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Die Entstehung der Kategorien in Anlehnung an die ‚Kritik der reinen Vernunft‘ von Immanuel Kant

Title: Die Entstehung der Kategorien in Anlehnung an die ‚Kritik der reinen Vernunft‘ von Immanuel Kant

Term Paper (Advanced seminar) , 2007 , 22 Pages , Grade: 1,0

Autor:in: Michael Schmidt (Author)

Philosophy - Philosophy of the 17th and 18th Centuries
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„1. Was können wir wissen? 2. Was sollen wir tun? 3. Was dürfen wir hoffen?“
Kaum ein anderes Programm vermochte es bisher, die Gemüter so anhaltend und nachhaltig zu beschäftigen, wie das Kantische Oeuvre. In diesem Satz steckt gewissermaßen der ganze Anspruch seiner Philosophie, eine Philosophie die es sich zur Aufgabe macht, das ganze Phänomen „Mensch“ in all seinen Grundlagen und Grenzen zu fassen. Der Boden dieses gewaltigen Vorhabens bildet seine Erkenntnistheorie, welche im ersten seiner drei Hauptwerke ausgebreitet vor uns liegt, nämlich in der „Kritik der reinen Vernunft“ (im Folgenden mit K.d.r.V. abgekürzt). Einige Passagen daraus sind Ausgangspunkt und Gegenstand dieser Arbeit. Mit dem Vormarsch der Hirnphysiologie ist der Schlussstrich unter philosophische Überlegungen noch lange nicht gezogen, im Gegenteil, gerade sie gibt Anlass die Kantischen Gedanken noch einmal näher zu beleuchten. Oft stellt sich dabei heraus, dass die Richtigkeit der Annahmen Kants nun mit naturwissenschaftlichen Mitteln bewiesen werden. Aber das ist ein anderes Thema, welches in dieser Arbeit nicht näher verfolgt wird. Sie handelt vielmehr von einem Problem, das auch die Hirnphysiologie in absehbarer Zeit nicht wird lösen können. Und zwar soll auf eine Lücke im Kantischen Denken aufmerksam gemacht werden, ohne ihm vorzuwerfen, etwas übersehen zu haben. Es geht hier um ein grundsätzliches Problem, das die prinzipielle Richtigkeit seines Denkens überhaupt nicht in Frage stellt, sondern eher eine wichtige Voraussetzung betrifft, die bis heute nicht ausreichend er- bzw. geklärt ist. Wie Begriffe überhaupt, also Begriffe die einen konkreten Gegenstand bezeichnen, zustande kommen haben Peirce und nach ihm Eco auch schon gefragt, und haben durch ihre Arbeit zur Präzisierung der Kantischen Überlegungen beigetragen. Wie steht es jedoch mit den Kategorien? Wie kommen wir dazu?
Was hier nicht geschieht, ist eine Nacherzählung dessen, was in besagter Kritik steht, sondern nur soviel, wie zum Aufweis dieser Frage, die in enger Verbindung mit den Kerngedanken Kants zu stehen scheint, nötig ist. Der erste Teil dieser Arbeit enthält demnach eine Skizzierung der zentralen Gedanken der Systematik der „Kritik der reinen Vernunft“, vor allem aber der Teile bis einschließlich der „Transzendentalen Deduktion“ . „Soviel wie nötig“, nicht „soviel wie möglich“ wird die Maßgabe der Herangehensweise dieses Textes sein.

Excerpt


Inhaltsverzeichnis

1. Einleitung

2. Skizzierung der Kerngedanken der „Kritik der reinen Vernunft“ in Bezug auf die Kategorien

3. Die Kategorien als notwendige Bedingung für die Erkenntnis der Gegenstände der Erfahrung

4. Das Rätsel der Entstehung der Kategorien

Zielsetzung und thematische Schwerpunkte

Die vorliegende Arbeit untersucht die erkenntnistheoretischen Grundlagen bei Immanuel Kant, insbesondere die Rolle und Entstehung der Kategorien in der „Kritik der reinen Vernunft“. Das primäre Ziel ist es, die Lücke in Kants Argumentation hinsichtlich des Ursprungs dieser Stammbegriffe kritisch zu beleuchten und eine mögliche ergänzende biologische oder präformative Sichtweise zu diskutieren.

  • Kritische Analyse der Erkenntnistheorie Immanuel Kants.
  • Untersuchung der Funktionen von Sinnlichkeit und Verstand.
  • Diskussion der Transzendentalen Deduktion und der synthetischen Einheit der Apperzeption.
  • Reflexion über die Entstehung der Kategorien und das Konzept der Epigenesis.
  • Auseinandersetzung mit der Notwendigkeit objektiver Erkenntnisbedingungen.

Auszug aus dem Buch

4. Das Rätsel der Entstehung der Kategorien

Es liegt die Vermutung nahe, dass Kant bei der Abfassung der K.d.r.V. die Frage nach der Entstehung der Kategorien nicht sehr im Blick hatte, denn sonst hätte er sich sicherlich dezidierter dazu geäußert. Die Hinweise, wie er sich das gedacht haben mag, sind leider allzu spärlich. Allerdings muss darauf hingewiesen werden, dass Kant diese Frage auch nicht zu beantworten braucht, da sie ihn gar nicht erst interessieren muss, denn seine Fragestellung ist eine andere. Nicht die Entstehung der Kategorien ist sein Thema, sondern der Nachweis, dass sie existieren und dass wir uns ihrer bedienen müssen sofern wir es mit Erfahrung und Erkenntnissen zu tun haben. Kant fragt nicht wie Erfahrung zustande kommt, sondern was in ihr liegt. Mich interessiert die Frage nach der Entstehung der Kategorien aber dennoch sehr und versuche deshalb das Problem hier zu diskutieren. Natürlich verlasse ich hierzu das Terrain der K.d.r.V.

Man beachte bitte den Unterschied zwischen Entstehung und Ursprung. Unter Entstehung verstehe ich das ursächliche Anheben einer Sache aus verschiedenen Komponenten, wohingegen der Ursprung ein Ort sein kann, an dem etwas beginnt. Letzteres klärt Kant, indem er sagt, dass die Kategorien dem Verstande entspringen, d. h. im Verstande ihren Geburtsort haben. Die hier behandelte Frage ist aber eine andere, nämlich: wie kommt der Verstand zu den Kategorien?

Zusammenfassung der Kapitel

1. Einleitung: Diese Einleitung stellt die grundlegenden erkenntnistheoretischen Fragestellungen Kants vor und definiert den Fokus der Arbeit auf die kritische Untersuchung der Kategorienentstehung.

2. Skizzierung der Kerngedanken der „Kritik der reinen Vernunft“ in Bezug auf die Kategorien: Hier werden Kants Zielsetzungen zur Abgrenzung von Metaphysik und Erfahrung sowie die grundlegenden Unterscheidungen zwischen Sinnlichkeit, Verstand und den verschiedenen Urteilsarten erläutert.

3. Die Kategorien als notwendige Bedingung für die Erkenntnis der Gegenstände der Erfahrung: Dieses Kapitel vertieft das Verständnis der Kategorien als Ordnungsregeln, die für die synthetische Einheit der Apperzeption und damit für jede objektive Erfahrung unerlässlich sind.

4. Das Rätsel der Entstehung der Kategorien: Der Autor hinterfragt hier kritisch Kants Konzept der Epigenesis und diskutiert eine mögliche physiologische Präformation als ergänzende Erklärung für den Ursprung unseres Erkenntnisapparates.

Schlüsselwörter

Immanuel Kant, Kritik der reinen Vernunft, Erkenntnistheorie, Kategorien, Transzendentalphilosophie, Sinnlichkeit, Verstand, Apperzeption, Epigenesis, Synthesis, Erfahrung, Erkenntnis, synthetische Urteile a priori, Erkenntnisapparat, Philosophie.

Häufig gestellte Fragen

Worum geht es in dieser wissenschaftlichen Arbeit grundlegend?

Die Arbeit analysiert die erkenntnistheoretischen Grundlagen bei Immanuel Kant, insbesondere die Rolle der Kategorien in der „Kritik der reinen Vernunft“ und deren notwendige Funktion für menschliche Erfahrung.

Was sind die zentralen Themenfelder der Untersuchung?

Die zentralen Themen sind das Verhältnis von Sinnlichkeit und Verstand, die Bedeutung der synthetischen Urteile a priori und die philosophische Klärung, wie Begriffe und Kategorien zur Konstituierung von Erfahrung beitragen.

Welches primäre Ziel verfolgt die Hausarbeit?

Das Ziel ist es, auf eine offene Frage in Kants Denken aufmerksam zu machen: die Herkunft oder Entstehung der Kategorien, die über Kants eigene Darstellung der Epigenesis hinausreicht.

Welche wissenschaftliche Methode wird in dieser Arbeit verwendet?

Es handelt sich um eine systematische, philosophische Textanalyse und kritische Exegese der „Kritik der reinen Vernunft“ von Immanuel Kant unter Einbezug komplementärer theoretischer Ansätze.

Was wird im Hauptteil der Arbeit schwerpunktmäßig behandelt?

Der Hauptteil gliedert sich in die Skizzierung der Kantischen Systematik, die Deduktion der Kategorien als Bedingung für Erfahrung und die anschließende kritische Diskussion zur Entstehung dieser Kategorien.

Welche Schlüsselwörter charakterisieren diese Arbeit besonders?

Die wichtigsten Begriffe sind Erkenntnistheorie, Kategorien, Epigenesis, Transzendentalphilosophie, synthetische Einheit der Apperzeption und der Erkenntnisapparat.

Warum hinterfragt der Autor Kants Konzept der „Epigenese“?

Der Autor hinterfragt dieses Konzept, da es nach seiner Auffassung eine Art von Präformation voraussetzt, die Kant eigentlich zu vermeiden sucht, und regt eine biologisch-physiologische Perspektive als alternative Erklärung an.

Wie bewertet der Autor den Begriff des „Ich“ bei Kant?

Das „Ich“ wird als Kulminationspunkt der Vorstellung(en) bzw. als „synthetische Einheit der Apperzeption“ verstanden, welches die notwendige Bedingung für ein bewusstes Erleben darstellt.

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Details

Title
Die Entstehung der Kategorien in Anlehnung an die ‚Kritik der reinen Vernunft‘ von Immanuel Kant
College
University of Frankfurt (Main)  (Institut für Philosophie)
Grade
1,0
Author
Michael Schmidt (Author)
Publication Year
2007
Pages
22
Catalog Number
V85666
ISBN (eBook)
9783638020350
ISBN (Book)
9783638923088
Language
German
Tags
Entstehung Kategorien Anlehnung Vernunft‘ Immanuel Kant Erkenntnistheorie Schematismus Transzendental Deduktion
Product Safety
GRIN Publishing GmbH
Quote paper
Michael Schmidt (Author), 2007, Die Entstehung der Kategorien in Anlehnung an die ‚Kritik der reinen Vernunft‘ von Immanuel Kant, Munich, GRIN Verlag, https://www.grin.com/document/85666
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