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Geschwisterbeziehungen in Märchen

Formen und Darstellungsweisen

Title: Geschwisterbeziehungen in Märchen

Bachelor Thesis , 2006 , 63 Pages , Grade: 2,0

Autor:in: Ulrike Kögel (Author)

German Studies - Genres
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Märchen sind eine besondere Literaturform, die einen hohen Bekanntheitsgrad bei Kindern und Erwachsenen haben. Es sind fantasievolle Erzählungen und beinhalten Erkenntnisse und Wahrheiten des Lebens. Sie leugnen nicht dessen Schwierigkeiten, zeigen aber Wege aus der Gefahr und Möglichkeiten zum Gelingen des Lebens. Die Geschichten sind einfach geschrieben, besitzen aber eine tiefgründige Thematik.

Die vorliegende Arbeit beschäftigt sich mit „Geschwisterbeziehungen in Märchen“ und versucht der Frage nachzugehen, warum die Märchenerzähler die Geschwister als festes Figurenensemble benötigen. Es wurden neun Erzählungen der Gebrüder Grimm ausgewählt, um verschiedene Formen und Darstellungsweisen einer Geschwisterbeziehung zu verdeutlichen. Ein Hauptmotiv der Auswahl ist dabei pädagogischer Art: Mit den hier interpretierten Erzählungen soll der Leser dieser Arbeit einen Einblick in die Geschwisterthematik erhalten.

Excerpt


Inhaltsverzeichnis

1. Einleitung

2. Die Brüder Grimm

3. Märchen

3.1 Allgemein

3.2 Überlieferung

3.3 Merkmale

3.4. Familie im Märchen

4. Die Geschwisterbeziehung

4.1 Der Begriff „Geschwisterbeziehung“

4.2 Einflussfaktoren

5. Geschwisterbeziehungen in Märchen

5.1 Formen

5.1.1 Nähe und Distanz bei Geschwistern

5.1.1.1 Beziehungsmuster

5.1.1.2 Identifikationsmuster

5.2 Darstellungsweisen

5.2.1 Gute Geschwisterbeziehungen

5.2.1.1 Brüderchen und Schwesterchen

5.2.1.2 Schneeweißchen und Rosenrot

5.2.1.3 Hänsel und Gretel

5.2.1.4 Die zwölf Brüder

5.2.1.5 Fundevogel

5.2.2 Schlechte Geschwisterbeziehungen

5.2.2.1 Aschenputtel

5.2.2.2 Frau Holle

5.2.2.3 Die drei Federn

5.2.2.4 Einäuglein, Zweiäuglein und Dreiäuglein

6. Bedeutung und Besonderheiten von Geschwistern

6.1. Bedeutung

6.2 Besonderheiten

7. Einfluss auf Leser und Zuhörer

8. Schlussbemerkung

Zielsetzung & Themen

Die vorliegende Arbeit untersucht die Geschwisterbeziehungen in ausgewählten Märchen der Gebrüder Grimm, um zu verstehen, warum dieses Figurenensemble in den Erzählungen von zentraler Bedeutung ist und welche unterschiedlichen Formen und Darstellungsweisen diese Bindungen annehmen.

  • Analyse verschiedener Geschwisterkonstellationen in Grimms Märchen
  • Unterscheidung zwischen positiven und negativen Beziehungsmustern
  • Psychologische Bedeutung der Geschwisterbindung als Identitätsstifter
  • Rolle der Geschwister bei der Bewältigung familiärer Konflikte und Krisen
  • Einfluss der elterlichen Erziehung auf das Verhältnis der Geschwister zueinander

Auszug aus dem Buch

Die Geschwister:

In dem Märchen „Brüderchen und Schwesterchen“ kommen zwei Geschwister vor, die eine innige Beziehung zueinander haben. Beide wachsen mit einer Stiefschwester im Hause der Stiefmutter auf. Die leibliche Mutter ist verstorben und der Vater der Kinder wird im Märchen nicht erwähnt, weshalb die Stiefmutter die drei Kinder alleine aufziehen muss. Die Stiefmutter behandelt Brüderchen und Schwesterchen sehr schlecht, da sie nicht ihre leiblichen Kinder sind. Die Geschwister erhalten weder Liebe noch Geborgenheit seit ihre leibliche Mutter tot ist. In den Jahren des Zusammenlebens mit der Stiefmutter erfahren sie Zurückweisung, Beschimpfungen, Schläge, Verbote und Hunger. Ihr gemeinsames Schicksal, d.h. Verlust der Eltern, Missachtung durch die Stiefmutter und ihre Blutsverwandtheit stärken die Bindung zueinander. Die besondere Liebe der beiden wird somit zum zentralen Punkt des Märchens.

Beide sind traurig, fühlen sich verlassen, leiden und sehnen sich nach Liebe und Geborgenheit. Durch ihre vereinte Treue und ihrer Liebe zueinander erlangen sie Schutz, Geborgenheit, Zuneigung und Wertschätzung. Sie schenken sich Trost, Aufmerksamkeit, Annahme, Verstehen und Verständnis trotz aller Unterschiede. Es schmiedet zusammen auf immer und ewig, was auch kommen mag. Die negativen Erfahrungen ihrer gemeinsamen Kindheit sind der Grund der besonderen Geschwisterbeziehung, die nie mit irgendeinem anderen teilbar ist, auch nicht mit dem besten Mann oder der besten Frau.

Zusammenfassung der Kapitel

1. Einleitung: Die Einleitung stellt die Bedeutung von Märchen als literarische Form heraus und führt in die Fragestellung zur Rolle von Geschwistern als festes Figurenensemble bei den Gebrüdern Grimm ein.

2. Die Brüder Grimm: Dieses Kapitel bietet einen biografischen Überblick über Jacob und Wilhelm Grimm und erläutert ihre Intention beim Sammeln und Aufbereiten der Kinder- und Hausmärchen.

3. Märchen: Es werden die Gattungsmerkmale des Märchens, der Prozess der Überlieferung und die typische Darstellung familiärer Strukturen innerhalb der Geschichten beleuchtet.

4. Die Geschwisterbeziehung: Dieser Teil definiert den Begriff der Geschwisterbeziehung aus psychologischer Sicht und identifiziert wesentliche Faktoren, die diese Bindung beeinflussen.

5. Geschwisterbeziehungen in Märchen: Der Hauptteil analysiert detailliert positive und negative Beziehungsmuster, Identifikationsmodelle sowie die spezifische Funktion der Geschwister in neun ausgewählten Märchen.

6. Bedeutung und Besonderheiten von Geschwistern: Hier werden die verschiedenen Rollen von Geschwistern, wie etwa als Vorbilder, Verbündete oder Objekte von Feindseligkeit, systematisch zusammengefasst.

7. Einfluss auf Leser und Zuhörer: Das Kapitel reflektiert, wie die Darstellung von Geschwisterkonflikten und deren glückliche Auflösung auf die moralische und psychologische Entwicklung von Lesern und Zuhörern wirkt.

8. Schlussbemerkung: Die Arbeit schließt mit einer Synthese der Ergebnisse, die unterstreicht, dass positive Geschwisterrollen als Fundament für ein gelungenes Leben und als Hoffnungsträger fungieren.

Schlüsselwörter

Geschwisterbeziehung, Brüder Grimm, Märchen, Rivalität, Identifikation, Geschwisterliebe, Stiefmutter, Familienstruktur, Psychologie, Märchenanalyse, Erlösung, Harmonie, Kindheit, Rollenbilder, Zusammenhalt.

Häufig gestellte Fragen

Worum geht es in dieser Bachelor-Arbeit primär?

Die Arbeit untersucht die psychologische und erzählerische Bedeutung von Geschwisterbeziehungen in den Märchen der Gebrüder Grimm.

Welche zentralen Themenfelder werden bearbeitet?

Zu den Schwerpunkten gehören die Analyse von Geschwisterkonflikten, das Zusammenwirken als Verbündete gegen äußere Widrigkeiten und die Auswirkungen der Erziehung durch Eltern oder Stiefeltern.

Was ist das primäre Ziel oder die Forschungsfrage?

Die Autorin geht der Frage nach, warum die Märchenerzähler Geschwister als festes Figurenensemble benötigen und wie sich unterschiedliche Formen dieser Beziehung in den Erzählungen darstellen.

Welche wissenschaftliche Methode wird verwendet?

Es handelt sich um eine literaturwissenschaftliche Analyse, die durch tiefenpsychologische Aspekte ergänzt wird, um die Verhaltensweisen der Märchenfiguren zu deuten.

Was wird im Hauptteil der Arbeit behandelt?

Der Hauptteil gliedert sich in die Analyse von positiven Geschwisterbeziehungen (z.B. Hänsel und Gretel) und negativen bzw. von Rivalität geprägten Beziehungen (z.B. Aschenputtel, Frau Holle).

Welche Schlüsselbegriffe charakterisieren die Arbeit?

Zentrale Begriffe sind Geschwisterliebe, Rivalität, Identifikation, familiäre Konflikte und die moralische sowie psychologische Funktion des „guten Endes“ im Märchen.

Warum ist das "Hänsel-und-Gretel-Phänomen" für die Arbeit wichtig?

Es beschreibt eine Form der intensiven Geschwisterliebe, die sich ausschließlich unter den Bedingungen einer defizitären Eltern-Kind-Beziehung entwickelt und die Kinder stark aneinander bindet.

Wie unterscheidet sich die Rolle der Geschwister in "Frau Holle" von der in "Fundevogel"?

Während "Frau Holle" eine klassische Antithese von Gut und Böse bei Stiefschwestern aufzeigt, dient "Fundevogel" als Beispiel für eine harmonische, auf Vertrauen basierende Beziehung trotz Stiefgeschwister-Konstellation.

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Details

Title
Geschwisterbeziehungen in Märchen
Subtitle
Formen und Darstellungsweisen
College
University of Vechta
Grade
2,0
Author
Ulrike Kögel (Author)
Publication Year
2006
Pages
63
Catalog Number
V85707
ISBN (eBook)
9783638896610
ISBN (Book)
9783638896641
Language
German
Tags
Geschwisterbeziehungen Märchen
Product Safety
GRIN Publishing GmbH
Quote paper
Ulrike Kögel (Author), 2006, Geschwisterbeziehungen in Märchen, Munich, GRIN Verlag, https://www.grin.com/document/85707
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