„Global sourcing, low-cost sourcing, emerging-market sourcing, offshouring. Whatever phrase you use, they all point to a new significant trend within the procurement business.”
Im Zeitalter der Globalisierung müssen Unternehmen neue Strategien entwickeln, um international wettbewerbsfähig zu bleiben. Dabei hat der besonders in den letzten Jahren verstärkt anhaltende Trend zur Verringerung der Wertschöpfungstiefe dazu geführt, dass dem Beschaffungsbereich im Rahmen der strategischen Unternehmensführung eine immer größere Bedeutung zukommt. In diesem Zusammenhang hat das Konzept des Global Sourcing die Kernaufgabe, ein nachhaltig wettbewerbsfähiges Wertschöpfungsnetzwerk auf der Versorgungsseite des Unternehmens sicherzustellen, was eine Optimierung der Beschaffung und darüber hinaus der vorgelagerten Wertschöpfungsketten impliziert. Damit Unternehmen dieser komplexen Aufgabe gerecht werden können, müssen alle Komponenten der eigenen Wertschöpfungskette hinsichtlich globaler Wettbewerbsfähigkeit durchleuchtet werden. Entscheidend ist hierbei die Analyse der weltweiten Beschaffungsmärkte und insbesondere der Leistungsfähigkeit der dort angesiedelten Lieferanten.
Im Fokus der Analyse der weltweiten Beschaffungsmärkte standen bisher hauptsächlich China und Osteuropa, wohingegen das Potenzial Indiens als Beschaffungsmarkt weitestgehend übersehen wurde. Darüber hinaus darf man die industrielle Struktur Indiens nicht nur auf die ohne Zweifel große Bedeutung des IT-Sektors beschränken. Indien ist in vielen Teilen international wettbewerbsfähig und sollte daher zumindest in diesen Bereichen im Kontext des Global Sourcing einer Analyse unterworfen werden. Dabei muss im Zentrum eines strategischen Beschaffungsprozesses ein ganzheitlicher Lieferantenauswahlprozess stehen, der den zentralen indienspezifischen Besonderheiten gerecht wird. Denn nur so kann es langfristig gelingen, die Leistung und das Know-how der indischen Lieferanten optimal mit den Kernkompetenzen des eigenen Unternehmens zu verknüpfen, um die Potenziale des indischen Beschaffungsmarktes zur Generierung eigener Wettbewerbsvorteile möglichst umfassend auszuschöpfen.
Inhaltsverzeichnis
1 Einleitung
1.1 Problemaufriss
1.2 Erkenntnisziel und Vorgehensweise
2 Indienspezifische Aspekte
2.1 Indien als Emerging Market
2.2 Indien als Beschaffungsmarkt
2.2.1 Chancen
2.2.2 Herausforderungen (Gefahren)
3 Global Sourcing
3.1 Begriff und Einordnung
3.2 Unternehmens- und wettbewerbsstrategische Bedeutung
3.3 Sourcing – Konzepte
3.4 Prozessmodell der strategischen Beschaffung
4 Indienspezifischer Lieferantenauswahlprozess
4.1 Phasen einer systematischen Vorgehensweise
4.1.1 Lieferantenidentifikation
4.1.2 Lieferanteneingrenzung
4.1.3 Lieferantenauswahl
4.1.4 Lieferantenverhandlung
4.2 Indienspezifische Erfolgsfaktoren
5 Fazit und Ausblick
Zielsetzung & Themen
Diese Arbeit erläutert die Bedeutung eines indienspezifischen Global Sourcings als strategisches Instrument zur Wertkettenoptimierung und zeigt auf, wie Unternehmen die Potenziale des indischen Marktes durch einen systematischen Lieferantenauswahlprozess unter Berücksichtigung der spezifischen Rahmenbedingungen erschließen können.
- Analyse Indiens als Emerging Market und Beschaffungsmarkt
- Grundlagen und Bedeutung des Global Sourcing
- Entwicklung eines Prozessmodells zur strategischen Beschaffung
- Systematische Phasen des Lieferantenauswahlprozesses
- Berücksichtigung indienspezifischer Erfolgsfaktoren bei Verhandlungen
Auszug aus dem Buch
1.1 Problemaufriss
„Global sourcing, low-cost sourcing, emerging-market sourcing, offshouring. Whatever phrase you use, they all point to a new significant trend within the procurement business.” Im Zeitalter der Globalisierung müssen Unternehmen neue Strategien entwickeln, um international wettbewerbsfähig zu bleiben. Dabei hat der besonders in den letzten Jahren verstärkt anhaltende Trend zur Verringerung der Wertschöpfungstiefe dazu geführt, dass dem Beschaffungsbereich im Rahmen der strategischen Unternehmensführung eine immer größere Bedeutung zukommt. In diesem Zusammenhang hat das Konzept des Global Sourcing die Kernaufgabe, ein nachhaltig wettbewerbsfähiges Wertschöpfungsnetzwerk auf der Versorgungsseite des Unternehmens sicherzustellen, was eine Optimierung der Beschaffung und darüber hinaus der vorgelagerten Wertschöpfungsketten impliziert. Damit Unternehmen dieser komplexen Aufgabe gerecht werden können, müssen alle Komponenten der eigenen Wertschöpfungskette hinsichtlich globaler Wettbewerbsfähigkeit durchleuchtet werden. Entscheidend ist hierbei die Analyse der weltweiten Beschaffungsmärkte und insbesondere der Leistungsfähigkeit der dort angesiedelten Lieferanten.
Im Fokus der Analyse der weltweiten Beschaffungsmärkte standen bisher hauptsächlich China und Osteuropa, wohingegen das Potenzial Indiens als Beschaffungsmarkt weitestgehend übersehen wurde. Darüber hinaus darf man die industrielle Struktur Indiens nicht nur auf die ohne Zweifel große Bedeutung des IT-Sektors beschränken. Indien ist in vielen Teilen international wettbewerbsfähig und sollte daher zumindest in diesen Bereichen im Kontext des Global Sourcing einer Analyse unterworfen werden. Dabei muss im Zentrum eines strategischen Beschaffungsprozesses ein ganzheitlicher Lieferantenauswahlprozess stehen, der den zentralen indienspezifischen Besonderheiten gerecht wird. Denn nur so kann es langfristig gelingen, die Leistung und das Know-how der indischen Lieferanten optimal mit den Kernkompetenzen des eigenen Unternehmens zu verknüpfen, um die Potenziale des indischen Beschaffungsmarktes zur Generierung eigener Wettbewerbsvorteile möglichst umfassend auszuschöpfen.
Zusammenfassung der Kapitel
1 Einleitung: Dieses Kapitel führt in die Thematik ein, skizziert den wachsenden Bedarf an globalen Beschaffungsstrategien und definiert das Ziel der Arbeit, einen indienspezifischen Auswahlprozess für Lieferanten zu erarbeiten.
2 Indienspezifische Aspekte: Hier wird Indien als aufstrebender Markt (Emerging Market) charakterisiert und es werden die Chancen sowie die spezifischen Herausforderungen, wie Infrastrukturprobleme oder kulturelle Besonderheiten, beleuchtet.
3 Global Sourcing: Dieses Kapitel erläutert den Begriff des Global Sourcing, ordnet ihn strategisch ein und stellt ein Prozessmodell für die strategische Beschaffung vor.
4 Indienspezifischer Lieferantenauswahlprozess: Der Kernteil der Arbeit beschreibt detailliert die vier Phasen der Lieferantenselektion (Identifikation, Eingrenzung, Auswahl, Verhandlung) und nennt kritische Erfolgsfaktoren für das Indiengeschäft.
5 Fazit und Ausblick: Das Fazit fasst die Ergebnisse zusammen und betont, dass Global Sourcing ein unverzichtbares Instrument für nachhaltige Wettbewerbsvorteile darstellt, dessen Erfolg maßgeblich von der Beachtung indienspezifischer Bedingungen abhängt.
Schlüsselwörter
Global Sourcing, Indien, Beschaffungsmarkt, Lieferantenauswahl, Wertkettenoptimierung, Emerging Market, strategische Beschaffung, Lieferantenmanagement, interkulturelle Sensibilität, Wettbewerbsvorteile, Prozessmodell, Standortattraktivität, Beschaffungsstrategie, Kostenoptimierung, Lieferantenbewertung.
Häufig gestellte Fragen
Worum geht es in dieser Arbeit grundsätzlich?
Die Arbeit befasst sich mit der Etablierung von Global-Sourcing-Strategien mit besonderem Fokus auf den indischen Beschaffungsmarkt.
Was sind die zentralen Themenfelder?
Zu den Schwerpunkten zählen die Analyse Indiens als Beschaffungsmarkt, Konzepte der strategischen Beschaffung sowie die Gestaltung eines systematischen Lieferantenauswahlprozesses.
Was ist das primäre Ziel der Arbeit?
Das Ziel ist es, die Bedeutung eines indienspezifischen Global Sourcings für die Wertkettenoptimierung darzulegen und die notwendigen Stufen für einen erfolgreichen Lieferantenauswahlprozess zu definieren.
Welche wissenschaftliche Methode wird verwendet?
Der Autor stützt sich auf eine umfassende Literaturanalyse und überträgt gängige Beschaffungsmodelle (wie das Trichtermodell) auf die spezifischen Rahmenbedingungen des indischen Marktes.
Was wird im Hauptteil behandelt?
Der Hauptteil analysiert indienspezifische Chancen und Risiken, definiert Sourcing-Konzepte und beschreibt detailliert die Phasen der Lieferantenidentifikation, -eingrenzung, -auswahl und -verhandlung.
Welche Schlüsselwörter charakterisieren die Arbeit?
Die zentralen Begriffe umfassen Global Sourcing, Indien, Lieferantenauswahl, Wertkettenoptimierung, interkulturelle Sensibilität und strategisches Beschaffungsmanagement.
Warum ist das "Trichtermodell" für den Auswahlprozess relevant?
Das Trichtermodell dient als systematisches Ablaufschema, um eine große Anzahl potenzieller indischer Lieferanten sukzessive auf eine für das Unternehmen relevante Auswahl zu reduzieren.
Welche Rolle spielt die interkulturelle Sensibilität in Verhandlungen?
Sie ist ein entscheidender Erfolgsfaktor, da indische Geschäftspartner oft indirekt kommunizieren und Beziehungen eine höhere Priorität haben als rein formale Spezifikationen oder der bloße Preis.
- Quote paper
- Marc Sieper (Author), 2007, Global Sourcing in Indien. Besonderheiten und Lieferantenauswahlprozess, Munich, GRIN Verlag, https://www.grin.com/document/86274