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Zur lebensweltlichen Analyse des Windsurfings

Eine qualitative Untersuchung

Title: Zur lebensweltlichen Analyse des Windsurfings

Examination Thesis , 2007 , 94 Pages , Grade: 1,3

Autor:in: Mathias Brandau (Author)

Didactics - Sport, Sport Pedagogy
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Windsurfen - ein Sport, der sich seit seiner Erfindung im Jahr 1964 durch die drei Pioniere Newman Darly, Jim Drake und Hoyle Schweitzer schnell weiter entwickelt und verbreitet hat, vermittelt Akteuren und auch Zuschauern noch heute das Gefühl von Freiheit, Abenteuer, Risiko und Gefahr. Gerade der letzte Windsurfworldcup auf der Nordseeinsel Sylt mit einem Zuschauerrekord von mehr als 180.000 Besuchern hat deutlich gemacht, wie populär und anziehend diese Sportart nach wie vor ist.

Neben dem Image und der Anziehungskraft des Windsurfens sind es aber vor allem die Akteure selbst, die dem Sport mit ihrer ganz persönlichen „Weltanschauung“ diese Einzigartigkeit und Faszination verleihen und diesen dadurch prägen und gestalten.

In der Sportart Windsurfen bilden unterschiedliche Szenen, national wie international, Gemeinschaften, die alle als eine eigene, kleine Lebenswelt verstanden werden können, da in diesen gewisse Stile, Verhaltensmuster, Regeln, Relevanzen und Weltdeutungsschemata zu finden sind.

Bisherige Untersuchungen zur Klärung dieser bestimmten Aspekte werden in der im Jahr 2000 veröffentlichten Arbeit von Belinda Wheaton „Just do it“: Consumption, Commitment, and Identity in the Windsurfing Subculture angesprochen. Diese Ausführungen Wheatons geben jedoch weniger Auskunft darüber, welche Anforderungen die Sportart an den Einzelnen stellt, wie die Interaktionen und Verhältnisse untereinander entstehen und was die Sportler zu ihren Vorstellungen und Denkweisen bewegt.

Diese Aspekte sollen mit Hilfe der vorliegenden Arbeit dargestellt und erläutert werden. Unter den im Titel erscheinenden Begriffen „lebensweltliche Analyse“ ist dabei zu verstehen, dass durch objektive Erkenntnisse das Wesen einer Sache, also in dieser Arbeit die Lebenswelt der Windsurfer, verständlicher gemacht wird.

Excerpt


Inhaltsverzeichnis

1 EINLEITUNG

2 THEORETISCHER BEZUGSRAHMEN

2.1 Zum Begriff „Lebenswelt“

2.1.1 Der Begriff „Lebenswelt“ im Verständnis von Edmund Husserl und Alfred Schütz

2.1.2 Mundanphänomenologie und kleine soziale Lebenswelten

2.2 Cultural Studies

2.2.1 Kultur als Gegenstand der Forschung

2.2.2 Kultur als Abgrenzungsmöglichkeit zur Gesellschaft

2.3 Exkurs: Der Prozess der Individualisierung in modernen Gesellschaften

2.4 Lebensstil

2.5 Szenen

2.5.1 Szenen als kommunikatives und interaktives soziales Gebilde

2.5.2 Organisationsstruktur der Szene

2.5.3 Ein Szenekonzept

2.6 Exkurs: Die Geschichte des Windsurfens

2.7 Kennzeichen und Merkmale der Windsurfszene

2.7.1 Identität, Hingabe und Status in der Szene

2.7.2 Material

2.7.3 Kleidung

2.7.4 Organisationsmerkmale des eigenen Lebens

2.8 Zwischenfazit und Formulierung von Grundannahmen

3 FORSCHUNGSANSATZ UND METHODE

3.1 Die Datenerhebung

3.2 Der Interview - Leitfaden

3.3 Auswahl der Interviewpartner

3.4 Die Interviewdurchführung

3.5 Datenauswertung

4 DARSTELLUNG UND INTERPRETATION DER ERGEBNISSE

4.1 Kategorie: Windsurfen als Lebensmittelpunkt

4.1.1 Muster: Die Ausrichtung des alltäglichen Lebens

4.1.2 Muster: „Beziehungs- Kompromisse“ eingehen

4.2 Kategorie: Zwischen Schein und Sein (Szenedifferenzierung)

4.2.1 Muster: Respekt gegenüber Können und Könnern

4.2.2 Muster: Respekt vor Persönlichkeit

4.2.3 Muster: Ablehnung von Blendern, Posern und Mitläufern

4.3 Kategorie: „Auf sich allein gestellt sein“ – Freiheit erleben und Herausforderung meistern

4.4 Kategorie: „Die Welle ist ganz klar der Chef“ - auf die Natur einstellen

4.5 Kategorie: „Zusammen auf einer Welle sein“ - Freude und Motivation in der Gruppe erleben

4.6 Zusammenfassung der Darstellung und Interpretation der Ergebnisse

5 DISKUSSION

5.2 Ergebnisdiskussion

5.1 Methodendiskussion

6 ZUSAMMENFASSUNG

Zielsetzung und Themen

Die vorliegende Arbeit untersucht das Windsurfen als eine eigene, kleine Lebenswelt, um die Beweggründe, Einstellungen und Lebensgestaltungen der Sportler besser zu verstehen. Die zentrale Forschungsfrage fokussiert sich darauf, wie Windsurfer ihr Leben organisieren, welche sozialen Dynamiken in der Windsurfszene existieren und inwiefern der Sport ihre persönliche Identität und Alltagswahrnehmung prägt.

  • Analyse der lebensweltlichen Strukturen und Identitätsbildung innerhalb der Windsurfszene.
  • Untersuchung des Einflusses der Sportart auf die Lebensführung und Alltagsorganisation.
  • Identifikation von sozialen Kategorien und Verhaltensmustern unter Windsurfern.
  • Erforschung der Bedeutung von Naturerlebnissen und Gruppendynamiken für die Motivation.
  • Qualitative Untersuchung der subjektiven Sichtweisen aktiver Windsurfer.

Auszug aus dem Buch

4.1.2 Muster: „Beziehungs- Kompromisse“ eingehen

Wenn Windsurfer den Anforderungen ihres Sports entsprechen, gehen sie oft Beziehungs - Kompromisse mit Mitgliedern ihres sozialen Umfelds ein, um diese nicht zu verprellen oder zu verletzen. So versuchen die Sportler eine dauerhafte Verbindung von Sport und sozialem Leben herzustellen.

Bei der Verbindung von Sport und sozialen Beziehungen, beispielweise der Umgang mit dem Freund oder der Freundin, dem Lebenspartner oder der Familie, Freunden oder Arbeitskollegen, kommt es bei aktiven Windsurfern, die ihr Leben von den aktuellen Wetterbedingungen stark abhängig machen, oft zu Problemen, da sich festgelegte Termine im privaten Bereich mit den kurzfristig gut entwickelten Windprognosen der Wetterdienste überschneiden und nicht vereinbaren lassen.

Diese Probleme enden dann nicht selten in Auseinandersetzungen mit den oben genannten sozialen Kontakten. Deshalb ist jeder Windsurfer einerseits in einem bestimmten Grad von der Toleranz und dem Verständnis seines „nicht surfenden“ Umfelds abhängig, andererseits geht der Sportler häufig Beziehungs- Kompromisse ein, um so die Gradwanderung zwischen Sport und sozialen Kontakten zu bewältigen.

Zusammenfassung der Kapitel

1 EINLEITUNG: Einführung in die Faszination des Windsurfens und Begründung der lebensweltlichen Analyse als qualitativer Forschungsansatz.

2 THEORETISCHER BEZUGSRAHMEN: Aufarbeitung der lebensweltlichen Konzepte, Cultural Studies und der Soziologie von Szenen als theoretische Basis für die Sportanalyse.

3 FORSCHUNGSANSATZ UND METHODE: Erläuterung des qualitativen Vorgehens, insbesondere der Leitfadeninterviews und der Auswertung nach der Grounded Theory.

4 DARSTELLUNG UND INTERPRETATION DER ERGEBNISSE: Detaillierte Analyse der Interviewdaten, unterteilt in fünf zentrale Kategorien zur Lebenswelt der Windsurfer.

5 DISKUSSION: Kritische Reflexion der Ergebnisse vor dem Hintergrund theoretischer Annahmen und methodische Bewertung der durchgeführten Studie.

6 ZUSAMMENFASSUNG: Abschließender Überblick über die Zielsetzung, die theoretische Verankerung und die zentralen Erkenntnisse der Untersuchung.

Schlüsselwörter

Windsurfen, Lebenswelt, Qualitative Forschung, Grounded Theory, Szenen, Identität, Lebensstil, Commitment, Soziale Interaktion, Naturverbundenheit, Sportsoziologie, Individuelle Freiheit, Habitus.

Häufig gestellte Fragen

Worum geht es in dieser wissenschaftlichen Arbeit grundsätzlich?

Die Arbeit untersucht das Windsurfen als eine spezifische Lebenswelt, um die Denk- und Verhaltensweisen der Akteure sowie ihre soziale Organisation zu verstehen.

Was sind die zentralen Themenfelder der Analyse?

Die Schwerpunkte liegen auf der Integration des Sports in den Alltag, dem sozialen Status in der Szene, dem Einfluss der Natur auf das Erleben sowie der Bedeutung sozialer Beziehungen.

Welches primäre Ziel verfolgt der Verfasser?

Ziel ist es, die „kleine Lebenswelt“ der Windsurfer durch eine qualitative Untersuchung von innen heraus zu rekonstruieren und transparent zu machen.

Welche wissenschaftliche Methode wurde angewendet?

Es wurde ein qualitativer Forschungsansatz mit Leitfadeninterviews gewählt, wobei die Datenauswertung methodisch an die Grounded Theory angelehnt ist.

Was wird im Hauptteil der Arbeit behandelt?

Der Hauptteil gliedert sich in eine theoretische Herleitung, die methodische Vorgehensweise und die Darstellung sowie Interpretation der empirischen Ergebnisse in fünf Kategorien.

Welche Schlüsselwörter charakterisieren die Untersuchung?

Die Untersuchung wird durch Begriffe wie Lebenswelt, Szenen, Identität, Commitment und subjektive Lebensgestaltung geprägt.

Wie gehen Windsurfer mit dem Konflikt zwischen Sport und Privatleben um?

Sie versuchen häufig, Kompromisse einzugehen, ordnen aber bei guten Wetterbedingungen ihren Alltag und ihre sozialen Verpflichtungen oft konsequent dem Drang aufs Wasser unter.

Welche Rolle spielt das Ansehen innerhalb der Windsurfszene?

Status wird vor allem über Fahrkönnen, Einsatzbereitschaft und Authentizität definiert; Blender, die sich nur über Material oder Kleidung definieren, werden eher abgelehnt.

Warum ist das Gruppenerlebnis für Windsurfer so wichtig?

Die Gruppe dient der moralischen Unterstützung, der gegenseitigen Motivation bei schwierigen Manövern und dem Teilen gemeinsamer Erlebnisse, was den Sport attraktiver macht.

Wie prägt die Natur die Einstellung der Surfer?

Die Surfer unterordnen sich der Natur als „Chef“, entwickeln einen respektvollen Umgang mit den Elementen und nutzen die Herausforderung der Wetterbedingungen für ihre persönliche Freiheit und Ausgeglichenheit.

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Details

Title
Zur lebensweltlichen Analyse des Windsurfings
Subtitle
Eine qualitative Untersuchung
College
Christian-Albrechts-University of Kiel  (Institut für Sport und Sportwissenschaften)
Grade
1,3
Author
Mathias Brandau (Author)
Publication Year
2007
Pages
94
Catalog Number
V86121
ISBN (eBook)
9783668333369
Language
German
Tags
Analyse Windsurfings
Product Safety
GRIN Publishing GmbH
Quote paper
Mathias Brandau (Author), 2007, Zur lebensweltlichen Analyse des Windsurfings, Munich, GRIN Verlag, https://www.grin.com/document/86121
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