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Ist die Asienkrise ein Beleg für die Theorie der fragmentierenden Entwicklung nach Fred Scholz?

Title: Ist die Asienkrise ein Beleg für die Theorie der fragmentierenden Entwicklung nach Fred Scholz?

Seminar Paper , 2007 , 10 Pages , Grade: 2,3

Autor:in: Jesse Nies (Author)

Geography / Earth Science - Economic Geography
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Die vorliegende Arbeit befasst sich mit der Frage, ob die Asienkrise als Beleg für die Theorie der fragmentierenden Entwicklung von Fred Scholz gelten kann. Dazu wird zunächst Hintergrund und Verlauf der Asienkrise dargestellt. Diesen Informationen wird im zweiten Kapitel ein Abriss gegenübergestellt, der den Leser kurz in die Theorie von Scholz einführt. Im dritten und letzten Teil der Untersuchung wird die Asienkrise und die dargelegte Theorie miteinander verglichen. Dabei geht es darum, zu prüfen, inwieweit die Theorie dem realen Phänomen entspricht und somit verifiziert werden kann. Daran schließt sich ein abschließendes Fazit an. Darin werden zum einen die Untersuchungsergebnisse zusammengefasst, zum anderen geht daraus eine Bewertung der Theorie Scholz´ hervor, die jedoch aufgrund des Unersuchungsansatzes nur begrenzten Gültigkeitsanspruch haben kann.

Excerpt


Inhaltsverzeichnis

1. Vorwort

2. Die Asienkrise

2.1 Verlauf der Asienkrise

2.2 Folgen Asienkrise

3. Theorie der fragmentierenden Entwicklung nach Fred Scholz

3.1 Globale Fragmentierung

4. Die Asienkrise – ein Beispiel fragmentierender Entwicklung?

5. Fazit

Zielsetzung & Themen

Die vorliegende Arbeit untersucht, inwieweit die Asienkrise Ende der 1990er Jahre als empirischer Beleg für die Theorie der fragmentierenden Entwicklung nach Fred Scholz dienen kann, indem sie die theoretischen Annahmen zur globalen Fragmentierung mit den realen wirtschaftlichen Ereignissen in Südostasien vergleicht.

  • Analyse der Ursachen und Folgen der Asienkrise
  • Einführung in die Theorie der fragmentierenden Entwicklung nach Fred Scholz
  • Diskussion des Konzepts der globalen Fragmentierung
  • Überprüfung der Durchlässigkeit theoretischer Kategorien anhand der Asienkrise
  • Kritische Bewertung der Rolle von Nationalstaaten und globalen Akteuren

Auszug aus dem Buch

3.1 Globale Fragmentierung

Den Begriff der Fragmentierung definiert Scholz als soziales und zugleich räumliches Phänomen (SCHOLZ 2004: 217f). „Fragmentierung bedeutet aus geographischer Perspektive (…) Regionalisierung“ (SCHOLZ 2004: 218). In Anlehnung an den Begriff der Regionalisierung definiert Scholz die grundlegende Begrifflichkeit seiner Theorie, den Ort. Er definiert einen Ort als „räumliche Konzentrationen von sozial, ökonomisch, politisch und/oder kulturell verflochtenen, vernetzten und nach außen abgegrenzten (…) Aktivitäten“ (SCHOLZ 2004: 221). In diesem Sinne ist ein Ort also nichts anderes als ein Bündel ineinander verfochtener Prozesse von Produktion, Dienstleistungen, Kommunikation und Konsum, die zusammen ein komplexes Netzwerk bilden, das nach außen abgegrenzt ist und nicht an administrative Grenzen gebunden ist.

In der Vergangenheit ging man davon aus, dass Nationalstaaten geschlossene Systeme seien, die die in ihrem Territorium ablaufenden ökonomischen Prozessen steuern. Scholz legt dieses Bild des Nationalstaats ad acta. Durch die Liberalisierung der nationalen Märkte entstand demnach eine Weltwirtschaft, der die Nationalstaaten heute machtlos gegenüberstehen. Dementsprechend spielen Nationalstaaten in dem von Scholz entworfenen Modell nur noch eine untergeordnete Rolle.

Zusammenfassung der Kapitel

1. Vorwort: Dieses Kapitel erläutert die Forschungsfrage und das methodische Vorgehen beim Vergleich der Asienkrise mit der Theorie von Fred Scholz.

2. Die Asienkrise: Hier werden der wirtschaftliche Kontext der asiatischen Tigerstaaten, der Verlauf der Währungskrise ab 1997 sowie die sozialen und ökonomischen Folgen detailliert dargestellt.

3. Theorie der fragmentierenden Entwicklung nach Fred Scholz: Es erfolgt eine theoretische Einordnung der Scholz’schen Entwicklungsforschung sowie eine Definition des Begriffs der globalen Fragmentierung.

4. Die Asienkrise – ein Beispiel fragmentierender Entwicklung?: Dieses Kapitel führt den Abgleich zwischen der historischen Krise und den theoretischen Kategorien durch und hinterfragt deren Anwendungsgrenzen.

5. Fazit: Die Arbeit fasst die Untersuchungsergebnisse zusammen und bewertet die Eignung der Theorie für die Erklärung der Asienkrise.

Schlüsselwörter

Asienkrise, Fragmentierende Entwicklung, Fred Scholz, Globalisierung, Tigerstaaten, globale Orte, globalisierte Orte, Restwelt, Wirtschaftskrise, Kapitalmärkte, Nationalstaat, Weltwirtschaft, Finanzkrise, Entwicklungsforschung, Heterogenität.

Häufig gestellte Fragen

Worum geht es in der Arbeit grundsätzlich?

Die Arbeit untersucht die Anwendbarkeit der Theorie der „fragmentierenden Entwicklung“ von Fred Scholz am konkreten historischen Beispiel der Asienkrise von 1997.

Was sind die zentralen Themenfelder?

Zentrale Themen sind die Globalisierung, das Konzept der globalen Fragmentierung, die Rolle von Akteuren in der Weltwirtschaft sowie die wirtschaftliche Entwicklung in Südostasien.

Was ist das primäre Ziel der Untersuchung?

Das Ziel ist zu prüfen, ob die Asienkrise als empirischer Nachweis für die von Scholz postulierten Kategorien und die Heterogenität des Globalisierungsprozesses gelten kann.

Welche wissenschaftliche Methode wird verwendet?

Die Arbeit nutzt eine theoretisch-analytische Methode, bei der ein theoretisches Modell mit realen, durch Literatur belegten Phänomenen verglichen und kritisch hinterfragt wird.

Was wird im Hauptteil behandelt?

Im Hauptteil werden zunächst die Asienkrise historisch beleuchtet und die Theorie von Fred Scholz vorgestellt, bevor beide Komplexe in einer vergleichenden Analyse zueinander in Bezug gesetzt werden.

Welche Schlüsselwörter charakterisieren die Arbeit?

Zu den wichtigsten Begriffen zählen Asienkrise, fragmentierende Entwicklung, globale Orte, Restwelt, Nationalstaat und Globalisierung.

Inwiefern hat sich die Rolle des Nationalstaats nach Scholz verändert?

Scholz vertritt die Auffassung, dass Nationalstaaten im Kontext der globalisierten Weltwirtschaft machtlos geworden sind und nur noch Standorte für global agierende Unternehmen anbieten.

Wird die Theorie von Fred Scholz durch die Asienkrise voll bestätigt?

Nein, die Untersuchung kommt zu dem Schluss, dass die Krise die Theorie nur bedingt stützt, da der Einfluss nationalstaatlicher Wirtschaftspolitik im Modell unterschätzt wird.

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Details

Title
Ist die Asienkrise ein Beleg für die Theorie der fragmentierenden Entwicklung nach Fred Scholz?
College
Johannes Gutenberg University Mainz
Grade
2,3
Author
Jesse Nies (Author)
Publication Year
2007
Pages
10
Catalog Number
V86243
ISBN (eBook)
9783638016599
Language
German
Tags
Asienkrise Beleg Theorie Entwicklung Fred Scholz
Product Safety
GRIN Publishing GmbH
Quote paper
Jesse Nies (Author), 2007, Ist die Asienkrise ein Beleg für die Theorie der fragmentierenden Entwicklung nach Fred Scholz? , Munich, GRIN Verlag, https://www.grin.com/document/86243
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