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Der Hintergrund volkswirtschaftlicher Steuerungsinstrumente: Schulkritische Theorie und historische Schulkritik

Title: Der Hintergrund volkswirtschaftlicher Steuerungsinstrumente: Schulkritische Theorie und historische Schulkritik

Seminar Paper , 2006 , 30 Pages , Grade: 2,5

Autor:in: S. Wurm (Author), T. Bürgstein (Author), M. Rohm (Author)

Pedagogy - School System, Educational and School Politics
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Summary Excerpt Details

Mit dieser Ausarbeitung wollen die Autoren einen breiten Bogen über das Gestal-tungsspektrum des Bildungswesens spannen.
Dieser reicht von der klassischen Staatsschule auf der einen Seite bis zum vollkommenen Bildungsmarkt auf der andere Seite. Dazwischen befindet sich das Ausgestaltungsspektrum, wobei die unterschiedlichen Ideen differenzierte Schwerpunkte setzen und verschiedene theoretische Begründungen haben.
Ausgehend von einer bündigen Beleuchtung von historischen Wurzeln der Staatschule wendet sich diese Ausarbeitung im ersten Teil der angelsächsischen Staatsschulkritik zu. Hierbei wird vor allem auf ausgewählte Vertreter eingegangen und die verschiedenen Ansätze nach Sachgesichtspunkten geordnet.
Der zweite Hauptteil dieser Ausarbeitung behandelt zunächst kurz den Bereich der Schulautonomie und wendet sich dann dem großen Themenfeld der Ressourcensi-cherung im Bildungsbereich zu.
Im dritten Teil dieser Ausarbeitung folgt eine umfassende Darstellung des Marktes als Ordnungsprinzip für den Bildungsbereich. Hierbei werden – anlehnend an die Ziele der angelsächsischen Schulkritik – die Hauptbereiche der Veränderung behandelt. Einen wesentlichen Teil stellen dabei die Rolle des Staates und die Schulfinanzierung dar.
Im letzten Teil wird eine Studie zur Marktsteuerung im Bildungsbereich dargestellt und Kritik zu dieser Studie vorgebracht.
Am Ende dieser Ausarbeitung befindet sich noch ein Resümee der Autoren über die vorgebrachten Veränderungsvorschläge.

Excerpt


Inhaltsverzeichnis

1. Gestaltungsspektrum des Bildungswesens

2. Drei historische Wurzeln der Staatsschule

2.1. Protestantismus

2.2. Territorialherrschaft

2.3. Merkantilismus

3. Angelsächsische Schulkritik

3.1. Ziele der angelsächsischen Schulkritik

3.2. Ausgewählte Vertreter der angelsächsischen Schulkritik

3.2.1. Paul Goodman

3.2.2. Murray Rothbard

3.2.3. John Holt

4. Systematik der Ansätze nach Sachgesichtspunkten

4.1. Theoretische Begründung der Schulkritik

4.2. Ansatzpunkte der Veränderung

4.3. Unterscheidung der Ansatzpunkte in der Zielperspektive

5. Historische Autonomiebestrebungen in Österreich bis 1994

6. Ressourcensicherung im Bildungsbereich

6.1. Einnahmenerhöhungen

6.2. Erschließung neuer Finanzierungsquellen im privaten Sektor

6.3. Ausgabenbegrenzung

6.4. Prioritäre Mittelverwendung

6.5. Innovative Finanzierungskonzepte

6.5.1. Bildungsgutscheine

6.5.2. Performance Contracting

6.5.3. Monetäre Leistungsanreize

6.5.4. Eigenbewirtschaftung

7. Markt als Ordnungsprinzip des Bildungsbereichs

7.1. Argumente für ein Marktparadigma in der Bildungspolitik

7.1.1. Historische Anknüpfungspunkte

7.1.2. Demokratie, Freiheit und Monopolschutz

7.1.3. Thesen des Informationsmangels und verzerrter Präferenzen

7.2. Der freie Bildungsmarkt und die Rolle des Staates

7.2.1. Bildungsmarkt

7.2.2. Rolle des Staates

7.3. Finanzierungskonzepte

7.3.1. Bildungsdarlehen

7.3.2. Bildungsscheine

7.3.3. System des Steuerrabatts

7.3.4. Zusammenfassung

8. Marktsteuerung im Bildungsbereich – ein empirischer Beweis?

8.1. Kritik der Studie von Chubb/Moe

9. Resümee

10. Literatur

Zielsetzung & Themen der Arbeit

Ziel der Arbeit ist es, das Spektrum des Bildungswesens von der klassischen Staatsschule bis zum freien Bildungsmarkt zu beleuchten und dabei die theoretischen Grundlagen der Schulkritik sowie alternative Finanzierungs- und Steuerungsansätze zu analysieren.

  • Historische Wurzeln der staatlichen Pflichtschule
  • Angelsächsische Schulkritik und ihre theoretischen Vertreter
  • Methoden der Ressourcensicherung und innovative Finanzierungskonzepte
  • Marktsteuerung als Ordnungsprinzip im Bildungsbereich
  • Empirische Evidenz und Kritik an der Marktsteuerung

Auszug aus dem Buch

Thesen des Informationsmangels und verzerrter Präferenzen

Die These des Informationsmangels besagt, dass weder Kinder noch Eltern in der Lage sind, in Ausbildungsangelegenheiten rational zu entscheiden, da sie nicht über vollständige Information der alternativen Bildungsgüter verfügen. Die These von den verzerrten Präferenzen oder dem meritorischen Charakter der Bildung erklärt, dass Eltern kein hinreichendes Interesse an der Ausbildung ihrer Kinder besitzen. Beide Thesen gemeinsam argumentieren, dass für Bildung anders als für andere Güter keine Nachfragesouverenität existiere. Dies wird von Verfechtern eines freien Bildungsmarktes negiert.

Im Falle dezentralisierter Bildungsproduktion würde das Informationsniveau eine Veränderung erfahren. Eltern sind aufgrund der durch die Staatsschule stark beschränkten Anzahl der Alternativen wenig an Informationen interessiert. Da im Vergleich zu einer nachfragegelenkten Bildungsproduktion die Verfügungsrechte der Eltern sehr gering sind, steht den Kosten der Informationssuche kein entsprechender Nutzen gegenüber. Dementsprechend sind auch auf Seiten der Bildungsanbieter offerierte Informationen alternativer Bildungsgüter sehr gering. In einem mit Wettbewerb ausgestatteten Bildungsmarkt schaffe der Markt Informationen über Bildung genauso, wie das bei anderen Gütern der Fall ist. Denkbar wäre auch der Markteintritt von eigens spezialisierten Unternehmen, welche das Informationsbedürfnis der Bildungsnachfrager befriedigen könnten. Der Staat könne gegebenenfalls ebenfalls im Rahmen seiner Ordnungsfunktion auf den Markt treten, um für mehr Transparenz, Vergleichbarkeit zu sorgen und vor unwahrer Werbung zu schützen.

Zusammenfassung der Kapitel

1. Gestaltungsspektrum des Bildungswesens: Einleitung in den Themenbereich, der von der klassischen Staatsschule bis zum freien Bildungsmarkt reicht.

2. Drei historische Wurzeln der Staatsschule: Erläuterung der Ursprünge der Staatsschule durch Protestantismus, Territorialherrschaft und Merkantilismus.

3. Angelsächsische Schulkritik: Vorstellung der Ziele und bedeutender Vertreter wie Goodman, Rothbard und Holt.

4. Systematik der Ansätze nach Sachgesichtspunkten: Einordnung der verschiedenen Schulkritik-Ansätze nach theoretischer Begründung, Veränderungspotenzial und Zielperspektive.

5. Historische Autonomiebestrebungen in Österreich bis 1994: Rückblick auf die Entwicklung der Schulautonomie in Österreich.

6. Ressourcensicherung im Bildungsbereich: Analyse von Strategien zur Finanzierung wie Einnahmenerhöhungen und innovative Konzepte.

7. Markt als Ordnungsprinzip des Bildungsbereichs: Untersuchung der Argumente für ein liberales Bildungssystem und die Rolle staatlicher Ordnung.

8. Marktsteuerung im Bildungsbereich – ein empirischer Beweis?: Auseinandersetzung mit der Studie von Chubb/Moe und deren Kritik.

9. Resümee: Abschließende Betrachtung der Autoren hinsichtlich der vorgeschlagenen Veränderungsansätze.

Schlüsselwörter

Staatsschule, Schulkritik, Bildungsmarkt, Schulautonomie, Ressourcensicherung, Bildungsgutscheine, Marktsteuerung, Leistungsanreize, Bildungsfinanzierung, Liberalismus, Bildungsangebot, Privatschulen, Wettbewerb, Nachfragesouveränität, Bildungsökonomie.

Häufig gestellte Fragen

Worum geht es in dieser Arbeit grundsätzlich?

Die Arbeit untersucht das Gestaltungsspektrum des Bildungswesens, insbesondere den Übergang von staatlich gesteuerten Systemen hin zu marktliberalen Modellen.

Was sind die zentralen Themenfelder?

Die Arbeit fokussiert sich auf historische Wurzeln der Staatsschule, angelsächsische Schulkritik, Methoden der Bildungsfinanzierung und die Rolle des Marktes als Ordnungsprinzip.

Was ist das primäre Ziel der Untersuchung?

Ziel ist es, die Eckpfeiler der Schulkritik herauszuarbeiten und die Vor- und Nachteile einer Marktsteuerung im Bildungswesen theoretisch sowie empirisch zu bewerten.

Welche wissenschaftliche Methode wurde verwendet?

Die Autoren nutzen eine literaturgestützte Analyse und vergleichen verschiedene theoretische Ansätze der Bildungsökonomie und Schulkritik.

Was wird im Hauptteil der Arbeit behandelt?

Der Hauptteil gliedert sich in eine historische Einleitung, eine Systematisierung der Schulkritik, eine detaillierte Analyse der Ressourcensicherung sowie eine kritische Auseinandersetzung mit Marktmodellen.

Welche Schlüsselbegriffe charakterisieren die Arbeit?

Wichtige Begriffe sind Schulautonomie, freier Bildungsmarkt, Bildungsfinanzierung und die Rolle des Staates als ordnungspolitischer Rahmengeber.

Wie bewerten die Autoren die Rolle des Staates im Bildungsmarkt?

Die Autoren plädieren für eine klare Trennung zwischen Bildungsproduktion (privat/autonom) und staatlicher Aufsicht, wobei der Staat weiterhin die Schutzfunktion und Einhaltung von Mindeststandards sichern soll.

Was wird an der Studie von Chubb/Moe kritisiert?

Kritisiert wird, dass Privatschulen ihren Vorteil oft durch eine selektive Auswahl der Schülerschaft ("Kunden") erzielen und die Übertragbarkeit von Marktmechanismen auf das Gesamtsystem problematisch ist.

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Details

Title
Der Hintergrund volkswirtschaftlicher Steuerungsinstrumente: Schulkritische Theorie und historische Schulkritik
College
Vienna University of Economics and Business  (Institut für Bildungswissenschaft und Philosophie)
Course
Gegenwartsprobleme der Pädagogik
Grade
2,5
Authors
S. Wurm (Author), T. Bürgstein (Author), M. Rohm (Author)
Publication Year
2006
Pages
30
Catalog Number
V85846
ISBN (eBook)
9783638018371
ISBN (Book)
9783640336128
Language
German
Tags
Hintergrund Steuerungsinstrumente Schulkritische Theorie Schulkritik Gegenwartsprobleme Pädagogik
Product Safety
GRIN Publishing GmbH
Quote paper
S. Wurm (Author), T. Bürgstein (Author), M. Rohm (Author), 2006, Der Hintergrund volkswirtschaftlicher Steuerungsinstrumente: Schulkritische Theorie und historische Schulkritik, Munich, GRIN Verlag, https://www.grin.com/document/85846
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