Dürrenmatts Kommissar Matthäi - Typische Detektivfigur oder Opfer einer literarischen Gattungs-Destruktion?


Hausarbeit (Hauptseminar), 2007
33 Seiten, Note: 1,0

Leseprobe

Inhaltsverzeichnis

1 Einleitung

2 Charakterisierung Kommissar Matthäi
2.1 Merkmale der Gestalt - Vom Genie zum Wahnsinnigen...
2.2 Die Arbeitsweise eines rationalen Detektivs
2.3 Der Apparat hinter Matthäi

3 Matthäi - Ein Logiker am Zufall gescheitert?

4 Demontage des Detektivromans - „Das Versprechen“ als tatsächliches Requiem auf den Kriminalroman?

5 Zusammenfassung

1 Einleitung

Die vorliegende Arbeit widmet sich drei Fragstellungen, die in den jeweiligen Hauptkapiteln bearbeitet werden. Neben einer umfassenden Charakterisierung des Kommissar Matthäi aus Friedrich Dürrenmatts Das Versprechen sollen die Rolle des Zufalls und seine Auswirkungen auf den Detektiv sowie den Detektivroman an sich erörtert werden. Der Frage, ob es sich bei Das Versprechen um ein tatsächliches Requiem auf den Kriminalroman handelt, wird im letzten Kapitel behandelt. Anhand dieser drei Punkte soll geklärt werden, ob Kommissar Matthäi einer idealtypischen Detektivfigur entsprechen kann oder ob er zum Opfer einer Demontage des Genres wird.

Kapitel zwei enthält eine ausführliche Charakterisierung Kommissar Matthäis. Ausgehend von Peter Nussers „Elementen[n] und Strukturen des idealtypischen Detektivromans“[1] sollen die Merkmale der Gestalt eines „typischen“ Detektivs sowie seine Arbeitsweise mit denen von Matthäi verglichen werden. Die Charakterisierung erfolgt über das äußere Erscheinungsbild und Verhalten des Kommissars, seine soziale Situation und sein psychisches Verhalten. Unter Einbeziehung seiner Mitarbeiter wird zudem erörtert, inwiefern Matthäi dem Bild eines isolierten Ermittlers[2] entspricht. Matthäis Weg vom Genie zum Wahnsinnigen wird dargelegt und begründet. Auch die Methoden und das Verfahren des Kommissars werden dahingehend charakterisiert. Verglichen wird der Matthäi des Romans dabei mit der Darstellung Heinz Rühmanns als Kommissar Matthäi in Es geschah am hellichten Tag. Es soll erörtert werden, inwiefern die beiden Kommissare sich bei ihrer Suche nach einem Mörder sowohl in ihrer Arbeitsweise als auch in ihrem Verhalten gleichen bzw. unterscheiden.

In Kapitel drei wird Matthäis Weg vom Genie zum Wahnsinnigen unter dem Einfluss des Unberechenbaren beschrieben. Die Bedeutung des Zufalls als unberechenbare Größe in der Arbeit eines Detektivs wird eruiert, das Scheitern Matthäis an seiner Weigerung, das Absurde in seine Ermittlungen miteinzuberechnen, nachvollzogen. Anhand der „21 Punkte zu den >Physikern<“ sollen die Auswirkungen des Zufalls nicht nur auf den rationalen Detektiv, sondern auch auf den gesamten Handlungsverlauf geschildert werden.

Kapitel vier befasst sich mit der Frage, ob es möglich ist, dass ein Detektivroman - vor allem für die zentrale Figur - derart endet. Dürrenmatts Konzept vom Zufall wird beschrieben, die Frage, ob die Rahmenhandlung und das damit verbundene Happyend durch die Aufklärung des Falles diesem Konzept entgegenstehen, wird gestellt. Die Dekonstruktion des Handlungsinhalts, bei gleichzeitigem, annäherndem Beibehalten der Struktur eines Kriminalromans, soll erläutert, das Vorliegen eines Requiems auf den Kriminalroman diesbezüglich eruiert werden. Die „aufklärerische Intention“[3] des Romans wird anhand Dürrenmatts Kritik an Schriftstellern „idealtypischer“ Kriminalromane sowie an der Verfilmung Es geschah am hellichten Tag beschrieben.

Das letzte Kapitel fasst die Ergebnisse der Untersuchungen noch einmal kurz zusammen, ein Bogen zurück wird geschlagen.

2 Charakterisierung Kommissar Matthäi

Im Rahmen der Charakterisierung des Kommissar Matthäi aus Friedrich Dürrenmatts Das Versprechen werden die Merkmale seiner Gestalt, seine Arbeitsweise sowie der Apparat, der hinter ihm steht, beschrieben.

2.1 Merkmale der Gestalt - Vom Genie zum Wahnsinnigen...

Kommissar Matthäi ist die „zentrale Figur“[4] in Das Versprechen. Er wird am 11. November 1903 geboren[5], ist ein Mann um die 50[6] und kommt ursprünglich aus Basel, wo er als Jurist promovierte.[7] Bis zu seinem Austritt aus dem Polizeidienst lebt er „seit Jahr und Tag“[8] im Hotel Urban[9], später zieht er in die Weinbergstraße ins Hotel Rex[10], bevor er „in Graubünden, in der Nähe von Chur, eine unrentable Tankstelle“[11] übernimmt. Während seines Dienstes bei der Polizei erscheint er „stets sorgfältig gekleidet“[12], durch seine Arbeit an der Tankstelle trägt er aber bald nur noch einen blauen Monteuranzug[13].

Matthäi ist Oberleutnant[14] bei der Kantonspolizei Zürich, ein tüchtiger Beamter[15], und zum Zeitpunkt des Mordes an Gritli Moser „auf dem Höhepunkt seiner Karriere“[16]. Ursprünglich hätte Matthäi als sein „bester Kommissär“[17] der Nachfolger von Dr. H., dem Kommandanten der Kantonspolizei Zürich[18], werden sollen[19], doch die Tatsache, „daß er keiner Partei angehörte“[20] und seine soziale Außenseiterrolle, die auch Nusser[21] als typisches Merkmal der Gestalt eines Detektivs sieht, verhindern seinen Aufstieg zum Kommandanten. Stattdessen nimmt Matthäi das Angebot des jordanischen Staats an, in den Amman zu gehen, um „die dortige Polizei zu reorganisieren“[22]. Sein Vorgesetzter, Dr. H., beschreibt ihn als seinen fähigsten Mann[23], der „hart und unbarmherzig sein Metier beherrschte, ebenso verhaßt wie erfolgreich.“[24] Von den Verbrechern, die mit ihm in Kontakt kommen, und schließlich auch von seinen Polizeikollegen wird er „Matthäi am Letzten“[25] genannt, eine umgangssprachliche Redewendung, die sich auf den letzten Satz des Evangeliums nach Matthäus bezieht. „Und siehe, ich bin bei euch alle Tage bis an der Welt Ende.“[26], spricht Jesus zu seinen Jüngern. Der Apostel Matthäus war von Beruf Steuereintreiber, daran lehnen sich auch der Name des Kommissars und seine Auffassung von seinem Beruf an.

Er ist ein „Kriminalist von Format“[27], agiert trotz seiner bevorstehenden Abreise verantwortungsbewusst, indem er sich des Falles Gritli Moser in Abwesenheit seines Vorgesetzten annimmt[28]. Seine „autoritäre Verhaltensweise“[29], laut Nusser ebenfalls ein typisches Merkmal für einen Detektiv, zeigt sich sowohl bei der Befehlserteilung an seine Kollegen, als auch bei seiner Aufforderung, die Lichtung selbst noch nach dem missglückten Warten auf den Mörder zu überwachen: „[...] es geht jetzt nur darum, daß wir weiterwarten. Es gibt nichts anderes.“[30] Kommissar Matthäi ist selbstsicher und absolut von seinem Tun überzeugt. Auch sein gewagtes Angebot an die Dorfbevölkerung, den Hausierer herauszugeben, falls seine Schuld bewiesen werden könnte, belegt dies.[31] Er tritt stets entschlossen[32] und bestimmt auf, seine Theorie wird aber aufgrund der Engstirnigkeit der Polizei abgeschmettert, er selbst als Dilettant tituliert[33]. Auch Professor Locher meint, er solle „den Mut haben, sich in die Faktoren, die eindeutig die Schuld des Hausierers beweisen, zu schicken.“[34] Trotzdem hält Matthäi bis zum Schluss an seiner Theorie fest, beharrt darauf, dass es „keinen anderen Weg“[35] gibt, den Mörder zu ergreifen. Bedingt durch seine Beharrlichkeit, das Festhalten an seiner Theorie trotz geballter Ablehnung durch die Polizei, sowie seine exzentrischen Gestaltmerkmale, die ihn von der Masse der Polizisten abheben, umgibt ihn eine „Aura des Außergewöhnlichen“[36]. In den Ausführungen Dr. Hs und durch Matthäis Erarbeitung einer normabweichenden Theorie, inspiriert durch ein Gespräch mit einem Jungen über das Fischen[37], wird deutlich, dass Matthäi durchaus über das „ungewöhnliche Ausmaß an Scharfsinn und Phantasie“[38] verfügt, welches Nusser als ein weiteres typisches Merkmal eines Detektivs beschreibt. Matthäi selbst bezeichnet sich als einen „Routinier“[39], der „überlegen“[40] agieren will, die Welt „wie ein Techniker“[41] beherrschen möchte, ohne den Kopf zu verlieren[42]. Matthäi ist konservativ, eigenbrötlerisch und eigensinnig, absolut humorlos[43], unnahbar und distanziert: „Ich wollte mich nicht mit der Welt konfrontieren, ich wollte sie [...] zwar bewältigen, aber nicht mit ihr leiden.“[44] Er hat im Laufe seiner Dienstzeit eine halbe Bibliothek in seinem Büro angesammelt[45], was wohl ebenso wie das Wohnen in Hotelzimmern zu den „aus der Norm fallenden Angewohnheiten“[46] gerechnet werden kann. Er ist nicht gerade ein Musterbeispiel für einen Exzentriker, aber doch weit außerhalb der Norm, was Nussers[47] Überzeugung von einem isolierten Detektiv mit exzentrischen Tendenzen entsprechen würde. Auf die Fragen seiner Kollegen reagiert er meist nicht[48], später reagiert er sogar überhaupt nicht mehr auf andere, wird apathisch.

Er wirkt kalt, hart, ist der einzige, der die Leiche von Gritli Moser ohne Gefühlsregung betrachten kann[49]. Matthäi scheint gleichgültig, was er im Gespräch mit dem Psychiater auch beschreibt[50]. Er spricht von seiner „alte[n] Gleichgültigkeit“[51], seiner „Unmenschlichkeit“[52]. Im Gespräch mit den Eltern der toten Gritli Moser fällt selbst ihm auf, dass seine Stimme „ohne Mitgefühl“[53] zu sein scheint, er weiß „nichts Tröstliches“[54] zu sagen. Der Psychiater Dr. Locher betont, dass Matthäi „einen harten Beruf“[55] habe, der diese Härte wohl verursacht hat. Und auch Dr. H. meint, dass Matthäi „durch das allzu solide Gefüge unseres Landes gefühlos geworden“[56] ist. Beweis für diese Härte ist nicht nur sein missglückter Versuch, ein Kind aus dem Waisenhaus zu adoptieren[57], um es für die Verwirklichung seines Plans zu missbrauchen, sondern vor allem auch die schlussendliche Instrumentalisierung der kleinen Annemarie als Köder. Dr. H. bewertet Matthäis Idee sogar als „Teufelei“[58]. Dieser moralisch verwerfliche Schachzug, der in diesem Ausmaß nicht der Verfahrensweise eines ordentlichen Detektivs entspricht, kommt Matthäi teuer zu stehen. Während der Kommissar in Es geschah am hellichten Tag schließlich - aufgrund einer menschlichen Regung - von seinem ursprünglichen Weg abweicht, der Mutter von Annemarie seinen Plan gesteht und eine Puppe anstelle des Mädchens als Köder im Wald einsetzt, hält Matthäi in Das Versprechen bis zum Schluss an seinem Plan fest. Heinz Rühmann als Kommissar Matthäi wird zum symbolischen Ausgleich für seine Sünde, das Mädchen derart instrumentalisiert zu haben, beim Kampf mit dem Mörder verletzt, blutet also für seine Schuld. Der Matthäi des Buches zeigt hingegen keinerlei Bedenken und treibt somit das Mädchen und seine Mutter ins Verderben und sich selbst in den Wahn. Annemaries verzweifelte Vermutung, Matthäi lüge, als er behauptet, er wolle nur, dass ihr „nichts Böses geschieht“[59], scheint insofern richtig. Schließlich würde kein emotional beteiligter Mensch ein Kind bis zum bitteren Ende einer solch tödlichen Gefahr aussetzen.

Matthäi ist korrekt - „Ob er schuldig ist oder nicht, Ordnung muß sein.“[60] -, ein klarer Mensch[61], hat einen stark ausgeprägten Gerechtigkeitssinn und hält es deshalb auch für seine Pflicht und für die „Pflicht der Polizei, die Kinder zu schützen und ein neues Verbrechen zu verhüten.“[62] Dass sein Verlangen, den Mörder von Gritli Moser zu fangen, großteils seinem Ehrgeiz und nicht nur seinem Gerechtigkeitssinn zu verdanken ist, darf nicht außer Acht gelassen werden. Das Versprechen, das Matthäi den Eltern des toten Mädchens gegeben hat, und seine dadurch persönliche „Verflechtung in die Schicksale anderer Personen“[63], von der Naumann behauptet, es gäbe keine derartige emotionale Verflechtung des Detektivs, tragen allerdings ebenfalls zu Matthäis Motivation bei. Lediglich der Anblick der glücklichen Kinder am Flughafen und seine Unfähigkeit, das im Gespräch mit dem Psychiater aufgebrachte „Leid dieser Eltern“[64] zu ertragen, entlocken Matthäi eine stärkere emotionale Regung. Am Flughafen trifft er die symbolische Entscheidung zwischen seiner Karriere - Er liest in der Zeitung „eine Notiz über seine ehrenvolle Berufung“[65]. - und der moralischen Verpflichtung. Auch seine Mitschuld am Tod des Hausieres lässt ihn nicht völlig kalt: „>[...] Und ich bin nicht schuldlos daran<, fuhr er leise fort. >Der Hausierer hat sich an mich gewandt, und ich habe ihm nicht geholfen [...]<“[66] Zwar hat er seine Unschuldsvermutung geäußert[67], den Hausierer aber aufgrund fehlender Motivation nicht entsprechend seiner baldigen Überzeugung verteidigt. Matthäi wird durch seine selbst gewählte Aufgabe nicht wirklich menschlicher, seine Beweggründe basieren schließlich mehr auf einer Obsession, auf einem rational zu bewältigenden Fall, als auf Mitgefühl. Die Instrumentalisierung des Mädchens als Köder und der Diebstahl der Zeichnung Gritli Mosers aus dem Schulhaus verweisen bereits auf den Verfall Matthäis moralischer Werte und seiner Korrektheit. In Es geschah am hellichten Tag entsteht hingegen eine emotionale Beziehung zwischen dem Kommissar und dem Mädchen, er mag Annemarie - „Ich hab’ dich doch gern!“ -, fühlt sich schuldig. Die Durchführung seines Plans droht genau an dieser gefühlsmäßigen Bindung zu seinem Köder zu scheitern, da aber das „Verbrechen letzlich keine Chanche hat“[68], endet der Film doch mit der Überwältigung des Mörders, der Sühne des Detektivs, dem Vergeben seiner Schuld durch die Mutter und der Unversehrtheit des Mädchens - einem Happy End sozusagen.

Matthäi ist kein Mann großerWorte, was an einigen Gesprächssituationen zu erkennen ist. Zu seinem Unwillen zu kommunzieren, kommen Situationen, in denen ihm die Worte schlicht fehlen: „Matthäi überlegte, was er sagen sollte. Er hatte sich dies seit langem überlegt, aber er wußte es immer noch nicht.“[69] Er bleibt stets höflich, verliert selten die Fassung. Er spricht den Hausierer in der Höflichkeitsform an[70], hat generell einen sehr distanzierten, förmlichen Unterton in seiner Stimme, und versucht sogar der Mutter der kleinen Annemarie, nachdem diese von den Polizisten misshandelt wurde, höflich und demütig zu erklären, wofür er ihre Tochter benötige. Dabei spricht er „exakt und in einem so amtlichen Ton, daß ich hätte laut herauslachen können.“[71] Seine distanzierte, förmliche Art erzeugt auch bei seinen Gesprächspartnern Distanz, was nicht nur beim Aufeinandertreffen mit Bekannten nach seinem vermeintlichen Abflug deutlich wird: „[...] die Situation war jedesmal peinlich, hatte man doch seine >Beförderung< und Abreise gefeiert“[72]. Matthäis Gefühl, wie ein Gespenst zu sein[73], ein „Wiederauferstandener“[74], lässt einen Vergleich mit dem apostolischen Glaubensbekenntnis zu. Dort heißt es: „Ich glaube an [...] Jesus Christus [...] auferstanden von den Toten [...] von dort wird er kommen, zu richten die Lebenden und die Toten.“[75] Auch Matthäi ist zurückgekehrt bzw. gar nicht erst abgeflogen, um den Mörder der kleinen Gritli Moser zu finden und seiner gerechten Strafe zuzuführen. Ironie, dass er schlussendlich einem Toten nachjagt, der doch ein Lebender sein sollte.

Nusser verweist darauf, dass die „Einsamkeit des Detektivs“[76] seiner Verfremdung diene, das Außenseitertum wird somit verstärkt. Matthäi ist nicht verheiratet[77], die einzige Verwandte scheint seine verwitwete, in Dänemark lebende Schwester zu sein[78], zu der Matthäi in seinem Ruhestand ziehen möchte. Der Kommissar lebt also allein, seine Außenseiterrolle wird wie in den meisten Kriminalromanen durch dieses „Junggesellentum“[79] verdeutlicht. Von Dr. H. wird er als „einsamer Mensch [...], unpersönlich, informell, beziehungslos“[80] beschrieben. Auch Matthäi selbst bezeichnet sich im Gespräch mit dem Psychiater Locher als „Unpersönlichkeit“[81]. Er äußert sich nie über sein Privat leben[82] und sowohl sein Vorgesetzter Dr. H. als auch der Psychiater Professor Locher stellen fest, dass er wohl kein Privatleben hat[83]. Erst bei seinem Besuch in der Psychiatrischen Anstalt ist er gezwungen, über sich selbst zu sprechen: „Er war ein Mensch, der nie auf sich zu sprechen kam und nun doch gezwungen war, es einmal zu tun, weil er diesen kleinen vogelartigen Arzt mit der lächerlichen Brille brauchte, der ihm allein weiterhelfen konnte, dem er aber dafür sein Vertrauen schenken mußte.“[84] Seine berufliche Außenseiterposition sowie seine private Einsamkeit führen Matthäi in die „Isolation“[85]. Während Heinz Rühmann als Kommissar Matthäi in Es geschah am hellichten Tag keineswegs unbeliebt bei seinen Kollegen und mit dem Psychiater sogar befreundet zu sein scheint, bewegt sich der Matthäi des Buches in dieser selbst gewählten Isolation, fern von jeglicher Beziehung zu seinen Mitmenschen. Die Tatsache, dass sich nicht nur Matthäi über seine bevorstehende Abreise, seinen „endgültigen Abschied“[86], freut, sondern auch alle anderen Mitarbeiter[87], deutet ebenfalls auf seine gesellschaftliche Außenseiterrolle hin.

[...]


[1] Nusser 2003, S.22ff.

[2] Vgl. Nusser 2003, S.40.

[3] Nusser 2003, S.104.

[4] Nusser 2003, S.38.

[5] Vgl. Dürrenmatt 1985, S.83.

[6] Vgl. Dürrenmatt 1985, S.15.

[7] Vgl. Dürrenmatt 1985, S.14.

[8] Dürrenmatt 1985, S.51.

[9] Vgl. Dürrenmatt 1985, S.51.

[10] Vgl. Dürrenmatt 1985, S.76. Anmerkung: Laut der Homepage http://www.zuerich-hotels.ch, Stand vom 6.2.2007, war das Hotel Rex im Herzen von Zürich das Lieblingshotel Friedrich Dürrenmatts.

[11] Dürrenmatt 1985, S.99.

[12] Dürrenmatt 1985, S.14.

[13] Vgl. Dürrenmatt 1985, S.130 und S.156.

[14] Vgl. Dürrenmatt 1985, S.13.

[15] Vgl. Dürrenmatt 1985, S.15.

[16] Dürrenmatt 1985, S.14.

[17] Vgl. Dürrenmatt 1985, S.42f.

[18] Dürrenmatt 1985, S.6.

[19] Vgl. Dürrenmatt 1985, S.14.

[20] Dürrenmatt 1985, S.14.

[21] Vgl. Nusser 2003, S.40.

[22] Dürrenmatt 1985, S.15.

[23] Vgl. Dürrenmatt 1985, S.13.

[24] Dürrenmatt 1985, S.14.

[25] Dürrenmatt 1985, S.14.

[26] Mt 28, 20

[27] Dürrenmatt 1985, S.14.

[28] Vgl. Dürrenmatt 1985, S.16.

[29] Nusser 2003, S.158.

[30] Dürrenmatt 1985, S.130.

[31] Vgl. Dürrenmatt 1985, S.37.

[32] Vgl. Dürrenmatt 1985, S.73.

[33] Vgl. Dürrenmatt 1985, S.71.

[34] Dürrenmatt 1985, S.95.

[35] Dürrenmatt 1985, S.129.

[36] Nusser 2003, S.40.

[37] Vgl. Dürrenmatt 1985, S.107f.

[38] Nusser 2003, S.40.

[39] Dürrenmatt 1985, S.87.

[40] Dürrenmatt 1985, S.87.

[41] Dürrenmatt 1985, S.87.

[42] Vgl. Dürrenmatt 1985, S.87.

[43] Vgl. Dürrenmatt 1985, S.14.

[44] Dürrenmatt 1985, S.87.

[45] Vgl. Dürrenmatt 1985, S.16.

[46] Nusser 2003, S.40.

[47] Vgl. Nusser 2003, S.40.

[48] Vgl. Dürrenmatt 1985, S.17 und 62.

[49] Vgl. Dürrenmatt 1985, S.23.

[50] Vgl. Dürrenmatt 1985, S.87f.

[51] Dürrenmatt 1985, S.88.

[52] Dürrenmatt 1985, S.88.

[53] Dürrenmatt 1985, S.25.

[54] Dürrenmatt 1985, S.27.

[55] Dürrenmatt 1985, S.84.

[56] Dürrenmatt 1985, S.15.

[57] Vgl. Dürrenmatt 1985, S.100.

[58] Dürrenmatt 1985, S.109.

[59] Dürrenmatt 1985, S.127.

[60] Dürrenmatt 1985, S.30.

[61] Vgl. Dürrenmatt 1985, S.14.

[62] Dürrenmatt 1985, S.70.

[63] Naumann, zit. nach Nusser 2003, S.41.

[64] Dürrenmatt 1985, S.87.

[65] Dürrenmatt 1985, S.67.

[66] Dürrenmatt 1985, S.69.

[67] Vgl. Dürrenmatt 1985, S.44.

[68] Hickethier 2005, S.14.

[69] Dürrenmatt 1985, S.24.

[70] Vgl. Dürrenmatt 1985, S.20.

[71] Dürrenmatt 1985, S.129.

[72] Dürrenmatt 1985, S.73.

[73] Vgl. Dürrenmatt 1985, S.73.

[74] Dürrenmatt 1985, S.73.

[75] Kathpedia 2007, Stichwort: Apostolisches Glaubensbekenntnis.

[76] Nusser 2003, S.40.

[77] Vgl. Dürrenmatt 1985, S.14.

[78] Vgl. Dürrenmatt 1985, S.15.

[79] Nusser 2003, S.40.

[80] Dürrenmatt 1985, S.14.

[81] Dürrenmatt 1985, S.88.

[82] Vgl. Dürrenmatt 1985, S.14.

[83] Vgl. Dürrenmatt 1985, S.14 und 83.

[84] Dürrenmatt 1985, S.87.

[85] Nusser 2003, S.40.

[86] Dürrenmatt 1985, S.15.

[87] Vgl. Dürrenmatt 1985, S.15.

Ende der Leseprobe aus 33 Seiten

Details

Titel
Dürrenmatts Kommissar Matthäi - Typische Detektivfigur oder Opfer einer literarischen Gattungs-Destruktion?
Hochschule
Leopold-Franzens-Universität Innsbruck
Veranstaltung
Seminar "Der Krimi in Literatur und Film"
Note
1,0
Autor
Jahr
2007
Seiten
33
Katalognummer
V85885
ISBN (eBook)
9783638007122
Dateigröße
496 KB
Sprache
Deutsch
Schlagworte
Dürrenmatts, Kommissar, Matthäi, Typische, Detektivfigur, Opfer, Gattungs-Destruktion, Seminar, Krimi, Literatur, Film
Arbeit zitieren
Claudia Braito (Autor), 2007, Dürrenmatts Kommissar Matthäi - Typische Detektivfigur oder Opfer einer literarischen Gattungs-Destruktion?, München, GRIN Verlag, https://www.grin.com/document/85885

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