Grin logo
de en es fr
Shop
GRIN Website
Publish your texts - enjoy our full service for authors
Go to shop › Business economics - Offline Marketing and Online Marketing

Chancen und Risiken von Onlineauktionen aus Prinzipal-Agenten-Sicht

Title: Chancen und Risiken von Onlineauktionen aus Prinzipal-Agenten-Sicht

Seminar Paper , 2007 , 24 Pages , Grade: 1,3

Autor:in: Anonym (Author)

Business economics - Offline Marketing and Online Marketing
Excerpt & Details   Look inside the ebook
Summary Excerpt Details

Im Zuge des Internetzeitalters hat sich das Bild von herkömmlichen Auktionen zu Onlineauktionen maßgeblich gewandelt. Das Internet bietet durch die Nutzung von Verständigung und Kooperation vielfältige Möglichkeiten virtueller Unternehmens- und Geschäftsstrukturen. Dabei gehören Consumer-Auktionen im Internet heute zu den beliebtesten Aktivitäten der Internet-Nutzer .
Das amerikanische Unternehmen eBay gilt als Paradebeispiel für Internet-Auktionen und ist mittlerweile geradezu zum Synonym für das ganze Geschäftsmodell geworden. Von allen Internet-Auktionshäusern, die sich an Konsumenten wenden, ist eBay nicht nur mit Abstand das größte, sondern auch das mit den meisten Funktionen. In dieser Arbeit dient eBay daher oftmals als Beispiel.
Das Geschäftsmodell von eBay besteht im Wesentlichen darin, Anbietern von Produkten aller Art eine Plattform im Internet zu bieten, auf der sie ihre Produkte an Sammler, Kleinhändler, Schnäppchenjäger oder Gelegenheitskäufer versteigern können.
Das Handeln auf der Plattform eines Internetauktionshauses bietet dem Konsumenten nicht nur Chancen, sondern auch erhebliche Risiken.
Dabei spielt das Vertrauen für die Wechselbeziehung zwischen Prinzipal und Agenten, Käufer und Verkäufer, die wesentliche Rolle.
Der Zusammenhang zwischen Prinzipal und Agent wird von Pratt und Zeckhauser besonders zutreffend beschrieben: „Whenever one individual depends on the action of another, an agency relationship arises. The individual taking the action is called the agent. The affected party is the principal.” Nahezu in allen Bereichen trifft man auf die Prinzipal-Agenten-Theorie. Als führendes Beispiel wird zur Erklärung in der Arbeit eine Arbeitnehmer- /Arbeitgeberbeziehung in einem realen Markt verwendet.
Im Gegensatz zu realen Märkten sind Onlinemarktplätze nicht vollständig informiert. Die Beziehung zwischen dem Prinzipal und dem Agenten kann dabei sehr vielfältig sein. Grundlegendes Problem ist immer, dass der Prinzipal für eine Dienstleistung bezahlt, bei der er die Handlungen des Agenten nur beschränkt beobachten kann. Obwohl dieser Sachverhalt ein hohes Risiko für die Marktteilnehmer darstellt, erfreut sich die Onlineauktionsbranche immer größerer Beliebtheit, bei der die Grenzen nicht abzuschätzen sind.
Die Arbeit versucht diesen Zusammenhang aus Sicht der Prinzipal-Agenten-Theorie zu bewerten und etwaige Lösungsmöglichkeiten aufzuzeigen

Excerpt


Inhaltsverzeichnis

1. Einleitung

2. Grundzüge der Prinzipal-Agenten-Theorie

2.1. Einordnung der Prinzipal-Agenten-Theorie

2.2. Agenturkosten

2.3. Agenturprobleme

2.3.1. Agenturproblem „hidden characteristics“

2.3.2. Agenturproblem „hidden action“

2.3.3. Agenturproblem „hidden intention“

2.4. Lösungsmechanismen

2.5. Stellungnahme

3. Analyse der Prinzipal-Agenten-Theorie im Onlinehandel

3.1. Agenturproblem „hidden characteristics“ im Onlinehandel

3.2. Agenturproblem „hidden action“ im Onlinehandel

3.3. Agenturproblem „hidden intention“ im Onlinehandel

3.4. Stellungnahme

4. Lösungsmechanismen und Gegenmaßnahmen der Prinzipal-Agenten-Theorie am Beispiel von eBay

4.1. Lösungsmechanismen der Marktteilnehmer

4.1.1. „Signalling“

4.1.2. „Screening“

4.1.3. Selbstselektion

4.1.4. Harmonisierung

4.2. Regulierung von Informationsmängel durch eBay

4.2.1. Mindeststandards und Zutrittsbarrieren

4.2.1.1. Geprüfte Mitglieder

4.2.1.2. Schufa-Auskunft

4.2.2. Garantieverpflichtung für mangelnde Transaktionen

4.2.2.1. eBay- Käuferschutz

4.2.2.2. PayPal Käuferschutz

4.2.2.3. Treuhandservice

4.2.3. Reputationsaufbau durch Bewertungen

4.3. Bewertung der Lösungsmechanismen und Gegenmaßnahmen

5. Schlussfolgerung/Fazit

Zielsetzung und Themen

Die Arbeit untersucht die Herausforderungen beim Handel auf Online-Auktionsplattformen durch die theoretische Linse der Prinzipal-Agenten-Theorie, mit dem Ziel, Risiken durch Informationsasymmetrien aufzuzeigen und Lösungsmechanismen am Beispiel von eBay zu analysieren.

  • Grundlagen der Prinzipal-Agenten-Theorie und ihre Relevanz für den Onlinehandel.
  • Analyse der Agenturprobleme „hidden characteristics“, „hidden action“ und „hidden intention“ im Kontext virtueller Marktplätze.
  • Identifikation und Bewertung von Vertrauensmechanismen (Signalling, Screening, Selbstselektion).
  • Detaillierte Untersuchung der Sicherheits- und Regulierungsmaßnahmen von eBay.

Auszug aus dem Buch

3.1. Agenturproblem „hidden characteristics“ im Onlinehandel

Das Agenturproblem der versteckten Eigenschaften liegt bei der Auktionsplattform eBay vor, wenn eine Transaktionspartei der anderen Partei Informationen über Merkmale der Transaktion vorenthält. Nach Beendigung der Auktion und somit nach dem verbindlichen Vertragsabschluss werden die versteckten Informationen durch die andere Partei erkannt. Dieses Agenturproblem ist bei der Auktionsplattform eBay ständig gegeben. Anbieter und Nachfrager bleiben anonym und decken ihre Identität erst nach der verbindlichen Annahme des Angebots durch den Nachfrager auf.

Bezogen auf die Identität kennen die Transaktionsparteien vor Vertragsabschluss lediglich den Benutzernamen des Vertragspartners und den Artikelstandort. Eine weitere Informationsgewinnung im Vorfeld des Vertragsabschlusses gestaltet sich als schwierig. Jeder Akteur bei eBay ist im Internet über eine IP-Adresse gekennzeichnet. Diese Nummer führt über den Internetanbieter zu einer verifizierten Identität, jedoch kann diese aus Datenschutzgründen nur mit gerichtlichem Beschluss durch eine Vertragspartei bezogen werden. Eine weitere Möglichkeit der Informationsgewinnung ist eine Kontaktaufnahme mit dem Vertragspartner über die Anwendungsplattform von eBay. Hier kann ein Nachfrager Informationen über den Anbieter durch Fragestellungen gewinnen, jedoch können diese wiederum nicht der Wahrheit entsprechen. Es wird somit deutlich, dass eine vollständige Identifizierung des Vertragspartners vor Vertragsabschluss nicht möglich ist. Die Vertragsparteien bleiben bis zum Ende der Auktion anonym. Zusätzlich zur Anonymität ist es für den Anbieter nicht möglich, seinen Vertragspartner selbst zu wählen. Das Ende der Auktion ist gleichzeitig die Willenserklärung des Verkäufers zum Vertragsabschluss.

Zusammenfassung der Kapitel

1. Einleitung: Diese Einleitung führt in den Wandel von klassischen Auktionen hin zu Onlineauktionen ein und stellt eBay als Paradebeispiel sowie die Relevanz der Prinzipal-Agenten-Theorie für dieses Umfeld dar.

2. Grundzüge der Prinzipal-Agenten-Theorie: Dieses Kapitel erläutert die theoretischen Grundlagen der Prinzipal-Agenten-Theorie, definiert Agenturkosten und stellt die drei zentralen Agenturprobleme sowie mögliche Lösungsmechanismen vor.

3. Analyse der Prinzipal-Agenten-Theorie im Onlinehandel: Hier wird die Theorie auf den Onlinehandel übertragen, wobei insbesondere die Anonymität und das Leistungserfüllungsrisiko als Ursachen für Vertrauensprobleme analysiert werden.

4. Lösungsmechanismen und Gegenmaßnahmen der Prinzipal-Agenten-Theorie am Beispiel von eBay: Dieses Kapitel untersucht konkrete Instrumente wie Signalling, Screening, Käuferschutz und das Reputationssystem, die eBay einsetzt, um Informationsasymmetrien abzubauen.

5. Schlussfolgerung/Fazit: Das Fazit fasst zusammen, dass die Prinzipal-Agenten-Theorie die Risiken im Onlinehandel gut erklärt und eBay durch seine Vertrauensmechanismen eine effiziente Plattform bietet, bei der die Chancen überwiegen.

Schlüsselwörter

Prinzipal-Agenten-Theorie, Onlineauktionen, eBay, Informationsasymmetrie, hidden characteristics, hidden action, hidden intention, Vertrauen, Reputation, Signalling, Screening, Selbstselektion, Moral Hazard, Vertragsabschluss, Onlinehandel.

Häufig gestellte Fragen

Worum geht es in dieser wissenschaftlichen Arbeit primär?

Die Arbeit analysiert die spezifischen Chancen und Risiken von Onlineauktionen durch die Brille der Prinzipal-Agenten-Theorie und bewertet, wie Plattformen wie eBay diese Risiken durch Vertrauensinstrumente abmildern.

Welche zentralen Themenfelder stehen im Fokus?

Die zentralen Themen sind Informationsasymmetrie zwischen Käufern und Verkäufern, die daraus resultierenden Agenturprobleme und die Wirksamkeit von Lösungsmechanismen wie Reputationssystemen.

Was ist die zentrale Forschungsfrage?

Die Forschungsfrage zielt darauf ab, wie das theoretische Modell der Prinzipal-Agenten-Theorie genutzt werden kann, um das Verhalten auf Onlinemarktplätzen zu erklären und welche Gegenmaßnahmen effektiv gegen ein mögliches Marktversagen helfen.

Welche wissenschaftliche Methode wird zur Analyse verwendet?

Die Arbeit nutzt eine theoretisch-analytische Methode, indem sie ein etabliertes wirtschaftswissenschaftliches Modell (Prinzipal-Agenten-Theorie) auf den realen Anwendungsfall eines Online-Auktionshauses überträgt.

Was wird im Hauptteil der Arbeit behandelt?

Der Hauptteil gliedert sich in eine theoretische Einführung der Agenturprobleme und deren Übertragung auf den Onlinehandel, gefolgt von einer detaillierten praktischen Untersuchung der von eBay implementierten Sicherheitsmechanismen.

Durch welche Schlüsselwörter lässt sich die Arbeit am besten charakterisieren?

Die wichtigsten Schlagworte sind Prinzipal-Agenten-Theorie, Informationsasymmetrie, Vertrauensaufbau, Reputationssysteme und Online-Transaktionssicherheit.

Wie unterscheidet sich die „hidden intention“-Problematik von anderen Agenturproblemen bei eBay?

Während „hidden characteristics“ vor dem Kauf die Qualität betreffen, bezieht sich „hidden intention“ auf das Risiko des Leistungserfüllungs- und Zahlungsbetrugs nach Vertragsabschluss, was bei räumlich getrennten Online-Transaktionen besonders kritisch ist.

Warum spielt die Anonymität laut der Analyse eine so entscheidende Rolle?

Die Anonymität erschwert die Identifizierung der Vertragspartner vor dem Kauf, wodurch das Vertrauen der Nutzer sinkt und die Gefahr von opportunistischem Verhalten („Moral Hazard“ oder „Hold-up“) durch Informationsasymmetrien steigt.

Excerpt out of 24 pages  - scroll top

Details

Title
Chancen und Risiken von Onlineauktionen aus Prinzipal-Agenten-Sicht
College
Helmut Schmidt University - University of the Federal Armed Forces Hamburg  (Institut für Marketing)
Course
Konsumentenverhalten im Web
Grade
1,3
Author
Anonym (Author)
Publication Year
2007
Pages
24
Catalog Number
V86190
ISBN (eBook)
9783638016476
ISBN (Book)
9783638920780
Language
German
Tags
Chancen Risiken Onlineauktionen Prinzipal-Agenten-Sicht Konsumentenverhalten Principal Agent Principal Agent hidden action hidden intention hidden characteristics hidden information
Product Safety
GRIN Publishing GmbH
Quote paper
Anonym (Author), 2007, Chancen und Risiken von Onlineauktionen aus Prinzipal-Agenten-Sicht, Munich, GRIN Verlag, https://www.grin.com/document/86190
Look inside the ebook
  • Depending on your browser, you might see this message in place of the failed image.
  • Depending on your browser, you might see this message in place of the failed image.
  • Depending on your browser, you might see this message in place of the failed image.
  • Depending on your browser, you might see this message in place of the failed image.
  • Depending on your browser, you might see this message in place of the failed image.
  • Depending on your browser, you might see this message in place of the failed image.
  • Depending on your browser, you might see this message in place of the failed image.
  • Depending on your browser, you might see this message in place of the failed image.
Excerpt from  24  pages
Grin logo
  • Grin.com
  • Shipping
  • Contact
  • Privacy
  • Terms
  • Imprint