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Eine konstruktivistische Bestandsaufnahme und Analyse über die Beendigung des Ost-West-Konflikts

Title: Eine konstruktivistische Bestandsaufnahme und Analyse über die Beendigung des Ost-West-Konflikts

Term Paper , 2007 , 22 Pages , Grade: 1,7

Autor:in: Marvin Just (Author)

Politics - General and Theories of International Politics
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1. Einleitung
Die politikwissenschaftliche Konstruktivismustheorie geht dabei auf eine Ableitung soziologischer und kulturwissenschaftlicher Aspekte zurück, die ihren Ursprung Ende der 60er Jahre des 20.Jahrhunderts hat. Erste theoretische Relevanz dieses neugeprägten Ansatzes erlangte dabei der Aufsatz von Harald Müller in der Zeitschrift für Internationale Beziehungen (ZIB) von 1994. Der Ansatz förderte neugeschaffene Denkweisen im Hinblick auf das Verhältnis sozialer Handlungen und Strukturen unter intensivierter Berücksichtigung von Ideen und Interessen sowie der Einbeziehung kultureller Gesichtspunkte in Form von normativen Festlegungen. Mit dieser Arbeit soll versucht werden, diese Theorieentwicklung in Anwendung auf einen realhistorischen Kontext, den Ost-West-Konflikt zu beziehen. Mit dieser Hausarbeit soll versucht werden, anhand der theoretischen Überlegungen konstruktivistischer Perspektiven, eine Erklärung für das Ende des Ost-West-Konflikts mit epistemologischen Aussagen zu ermöglichen. Weitere Überlegungen gelten der problematischen Reflexion und dem künftigen Stellenwert konstruktivistischer Konzepte mit dem Versuch der Skizzierung von relevanten internationalen Betrachtungen.







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Inhaltsverzeichnis

1. Einleitung

2. Theoretische Sichtweise des Konstruktivismus

2.1 Entwicklungstheoretischer Ursprung – Theorie des kommunikativen Handelns

2.2 Substanzielle Idee des Konstruktivismus und zentrale Aussagen

2.3 Die Gesamtheit der konstruktivistischen Analysen

2.3.1 Der Staatskonstruktivismus

2.3.2 Der Sozialkonstruktivismus

2.3.3 reflexiver Konstruktivismus

3. Konstruktivistische Analyse des Ost-West-Konflikts

3.1 historischer Abriss des Ost-West-Konflikts

3.2 konstruktivistische Betrachtung des Ost-West-Konflikts

3.2.1 Die Feinbilddarstellung und deren Wandel in der Bundesrepublik Deutschland

3.2.2 Die Feindbilddarstellung und deren Wandel in den Vereinigten Staaten von Amerika

3.3 Perspektiven nach der Beendigung des Ost-West-Konflikts

4. Konfrontationslinien, Probleme und Zukunftsaussichten der konstruktivistischen Perspektive

4.1 Abgrenzung zu den Großtheorien in den internationalen Beziehungen

4.2 Probleme des konstruktivistischen Konzepts

4.3 Zukünftige Sichtweise – Bestand oder Untergang des konstruktivistischen Ansatzes durch fehlende Übereinkunft bei der Benennung des Integrationsbegriffes?

5. Fazit

Zielsetzung und thematische Schwerpunkte

Das Hauptziel dieser Arbeit besteht darin, das Ende des Ost-West-Konflikts mithilfe der konstruktivistischen Perspektive in den Internationalen Beziehungen zu analysieren, um ein tieferes Verständnis für die Rolle von Ideen, Identitäten und Feindbildern in diesem historischen Transformationsprozess zu gewinnen.

  • Theoretische Fundierung des Konstruktivismus und seine Abgrenzung zu utilitaristischen Theorien.
  • Untersuchung des Wandels von Feindbildern in der Bundesrepublik Deutschland und den USA.
  • Vergleichende Analyse der konstruktivistischen Erklärungskraft gegenüber realistischen Großtheorien.
  • Kritische Reflexion der Probleme und Zukunftsaussichten konstruktivistischer Ansätze in der Politikwissenschaft.

Auszug aus dem Buch

3.2 konstruktivistische Betrachtung des Ost-West-Konflikts

Die tief greifende Revolution in der Sowjetunion gegen Ende der 80er Jahre war maßgeblicher Ausgangspunkt für den Untergang der östlichen Staatengemeinschaft 20. Der Amtsantritt Gorbatschows ist als Ausgangspunkt für eine neu geschaffene Reform und der gleichzeitigen Beendigung des Rüstungswettlaufs und der Machtexpansion zu sehen. Dieser Wandel war in den Bruderstaaten der Sowjetunion durch die Abschwörung des Hegemonialstrebens und den „Breschnew-Doktrin“ gekennzeichnet. Das Ende des Ost-West-Konflikts wurde einläutetet.21 Die Reformpolitik Gorbatschows wurde dabei zunächst kritisch und zögerlich betrachtet, die eine Erklärung mit utilitaristischem Hintergrund nicht ermöglichte. Die Analyse bedient sich dabei sozialpsychologischen Ansätzen und Prinzipien der kognitiven Psychologie, da der außenpolitische Einstellungswandel keine Darstellung der internationalen Veränderungen aufzeigen kann.

Das methodische Konzept des Konstruktivismus beruft sich auf die untrennbare Verbindung von außenpolitischer Handlungs- und Bevölkerungsansicht. Folglich ist die erklärende Variable die Positionsverschiebung, die sich in unterschiedlichen Auffassungen zum Einstellungswandel zwischen USA und der BRD darstellte. Die Begriffsbestimmungen „Ostblock“ und „Antikommunismus“ sind dabei als Ausgangspunkt für das außenpolitische Verhalten von entscheidender Relevanz. Feindbilder sind demzufolge ebenfalls Begriffsbestimmungen; diese verkörpern ihrer Intension nach einen negativen Wert der sozialen Tragweite, Reproduzierbarkeit und Interpretation des Begriffs. Feindbilder entstehen demzufolge aus sozialen Interaktionen heraus und können als dichotomische Wahrnehmungsmuster fungieren, die Aussagen über andere soziale Konstrukte verarbeiten und interpretieren.

Zusammenfassung der Kapitel

1. Einleitung: Die Einleitung verortet die Arbeit im Bereich der internationalen Beziehungen und begründet die Relevanz einer konstruktivistischen Analyse für das Verständnis komplexer weltpolitischer Prozesse.

2. Theoretische Sichtweise des Konstruktivismus: Dieses Kapitel erläutert den konstruktivistischen Ansatz unter Bezugnahme auf Habermas und Müller und stellt dessen zentrale Thesen sowie verschiedene Varianten wie den Staats- und Sozialkonstruktivismus vor.

3. Konstruktivistische Analyse des Ost-West-Konflikts: Hier erfolgt eine historische Einordnung des Konflikts und eine detaillierte Untersuchung der konstruktivistischen Faktoren, insbesondere des Wandels von Feindbildern in der BRD und den USA.

4. Konfrontationslinien, Probleme und Zukunftsaussichten der konstruktivistischen Perspektive: Das Kapitel grenzt den Konstruktivismus von klassischen Großtheorien wie dem Realismus ab und diskutiert kritisch die konzeptionellen Schwächen sowie zukünftige Herausforderungen.

5. Fazit: Das Fazit fasst die Ergebnisse zusammen und bewertet die Erklärungsleistung des Konstruktivismus bezüglich des Endes des Ost-West-Konflikts sowie dessen generelle Grenzen in der Politikprognose.

Schlüsselwörter

Konstruktivismus, Ost-West-Konflikt, Internationale Beziehungen, Feindbilder, Identität, Gorbatschow, Glasnost, Perestroika, Antikommunismus, Außenpolitik, Sozialkonstruktivismus, Systemtransformation, internationale Strukturen, Diskurs.

Häufig gestellte Fragen

Worum geht es in dieser Arbeit grundsätzlich?

Die Arbeit untersucht das Ende des Ost-West-Konflikts und nutzt dafür den theoretischen Rahmen des Konstruktivismus, um politische Veränderungen über die rein materielle Analyse hinaus zu erklären.

Was sind die zentralen Themenfelder?

Die zentralen Felder umfassen die konstruktivistische Theoriebildung, die Rolle von Feindbildern im internationalen System sowie die Transformation der sowjetischen Außenpolitik unter Gorbatschow.

Was ist das primäre Ziel der Untersuchung?

Das Ziel ist es, zu zeigen, wie sich durch den Wandel von Ideen und sozialen Wahrnehmungen – insbesondere den Feindbildern – das Ende des Ost-West-Konflikts erklären lässt, was mit klassischen, rationalistischen Theorien nur schwer möglich ist.

Welche wissenschaftliche Methode wird verwendet?

Es handelt sich um eine theoriegeleitete, analytische Untersuchung, die qualitativ-historische Daten und Umfrageergebnisse zur Bedrohungswahrnehmung in den USA und der BRD heranzieht.

Was wird im Hauptteil behandelt?

Der Hauptteil gliedert sich in die theoretischen Grundlagen des Konstruktivismus, die historische Analyse des Ost-West-Konflikts sowie die Untersuchung des spezifischen Feindbildwandels zwischen 1985 und 1991.

Welche Schlüsselwörter charakterisieren die Arbeit?

Die Arbeit wird durch Begriffe wie Konstruktivismus, Ost-West-Konflikt, Feindbilder, internationale Beziehungen, Gorbatschow und systemische Transformation charakterisiert.

Wie bewertet der Autor den Beitrag Gorbatschows?

Der Autor sieht in Gorbatschows Reformpolitik (Glasnost und Perestroika) den entscheidenden Ausgangspunkt für den Wandel, da diese ein neues politisches Verständnis und Transparenz innerhalb der Sowjetunion förderte.

Warum stößt der Konstruktivismus laut Fazit an seine Grenzen?

Der Autor kritisiert, dass der Konstruktivismus zwar den Wandel nachträglich erklären kann, jedoch aufgrund seiner Abhängigkeit von subjektiven, menschlichen Charakteristika kaum in der Lage ist, reale politische Entwicklungen verlässlich vorherzusagen.

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Details

Title
Eine konstruktivistische Bestandsaufnahme und Analyse über die Beendigung des Ost-West-Konflikts
College
Martin Luther University  (Institut für Politikwissenschaft)
Course
Einführung in die internationalen Beziehungen
Grade
1,7
Author
Marvin Just (Author)
Publication Year
2007
Pages
22
Catalog Number
V85789
ISBN (eBook)
9783638008211
Language
German
Tags
Eine Bestandsaufnahme Analyse Beendigung Ost-West-Konflikts Einführung Beziehungen
Product Safety
GRIN Publishing GmbH
Quote paper
Marvin Just (Author), 2007, Eine konstruktivistische Bestandsaufnahme und Analyse über die Beendigung des Ost-West-Konflikts , Munich, GRIN Verlag, https://www.grin.com/document/85789
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