1. Einleitung und Fragestellung
Innerhalb des Themenbereichs der natürlichen Grenzen der Landwirtschaft beschäftigt sich diese Hausarbeit mit der Fragestellung, wie die natürlichen Grenzen der Landwirtschaft in den verschiedenen Erdzonen in Zusammenhang mit der dortigen Bewirtschaftung durch den Menschen stehen, beziehungsweise eine entsprechende Bewirtschaftung bedingen.
Im ersten Teil der Arbeit wird zunächst erklärt, welche natürlichen Grenzen der Landwirtschaft es bezüglich Nutztierhaltung und Nutzpflanzenanbau gibt. Im zweiten Teil wird konkret betrachtet, wie sich der Mensch den jeweiligen landwirtschaftlichen Nutzungspotentialen in den verschiedenen Erdzonen annähert. Gerade in Teilen der Welt, an denen eher ungünstige Bedingungen für Landwirtschaft herrschen, ist es nötig, dass der Mensch Methoden nutzt, die durch ihre lokale Anpassung dennoch akzeptable Erträge und Nahrung schaffen.
Inhaltsverzeichnis
1. Einleitung und Fragestellung
2. Die natürlichen Grenzen der Landwirtschaft
2.1 Die natürlichen Grenzen der Landwirtschaft bezüglich Nutztierhaltung
2.2 Die natürlichen Grenzen der Landwirtschaft bezüglich Nutzpflanzen
3. Die natürlichen Grenzen der Landwirtschaft in Bezug zur landwirtschaftlichen Nutzungsform in den unterschiedlichen Erdzonen
4. Zusammenfassung der Ergebnisse
Zielsetzung und thematische Schwerpunkte
Diese Arbeit untersucht, wie natürliche Restriktionen der Landwirtschaft in verschiedenen Erdzonen die landwirtschaftlichen Bewirtschaftungsmethoden des Menschen bedingen und wie Anpassungsstrategien zum Ausgleich dieser Grenzen eingesetzt werden.
- Natürliche Limitfaktoren für Nutztierhaltung und Pflanzenbau
- Einfluss von Klima, Bodenbeschaffenheit und Relief auf die Landwirtschaft
- Anpassungsstrategien des Menschen in verschiedenen Großlandschaftszonen
- Risikominimierung durch standortgerechte Bewirtschaftungsformen
Auszug aus dem Buch
2.1 Die natürlichen Grenzen der Landwirtschaft bezüglich Nutztierhaltung
Nutztierhaltung ist prinzipiell überall da möglich, wo eine Vegetationsdecke zu finden ist. Selbst in klimatisch und edaphisch marginalen Zonen ist Viehhaltung möglich, wenn die individuellen Ansprüche der Tiere beachtet werden. Hier gibt es deutliche Unterschiede bezüglich der tierischen Trockenheitstoleranz. So brauchen Schafe oder Ziegen mindestens alle zwei Tage Wasser, während Kamele bis zu sieben Tage ohne Wasser auskommen können. Noch variabler ist der Grad der tierischen Hitze- bzw. Kältetoleranz. Man findet sowohl Tiere, die in kalten Klimazonen gehalten werden können, beispielsweise Yaks oder Llamas, als auch Tiere, die trockene Klimate bevorzugen wie etwa Wasserbüffel oder Zeburinder (SPIELMANN 1989: 81, 84). Ein weiterer begrenzender Faktor in der Nutztierhaltung sind Krankheiten und Schädlinge, die in bestimmten Gebieten bevorzugt zu finden sind. So ist in weiten Teilen Afrikas Nutztierhaltung nur schwerlich zu betreiben, weil die entsprechenden Gebiete von ihren Umweltbedingungen einen geeigneten Lebensraum für die Larven der Tsetse-Fliege bieten, und durch sie die Trypanosomiase (Nagana bei Tieren, Schlafkrankheit beim Menschen genannt) übertragen wird. Jedoch gibt es auch hier bestimmte Tierrassen, die dagegen eine Immunität entwickelt haben, sich also insofern an die dortigen Lebensbedingungen angepasst haben (SPIELMANN 1989: 86).
Zusammenfassung der Kapitel
1. Einleitung und Fragestellung: Das Kapitel führt in die Thematik ein und formuliert die Forschungsfrage hinsichtlich der Beeinflussung menschlicher Bewirtschaftung durch natürliche Grenzen.
2. Die natürlichen Grenzen der Landwirtschaft: Hier werden die biologischen und klimatischen Limitfaktoren für die Nutztierhaltung sowie den Anbau von Nutzpflanzen systematisch analysiert.
3. Die natürlichen Grenzen der Landwirtschaft in Bezug zur landwirtschaftlichen Nutzungsform in den unterschiedlichen Erdzonen: Dieses Kapitel betrachtet spezifische Anpassungsstrategien der Landwirtschaft in verschiedenen Klimazonen, von den mittleren Breiten bis zu den Tropen und Trockengebieten.
4. Zusammenfassung der Ergebnisse: Das abschließende Kapitel resümiert, dass der Mensch durch Anpassungsfähigkeit nahezu jeden Naturraum landwirtschaftlich nutzbar machen kann.
Schlüsselwörter
Landwirtschaft, natürliche Grenzen, Nutztierhaltung, Nutzpflanzen, Erdzonen, Bewirtschaftungsform, Klimazonen, Risikominimierung, Standortanpassung, Agrargeographie, Trockengrenzen, Wärmemangelgrenzen, Anpassungsfähigkeit.
Häufig gestellte Fragen
Worum geht es in dieser Arbeit grundsätzlich?
Die Arbeit untersucht den Zusammenhang zwischen natürlichen Rahmenbedingungen der Landwirtschaft und der Art und Weise, wie der Mensch diese Räume landwirtschaftlich nutzt.
Was sind die zentralen Themenfelder?
Zentrale Themen sind die natürlichen Limitfaktoren wie Klima, Boden und Wasser sowie die darauf folgenden Anpassungsstrategien in unterschiedlichen Großlandschaftszonen der Erde.
Was ist das primäre Ziel der Arbeit?
Das Ziel ist es aufzuzeigen, wie natürliche Grenzen wie Wasser- oder Wärmemangel die Bewirtschaftungsformen determinieren und durch menschliche Methoden kompensiert werden.
Welche wissenschaftliche Methode wird verwendet?
Es handelt sich um eine fachwissenschaftliche Literaturanalyse der agrar- und wirtschaftsgeographischen Grundlagen.
Was wird im Hauptteil der Arbeit behandelt?
Der Hauptteil gliedert sich in die Darstellung der natürlichen Limitfaktoren für Tiere und Pflanzen sowie eine zonale Analyse der Anpassungsmethoden in verschiedenen Weltregionen.
Welche Schlüsselwörter charakterisieren die Arbeit?
Die Arbeit lässt sich durch Begriffe wie Agrargeographie, Standortanpassung, Klimazonen und Bewirtschaftungsformen definieren.
Wie gehen Landwirte in Trockengebieten mit Wassermangel um?
In Trockengebieten wird oft auf eine extensive Weidewirtschaft gesetzt, die durch weitreichenden Standortwechsel der Herden an die unkalkulierbaren Niederschläge angepasst ist.
Warum ist die Nutztierhaltung in manchen Teilen Afrikas erschwert?
Die Verbreitung der Tsetse-Fliege, welche die Trypanosomiase überträgt, stellt dort eine erhebliche natürliche Grenze für die Viehhaltung dar.
Was unterscheidet Polargrenzen von Höhengrenzen?
Während Polargrenzen großflächig durch ein allgemeines Wärmedefizit bedingt sind, wirken Höhengrenzen nur fragmentarisch und kleinräumlich durch Faktoren wie Hangneigung oder Exposition.
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- Ramon Hendriks (Author), 2006, Wie beeinflussen die natürlichen Grenzen der Landwirtschaft in den unterschiedlichen Erdzonen die Bewirtschaftungsform durch den Menschen?, Munich, GRIN Verlag, https://www.grin.com/document/85667