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Konstruktivismus und der klassische Bildungsbegriff

Title: Konstruktivismus und der klassische Bildungsbegriff

Term Paper , 2007 , 20 Pages , Grade: 1,0

Autor:in: Katharina Glaser (Author)

Pedagogy - Adult Education
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Summary Excerpt Details

In dem Seminar „Nachhaltiges Lernen in der Erwachsenenbildung“ kam bei dem Thema „Konstruktivismus und Pädagogik“ die Frage auf, ob der Konstruktivismus mit dem klassischen Bildungsbegriff kompatibel ist.
Um dieser Frage nachzugehen habe ich die vorliegende Hausarbeit folgendermaßen aufgebaut:
Im ersten Teil der Arbeit gehe ich nach einer Definition der Begrifflichkeiten auf die geschichtliche Entwicklung des Konstruktivismus ein und werde im Folgenden die Standpunkte verschiedener Vertreter des Konstruktivismus vorstellen. Im zweiten Teil der Arbeit liegt der Schwerpunkt auf dem klassischen Bildungsbegriff der anhand Humboldts Bildungstheorie erläutert wird.
Im letzten Teil der Arbeit widme ich mich der Frage, ob der Konstruktivismus mit dem klassischen Bildungsbegriff kompatibel ist. Demnach suche ich nach möglichen Übereinstimmungen, die aus den jeweiligen Thesen diskutiert werden und zu einem Fazit zusammengefasst werden.

Excerpt


Inhaltsverzeichnis

1. Einleitung

2. Der Konstruktivismus

2.1 Definitionen

2.2 Geschichtlicher Rückblick

2.3 Arthur Schopenhauer und die Welt als Vorstellung

2.4 Jean Piaget und Wissen als Ergebnis von Anpassung

2.5 Ernst von Glasersfeld und Sprache als Zugang zur Wirklichkeit

2.6 Maturana und Varela und die Bedeutung des Erkennens

2.7 Heinz von Foerster und die kybernetische Wissenschaft

2.8 Paul Watzlawick und Wirklichkeit als Ergebnis von Kommunikation

3. Der klassische Bildungsbegriff

3.1 Der allgemeine Bildungsbegriff

3.2 Der klassische Bildungsbegriff am Beispiel Humboldts

3.2.1 Der Neuhumanismus

3.2.2 Humboldts Bildungstheorie

4. Konstruktivismus und klassischer Bildungsbegriff im Vergleich

4.1 Die Bedeutung der Sprache

4.2. Der Status der Bildung

4.3 Die Rolle des Individuums

5. Fazit

6. Literaturverzeichnis

6.1 Bücher

6.2 URL`s

Zielsetzung und Themen

Die vorliegende Hausarbeit untersucht die Forschungsfrage, ob der Konstruktivismus mit dem klassischen Bildungsbegriff kompatibel ist, indem sie die theoretischen Grundlagen beider Konzepte kontrastiert und auf Übereinstimmungen prüft.

  • Definition und historische Entwicklung des Konstruktivismus
  • Darstellung zentraler Vertreter des Konstruktivismus
  • Analyse des klassischen Bildungsbegriffs nach Humboldt
  • Vergleich der Bedeutung von Sprache und Selbstbestimmung
  • Diskussion der Kompatibilität beider bildungstheoretischer Ansätze

Auszug aus dem Buch

2.3 Arthur Schopenhauer und die Welt als Vorstellung

Der deutsche Philosoph Arthur Schopenhauer (1778-1860) vertrat die Auffassung, dass der Welt ein irrationales Prinzip zugrunde liegt. Gemeint ist damit zum einen, dass die menschliche Vernunft nicht in der Lage ist, eine hinreichende Erkenntnis der Welt zu erwerben und zum anderen das für die rationale Unerkennbarkeit der Welt eine irrationale Struktur der Wirklichkeit selbst verantwortlich ist. Damit können vom menschlichen Verstand keine Gesetzmäßigkeiten oder Zusammenhänge der objektiven Realität erfasst werden. Die Rationalität ist daher keine Methode um zu wahren Erkenntnissen zu gelangen. Da nach Schopenhauer keine von der Wahrnehmung unabhängige Außenwelt existiert kommt er dabei mit einem der obersten Leitsätze des Konstruktivismus überein. Dieser besagt, dass es keine vom Beobachter unabhängige Wirklichkeit gibt. Und so schreibt Schopenhauer:

'Die Welt ist meine Vorstellung:' – dies ist eine Wahrheit, welche in Beziehung auf jedes lebende und erkennende Wesen gilt; wiewohl der Mensch allein sie in das reflektierte, abstrakte Bewusstsein bringen kann: und tut er dies wirklich, so ist die philosophisch Besonnenheit bei ihm eingetreten.“ (Schopenhauer 1986: 31)

In Schopenhauers Physiologie der Wahrnehmung, entsteht die Wirklichkeit im menschlichen Bewusstsein und wird durch die Vorstellungen vom Menschen selbst konstruiert. Das bedeutet, dass es keine Wirklichkeit schlechthin gibt – also keine objektive Wahrheit, sondern viele subjektive konstruierte Wirklichkeiten. Daraus resultiert wiederum, dass es kein Objekt ohne ein Subjekt geben kann, also kein zu beobachtender Gegenstand ohne einen Beobachter.

Zusammenfassung der Kapitel

1. Einleitung: Die Einleitung führt in das Thema ein, erläutert die Forschungsfrage zur Kompatibilität von Konstruktivismus und klassischem Bildungsbegriff und gibt einen Überblick über den Aufbau der Arbeit.

2. Der Konstruktivismus: Dieses Kapitel definiert den Konstruktivismus und stellt dessen historische Entwicklung sowie die zentralen Positionen bedeutender Theoretiker vor.

3. Der klassische Bildungsbegriff: Hier wird der klassische Bildungsbegriff im historischen Kontext erläutert, wobei insbesondere Humboldts Bildungstheorie und der Neuhumanismus beleuchtet werden.

4. Konstruktivismus und klassischer Bildungsbegriff im Vergleich: In diesem Teil werden beide Ansätze gegenübergestellt, wobei der Fokus auf den Aspekten Sprache, Bildungsstatus und der Rolle des Individuums liegt.

5. Fazit: Das Fazit fasst die Ergebnisse zusammen und stellt fest, dass beide Konzepte zwar Gemeinsamkeiten aufweisen, jedoch aufgrund unterschiedlicher erkenntnistheoretischer Grundlagen nicht in allen Punkten deckungsgleich sind.

6. Literaturverzeichnis: Hier werden alle verwendeten Quellen, unterteilt in Bücher und URL`s, aufgelistet.

Schlüsselwörter

Konstruktivismus, Bildungsbegriff, Humboldt, Wirklichkeit, Sprache, Erkenntnistheorie, Selbstbestimmung, Subjektivität, Beobachter, Neuhumanismus, Lernen, Didaktik, Allgemeinbildung, Wahrnehmung, Individualität

Häufig gestellte Fragen

Worum geht es in dieser wissenschaftlichen Arbeit grundsätzlich?

Die Arbeit untersucht die theoretische Kompatibilität zwischen konstruktivistischen Lerntheorien und dem klassischen, humanistisch geprägten Bildungsbegriff.

Welche zentralen Themenfelder werden bearbeitet?

Die zentralen Felder sind die Erkenntnistheorie des Konstruktivismus, die klassische Bildungstheorie (speziell Humboldt) sowie die Rolle von Sprache und individueller Eigenverantwortung im Bildungsprozess.

Was ist das primäre Ziel der Untersuchung?

Ziel ist es, Übereinstimmungen und Unterschiede in den beiden Bildungsansätzen herauszuarbeiten und zu diskutieren, ob sie sich ergänzen oder widersprechen.

Welche wissenschaftliche Methode wurde angewandt?

Die Autorin verwendet eine literaturgestützte Analyse und vergleichende Gegenüberstellung der theoretischen Positionen der ausgewählten Vertreter beider Richtungen.

Was wird im Hauptteil der Arbeit behandelt?

Der Hauptteil gliedert sich in die Darstellung der konstruktivistischen Positionen durch verschiedene Theoretiker sowie die detaillierte Erläuterung der Humboldtschen Bildungstheorie als Vertreterin des klassischen Bildungsbegriffs.

Welche Schlüsselwörter charakterisieren diese Arbeit?

Wichtige Begriffe sind Konstruktivismus, Bildungsbegriff, Humboldt, Selbstbestimmung, Erkenntnistheorie und die Rolle des Individuums als Beobachter.

Warum wird im Konstruktivismus die Rolle der Sprache so stark hervorgehoben?

Die Sprache gilt als das Medium, durch welches das Individuum seine subjektive Wirklichkeit erst konstruiert und in der Welt orientiert; sie ist somit kein reiner Informationsträger, sondern ein gestaltendes Element des Erkennens.

Inwiefern unterscheidet sich Humboldts Bildungsbegriff von modernen PISA-orientierten Ansätzen?

Während PISA den Fokus auf messbare Basiskompetenzen zur Alltagsbewältigung legt, zielt Humboldts Konzept auf eine allgemeine Menschenbildung, die Selbstbestimmung und die Entfaltung der individuellen Kräfte in den Mittelpunkt stellt.

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Details

Title
Konstruktivismus und der klassische Bildungsbegriff
College
University of Würzburg  (Institut für Pädagogik, Lehrstuhl für Empirische Bildungsforschung)
Course
Nachhaltiges Lernen in der Erwachsenenbildung
Grade
1,0
Author
Katharina Glaser (Author)
Publication Year
2007
Pages
20
Catalog Number
V85904
ISBN (eBook)
9783638009997
Language
German
Tags
Konstruktivismus Bildungsbegriff Nachhaltiges Lernen Erwachsenenbildung
Product Safety
GRIN Publishing GmbH
Quote paper
Katharina Glaser (Author), 2007, Konstruktivismus und der klassische Bildungsbegriff, Munich, GRIN Verlag, https://www.grin.com/document/85904
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