Unternehmensspezifische Determinanten von Direktinvestitionen


Diplomarbeit, 2007

46 Seiten, Note: 1,3


Leseprobe

INHALTSVERZEICHNIS

ABBILDUNGSVERZEICHNIS

ABKÜRZUNGSVERZEICHNIS

SYMBOLVERZEICHNIS

1 EINLEITUNG

2 RELEVANZ DER FDI

3 DETERMINANTEN DER DIREKTINVESTITIONEN
3.1 LÄNDER- UND INDUSTRIESPEZIFISCHE ANALYSE
3.1.1 Eclectic Approach - OLI-Paradigma
3.1.2 Proximity-Concentration Trade-off
3.2 UNTERNEHMENSSPEZIFISCHE ANALYSE
3.2.1 Export vs. FDI (statische Dimension)
3.2.2 Export vs. FDI-Varianten (statische Dimension)
3.2.3 Sequenzielle Investitionen (dynamische Dimension)

4 EMPIRISCHE EVIDENZ DER THEORIEN
4.1 DETERMINANTEN DER „EXPORT VS. FDI ENTSCHEIDUNG“
4.2 DETERMINANTEN DER FDI-VARIANTEN
4.3 DETERMINANTEN SEQUENTIELLER INVESTITIONEN

5 DISKUSSION UND KONSEQUENZEN

6 ANHANG

7 LITERATURVERZEICHNIS

ABBILDUNGSVERZEICHNIS

Abbildung 1: Entwicklung des GDP und der FDI

Abbildung 2: Zusammenhänge der untersuchten Theorien

Abbildung 3: Entscheidungsmatrix zur Bedienung von Auslandsmärkten

Abbildung 4: „Host Country Determinants” von FDI

Abbildung 5: HMY-Modell: graphische Darstellung

Abbildung 6: Lösungsmenge JV vs. WO

Abbildung 7: Lösungsmenge JV vs. M&A vs. WO

Abbildung 8: Export vs. FDI bei Unsicherheit oder Schocks

Abbildung 9: Produktivität unterschiedlicher Firmentypen

Abbildung 10: Unternehmensspezifische Determinanten von FDI

ABKÜRZUNGSVERZEICHNIS

Abbildung in dieser Leseprobe nicht enthalten

SYMBOLVERZEICHNIS

Abbildung in dieser Leseprobe nicht enthalten

„...a consideration of firm-level determinants adds a significant new dimension to the FDI literature, that has traditionally relied only on industry- and country-specific factors...“.

Raff et al. (2006: 25)

1 EINLEITUNG

Ausländische Direktinvestitionen (FDI) multinationaler Unternehmen (MNE) waren seit den 1980er Jahren eines der bestimmenden Merkmale wirt- schaftlicher Interaktionen im globalen Finanzgefüge.1 Deutlich wird dies an- hand eines Vergleichs des weltweiten Bruttoinlandsprodukts (BIP), das im Zeitraum von 1980 bis 2005 um den Faktor 3,8 angestiegen ist, und den jähr- lich getätigten FDI, die im gleichen Zeitraum um den Faktor 16,6 zulegten.2

Diesem Phänomen entsprechend besteht ein ausgeprägtes Interesse an dieser Art der privaten Kapitalanlage. Sowohl Regierungen als auch Unternehmungen haben in Auslandsdirektinvestitionen eine alternative Finanzierungsquelle identifiziert, um ihre Leistungsbilanzdefizite bzw. zunehmenden Kapitalbedarf zu decken, wie Groht (2005: 65, 180) beschreibt. Allerdings stellt sich die Frage, welche Ziele die investierenden Firmen durch ihr Engagement verfolgen. Mankiw (2001: 572) liefert dazu eine einfache Antwort:

„Wenn Ausländer Investitionen in einem Land tätigen, so tun sie dies, weil sie einen Ertrag aus ihrer Kapitalanlage erwarten.“

Das Gewinnmaximierungskalkül, das hierbei im Vordergrund steht, ist Basis vieler FDI-Theorien.3 Dabei werden verschiedene Variablen identifiziert, die je nach Ausprägung die Investitionsentscheidungen begründen. Unterscheiden lassen sich dabei länder- und unternehmensspezifische Bestimmungsgründe von FDI. Die länderspezifisch orientierten Einflussgrößen determinieren, ob die Bedienung eines ausländischen Marktes vor dem Hintergrund des Ge- winnmaximierungskalküls für ein Unternehmen überhaupt ertragreich ist. Re- levant ist dabei oft die Bevölkerungsgröße oder das Pro-Kopf-Einkommen.4 Die Untersuchung dieser klassisch-makroökonomischen Bestimmungsgründe für FDI ist nicht im Fokus eines jüngeren Literaturstranges. Vielmehr geht es heutzutage um die Frage, welche Gründe auf Unternehmensebene für die Mul- tinationalität verantwortlich sind und wie Firmen international agieren. Substi- tute zu FDI stellen Exportaktivitäten oder die Lizenzproduktion durch vor Ort ansässige ausländische Dritte dar.5 Innerhalb der FDI ist zudem zwischen Neu- gründungen (GF) und Fusionen mit ausländischen Gesellschaften (M&A) zu unterscheiden. Darüber hinaus unterteilen Raff et al. (2006: 2) die GF in Joint Ventures (JV) und komplett im Eigenbesitz befindliche Niederlassungen (WO). Findet FDI in Form von M&A statt, werden eigene firmenspezifische Werte mit denen der übernommenen Gesellschaft kombiniert. Innerhalb eines JV werden die immateriellen „assets“ zweier Firmen ebenfalls verknüpft, die Outputentscheidung wird aber unabhängig voneinander getroffen. Der Vorteil daran ist im Vergleich zu WO-Niederlassungen, dass Zugang zu neuen Ver- mögenswerten gewonnen werden kann. Nachteilig wirkt hingegen, dass sich diese nicht komplett im Eigenbesitz befinden und eine Firma daher nicht unge- teilt von ihnen profitiert. Sowohl bei GF als auch bei M&A sind nach Otto (2005: 24) horizontale6 von vertikalen7 FDI zu differenzieren.

Prinzipiell spricht die Deutsche Bundesbank (2005: 56) von FDI, wenn „grenz- überschreitende Beteiligungen ab 10% und mehr Anteilen am Kapital oder an den Stimmrechten von Unternehmen“ einschließlich Zweigniederlassungen und Betriebsstätten bestehen. Nach Krugmann/Obstfeld (2003: 235) besteht das charakteristische Merkmal von FDI darin, dass der Ressourcentransfer mit der Übernahme von Kontrolle verbunden ist. Eine Niederlassung hat bei dieser Form der Kapitalanlage nicht nur finanzielle Verpflichtungen gegenüber der Muttergesellschaft wie es bei Portfolioinvestitionen der Fall ist, sondern sie ist auch Bestandteil derselben Organisationsstruktur. Groht (2005: 60) ergänzt, dass dies auch für die beherrschte Firma von Vorteil ist, da FDI im Gegensatz zu Portfolioinvestitionen als langfristige Finanzengagements erachtet werden.

Diese Arbeit basiert auf der jüngeren Literatur und betrachtet die mikroökono- mischen (unternehmensspezifischen) Determinanten von FDI. Es wird dabei herausgestellt, warum Firmen derselben Industrie unterschiedliche Internatio- nalisierungsstrategien verfolgen. Wie sich im theoretischen und empirischen Abschnitt zeigen wird, sind die FDI-Entscheidungen eines Unternehmens einerseits statisch sowie andererseits als sequenzielle Folge dargestellt. In Abhängigkeit dieser Variation kommt es zu multivalenten Interpretationen der Determinanten und der Motive verschiedener intertemporaler FDI.

Abbildung 2 stellt graphisch dar, wie die Analyse im Folgenden voranschreiten wird: In Abschnitt 2 werden zunächst monetäre Fakten zu Direktinvestitionen genannt. Im Abschnitt 3 sind Theorien zur FDI-Determinierung dargestellt. Da die unternehmensfokussierten Theorien des Unterabschnittes 3.2 Elemente klassischer Erklärungsansätze beinhalten, werden letztere kurz im ersten Teil von Abschnitt 3 präsentiert. Im Anschluss daran finden sich in Abschnitt 4 empirische Studien zu den präsentierten Theorien. Im finalen Abschnitt 5 wer- den zusammenfassende und abschließende Aussagen formuliert.

2 RELEVANZ DER FDI

Laut UNCTAD (2007) vervielfachten sich die jährlich getätigten FDI („inflows“) von 55 Mrd. US-$ im Jahre 1980 auf 916 Mrd. US-$ im Jahre 2005. Um knapp 35vH liegt dieser Wert allerdings noch unter der Rekordin- vestitionssumme von 1.409 Mrd. US-$ des Jahres 2000. Dem gegenüber ist das Wachstum des weltweiten BIP, das laut IMF (2007) innerhalb von 25 Jahren (1980-2005) von 11.775 Mrd. US-$ auf „nur“ 44.688 Mrd. US-$ gestiegen ist, vergleichbar gering.8 Wie eine eigene Berechnung zeigt, ist dadurch der FDI- Bestand („stock“) in Relation zum globalen BIP von 4,8vH (1980) auf 22,7vH (2005) gestiegen.9 Diese Investitionen werden gemäß UNCTAD (2006: 271) von ca. 77.200 MNE getätigt, die etwa 773.000 Tochtergesellschaften besitzen. Wie Dunning (2002: 2f.) berechnet, stellen M&A im Zeitraum 1995-2000 mit 70vH dabei weltweit den größten Anteil an ausländischen Direktinvestitionen. FDI in den Entwicklungs- sowie in den mittel- und osteuropäischen (MOE) Reformländern zeigen ein anderes Bild. Wie Fortanier/Maher (2002: 169f.) erklären, sind dort GF das vorrangige Instrument des Markteintritts, wobei zu- letzt auch dort der M&A-Anteil stieg. Das liegt, so die Autoren, zumeist an Privatisierungsbestrebungen für im Staatsbesitz befindliche Gesellschaften.10

In Deutschland wurden im Jahre 2005, wie die UNCTAD (2006: 279) aufzeigt, die meisten bilateralen Investitionsverträge (BIT) unterzeichnet. Dabei waren Deutsche Investoren11 lange Zeit zurückhaltend. Bis zum Ende der 1980er Jahre konzentrierten sich FDI aus der Bundesrepublik vor allem auf wenige große Lateinamerikanische Staaten und dort auf wenige Industriebranchen. Später stiegen auch die Engagements in MOE-Staaten, auf die von 1990 bis 1997 35vH12 und in den Jahren 2000/2001 fast ein Viertel aller Bundesdeutschen FDI-Aktivitäten entfiel. Insgesamt konstatieren Buch et al. (2005: 55), dass 8vH des globalen FDI-Bestandes auf Deutschen Investitionen beruht, während der Deutsche Anteil am weltweiten BIP gleichzeitig nur 6vH beträgt.

Anhand dieser monetären Darstellung wird das Ausmaß von Direktinvestitio- nen gut deutlich. Allerdings wird nicht ersichtlich, welche Motive die investie- renden Gesellschaften verfolgen oder warum sich innerhalb einer Industrie nur Firmen spezieller Branchen zu MNE wandeln. Dunning (2002: 2f.) erkennt nämlich, dass 73vH aller M&A des Jahres 2000 innerhalb des Dienstleistungs- sektors getätigt wurden. 80vH entfielen dabei auf Unternehmen aus der Trans- port- und Kommunikationsbranche. Im Produzierenden Gewerbe werden vor allem Firmen der Elektrotechnik-, der Lebensmittel- und der Tabakbranche multinational. Der anschließende Abschnitt erklärt, wie es dazu kam und wa- rum selbst intraindustriell divergente Expansionsstrategien verfolgt werden.

3 DETERMINANTEN DER DIREKTINVESTITIONEN

Wie die Überschrift zu diesem Abschnitt vermuten lässt, existiert keine allgemein gültige Theorie, die FDI allumfassend erklärt. Eine breite Übersicht zu verschiedenen FDI-Theorien liefert Ebner (1997: 122ff.).13 Der nun folgende Abschnitt wird sich nur auf Bereiche neuerer FDI-Phänomena beschränken: Firmenheterogenität, Export und FDI-Varianten.

3.1 Länder- und industriespezifische Analyse

Die Prinzipien klassischer Erklärungsansätze formulieren bereits jene Grund- aussagen, die in jüngeren Theorien differenzierter herausgestellt werden. Um das Verständnis dieser firmenspezifischen Modelle zu erhöhen, werden zunächst die klassischen Ansätze präsentiert.

3.1.1 Eclectic Approach - OLI-Paradigma

Einer der ersten, der die Voraussetzungen verschiedener Unternehmensexpan- sionsvarianten (Lizenzvergabe, Export oder FDI) beschreibt, ist Dunning (1977). Er unterscheidet zwischen „Ownership advantages“, die ein Unter- nehmen besitzt, wenn es über differenziert firmenspezifische Input-Faktoren14 verfügt. Zudem berücksichtigt er „Locational advantages“15, die Vorteile hin- sichtlich einer Produktion im Ausland generieren. Schließlich existieren „In- ternalizational advantages“, wenn die firmenspezifischen Eigentumsfaktoren ausschließlich intern genutzt und transferiert werden können.16

FDI werden gemäß dieses Ansatzes getätigt, wenn sowohl Eigentums-, Lokali- täts- und Internalisierungsvorteile zugleich bestehen. Sind nur Eigentums- und Internalisierungsvorteile vorhanden, lohnt sich eine Investition nicht und der Auslandsmarkt sollte über Exporte bedient werden, um die im Heimatland überlegenen Standortfaktoren in der Produktion zu nutzen. Existieren nur Ei- gentumsvorteile wird ein international agierendes Unternehmen seine Produk- tion über Lizenzvergabe an ausländische Dritte vergeben. Abbildung 3 fasst die Entscheidungssituationen zusammen. In einer jüngeren Arbeit ergänzt Dunning (2002: 1, 16) seinen klassischen Ansatz um „host country determinants“, die für die rasch steigende Transnationalisierung weiter Teile der Welt verantwort- lich sein sollen. Dabei stellt er die Relevanz von absatz-, beschaffungs-, effi- zienz- und strategieorientierte Determinanten für FDI heraus.17

Für die weitere Analyse sind vor allem die beschriebenen „ownership advanta- ges“, also die firmenspezifischen Vermögensgegenstände einer Unternehmung, von Bedeutung, da diese für intrasektorale Produktivitätsunterschiede und da- mit für die Firmenheterogenität sorgen. Auch die UNCTAD (2006: 142) stellt die besondere Relevanz dieser „assets“ heraus. So ist ein MNE deshalb zu Auslandsinvestitionen motiviert, um die aus den Produktivitätsdifferenzen re- sultierenden Wettbewerbsvorteile zu bewahren, auszubauen oder zu ergänzen.

3.1.2 Proximity-Concentration Trade-off

Ähnlich wie Dunning (1977) untersucht auch Brainard (1993) die substitutive „Export vs. FDI Entscheidung“. Dazu betrachtet Brainard (1993: 2, 9ff.) zwei benachbarte symmetrische18 Märkte, die Firmen aus differenzierten Sektoren mittels Export- oder vor Ort erstellten Produkten bedienen können. Die Sektor- differenzierung basiert auf „scale economies at the plant level“, die die Fix- stückkosten auf Konzernebene reduzieren, auf Eisbergtransportkosten19 sowie auf den von Dunning (1977) bekannten firmenspezifischen Inputs, die unbe- grenzt von verschiedenen Tochterfirmen genutzt werden können. Implizit setzt die Autorin damit voraus, dass diese Inputs intern von der Mutter- zur auslän- dischen Tochtergesellschaft transferierbar, also internalisierbar, sind.

Determiniert wird die Entscheidung bezüglich der jeweiligen Produktionsform durch firmen- und länderspezifische Variablen, die je nach Ausprägung zu ei- nem trade-off zwischen kundennaher Produktion im Ausland („proximity“) und konzentrierter Produktion im Heimatland („concentration“) führen. Brainard (1993: 38) erachtet ein Gleichgewicht mit MNE als wahrscheinlicher „the higher are returns to scale at the corporate level relative to the plant level, the higher are transportation costs across markets, the greater is expenditure on differentiated products in the foreign market, and the higher is the elasticity of substitution between varieties.”

Buch et al. (2005: 56) verdeutlichen, dass multinationale Aktivitäten auftreten, wenn die ausländische relativ zur heimischen Produktion günstiger wird.

Verschiedene Autoren machen auf problematische Aspekte aufmerksam, die mit beiden Ansätzen assoziiert werden. So kritisieren Chang/Rosenzweig (2001: 751), dass Dunning (1977) und damit auch Brainard (1993) zu leichtfer- tig davon ausgingen, dass firmenspezifische Inputs einfach und kostenlos zu internalisieren sind. Arnold/Hussinger (2006: 3) weisen darauf hin, dass diese

Theorien nicht erklären können, warum Firmen innerhalb desselben Sektors20 individuelle Entscheidungen21 treffen. Brainard (1993: 38) erklärt dazu zwar, dass Exportfirmen und MNE innerhalb derselben Industrie dann koexistieren, wenn die Parameterwerte ihres Modells innerhalb intermediärer Bandbreiten liegen. Diese lapidare Aussage gerät jedoch zu kurz, da, wie die folgenden Un- terabschnitte zeigen, differenzierte Untersuchungen der „intermediate ranges of parameter values“ sehr interessante Erkenntnisse beinhalten.

3.2 Unternehmensspezifische Analyse

Buch et al. (2005: 56, 67) greifen den Kritikpunkt an Brainards (1993) Modell auf und konstatieren, dass MNE oft als eine homogene Gruppe angesehen werden, die „certainly“ nicht existieren. Es sollten daher heterogene Organe betrachtet werden und nicht nur repräsentative Unternehmungen.

3.2.1 Export vs. FDI (statische Dimension)

Melitz (2002: 1) erkennt, dass eine Reihe neuerer Studien große und persistente Produktivitätsunterschiede zwischen Unternehmen innerhalb eines Sektors identifizieren. Dadurch motiviert distanziert sich der Autor von der Annahme symmetrischer Firmen und zeigt auf, welche Unternehmen innerhalb eines Sektors exportieren und welche national bleiben. Helpman et al. (2003) (HMY) erweitern diesen Ansatz um FDI-Tätigkeiten und formulieren die Hypothese, dass „self-selection“ zu folgendem Gleichgewicht führen wird: Unternehmen mit der geringsten Effizienz werden nicht am Markt bestehen. Produktivere Firmen agieren nur auf dem Heimatmarkt, den sie sich mit Wettbewerbern tei- len, die noch überlegenere Effizienzniveaus besitzen. Allerdings bedienen Un- ternehmen dieser Gruppe zusätzlich auch ausländische Konsumenten. Gesell- schaften im mittleren Produktivitätsbereich exportieren dazu Güter oder Dienstleistungen. Die effizientesten Unternehmen eines Landes investieren schließlich in ausländische Produktionsstätten und stellen damit MNE dar.

Ausgangspunkt bei Helpman et al. (2003: 4ff.) ist, dass Firmen fixe Markt- eintrittskosten fE in Form von Arbeitseinheiten zu leisten haben, um überhaupt am Markt mit differenzierten Gütern teilnehmen zu können. Arnold/Hussinger (2006: 3) bezeichnen diese Kosten als ein Lotterieticket, da Firmen als Aus- gleich zu dieser Zahlung zunächst nur einen willkürlichen Arbeitsinputkoeffi- zienten22 a erhalten, der einer bekannten Verteilung G(a) folgt. Laut Girma et al. (2005: 210) stellt a einen chronologisch invarianten Parameter dar, sodass die einmal erhaltene Produktivität über den gesamten Lebenszyklus eines Un- ternehmens konstant ist. Nachdem die Firma Kenntnis über „ihre“ Produktivi- tätsverteilung erlangt hat, entscheidet sie über ihr Verbleiben im oder Austreten aus dem Markt. Im letzteren Fall wird sie ex-post bereuen, [Abbildung in dieser Leseprobe nicht enthalten]gezahlt zu haben, denn ihr Profit beträgt dann Œ [Abbildung in dieser Leseprobe nicht enthalten]Erachtet sie die zufällig zur Verfügung stehende Arbeitsproduktivität als vorteilhaft, wird sie den Markt mit Produkten bedienen. Um dabei tatsächlich aktiv zu werden, fallen weitere Fixkosten fD für den Aufbau und die Verwaltung einer heimischen Produktionsstätte an. Expan- diert ein Unternehmen international mit Exporten, sind zusätzliche fixe „cost [for] forming a distribution and servicing network“ in Höhe von[Abbildung in dieser Leseprobe nicht enthalten] pro Aus- landsmarkt zu tragen. Hinzu kommen bei dieser Internationalisierungsform noch Eisbergtransportkosten (vgl. oben) in Höhe von[Abbildung in dieser Leseprobe nicht enthalten]Investiert die Unter- nehmung direkt im Ausland, sind Fixkosten fI zu berücksichtigen. Diese Kos- ten beinhalten ebenfalls Vertriebs- und Netzwerkkosten, übersteigen fX aller- dings noch um Beträge für den Aufbau der Niederlassung und entsprechend doppelt anfallende Verwaltungs- und Produktionsgemeinkosten.23

Helpman et al. (2003: 4) bezeichnen die Differenz aus fI - fX als „plant-level returns to scale“ des Sektors. Arnold/Hussinger (2006: 4) machen dazu auf eine Gemeinsamkeit zu dem klassischen „proximity-concentration trade-off“ aufmerksam. Demnach drückt die o.g. Differenz auch die „concentration force“ aus, während die „proximity force“ aus den Transportkosten abzuleiten ist.24 Zudem weisen sie darauf hin, dass es sich im HMY-Modell nur um hori- zontale FDI handelt, die auf den bei Dunning (2002) spezifizierten absatzorien- tierten Markteintrittsmotiven beruhen.

Um die „Export vs. FDI Entscheidung“ mit Hilfe von Produktivitätsdifferenzen zwischen Firmen zu erklären, vergleichen Helpman et al. (2003: 6ff.) die Ge- winnfunktionen der jeweiligen Marktoperationen. Dabei werden zwei Märkte mit monopolistischer Konkurrenz angenommen, auf denen gleiche variable Kosten (Arbeitslöhne) existieren. Konsumenten substituieren dabei differenzierte Produkte25 mit einer konstanten Elastizität in Höhe von [Abbildung in dieser Leseprobe nicht enthalten](CES-Präferenzen). Bei Auslandsproduktion bestimmen die Produktionsgegebenheiten, die Wettbewerbssituation sowie die Nutzenfunktion der Konsumenten den Preis dieses Gutes in Höhe von [Abbildung in dieser Leseprobe nicht enthalten] wobei[Abbildung in dieser Leseprobe nicht enthalten]als monopolistischer Preisaufschlag verstanden wird. Wird das Gut hingegen exportiert, sind im Marktpreis noch die Transportkosten inkludiert, sodass gilt:[Abbildung in dieser Leseprobe nicht enthalten] Die Gewinnfunktionen26 der drei Optionen lauten daher:

Abbildung in dieser Leseprobe nicht enthalten

Damit ergibt sich bei allen drei Marktoperationen, dass Produktivitätssteige- rungen [Abbildung in dieser Leseprobe nicht enthalten] positiv korreliert sind mit erhöhter Profitabilität, was wieder- um bedeutet, dass die Steigung aller Funktionen linear-positiv ist. Darüber hin- aus gilt für die Fixkosten definitionsgemäß folgender, bereits ausgeführter Zu- sammenhang: fD < fX < fI. Wie in Abbildung 5 graphisch zu erkennen ist, liegt der Ordinatenabschnitt der FDI-Gewinnfunktion [Abbildung in dieser Leseprobe nicht enthalten] damit unterhalb der Ex- portgewinnfunktion[Abbildung in dieser Leseprobe nicht enthalten], deren Schnittpunkt mit der y-Achse wiederum unter- halb der inlandsorientierten Gewinnfunktion ŒD liegt. Zudem verlaufen ŒD und Œ[Abbildung in dieser Leseprobe nicht enthalten] dann (mit gleicher Steigung) parallel, wenn -wie im Modell angenommen- die Nachfragen (ausgedrückt durch[Abbildung in dieser Leseprobe nicht enthalten]) in beiden Ländern identisch sind. Ledig- lich[Abbildung in dieser Leseprobe nicht enthalten]verläuft flacher als die anderen Geraden, da noch die (Eisberg)- Transportkosten anfallen. Dahinter steht die Intuition, dass mehr Güter ins Ausland versendet werden müssen, als dort ankommen und abgesetzt werden. Was im Rahmen einer dynamischen Analyse gezeigt werden kann, ist gra- phisch anschaulich in Abbildung 5 ersichtlicht. Aufgrund der beschriebenen Funktionseigenschaften und -verläufe muss sich die Exportfunktion der FDI- Funktion nähern und diese schließlich schneiden. Dieser Schnittpunkt determi- niert jenes Produktivitätsniveau [Abbildung in dieser Leseprobe nicht enthalten](auf der Abszisse der Graphik als Ex- planans abgetragen), ab dem FDI profitabler als Exportaktivitäten werden. Be- sitzt eine Firma ein mittleres Effizienzniveau zwischen[Abbildung in dieser Leseprobe nicht enthalten](Schnittpunkt der Exportgewinnfunktion mit der Abszisse) und [Abbildung in dieser Leseprobe nicht enthalten]sind Exporte für sie Gewinn maximierend. Gesellschaften, die lediglich ein Produktivitätslevel a mit [Abbildung in dieser Leseprobe nicht enthalten]erreichen, bedienen nur heimische Konsumenten. Pro- duzenten, die nur eine geringe Produktivität in Höhe von [Abbildung in dieser Leseprobe nicht enthalten]besitzen, verlassen den Markt, da sie ausschließlich negative Gewinne erwirtschaften. Wie Helpman et al. (2003: 7f.) beschreiben, werden die Produktivitätsniveaus [Abbildung in dieser Leseprobe nicht enthalten] [Abbildung in dieser Leseprobe nicht enthalten]und [Abbildung in dieser Leseprobe nicht enthalten]wie folgt determiniert, wenn sich freier Eintritt neuer Marktteilnehmer paritätisch auf die zu erwarteten Gewinne auswirkt:

Abbildung in dieser Leseprobe nicht enthalten

Eine Erhöhung der Exportfixkosten fX, die Zunahme der Transportkosten[Abbildung in dieser Leseprobe nicht enthalten]oder die Verringerung der FDI-Fixkosten fI haben, Helpman et al. (2003: 12f.) folgend, gleichgerichtete Effekte: [Abbildung in dieser Leseprobe nicht enthalten] sinkt und [Abbildung in dieser Leseprobe nicht enthalten] steigt. Für die internationale Expansionsstrategie bedeutet dies, dass sich dann der Anteil an Exporten relativ zu FDI-Produkten verringert.

Intuitiv lässt sich dieser Modellansatz damit erklären, dass sich nur die produk- tivsten Unternehmen eines Sektors die mit FDI assoziierten und im Vergleich zur Exportoption erhöhten Fixkosten leisten können. Für die Produktivitätsdi- vergenzen sind die von Dunning (1977) bekannten firmenspezifischen Inputs verantwortlich. Der unternehmensspezifische Vorteil kann natürliche Nachteile gegenüber den lokalen Unternehmen im Zielland und erhöhte Auslandsrisiken ausgleichen, wie Hymer (1976: 25) ergänzt. Es ist für ein MNE Gewinn maxi- mierend das „asset“ internalisiert zu verwenden und gleichzeitig von der Nähe zu den Konsumenten zu profitieren. Allerdings lassen sich -wie angesprochen- nur horizontal motivierte FDI erklären. Zudem können die Annahmen des Mo- dells als zumindest diskussionswürdig, wenn nicht sogar als realitätsfern erach- tet werden. Daher wurde diese Theorie, wie folgend aufgezeigt wird, um Re- striktionen reduziert und um realitätsnähere Wirtschaftssituationen erweitert, wodurch sich auch vertikale FDI begründen lassen.

Head/Ries (2003) analysieren dabei die Gültigkeit der Ergebnisse des HMY- Modells in zwei Szenarien. In beiden Varianten gehen sie von Konsumenten aus, die eine quadratische Nutzenfunktion27 besitzen. Das individuelle Charakteristikum der Varianten sind unterschiedliche Annahmen bezüglich der Faktorausstattung in zwei Ländern.

In der ersten Variante werden identische Faktorkosten im Heimat- und Ausland angenommen. Mittels kollationierten Gewinnfunktionen der unterschiedlichen Marktoperationen zeigen Head/Ries (2003: 5ff.) zunächst analoge Ergebnisse zu Helpman et al. (2003) auf: MNE wirtschaften produktiver als Exporteure; rein nationale Firmen können am wenigsten effizient produzieren. Damit bele- gen Head/Ries (2003: 4), dass die Ergebnisse des HMY-Modells nicht nur im Rahmen von CES-Präferenzen und bei Eisbergtransportkosten gültig sind.

In der zweiten Variante modifizieren Head/Ries (2003: 3ff., 21ff.) den HMY- Ansatz um differierende Faktorausstattungen auf zwei Märkten. Auf diese Weise sind anders als bei Helpman et al. (2003) neben horizontalen auch verti- kale, auf „factor-seeking“28 basierende FDI möglich. Relativ geringere Löhne im Ausland als im Heimatland sowie hohe niederlassungsspezifische Fixkosten führen laut Head/Ries (2003: 22f.) dazu, dass die Produktion im Inland einge- stellt und der Heimatmarkt mit Produkten der ausländischen Tochterniederlas- sung bedient wird. Die Konsequenz ist eine Mischorganisation (DXI), beste- hend aus komplementären Export- und FDI-Aktivitäten.29 Für Head/Ries (2003: 28) ist denkbar, dass Firmen dann nicht nur im Ausland investieren, weil sie die im Heimatland produktivsten Gesellschaften darstellen, sondern um einen inländischen Produktivitätsnachteil mit Hilfe geringerer Produkti- onskosten im Ausland zu nivellieren. Im Extremfall, so schildern Girma et al. (2005: 194), investieren diejenigen Unternehmen im Ausland, die innerhalb einer Industrie den geringsten Effizienzgrad aufweisen. Greenaway/Kneller (2005: 21) sprechen dann von einer inversen HMY-Rangfolge.

3.2.2 Export vs. FDI-Varianten (statische Dimension)

Die bislang präsentierten Modelle helfen, intra-industriell abweichende Inter- nationalisierungsstrategien besser zu verstehen. Unterscheidungen zwischen den unterschiedlichen Arten von FDI, deren Varianten im ersten Abschnitt erläutert wurden, finden allerdings nicht statt. Raff et al. (2006) greifen diese Kritik auf und untersuchen erstmals vollumfänglich („comprehensive“) die Determinanten unterschiedlicher Investitionsarten. Die sublime Entscheidung zwischen Exporten und den verschiedenen FDI-Varianten wird, wie Raff et al. (2006: 2) erwarten, vom Umfang der im Firmenbesitz befindlichen intangiblen Vermögensgegenstände determiniert. Um das teilspielperfekte Gleichgewicht, das die verschiedenen Investitionsoptionen bedingen, zu ermitteln, verwenden Raff et al. (2006: 7ff.) eine „backward induction“. Dabei wird zunächst eine Lösung der Option „WO vs. JV“ bestimmt. Anschließend wird die „M&A vs. GF Entscheidung“ betrachtet, während erst am Ende die Determinanten der „Export vs. FDI Entscheidung“ ermittelt werden. In Abbildung 2 können diese Zusammenhänge graphisch nachvollzogen werden.

Raff et al. (2006) basieren ihr Modell30 auf horizontalen FDI. Betrachtet wer- den zwei Länder h und f mit segmentierten Märkten, auf denen quasi-lineare Präferenzen zu einer linear inversen Nachfrage p = a - bQ führen. Für das Gü- teraggregat Q31 ist der Gleichgewichtspreis p zu zahlen. Bedient Firma 1 aus Land h den Markt in Land f, steht sie im Cournotwettbewerb mit n-1 anderen Produzenten (hier Firmen „2,...,n“ genannt), die bereits vorher in diesem Markt vertreten waren. Auf beiden Märkten existieren identische Grenzkosten der Produktion (determiniert durch den Lohnsatz w) in Höhe von c = w - .. Je hö- her dabei der Bestand an firmenspezifischen Werten ([Abbildung in dieser Leseprobe nicht enthalten].) ist, desto geringer sind die Produktionskosten und umso produktiver ist eine Unternehmung.

Errichtet eine Firma i in einem ausländischen Markt eine WO-Niederlassung und trifft dabei auf Firma [Abbildung in dieser Leseprobe nicht enthalten]sorgt der Wettbewerb dieser und 3,...,n weiterer Marktteilnehmer dort für einen Cournotoutput in Höhe von [Abbildung in dieser Leseprobe nicht enthalten] Damit ergibt sich für Firma i folgender Gewinn:

Abbildung in dieser Leseprobe nicht enthalten

Analog dazu ergibt sich bei einem JV, in dem die Firmen unabhängig bleiben, ein Output[Abbildung in dieser Leseprobe nicht enthalten] Betragen die Grenzkosten der Partnerfirmen im [Abbildung in dieser Leseprobe nicht enthalten]lautet der Gewinn einer Firma i:

Abbildung in dieser Leseprobe nicht enthalten

[...]


1 Wesentliches Merkmal eines MNE ist laut Head (2007: 18) die FDI-Aktivität.

2 Vgl. Abschnitt 2 und Abbildung 1. Sämtliche Abbildungen sind im Anhang zu finden.

3 Vgl. z.B. Markusen (1984: 206), Helpman et al. (2003: 6), Raff et al. (2005: 2ff).

4 Dunning (2002), Jost/Nunnenkamp (2002) oder Carstensen/Toubal (2003) testen zudem, ob z.B. die geographische Entfernung zwischen dem Heimat- und Zielland, das Länderrisiko, die Offenheit des Zielstaates oder politische Investitionsanreize einen Einfluss auf FDI haben.

5 Drake/Caves (1992: 235) erklären, dass Exporte und FDI in den 1970er Jahren auch als Komplemente betrachtet wurden. In Spezialfällen (DXI) wird dies auch heute wieder erkannt.

6 Tochter- und Muttergesellschaft in unterschiedlichen Ländern stellen identische Güter her.

7 Vor- oder nachgelagerte Güter werden an geographisch unterschiedlichen Orten gefertigt.

8 Abbildung 1 verdeutlicht die Entwicklungen graphisch.

9 Daten aus IMF (2007) und UNCTAD (2007).

10 Laut Groht (2005: 157) verblieb im Jahr 2000 z.B. von ehemals 12.857 ungarischen Staatsfirmen nur ein Zehntel.

11 Zahlen zur Deutschen FDI Tätigkeit sind Jost/Nunnenkamp (2002: 5, 16, 26) entnommen.

12 Französische, Österreichische und US-Firmen kamen hier aggregiert auf den gleichen Anteil.

13 Ferner sei auf Markusen (1984) und Horstman/Markusen (1987) verwiesen, die bei Ebner (1997) nicht betrachtet werden.

14 Wie Werneck (1998: 170) empirisch erhebt, zählen dazu „Hohe Qualität der Produkte“, „Service“, Motivierte Mitarbeiter“, „High-tech Produkte“, Marketing-, Management- und „Lo- gistische Fähigkeiten“. Dadurch generiert eine Firma Wettbewerbs- und Produktionsvorteile.

15 Z.B. Subventionshilfen, gutes Investitionsklima oder günstige Faktorpreise. Auch Handelshemmnisse können eine Unternehmung dazu bewegen, direkt im Ausland zu produzieren, um diese Kosten bei Inlandsproduktion und anschließendem Export zu umgehen.

16 Antràs (2003: 1378ff.) beschreibt beispielsweise „incomplete contracts“ zwischen einem Lizenznehmer und dem MNE, die ein Marktversagen verursachen und damit den internen Transfer bedingen. Ein weiterer Grund sind Marktunvollkommenheiten wie mangelnde rechtliche Rahmenbedingungen zum Schutz des geistigen Eigentums im Ausland. Daraus resultierten Kosten, die höher sind als eigene Aktivitäten im Ausland zu beginnen.

17 Vgl. auch Abbildung 4.

18 In diesem Modell werden Unterschiede in der Faktorausstattung verschiedener Länder, die bei Dunning (1977) implizit in den Lokalitätsvorteilen inkludiert sind, vernachlässigt.

19 Transportkosten steigen mit zunehmender Entfernung von Land i nach Land j, denn 2ij >1 Einheiten müssen versendet werden, damit eine Einheit des Gutes den Zielmarkt erreicht. Me- taphorisch verdeutlicht Samuelson (1954: 268) dies mit einem abschmelzenden Eisberg.

20 Annahmegemäß gelten für Firmen desselben Sektors identische „returns to scale at corporate and plant level“, Transportkosten und Marktsituationen im Ausland.

21 keine Aktivität auf ausländischen Märkten, Export oder FDI.

22 Einheit Arbeit pro Outputeinheit (Ausdruck der Firmenproduktivität).

23 Eber (1997: 104) nennt eine Reihe weiterer Kosten, die in fI zu subsumieren sind.

24 Zur Erinnerung: Konzentration auf eine Produktionsstätte spart z.B. doppelte Fixkosten, bedingt aber auch Transportkosten, die durch „production close to customers“ gespart werden.

25 Helpman et al. (2003: 4) unterscheiden, dass nur ein Sektor homogene, aber H Sektoren differenzierte Güter produzieren. Homogene Produkte sind das Numerairegut, für dessen Konsum ein Einkommensteil von 1- ™ h ausgegeben wird. h ist der Teil des Einkommens, der für das differenzierte Gut gezahlt wird.

26 Die mathematischen Herleitungen befinden sich im Anhang auf Seite 31.

27 U = Q0 + ™ [Qi - 0,5Qi2].

28 Diese sind mit Dunnings (2002: 6) „resource-seeking determinants“ vergleichbar. Siehe dazu Abschnitt 3.1.1. und Abbildung 4 dieser Arbeit.

29 Auch Helpman et al. (2003: 32) erkennen diese Organisationsform, wenn sich die Markteintrittsfixkosten verändern. Allerdings sind Fixkostenanpassungen hier permanenter Natur und bidirektionale Firmenformwechsel somit exkludiert. Dann beeinflusst die Existenz solcher Firmen ihre theoretischen Ergebnisse nicht.

30 Der gesamte folgende Teil basiert, falls nicht anders genannt, auf Raff et al. (2006: 4ff.).

31 Q ist die Summe aus qi, dem Output jeder einzelnen Firma.

Ende der Leseprobe aus 46 Seiten

Details

Titel
Unternehmensspezifische Determinanten von Direktinvestitionen
Hochschule
Christian-Albrechts-Universität Kiel  (Institut für Volkswirtschaftslehre)
Veranstaltung
Multinational Enterprises
Note
1,3
Autor
Jahr
2007
Seiten
46
Katalognummer
V86276
ISBN (eBook)
9783638909211
ISBN (Buch)
9783638909273
Dateigröße
1492 KB
Sprache
Deutsch
Schlagworte
Unternehmensspezifische, Determinanten, Direktinvestitionen, Multinational, Enterprises
Arbeit zitieren
Diplom-Volkswirt Björn Voss (Autor), 2007, Unternehmensspezifische Determinanten von Direktinvestitionen, München, GRIN Verlag, https://www.grin.com/document/86276

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