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Konstruktivismus - Grundlagen zu Theorie und Praxis

Title: Konstruktivismus - Grundlagen zu Theorie und Praxis

Term Paper , 2002 , 13 Pages , Grade: 1,3

Autor:in: Felix Hessmann (Author)

Psychology - General
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Der Konstruktivismus sei, so Gerhard Roth, eine philosophische Theorie der Wahrnehmung und der Erkenntnis, die für sich in Anspruch nähme, durch Resultate und Theorien aus den Einzelwissenschaften, wie Neurobiologie, Psychologie oder Kommunikationswissenschaften begründet zu sein. In der noch jungen Wissenschaft der Psychologie ist der Konstruktivismus noch eine besonders frische Entwicklungslinie deren Positionen philosophiegeschichtlich jedoch bis Kant zurückreichen. Doch die entscheidende Entwicklung hin zu diesem Konzept basiert auf den Fortschritten der biologischen Psychologie, in deren Rahmen diese Hausarbeit entsteht. So ist der Konstruktivismus sowohl von der ideengeschichtlichen Weiterentwicklung, als auch vom Fortschritt der biologischen Zusammenhänge, geleitet.
Auf der Basis von Literatur und modernerer Stellungnahmen soll im Folgenden die Theorie des Konstruktivismus dargestellt und dann die neuronalen Grundlagen der Theorie skizziert werden. Im vierten Abschnitt wird dies auf der biopsychologischen Ebene erweitert, um anschließend über die praxisorientierte Anwendung des Konzeptes im Bereich der Instruktionspsychologie zu referieren. Den Abschluss findet die Arbeit mit einer Zusammenfassung.

Excerpt


Gliederung

1. Zwischen Philosophie und Biologie

2. Konstruktivismus – radikal und neu

2.1. Der radikale Konstruktivismus

2.2 Der neue Konstruktivismus

3. Neuronale Grundthesen des Konzeptes

3.1 Vom Sinnesorgan zum Neuron

3.2 Vom Neuron zum Gehirn

4.Biopsychologisch orientierte Grundlagen des Konstruierens

4.1 Die Autopoiese

4.2 Signale und Informationen im autopoetischen System

4.3 Beobachter und Konstrukte

5. Der Konstruktivismus–Ansatz und das Lernen

5.1 Thesen zur Instruktionspsychologie

5.2 Problemfelder bei der Umsetzung

5.3 Kritikansätze von Seiten der Instruktionspsychologie

6. Zusammenfassung

Zielsetzung und thematische Schwerpunkte

Die vorliegende Arbeit verfolgt das Ziel, die theoretischen Grundlagen des Konstruktivismus darzustellen, seine neuronalen und biopsychologischen Fundamente zu erörtern und die Anwendbarkeit dieses Konzepts im Kontext der Instruktionspsychologie kritisch zu beleuchten.

  • Philosophische und biologische Herleitung des Konstruktivismus.
  • Unterscheidung zwischen radikalem und neuem Konstruktivismus.
  • Neuronale Informationsverarbeitung und das Konzept der Autopoiese.
  • Konstruktivistische Ansätze in Lehr- und Lernprozessen.
  • Kritische Auseinandersetzung mit der praktischen Umsetzung und instruktionalen Sichtweisen.

Auszug aus dem Buch

3.1 Vom Sinnesorgan zum Neuron

Die Entstehung des Konstruktivismus, so wurde es in der Einleitung bereits angesprochen, hängt eng mit der Erkenntnissentwicklung in der Neurobiologie (und ihren Nachbarwissenschaften) zusammen, da nur auf deren Basis sich eine Theorie wie der Konstruktivismus bewährt. Gehirn und Sinnesorgane, die Forschungs Gegenstände der Neurobiologie und Neuroanatomie, hätten nicht die Aufgabe die „Umwelt so exakt wie möglich zu erfassen“, sondern vielmehr Überleben und Fortpflanzung eines Organismus zu sichern.

„Die alltägliche sinnliche Erfahrung erweckt in uns den Eindruck, dass unser Wahrnehmungssystem in direktem Kontakt mit der Welt steht: die visuelle Welt ist uns im wahrsten Sinne des Wortes unmittelbar augenscheinlich gegeben, die Laute dringen unvermittelt an unser Ohr, und wir betasten und begreifen die Gegenstände in unserer Reichweite unmittelbar als Gegenstände“.

Die Betrachtungsperspektive ändert sich grundlegend, wenn man nicht mehr die Sinnesorgane als verantwortliche Instanz der Wahrnehmung begreift, sondern das Gehirn. Es werden die Sinnesorgane und ihre Komponenten zwar spezifisch von Reizen der Umwelt aktiviert, die neuronale Erregung jedoch, die aufgrund der sensorischen Reizung in den Sinnesorganen entsteht und dann zum Gehirn weitergeleitet wird, ist als solche unspezifisch. Das heißt, man kann Nervenimpulse nicht spezifisch einer visuellen, akustischen, geruchlichen oder taktilen Erregungsursache zuordnen, da sie in einer „neuronalen Einheitssprache“ zum Gehirn weitergeleitet werden.

Zusammenfassung der Kapitel

1. Zwischen Philosophie und Biologie: Einleitung in die philosophischen Wurzeln des Konstruktivismus und die Bedeutung der biologischen Psychologie für dessen Weiterentwicklung.

2. Konstruktivismus – radikal und neu: Differenzierung zwischen dem radikalen Konstruktivismus als Erkenntnistheorie und dem neuen Konstruktivismus im Hinblick auf seine praktische Relevanz.

3. Neuronale Grundthesen des Konzeptes: Analyse der Rolle von Sinnesorganen und Gehirn bei der Informationsverarbeitung und der Entstehung einer „phänomenalen Welt“.

4. Biopsychologisch orientierte Grundlagen des Konstruierens: Erläuterung der Autopoiese, der Signalverarbeitung im Gehirn sowie der Funktion des Beobachters bei der Bildung von Konstrukten.

5. Der Konstruktivismus–Ansatz und das Lernen: Diskussion der Übertragung konstruktivistischer Prinzipien auf die Instruktionspsychologie sowie kritische Betrachtung der Umsetzungsprobleme.

6. Zusammenfassung: Abschlussbetrachtung der theoretischen und praktischen Aspekte des Konstruktivismus und Aufzeigen zukünftiger Forschungsbedarfe.

Schlüsselwörter

Konstruktivismus, Radikaler Konstruktivismus, Neurobiologie, Autopoiese, Kognition, Selbstorganisation, Wahrnehmung, Instruktionspsychologie, Erkenntnistheorie, Gehirn, Signalverarbeitung, Lernprozess, Beobachter, Konstrukte, Wirklichkeit.

Häufig gestellte Fragen

Worum geht es in dieser wissenschaftlichen Arbeit grundsätzlich?

Die Arbeit beleuchtet den Konstruktivismus als philosophisches und psychologisches Phänomen und untersucht dessen theoretische sowie neurobiologische Grundlagen.

Welche zentralen Themenfelder werden behandelt?

Die zentralen Felder sind die Erkenntnistheorie, die Neurobiologie der Wahrnehmung, das Konzept der Autopoiese sowie die Anwendung konstruktivistischer Ansätze in der Instruktionspsychologie.

Was ist das primäre Ziel der Untersuchung?

Das Ziel ist es, den Konstruktivismus von seinen theoretischen Ursprüngen bis hin zur praktischen Anwendbarkeit beim Lernen zu analysieren und kritisch zu hinterfragen.

Welche wissenschaftlichen Methoden werden angewandt?

Die Arbeit basiert auf einer fundierten Literaturrecherche und der Synthese moderner Stellungnahmen aus der Neurobiologie, Psychologie und Pädagogik.

Was wird im Hauptteil der Arbeit detailliert behandelt?

Der Hauptteil gliedert sich in die Darstellung der theoretischen Grundlagen, die neuronalen Mechanismen der Informationsverarbeitung, das biopsychologische Verständnis des Konstruierens und die praktische Umsetzung in Lernkontexten.

Welche Schlüsselbegriffe charakterisieren das Werk?

Wesentliche Begriffe sind Autopoiese, Selbstorganisation, radikaler Konstruktivismus, neuronale Einheitssprache und die instruktionspsychologische Perspektive auf den Wissenserwerb.

Warum ist das Verständnis der „neuronalen Einheitssprache“ so wichtig für den Konstruktivismus?

Dieses Verständnis verdeutlicht, dass das Gehirn keine direkte Abbildung der Außenwelt empfängt, sondern Reize in eine eigene, unspezifische Sprache übersetzt, was die konstruktivistische Sicht der „erfundenen Wirklichkeit“ stützt.

Wo liegen die Hauptprobleme bei der Anwendung konstruktivistischer Ansätze in der Schule?

Zu den Problemen zählen der hohe organisatorische Aufwand, die Gefahr der Überforderung der Lernenden und die teilweise unklare Abgrenzung zu konventionellen Methoden, was laut Dubs und anderen zu Umsetzungsschwierigkeiten führt.

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Details

Title
Konstruktivismus - Grundlagen zu Theorie und Praxis
College
University of Bamberg  (Lehrstuhl für Psychologie)
Course
Biopsychologie I
Grade
1,3
Author
Felix Hessmann (Author)
Publication Year
2002
Pages
13
Catalog Number
V8620
ISBN (eBook)
9783638155496
ISBN (Book)
9783638841863
Language
German
Tags
Konstruktivismus-Instruktionspsychologie-Neuropsychologie-Wahrnehmung Lernen und lehren
Product Safety
GRIN Publishing GmbH
Quote paper
Felix Hessmann (Author), 2002, Konstruktivismus - Grundlagen zu Theorie und Praxis, Munich, GRIN Verlag, https://www.grin.com/document/8620
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