Barocklyrik - Paul Fleming: Leben und Werk


Hausarbeit, 2005

5 Seiten, Note: 1,7


Leseprobe

„Ich war an Kunst und Gut und Stande groß und reich, (...)“ beginnt sich Paul Fleming in seiner selbstverfassten Grabinschrift zu charakterisieren. Diese Hausaufgabe widmet sich dem Leben und Werk des bekannten Barocklyrikers. Zu Beginn dieser Arbeit wird ein Überblick über die Lebensdaten Paul Flemings gegeben. In einem zweiten Schritt wird auf seine Werke eingegangen und Flemings Dichterkollegen und Ereignisse vorgestellt, die diese Werke entschieden geprägt haben.

Paul Fleming war ein Lyriker des Barockzeitalters. Er hat von 1609 bis 1640 gelebt und die Epoche des Barock entscheidend geprägt. Geboren als Pastorensohn, schickten ihn seine Eltern, mit gerade einmal 12 Jahren auf die Leipziger Thomasschule. 1628 begann er ein Studium der Philosophie und Medizin. Zwei Jahre später machte ihn ein Kommilitone mit Opitz bekannt. Von 1633 bis 1639 nahm Fleming an einer Reise nach Russland und Persien teil. Während dieser Zeit lernte er 1635 die Kaufmannsfamilie Niehusen kennen, mit deren Tochter Anna er sich 1639 verlobte. Während einer Reise nach Reval, wo er einen Doktortitel erwerben wollte, starb er 1640 im Alter von 30 Jahren.[1]

Laut Marian Szyrocki zählt Fleming zu den bedeutendsten Lyrikern des Barockzeitalters.[2] Flemings Werke kann man in die „Dichtung der Leipziger“ einordnen. In diese Reihe gehören verschiedene Dichter, die in den Dreißigern und Vierzigern in Leipzig gelebt und an Martin Opitz orientiert geschrieben haben. So sah auch Fleming Opitz als seinen Lehrer an und profitierte von dessen Erfahrung. Insgesamt schrieb Fleming nur 10 Jahre, in denen seine Dichtungen in besonderem Maße von seiner Reise nach Reval geprägt wurden. Die Abwesenheit von der Heimat, half Fleming sich ungezwungener auszudrücken und verschaffte ihm einen Vorteil gegenüber seinen Zeitgenossen. Seine Liebesgedichte und Reisesonette überzeugten zum einen durch eigene Erfahrungen, die Fleming verarbeitete, zum anderen dadurch, dass Fleming in Gegensatz zu seinen Dichterkollegen, ausschließlich Lyriker war. Er war dadurch im Stande, innerhalb kürzester Zeit die Strömungen, Dichtarten und Themen perfekt zu beherrschen.[3] Einfluss auf Flemings Werk und Leben hatten sein Lehrer Johann Hermann Schein, der ihn 1623 in die Reihe der Thomaner aufnahm und sein Universitätsprofessor Adam Olearius. Außerdem pflegte Fleming Freundschaften mit schlesischen Studenten, von denen einer Georg Gloger war, der ihm 1630 Martin Opitz vorstellte.

[...]


[1] vgl. Grimm, E. Gunter, und Max, Frank Rainer (Hrsg.): Reformation, Renaissance und Barock. Band 2, Reclam, Stuttgart, 1989, S. 214

[2] Szyrocki, Marian: Die deutsche Literatur des Barock. Eine Einführung. Reclam, Stuttgart, 1979, S. 154

[3] vgl. Grimm, E. Gunter, und Max, Frank Rainer (Hrsg.): Reformation, Renaissance und Barock. A.a.O., S. 216 f.

Ende der Leseprobe aus 5 Seiten

Details

Titel
Barocklyrik - Paul Fleming: Leben und Werk
Hochschule
Technische Universität Carolo-Wilhelmina zu Braunschweig  (Seminar für Deutsche Sprache und Literatur )
Veranstaltung
Barocklyrik
Note
1,7
Autor
Jahr
2005
Seiten
5
Katalognummer
V86271
ISBN (eBook)
9783638017916
Dateigröße
421 KB
Sprache
Deutsch
Anmerkungen
Bei dieser Arbeit handelt es sich um eine sogenannte "Hausaufgabe" (= kürzere Hausarbeit) aus dem neuen Bachelorstudiengang.
Schlagworte
Barocklyrik, Paul, Fleming, Leben, Werk, Barocklyrik
Arbeit zitieren
Nina Lamprecht (Autor), 2005, Barocklyrik - Paul Fleming: Leben und Werk, München, GRIN Verlag, https://www.grin.com/document/86271

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