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Körper und Resonanz in der klient-zentrierten Kunsttherapie

Title: Körper und Resonanz in der klient-zentrierten Kunsttherapie

Scientific Essay , 2007 , 19 Pages

Autor:in: Prof. Dr. phil, Diplompädagoge Norbert Groddeck (Author)

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Der Beitrag stellt die klient-zentrierte Kunsttherapie im Kontext der rogerianischen Psychotherapietheorie vor und erläutert an Bildbeispielen, inwiefern in dieser die Körperresonanz ein Kernstück des therapeutischen Geschehens ist. Die Bedeutung der trans-verbale Kommunikation, der intuitive Erfahrung und des Ahnungswissens werden erörtert und das Körperwissen wird als Resonanz- und Resilienzfaktor diskutiert. Abschließend werden die Möglichkeiten einer kunsttherapeutischen Intervention aus der Körperresonanz aufgezeigt.

Über den Autor:
Prof. Dr. Norbert Groddeck, geb. 1946, lehrt als Professor für Erziehungswissenschaft an der Universität Siegen. Er ist als Diplompädagoge, Kunsttherapeut (AKT + DFKGT) , und Supervisor (DGSv) wissenschaftlicher Leiter der Arbeitsgemeinschaft für klientenzentrierte Therapie und humanistische Pädagogik (akt-GmbH) in Siegen. www.person-zentriert.de

Excerpt


Inhaltsverzeichnis

1 Kunsttherapie im person-zentrierten Kontext.

2 Trans-verbale Kommunikation, intuitive Erfahrung und das Ahnungswissen

3 Körperwissen: Resonanz- und Resilienzfaktoren

4 Interventionen aus der Körperresonanz im kunsttherapeutischen Prozess

Zielsetzung & Themen

Die Arbeit untersucht die klient-zentrierte Kunsttherapie im Rahmen der rogerianischen Psychotherapietheorie und fokussiert dabei besonders auf die Bedeutung der Körperresonanz als zentrales Element für therapeutische Veränderungsprozesse. Es wird analysiert, wie trans-verbale Kommunikation, intuitives Erleben und Körperwissen genutzt werden können, um als Resilienzfaktoren im kunsttherapeutischen Prozess zu fungieren und Klienten eine tiefere Selbstwahrnehmung und Problemlösung zu ermöglichen.

  • Die klient-zentrierte Kunsttherapie im person-zentrierten Kontext nach Carl Rogers.
  • Die Rolle der trans-verbalen Kommunikation und des Ahnungswissens in zwischenmenschlichen Situationen.
  • Körperwissen als Basis für Resonanz- und Resilienzfaktoren im Heilungsprozess.
  • Der therapeutische Nutzen von Körperresonanz bei der Bewältigung von Blockaden und Inkongruenzen.
  • Möglichkeiten der kunsttherapeutischen Intervention durch die gezielte Einbeziehung des körperlichen Spürens.

Auszug aus dem Buch

Körperwissen: Resonanz- und Resilienzfaktoren

Es sind diese Spuren des Körperwissens, die die Grundbausteine abgeben für eine beginnende konstruktive Veränderung. Aus diesem Arsenal des Körperwissens ergeben sich im therapeutischen Prozess neue Elemente und Kombinationen von Sinneseindrücken und Erinnerungen. Aus ihnen können sich sodann Einsicht, Gesundung und Problemlösung entwickeln. Sie werden mit dem Malprozess wieder ins Schwingen, in eine lebendige und bewusstseinsfähige Resonanz gebracht. Anders als in den Verbaltherapien spielt die Resonanz des Körperwissens in der kunsttherapeutischen Arbeit eine zentrale Rolle. Und dies nicht nur, weil wir mit dem beginnenden Gestaltungsprozess den Körper tatsächlich in Bewegung bringen, sondern weil die äußere Gestaltungsaktion von einem inneren Spüren und Wahrnehmen motiviert und angeleitet wird; der Klient in dieser Phase sozusagen etwas an innere Achtsamkeit üben kann, das den Vorteil hat, dass es zugleich auch eine Konzentration seines äußeren Handelns hervorruft.

Der Neurologe Antonio Damasio hat in den letzten Jahren einrucksvolle Studien vorgelegt, die zeigen, dass das Denken nicht ohne Emotionen stattfinden kann und dass die Emotionen selbst tief in die körperlichen Selbststeuerungsvorgänge eingelassen sind, bzw. dass sie aus diesen hervorgehen. „Emotionen… (sind) das Ergebnis einer Situationseinschätzung durch den Organismus.“ (Damasio 2005, S. 68) Der Organismus nimmt sozusagen auf kurzem und direktem Wege mit den biologisch begründeten Steuerungsprogrammen Stellung zu der Situation in der er sich befindet.

Zusammenfassung der Kapitel

1 Kunsttherapie im person-zentrierten Kontext.: Dieses Kapitel bettet die klient-zentrierte Kunsttherapie in das theoretische System von Carl Rogers ein und beleuchtet die historische Entwicklung sowie die wissenschaftliche Fundierung des Ansatzes.

2 Trans-verbale Kommunikation, intuitive Erfahrung und das Ahnungswissen: Hier wird erläutert, wie Organismen jenseits der Sprache durch Körperresonanz kommunizieren und welche Bedeutung dieses implizite Beziehungswissen für das Verständnis zwischenmenschlicher Interaktionen hat.

3 Körperwissen: Resonanz- und Resilienzfaktoren: Der Fokus liegt auf der Nutzung von Körperbotschaften und körperlichen Empfindungen als Ressourcen, die Klienten bei der Selbstregulation und Problembewältigung unterstützen.

4 Interventionen aus der Körperresonanz im kunsttherapeutischen Prozess: Dieses Kapitel zeigt auf, wie Therapeuten die Körperresonanz als Kompass nutzen können, um den therapeutischen Prozess zu steuern und Klienten zu einer tieferen emotionalen und kreativen Integration zu führen.

Schlüsselwörter

Klient-zentrierte Kunsttherapie, Carl Rogers, Körperresonanz, Trans-verbale Kommunikation, Ahnungswissen, Resilienz, Körperwissen, Felt Sens, Psychotherapie, Person-zentrierter Ansatz, Selbstaktualisierungstendenz, Gestaltprozess, Neurobiologie, Emotionen, Zwischenleiblichkeit.

Häufig gestellte Fragen

Worum geht es in dieser Arbeit grundsätzlich?

Die Arbeit befasst sich mit der Anwendung der klient-zentrierten Kunsttherapie und der zentralen Rolle, die körperliche Resonanzprozesse in diesem therapeutischen Rahmen spielen.

Welche zentralen Themenfelder werden bearbeitet?

Die zentralen Themen umfassen die rogerianische Psychotherapietheorie, die Bedeutung des Körpers als Informationsträger, trans-verbale Kommunikation und die Nutzung künstlerischer Prozesse zur persönlichen Entwicklung.

Was ist das primäre Ziel der Untersuchung?

Das Ziel ist es, aufzuzeigen, wie Klienten durch die Einbeziehung ihres körperlichen Spürens und ihrer intuitiven Wahrnehmung in die Kunsttherapie eine neue Form der Selbststeuerung und Problemlösung erreichen können.

Welche wissenschaftlichen Methoden werden verwendet?

Der Autor stützt sich auf die klient-zentrierte Psychotherapieforschung, neurobiologische Erkenntnisse (z.B. von Antonio Damasio) und phänomenologische Konzepte, um den therapeutischen Prozess theoretisch und praktisch zu begründen.

Was wird im Hauptteil der Arbeit behandelt?

Der Hauptteil behandelt den theoretischen Kontext der Person-Zentrierung, die Mechanismen der trans-verbalen Kommunikation, die Bedeutung des Körperwissens als Resilienzfaktor sowie konkrete methodische Vorgehensweisen für Kunsttherapeuten.

Welche Begriffe charakterisieren die Arbeit am stärksten?

Besonders prägend sind die Begriffe Klient-zentrierte Kunsttherapie, Körperresonanz, Felt Sens, Ahnungswissen und Resilienz.

Was genau ist mit dem „Felt Sens“ gemeint, auf das der Autor sich bezieht?

Der „Felt Sens“ (nach Eugene Gendlin) beschreibt ein körperlich gespürtes Empfinden oder eine Bedeutung, die noch nicht vollständig in Sprache gefasst ist, aber einen direkten Zugang zu inneren Prozessen und Problematiken ermöglicht.

Warum ist die Arbeit für die kunsttherapeutische Praxis relevant?

Sie bietet Therapeuten eine erweiterte Interventionsebene, indem sie zeigt, dass nicht nur das fertige Kunstwerk, sondern der körperlich motivierte Gestaltungsprozess selbst ein zentraler Anker für therapeutische Fortschritte ist.

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Details

Title
Körper und Resonanz in der klient-zentrierten Kunsttherapie
College
Dresden Academy of fine arts  (Ausbildungsinstitut für klientenzentrierte Kunsttherapie (AKT-Siegen) )
Author
Prof. Dr. phil, Diplompädagoge Norbert Groddeck (Author)
Publication Year
2007
Pages
19
Catalog Number
V86130
ISBN (eBook)
9783638891073
ISBN (Book)
9783656411673
Language
German
Tags
Körper Resonanz Kunsttherapie
Product Safety
GRIN Publishing GmbH
Quote paper
Prof. Dr. phil, Diplompädagoge Norbert Groddeck (Author), 2007, Körper und Resonanz in der klient-zentrierten Kunsttherapie, Munich, GRIN Verlag, https://www.grin.com/document/86130
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