maßnahmen.

Schlüsselwörter

Political Correctness, Sprachkritik, Feministische Sprachkritik, Bezeichnungssubstitution, Geschlechtergerechte Sprache, Generisches Maskulinum, Sprachnormkritik, Diskriminierung, Sprachgebrauch, Bewusstseinswandel, Feministische Linguistik, Minderheitenförderung.

Häufig gestellte Fragen

Worum geht es in der Arbeit grundlegend?

Die Arbeit analysiert kritisch die Mechanismen und Ziele von Political Correctness sowie der feministischen Sprachkritik bezüglich ihrer Wirkung auf gesellschaftliche Einstellungen durch Sprachveränderung.

Was sind die zentralen Themenfelder?

Zentrale Themen sind die Entstehungsgeschichte der PC-Bewegung, die Methode der Bezeichnungssubstitution, die Kritik am generischen Maskulinum und verschiedene Ansätze für eine geschlechtergerechte Sprache.

Was ist die primäre Forschungsfrage?

Die Arbeit untersucht, ob und wie sprachliche Reglementierungen tatsächlich eine Bewusstseinsänderung der Adressaten bewirken können und welche Rolle dabei der Sprachgebrauch gegenüber Minderheiten einnimmt.

Welche wissenschaftliche Methode wird verwendet?

Es wird eine theoretische Analyse auf Basis soziologischer und linguistischer Fachliteratur durchgeführt, um die Argumentationsstrukturen beider Bewegungen einzuordnen und zu bewerten.

Was wird im Hauptteil behandelt?

Im Hauptteil werden zunächst die Strategien der PC-Bewegung (insb. Bezeichnungssubstitution) beleuchtet und anschließend die feministische Sprachkritik mit ihren Angriffspunkten an Sprachsystem und -gebrauch sowie deren Lösungsvorschläge detailliert analysiert.

Welche Schlüsselwörter charakterisieren die Arbeit?

Die Arbeit wird durch Begriffe wie Political Correctness, feministische Sprachkritik, geschlechtergerechte Sprache, Diskriminierungsschutz und Sprachveränderung charakterisiert.

Wie unterscheidet sich die feministische Sprachkritik von der allgemeinen PC-Bewegung?

Während die PC-Bewegung sich primär auf eine allgemeine Bezeichnungssubstitution konzentriert, weitet die feministische Sprachkritik ihre Forderungen auf das gesamte Sprachsystem aus und verfügt über eine wissenschaftliche Fundierung durch die feministische Linguistik.

Was sind die drei wesentlichen Lösungsvorschläge der feministischen Sprachkritik?

Die vorgestellten Lösungsansätze sind die Beidbenennung (Splitting), das generische Femininum sowie die Neutralisation von Personenbezeichnungen.

Ende der Leseprobe aus 20 Seiten  - nach oben

Details

Titel
Beseitigung von Diskriminierung in der Sprache: Political Correctness und feministische Sprachkritik in der BRD
Hochschule
Universität Hamburg  (Institut für Germanistik I)
Veranstaltung
Sprachkritik
Note
1,0
Autor
Josip Pejic (Autor:in)
Erscheinungsjahr
2007
Seiten
20
Katalognummer
V85645
ISBN (eBook)
9783638014274
ISBN (Buch)
9783638917353
Sprache
Deutsch
Schlagworte
Beseitigung Diskriminierung Sprache Political Correctness Sprachkritik
Produktsicherheit
GRIN Publishing GmbH
Arbeit zitieren
Josip Pejic (Autor:in), 2007, Beseitigung von Diskriminierung in der Sprache: Political Correctness und feministische Sprachkritik in der BRD, München, GRIN Verlag, https://www.grin.com/document/85645
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