Immanuel Kant: Grundlegung zur Metaphysik der Sitten - Die Vorrede


Essay, 2007
6 Seiten, Note: 1,3

Leseprobe

In diesem Essay soll die Vorrede zur Grundlegung der Metaphysik der Sitten inhaltlich wiedergegeben und anschließend kritisch bewertet werden. Sie ist von ihrem Sinn her eine Einleitung des Buches, die zu den nachfolgenden Themen hinführen soll.

Kant schließt sich der Meinung an, dass die alte griechische Philosophie in drei Wissenschaften einzuteilen ist: Physik, Ethik und Logik. „Alte griechische Philosophie“[1] kann hier als Hinweis darauf verstanden werden, dass die vor allem stoische Aufgliederung und die ursprüngliche Bedeutung des Wortes „Philosophie“ gemeint ist: Liebe zur Weisheit. Danach ist die Philosophie eine auf keinen Gegenstandsbereich eingeschränkte, allumfassende Wissenschaft. In diesem Sinn verstanden lässt sich auch die Einteilung durch Kant erst nachvollziehen.

Physik, Ethik und Logik lassen sich wiederum zwei Klassen von Vernunfterkenntnis zuordnen, der materiellen und der formalen. Zur ersten zählen die Physik, auch Naturlehre genannt, als die Wissenschaft von den Gesetzen der Natur und die Ethik, auch Sittenlehre genannt, als die Wissenschaft von den Gesetzen der Freiheit.[2] Die Logik ist von formaler Vernunfterkenntnis geprägt, da sie sich nicht wie die Physik oder die Ethik mit irgendeinem Objekt beschäftigt, sondern mit den Regeln des Denkens, der Vernunft sowie mit dem Verstand, kurz mit den Regeln des Schließens. Da jene ihre Erkenntnisse lediglich a priori und nicht mit Hilfe der Erfahrung gewinnen kann, wird sie als reine Philosophie bezeichnet. Ethik und Physik haben ebenfalls einen „reinen“ Anteil: Die Metaphysik der Natur (Physik) und die Metaphysik der Sitten, die Moral (Ethik). Zusätzlich haben beide jedoch noch einen empirischen Part bei dem Erkenntnis durch Erfahrung gewonnen wird. Das folgende Schema soll die beschriebene Einteilung verdeutlichen:

Abbildung in dieser Leseprobe nicht enthalten

[...]


[1] Kant, S. 4, 1

[2] „Gesetze der Freiheit“ erscheint als Widerspruch und ist nur unter Voraussetzung der Unterteilung in Verstandes- und Sinnenwelt im dritten Abschnitt verständlich. Dort wird Freiheit als eine Eigenschaft des Willens bezeichnet, der wiederum eine 2. Art von Kausalität ist (Verstandeswelt). Die Natur mit ihren Gesetzen wird zur Sinnenwelt gezählt. (Kant, S. 75 - 85)

Ende der Leseprobe aus 6 Seiten

Details

Titel
Immanuel Kant: Grundlegung zur Metaphysik der Sitten - Die Vorrede
Hochschule
Universität Bielefeld  (Fakultät für Geschichtswissenschaft, Philosophie und Theologie)
Veranstaltung
Kants Moralphilosophie
Note
1,3
Autor
Jahr
2007
Seiten
6
Katalognummer
V86234
ISBN (eBook)
9783638011006
Dateigröße
342 KB
Sprache
Deutsch
Schlagworte
Immanuel, Kant, Grundlegung, Metaphysik, Sitten, Vorrede, Kants, Moralphilosophie
Arbeit zitieren
Eva Moritz (Autor), 2007, Immanuel Kant: Grundlegung zur Metaphysik der Sitten - Die Vorrede, München, GRIN Verlag, https://www.grin.com/document/86234

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