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Hot-House: Mutter und Tochter im Generationenkonflikt

In Martin McDonaghs "The Beauty Queen of Leenane"

Titel: Hot-House: Mutter und Tochter im Generationenkonflikt

Hausarbeit (Hauptseminar) , 2006 , 26 Seiten , Note: 1,7

Autor:in: Janine Gruschwitz (Autor:in)

Anglistik - Literatur
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Zusammenfassung Leseprobe Details

1. Einführung in die Thematik
Dass Martin McDonagh 1996 überhaupt sein mittlerweile weltbekanntes Drama The Beauty Queen of Leenane schrieb, ist nur einem kuriosen Zufall zu verdanken: „In seinem Handbuch folgte auf das Kapitel zur Hörspieldramaturgie eines über das Verfassen von Theaterstücken.“ Wer weiß, wo „the Tarantino of Theatre“ sonst gelandet wäre. Eines ist allerdings sicher: „McDonagh arrived at a time when the appetite of European audiences for the macabre and the grotesque combined with extreme violence and vulgarity has been whetted by ‘in-yer-face theatre’“. Mit seinem Erstlingswerk traf er also genau das Gefühl der Zeit, denn „The Beauty Queen of Leenane is a deeply disturbing play. It is an alarming blend of hysterical comedy, grand melodrama, horrifying violence, and the most bleak tragedy.“
In der vorliegenden Arbeit soll auf einige Hauptthematiken des vielschichtigen Dramas genauer eingegangen werden. Allem voran liegt das Augenmerk auf dem dominierenden Mutter-Tochter-Konflikt, wobei den Hauptfiguren, Mag und Maureen Folan, separate Beachtung geschenkt wird. Über die Bedeutung des Briefes als Wendepunkt in der Beziehung beider Frauen, sowie über die Küche als Ort der Handlung soll darüber hinaus genauer eingegangen werden. Hierbei wird auch gezeigt, dass McDonagh „eine große Genauigkeit der Beobachtung [hat], was die kleinen Gemeinheiten betrifft, mit denen sich eng zusammenlebende Menschen gegenseitig das Leben schwer machen“. Im folgenden Kapitel soll die Irlanddarstellung im Mittelpunkt der Aufmerksamkeit stehen, wobei nicht nur die zwischenmenschliche Isolation, sondern auch die globale Problematik von Arbeitslosigkeit und Auswanderungsmentalität berücksichtigt wird. Des Weiteren rückt die Rolle der Medien in diesem Zusammenhang in den Fokus der Betrachtung. Abschließend soll The Beauty Queen of Leenane mit anderen Dramen des in-yer-face theatre in Verbindung gebracht und seine Zugehörigkeit zu dieser Gruppierung verdeutlicht werden.

Leseprobe


Inhaltsverzeichnis

1. Einführung in die Thematik

2. McDonaghs Frauen

2.1 Mag als einsame, egoistische Mutter

2.2 Maureen als gewalttätige Tochter und frustrierte Jungfer

2.3 Patos Brief als Wendepunkt im Mutter-Tochter-Konflikt

2.3.1 Eine kleine Chance bleibt bestehen

2.3.2 Die Katastrophe nimmt ihren Lauf

2.4 Frauen kämpfen mit anderen Waffen

3. Jung und alt: Gemeinsam einsam

3.1 Moral und Männer

3.2 Trostloses Leenane

3.3 Irland – das sinkende Schiff

3.4 Isolation durch Medien

4. Irisches in-yer-face theatre ist eben anders

4.1 Ein Fall für sich: In-yer-face

4.2 The Beauty Queen of Leenane als Teilmenge

5. Abschließende Betrachtung

Zielsetzung & Themen

Die vorliegende Arbeit untersucht das Drama "The Beauty Queen of Leenane" von Martin McDonagh unter besonderer Berücksichtigung des destruktiven Mutter-Tochter-Konflikts, der psychologischen Dynamik der Hauptfiguren sowie der Einordnung des Stücks in das Genre des "In-Yer-Face Theatre".

  • Analyse der manipulativen Mutter-Tochter-Beziehung
  • Bedeutung von Isolation und häuslichem Raum
  • Irland als "sinkendes Schiff" und soziokulturelle Perspektivlosigkeit
  • Genre-Einordnung in das "In-Yer-Face Theatre"

Auszug aus dem Buch

2.3.1 Eine kleine Chance bleibt bestehen

Schon im ersten Dialog des Dramas offenbart sich die ganze Ernsthaftigkeit des stets präsenten, dominierenden Mutter-Tochter-Konflikts:

Mag Wet, Maureen?

Maureen Of course wet. (BQ, 363)

Denn, wie an anderer Stelle dieser Arbeit noch erläutert werden wird, scheint es in Leenane jeden Tag zu regnen. Mags Frage ist daher rein rhetorischer Natur und dient nur dem Zweck, ihre Tochter zu reizen und den Konflikt zu schüren. Dies funktioniert auch, denn „Maureen’s answer is both fatalistic and angry: fatalistic towards the world and the weather, but angry towards her mother on account, perhaps, of it all.“ Doch anstatt es dabei zu belassen, nutzt Mag diese Art der Schikane scheinbar regelmäßig, denn zu einem späteren Zeitpunkt begrüßt sie ihre Tochter mit der Frage „Cold, Maureen?“, worauf diese wiederum antwortet „Of course cold“ (BQ, 375). Wie Raab bemerkt, haben beide Frauen also „im Laufe der Zeit […] ein ganzes Repertoire gegenseitiger Provokationen entwickelt“, das von solch beiläufigen Sticheleien bis hin zu wüsten Beleidigungen wie z.B. „daft oul bitch“ (BQ, 382) reicht. Allerdings bleibt es keineswegs bei diesen relativ harmlosen Gemeinheiten und dem verbalen Schlagabtausch zwischen Mutter und Tochter, denn „in a play that opens with such festering hatred between the two principal characters, the escalation of explicit violence is sickening but certainly not surprising.“

Zusammenfassung der Kapitel

1. Einführung in die Thematik: Die Einleitung erläutert den Entstehungskontext des Dramas und definiert die methodischen Schwerpunkte, insbesondere die Analyse des Mutter-Tochter-Konflikts und die genretypische Verortung.

2. McDonaghs Frauen: Dieses Kapitel analysiert die stereotypischen, aber komplexen Rollenbilder von Mag und Maureen sowie die entscheidende Wendung durch Patos Brief und den symbolträchtigen Handlungsort Küche.

3. Jung und alt: Gemeinsam einsam: Hier werden generationenübergreifende Konflikte, Moralvorstellungen und die soziale Isolation innerhalb des irischen Kontextes kritisch untersucht.

4. Irisches in-yer-face theatre ist eben anders: Die Autorin diskutiert die Charakteristika des "In-Yer-Face Theatre" und ordnet McDonaghs Stück differenziert in diese Bewegung ein.

5. Abschließende Betrachtung: Das Fazit fasst zusammen, dass das Stück durch die Verbindung von drastischer Gewalt und familiärer Abgeschiedenheit ein herausragendes Beispiel des modernen irischen Theaters darstellt.

Schlüsselwörter

Martin McDonagh, The Beauty Queen of Leenane, Mutter-Tochter-Konflikt, In-Yer-Face Theatre, Irland, Isolation, Gewalt, Geschlechterrollen, Psychologie, Medienkritik, Dramentheorie, Emanzipation, Generationenkonflikt

Häufig gestellte Fragen

Worum geht es in der Arbeit grundsätzlich?

Die Arbeit untersucht das 1996 erschienene Drama "The Beauty Queen of Leenane" von Martin McDonagh hinsichtlich seiner zentralen Themen wie Gewalt, Isolation und familiärer Konflikte.

Was sind die zentralen Themenfelder?

Die zentralen Felder umfassen die destruktive Mutter-Tochter-Beziehung, die Darstellung Irlands als perspektivlose Gesellschaft sowie die Rolle von Medien und häuslicher Umgebung.

Was ist das primäre Ziel der Arbeit?

Das Ziel ist es, die Entwicklung vom verbalen zum physischen Konflikt innerhalb des Stücks aufzuzeigen und die Einordnung in das Genre des "In-Yer-Face Theatre" zu begründen.

Welche wissenschaftliche Methode wird verwendet?

Die Arbeit basiert auf einer literaturwissenschaftlichen Analyse, die den Text unter Berücksichtigung von Sekundärliteratur und dramentheoretischen Konzepten interpretiert.

Was wird im Hauptteil behandelt?

Der Hauptteil analysiert die Charakterisierungen der Protagonistinnen, den Einfluss von Pato als Störmotiv, die Bedeutung der Küche als Handlungsraum sowie soziokulturelle Faktoren in Irland.

Welche Schlüsselwörter charakterisieren die Arbeit?

Wichtige Begriffe sind unter anderem In-Yer-Face Theatre, Generationenkonflikt, psychologische Manipulation, Isolation und die Darstellung des modernen Irland.

Welche Rolle spielt die Küche im Drama?

Die Küche dient nicht nur als Lebensraum, sondern als "Hot-House" der Aggression, in dem alltägliche Gegenstände zu Mordinstrumenten umfunktioniert werden.

Warum wird das Stück als In-Yer-Face Theatre eingeordnet?

Aufgrund der expliziten, fast unerträglichen Gewalt und der direkten Konfrontation des Publikums mit moralisch dunklen und sozial-kritischen Inhalten erfüllt das Stück die Kriterien dieses Genres.

Ende der Leseprobe aus 26 Seiten  - nach oben

Details

Titel
Hot-House: Mutter und Tochter im Generationenkonflikt
Untertitel
In Martin McDonaghs "The Beauty Queen of Leenane"
Hochschule
Rheinische Friedrich-Wilhelms-Universität Bonn  (Englisches Seminar)
Veranstaltung
British Drama of the 1990s: In-Yer-Face Theatre
Note
1,7
Autor
Janine Gruschwitz (Autor:in)
Erscheinungsjahr
2006
Seiten
26
Katalognummer
V85853
ISBN (eBook)
9783638018494
Sprache
Deutsch
Schlagworte
Hot-House Mutter Tochter Generationenkonflikt British Drama In-Yer-Face Theatre
Produktsicherheit
GRIN Publishing GmbH
Arbeit zitieren
Janine Gruschwitz (Autor:in), 2006, Hot-House: Mutter und Tochter im Generationenkonflikt, München, GRIN Verlag, https://www.grin.com/document/85853
Blick ins Buch
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Leseprobe aus  26  Seiten
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