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Grundlagen des selbstgesteuerten Lernens mit Schwerpunkt Mnemotechniken

Selbstgesteuertes Lernen, Mnemotechniken, Loci-Methode

Title: Grundlagen des selbstgesteuerten Lernens mit Schwerpunkt Mnemotechniken

Intermediate Examination Paper , 2007 , 27 Pages , Grade: 2,0

Autor:in: Michael Dathe (Author)

Psychology - Intelligence and Learning Psychology
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Summary Excerpt Details

In didaktischen Theorien tauchen in den letzten Jahren immer häufiger Begriffe auf wie problemlösendes Lernen, Projektunterricht, etc.. Hier ist der Schüler aktiv beteiligt und hat eine gewisse Eigenverantwortung. Er muss lernen selbst Informationen zu beschaffen und die Fähigkeit besitzen, Problemstellungen lösen zu können. Nur mit diesen Eigenschaften ist es heutzutage möglich auf dem aktuellen Stand zu bleiben.
Ein weiterer wichtiger Punkt ist, dass sich das Arbeitsleben verändert hat. Wo vor fünfzig Jahren in vielen Bereichen die Fliessbandarbeit verbreitet war, stehen heute Maschinen. Die Arbeitsplätze die zur Verfügung stehen, lassen sich daher meist nicht mehr durch Maschinen ersetzen, da sie vielseitiger sind als 3 bis 4 verschiedene Handbewegungen. Zu diesen Aufgaben gehört eine aktive Beteiligung der arbeitenden Person, die oft mit neuen Dingen konfrontiert wird. Sie braucht demzufolge Eigenschaften des selbstständigen Problemlösens und der Informationsbeschaffung. Allgemeiner spricht man von Fertigkeiten, die es gestatten sich unter den Bedingungen der Informationsgesellschaft als autonomes und kommunikationsfähiges Individuum zu verwirklichen.

Die Fähigkeit zur Veränderung ist nach Carl Rogers das alleinige sinnvolle Ziel der Erziehung. Kinder müssen auf diesem Weg immer wieder unterstützt werden. Ihnen müssen Möglichkeiten, Wege und Ziele gezeigt werden, bis der Erziehungsprozess in eine gewisse Eigenverantwortung übergeht. Die zwei wichtigen Punkte diesbezüglich sind erstens die Vermittlung von Fähigkeiten, Fertigkeiten und Faktenwissen und zweitens die Techniken und Methoden, die zum selbsterzieherischen Handeln und selbstständigem Lernen befähigen. Durch Selbststeuerung im Lernen werden hohe Differenzierungsanforderungen der Schüler und Schülerinnen gerecht. Wichtige Punkte für die selbstbestimmte Gestaltung von Lerninhalten, Lernzielen und Lernmethoden sind hier der Umgang mit der Zeit, die Verbesserung der Konzentrationsfähigkeit oder die bewusste Selbstbewertung.

In dieser Arbeit will ich mich mit den psychologischen Grundlagen des selbstgesteuerten Lernens befassen. Worum geht es dabei und wie kann es gefördert werden.
Des Weiteren gehe ich auf die spezielle Lerntheorie verschiedener Mnemotechniken ein. Diese kommen im Schulalltag meist sehr kurz oder gar nicht vor, obwohl sie einfach umzusetzen sind und jedem Schüler eine erhebliche Erleichterung bieten können.

Excerpt


Inhaltsverzeichnis

1. Einleitung

2. Hauptteil

2. 1. Theoretische Grundlagen

2. 2. Selbstgesteuertes Lernen

2. 3. Der erfolgreiche Lerner

3. Die Mnemotechnik

3. 1. Einführung Mnemotechnik

3. 2. Mnemotechniken

3. 2. 1. Assoziationstechnik

3. 2. 2. Die Loci-Methode

3. 2. 3. Das Zahl-Reim-System

3. 2. 4. Zahl-Form-System

3. 2. 5. Zahl-Wort-System

3.3. Praktische Anwendung der Loci-Methode

Zielsetzung & Themen

Die Arbeit verfolgt das Ziel, psychologische Grundlagen des selbstgesteuerten Lernens zu beleuchten und Strategien zu ihrer Förderung aufzuzeigen, wobei ein besonderer Fokus auf die praktische Anwendung von Mnemotechniken zur Erleichterung des schulischen Lernalltags gelegt wird.

  • Grundlagen und Definitionen des selbstgesteuerten Lernens
  • Komponenten des erfolgreichen Lernens (Wissen, Metakognition, Motivation)
  • Differenzierung von Lernstrategien in Primär- und Stützstrategien
  • Theorie und historische Herleitung verschiedener Mnemotechniken
  • Praktische Umsetzung von Gedächtnistechniken (Loci-Methode, Zahlensysteme)

Auszug aus dem Buch

3. 2. 1. Assoziationstechnik

Die Assoziationstechnik ist eine Grundlage für die Gedächtniskunst und findet in jeder Technik seinen Platz. Man braucht die Fähigkeit Assoziationen zu bilden und bildhafte Vorstellungen zu entwickeln. Die meisten Menschen unterschätzen ihre Fähigkeiten diesbezüglich und sind von Natur aus schon in der Lage. Es unterscheidet sich nur die Qualität, doch lässt diese sich auch trainieren. Die Assoziationstechnik wird für ein leichteres Aufnehmen von Zahlen und Gegenständen im Bereich der Mnemotechnik sehr stark eingesetzt.

Ein Zweibein saß auf einem Dreibein und aß ein Einbein.

Da kam ein Vierbein und stahl dem Zweibein das Einbein.

Daraufhin nahm das Zweibein das Dreibein und warf es nach dem Vierbein.

Wenn man diesen Text das erste Mal liest, wirkt er sehr unverständlich. Stellt man sich aber vor, dass das Zweibein ein Mensch ist, das Dreibein ein Stuhl, das Vierbein ein Hund und das Einbein eine Hähnchenkeule, lässt sich die Geschichte leichter nachvollziehen und speichern. Das innere Auge kann sich den Prozess besser vorstellen.

Ein Mensch saß auf einem Hocker und aß seine Hähnchenkeule Da kam ein Hund und stahl dem Mensch das Hähnchenkeule. Daraufhin nahm der Mensch den Stuhl und warf ihn nach dem Hund.

Was geschah? Die Geschichte hat nun einen Sinn, da den abstrakten Begriffen Bilder zugeordnet worden sind. Diese Bilder wurden mit den abstrakten Begriffen verknüpft. Der Lerneffekt ist deutlich feststellbar, da man die Geschichte nun ohne Probleme wiederholen kann.

Zusammenfassung der Kapitel

1. Einleitung: Beschreibt die Notwendigkeit des lebenslangen Lernens in einer sich wandelnden Informationsgesellschaft und führt in die Thematik des selbstgesteuerten Lernens ein.

2. Hauptteil: Erläutert psychologische Lerntheorien, die Abgrenzung von selbstgesteuertem zu fremdgesteuertem Lernen und analysiert Komponenten erfolgreichen Lernens.

3. Die Mnemotechnik: Führt in die Gedächtniskunst ein und stellt verschiedene Techniken zur Optimierung der Merkfähigkeit, wie Loci- oder Zahlensysteme, vor.

3. 1. Einführung Mnemotechnik: Betrachtet die geschichtlichen Hintergründe und das grundlegende Prinzip der assoziativen Verknüpfung von Informationen im Gedächtnis.

3. 2. Mnemotechniken: Detaillierte Darstellung verschiedener methodischer Ansätze zur Steigerung der Gedächtnisleistung.

3. 2. 1. Assoziationstechnik: Beschreibt die Methode, abstrakte Begriffe durch bildhafte Verknüpfungen leichter speicherbar zu machen.

3. 2. 2. Die Loci-Methode: Erklärt die Technik, Informationen an vertrauten Orten in einer festen Struktur abzulegen, um den Abruf zu erleichtern.

3. 2. 3. Das Zahl-Reim-System: Stellt eine Methode vor, bei der Zahlen durch Reimwörter bildhaft repräsentiert werden.

3. 2. 4. Zahl-Form-System: Zeigt auf, wie die visuelle Form von Zahlen als Gedächtnisstütze für assoziative Inhalte genutzt werden kann.

3. 2. 5. Zahl-Wort-System: Beschreibt ein komplexeres Verfahren, bei dem Zahlen durch konsonantische Laute in Merkwörter umgewandelt werden.

3.3. Praktische Anwendung der Loci-Methode: Reflektiert den Selbstversuch des Autors bei der Verwendung der Loci-Methode zum Vokabellernen.

Schlüsselwörter

Selbstgesteuertes Lernen, Mnemotechnik, Loci-Methode, Lernstrategien, Gedächtnis, Assoziation, Wissenserwerb, Metakognition, Motivation, Konzentration, Primärstrategien, Stützstrategien, Informationsgesellschaft, Lernkompetenz, Wissensvernetzung.

Häufig gestellte Fragen

Worum geht es in dieser Arbeit grundsätzlich?

Die Arbeit behandelt die psychologischen Grundlagen des selbstgesteuerten Lernens und untersucht, wie Schüler durch den Einsatz von Mnemotechniken ihre Lernprozesse effektiver gestalten können.

Was sind die zentralen Themenfelder?

Die zentralen Felder umfassen die Lerntheorie, die kognitiven und motivationalen Komponenten des Lernens sowie eine detaillierte Einführung in diverse Gedächtnistechniken.

Was ist das primäre Ziel der Arbeit?

Ziel ist es, Möglichkeiten aufzuzeigen, wie Lernende durch eigenverantwortliche Gestaltung ihrer Lernstrategien und den gezielten Einsatz von Merkhilfen bessere Lernerfolge erzielen können.

Welche wissenschaftlichen Methoden werden verwendet?

Die Arbeit basiert auf einer theoretischen Literaturanalyse sowie einem praktischen Selbstversuch zur Anwendung der Loci-Methode.

Was wird im Hauptteil behandelt?

Der Hauptteil gliedert sich in theoretische Fundamente des Lernens, die Faktoren der Selbststeuerung und die praktische Anwendung sowie Theorie verschiedener Mnemotechniken.

Welche Schlüsselwörter charakterisieren die Arbeit?

Zu den wichtigsten Begriffen zählen Selbstgesteuertes Lernen, Loci-Methode, Lernstrategien, Wissensvernetzung und kognitive Strukturen.

Wie unterscheidet sich die Assoziationstechnik von der Loci-Methode?

Während die Assoziationstechnik generell die Verknüpfung von Begriffen durch Bilder beschreibt, nutzt die Loci-Methode zusätzlich eine feste, räumliche Struktur zur geordneten Ablage dieser Informationen.

Warum betont der Autor die Bedeutung von "Sex and Crime" bei den Grundregeln der Mnemotechnik?

Der Autor führt dies als Beispiel für die Regel an, dass assoziative Verknüpfungen ausgefallen und phantasievoll sein sollten, um besser im Gedächtnis zu haften.

Welches Fazit zieht der Autor aus seinem eigenen Test der Loci-Methode?

Der Autor zieht eine positive Bilanz, da die Technik ihm half, Vokabeln nicht nur auswendig zu lernen, sondern auch besser mit vorhandenem Wissen zu vernetzen.

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Details

Title
Grundlagen des selbstgesteuerten Lernens mit Schwerpunkt Mnemotechniken
Subtitle
Selbstgesteuertes Lernen, Mnemotechniken, Loci-Methode
College
University of Potsdam  (Institut für Psychologie)
Course
Selbstgesteuertes Lernen
Grade
2,0
Author
Michael Dathe (Author)
Publication Year
2007
Pages
27
Catalog Number
V85792
ISBN (eBook)
9783638008341
ISBN (Book)
9783638914215
Language
German
Tags
Grundlagen Lernens Schwerpunkt Mnemotechniken Selbstgesteuertes Lernen Selbstgesteuertes Lernen Psychologie Erziehungswissenschaft Lehramt Hausarbeit Essay wissenschaftliche Arbeit
Product Safety
GRIN Publishing GmbH
Quote paper
Michael Dathe (Author), 2007, Grundlagen des selbstgesteuerten Lernens mit Schwerpunkt Mnemotechniken, Munich, GRIN Verlag, https://www.grin.com/document/85792
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