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Keltische Daseinsdeutung und die Latènekunst

Untersuchungen über die bildliche Umsetzung der inselkeltischen Mythologie und der keltischen Daseinsdeutung in der Latènekunst anhand von österreichischen Funden

Title: Keltische Daseinsdeutung und die Latènekunst

Doctoral Thesis / Dissertation , 1998 , 461 Pages , Grade: 2,0

Autor:in: Dr. Susanna Berndt (Author)

Art - Miscellaneous
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Summary Excerpt Details

Die folgende Arbeit gibt einen Einblick in die geistigen Vorstellungen der keltischen Bevölkerung Österreichs von der Mitte bis gegen Ende des ersten vorchristlichen Jahrtausends. Mit Hilfe ihrer Darstellungen und Symbole konnten durch einen Vergleich mit jenen auf archäologischen Funden aus besser dokumentierten keltischen Siedlungsgebieten, aber auch durch das Einbeziehen antiker Überlieferungen sowie der inselkeltischen Mythologie neue Erkenntnisse über ihre Daseinsdeutung und mythischen Ansichten gewonnen werden.
Im Rahmen dieser Arbeit war es nur möglich auf die keltischen Funde aus der Latènezeit näher einzugehen, obwohl viele der in der Latènekunst verwendeten Motive bereits auf Werken der Urnenfelder- und Hallstattkultur abgebildet worden waren und es zu untersuchen wäre, ob die Träger dieser vorangegangenen Kulturen nicht bereits ähnliche religiöse Vorstellungen sowie Mythen hatten und somit als „Kelten“ zu bezeichnen sind.
Der erste Teil beginnt mit einer Beschreibung der Wesenszüge und Fremdeinflüsse der Latènekunst und beinhaltet eine chronologische Einteilung ihrer Kunststile. Daran schließt ein Kapitel über die keltische Daseinsdeutung an. Die Beschreibungen keltischer Gottheiten, Jenseitsvorstellungen und Kulthandlungen beziehen sich sowohl auf die Literatur antiker Schriftsteller, die Mythen der Inselkelten als auch auf moderne Forschungsergebnisse. Der erste Teil schließt mit einer Zusammenfassung der keltischen Mythologie ab.
Der zweite Teil geht auf die Fundsituation verschiedener Gebiete im heutigen österreichischen Raum während der Latènezeit ein. Es folgt eine Analyse ausgewählter Latènefunde, deren Formen oder Verzierungen Aufschluss über die geistigen Vorstellungen der Bevölkerung geben können.
Es war übersichtlicher, die Funde nicht nach ihren Kunststilen in chronologischer Reihenfolge anzuführen, sondern bestimmte Themen und Bildinhalten aus der keltischen Mythologie und Daseinsdeutung herauszuarbeiten und Beispiele für ihre Verwendung im österreichischen Raum anzuführen. Durch Vergleiche dieser Themen mit antiken und inselkeltischen Überlieferungen konnte eine Interpretation des gedanklichen Hintergrundes der Darstellungen unternommen werden. Letztendlich sei darauf hingewiesen, dass die Erforschung einer prähistorischen Kultur nur erfolgreich sein kann, wenn die Ergebnisse der Studien aus allen Bereichen der Geistes- und Naturwissenschaften zu gemeinsamen Thesen führen.

Excerpt


Inhaltsverzeichnis

Einleitung

ERSTER TEIL

I. DIE LATÈNEKUNST

I.1. Einführung

I.2. Allgemeines über das Kunsthandwerk

I.2.1. Die Verzierungsgegenstände

I.2.2. Das Material

I.2.3. Die Verarbeitungs- und Verzierungstechniken

I.3. Keltische Münzen

I.4. Die Einflüsse

I.4.1. Orientalische Einflüsse

I.4.2. Mediterrane Einflüsse

I.4.3. Skythen und Thraker

I.4.4. Die Hallstattkultur

I.4.5. Die Situlenkunst

I.5. Über die Entstehung der Latènekunst

I.6. Die Kunststile während der Latènezeit

I.6.1. Der Frühe Stil

I.6.1.1. Die ersten Werke

I.6.1.2. Enge Beziehungen zu den Mittelmeerkulturen während der Frühlatènezeit

I.6.1.3. Das „Fürstengrab“ von Kleinaspergle

I.6.1.4. Das „Fürstengrab“ von Reinheim

I.6.1.5. Der Goldschmuck aus Erstfeld

I.6.2. Der Waldalgesheimer Stil

I.6.3. Der Plastische Stil

I.6.4. Die Zeit der Oppida

I.6.5. Die Schwerter

II. DIE KELTISCHE DASEINSDEUTUNG

II.1. Das Quellenmaterial

II.1.1. Keltische Aufzeichnungen

II.1.2. Archäologische Funde

II.1.3. Berichte und Erwähnungen bei antiken Autoren

II.1.4. Ethnologie, Mythenvergleiche, Linguistische Auswertungen und Etymologien

II.1.5. Inselkeltische Handschriften

II.1.6. Brauchtum und Volksglaube

II.2. Untersuchungen über die keltische Weltdeutung

II.3. Die Druiden

II.4. Über die „Lehre“ der Druiden

II.4.1. Über schamanistische Elemente in der keltischen Daseinsdeutung

II.4.2. Opferriten und Kopfjagd

II.5. Der Naturkult

II.5.1. Der Fruchtbarkeitskult

II.5.2. Pflanzenkunde

II.5.3. Heilige Tiere

II.5.3.1. Die Schlange

II.5.3.2. Der Hirsch

II.5.3.3. Das Rind

II.5.3.4. Das Pferd

II.5.3.5. Das Schwein

II.5.3.6. Der Vogel

II.5.3.7. Der Hund

II.6. Untersuchungen über die Keltische Götterwelt

II.7. Gottheiten mit römischen Namen

II.7.1. Der keltische Mercurius

II.7.2. Der keltische Apollo

II.7.3. Der keltische Mars

II.7.4. Der keltische Jupiter

II.7.5. Die keltische Minerva

II.7.6. Der keltische Dis Pater

II.8. Männliche Gottheiten mit keltischen Namen

II.8.1. Taranis

II.8.2. Teutates

II.8.3. Esus

II.8.4. Cernunnos

II.8.5. Sucellos

II.8.6. Belenus und Grannus

II.8.7. Smertrius

II.8.8. Ogmios

II.9. Weibliche Gottheiten

II.9.1. Epona

II.9.2. Rosmerta

II.9.3. Weibliche Gottheiten der Natur und der Himmelskörper

II.10. In der inselkeltischen Mythologie genannte Götter

II.10.1 Der irische Dagda

II.10.2. Der irische Aengus mac Oc

II.10.3. Die irische Brigit

II.10.4. Der irische Midyr

II.10.5. Der irische Diancecht

II.10.6. Der irische Balor

II.10.7. Der irische Bress

II.10.8. Die irische Dana/Ana - kymrische Don

II.10.9. Der irische Manannan mac Lir - kymrische Manawyddan

II.10.10. Der irische Lugh - kymrische Gwyddion

II.10.11. Der irische Goibniu - kymrische Govannon

II.10.12. Der irische Nuada - kymrische Nudd / Llud

II.10.13. Der kymrische Mabon mac Modron

II.10.14. Der kymrische Bendigeidvran

II.10.15. Der kymrische Pwyll-Arawn

II.10.16. Die kymrische Rhiannon

II.11. Götterdarstellungen ohne Namensnennungen

II.11.1. Der Radgott

II.11.2. Der Gott in der „Buddhahaltung“

II.11.3. Der dreiköpfige Gott

II.11.4. Der Genius Cucullatus

II.11.5. Der Hammer- oder Schlegelgott

II.11.6. Die Schlange mit dem Widderkopf

III. DIE KELTISCHE MYTHOLOGIE

III.1. Einführung

III.1.1. Über die Bedeutung der Mythen

III.2 Über die Bedeutung des Tieres in den inselkeltischen Mythen

III.3. Über die inselkeltische Gesellschaft

III.3.1. Die Stellung der Frau

III.3.2. Das Königtum

III.3.3. Die Priesterklasse

III.3.4. Die Krieger

III.3.5. Die Handwerker

III.3.6. Die Ackerbauern und Viehzüchter

III.4. Die irischen Mythen

III.4.1. Die Besiedlung Irlands und die Kämpfe zwischen der einheimischen Bevölkerung und den Einwanderern

III.4.2. Die erste Schlacht und ihre Folgen

III.4.3. Die zweite Schlacht und ihre Folgen

III.4.4. Der Kampf gegen die „Söhne des Mile“

III.4.5. Der Rückzug in die „Andere Welt“

III.4.5.1. Erzählungen über die „Andere Welt“

III.4.5.2. Erzählungen über die Bewohner der „Anderen Welt“

III.4.6. Der Sagenkreis von Ulster

III.4.6.1. Tochmarc Etaine, „Das Werben um Etain“

III.4.6.2. Togail bruidne ui Dergae, „Die Zerstörung der Halle von Ua Dergae“

III.4.6.3. Scel mucce Maic Datho, „Die Geschichte vom Schwein des Mac Datho“

III.4.6.4. Longas mac n-Uislenn, „Die Verbannung der Söhne Uisliu´s“

III.4.6.5. Tain Bo Fraech, „Das Wegtreiben von Fraechs Rindern“

III.4.6.6. Die CuChulainn-Sage

III.4.6.6.1. CuChulainns Geburt und Jugendtaten

III.4.6.6.2. Tochmarc Emire, „Die Werbung um Emer“

III.4.6.6.3. Die CuRoi-Sage

III.4.6.6.4. Fled Bricrenn, „Bricruis Gastmahl“

III.4.6.6.5. Serglige ConCulainn ocus aemet Emire, „CuChulainns Krankenlager und Emers einzige Eifersucht“

III.4.6.6.6. De cophur in da mucado, „Vom....der zwei Schweinehirten“

III.4.6.6.7. Die Sidhe Macha

III.4.6.6.8. Tain Bo Cuailnge

III.4.6.6.9. Brislech mór Maige Muirtheimne, „Das große Fällen von Mag Muirtheimne“

III.4.7. Der Sagenkreis um Finn

III.4.7.1. Die Fienna

III.4.7.2. Finns Jugend und Liebesabenteuer

III.4.7.3. Kämpfe und Jagdabenteuer

III.4.7.4. Die Legende von Grainne und Diarmaid

III.5.Überlieferungen aus Wales

III.5.1. Walisische Erzählungen

III.5.2. Die Mabinogion

III.5.2.1. Pwyll Pendevig Dyved

III.5.2.2. Branwen verch Llýr

III.5.2.3. Manawyddan vab Llýr

III.5.2.4. Math vab Mathonwy

III.5.3. Das Taliesin Epos

III.5.4. Der Sagenkreis um Arthur und die Ritter der Tafelrunde

III.5.4.1. Peredur vab Evrawc

III.5.4.2. Kulhwch ac Olwen, „Kulhwch und Olwen“

ZWEITER TEIL

DIE LATÈNEZEIT IN ÖSTERREICH

1. Einführung

2. Szenische Darstellungen auf österreichischen Latènefunden

3 Die Latènezeit in der Steiermark

3.1. Latèneschwerter aus der Steiermark

4. Der Dürrnberg bei Hallein

4.1. Bestattungen und Beigaben aus dem Gebiet des Dürrnberg

4.2. Die Fürstengräber vom Dürrnberg

4.3. Zwei bedeutende Mädchengräber vom Dürrnberg

5. „Kultstäbe“ und Eberdarstellungen

6. Die Dreiermotive

7. Das Speichenrad als Symbol des Mondes und der Zeit

8. Weitere abstrakte Symbole und ihre Bedeutung

9. Vogeldarstellungen

10. Die Schlange in der Latènekunst

11. Das Hirschmotiv und seine Bedeutung

12. Das Rindermotiv und seine Bedeutung

13. Das Pferd und der Wasserkult

14. Anthropomorphe Darstellungen während der Latènezeit

15. Mischwesen und Tierkopffibeln

16. Zirkelornamente

Zielsetzung & Themen

Diese Dissertation untersucht die geistigen Vorstellungen der keltischen Bevölkerung im österreichischen Raum während der Latènezeit, indem sie archäologische Funde mit inselkeltischen Mythen und antiken Überlieferungen vergleicht. Das primäre Ziel ist es, den symbolischen Gehalt von Fundstücken zu entschlüsseln und zu prüfen, ob sich die inselkeltische Mythologie in den österreichischen Funden widerspiegelt.

  • Chronologische und inhaltliche Analyse der Latènekunst in Österreich.
  • Rekonstruktion der keltischen Daseinsdeutung und Götterwelt.
  • Interpretation mythologischer Themen in der materiellen Kultur.
  • Vergleichende Untersuchung von Symbolik und gesellschaftlichen Strukturen.

Auszug aus dem Buch

I.6.1.1. Die ersten Werke

Nach der anfänglich noch symmetrisch und geometrisch orientierten Kunstrichtung im Anschluß an die Hallstattzeit kam es im Laufe der FrühLatènezeit zur Einführung asymmetrischer Elemente in das sonst noch regelmäßig ausgewogene Gefüge und zu einer thematischen Umgestaltung. Es finden sich neue Motive, Formen und Kombinationen.

Paarweise gegeneinander gestellte S-Symbole in Form von Lyren nehmen die Gestalt von Seepferdchen an und werden auch als „Drachenpaar“ bezeichnet. Sie finden sich auf Schwertscheiden, durchbrochenen Gürtelhaken und Zierplatten. Ihre Vorgänger kommen aus Norditalien. Durchbrochene Gürtelhaken zeigen heraldisch angeordnete Drachen-, Greifen- und Schlangenpaare, aber auch reine Pflanzenornamente. Zwischen den Tieren befinden sich Ranken, die den Lebensbaum symbolisieren könnten und auf dem Gürtelhaken von Hölzelsau ist das Motiv der „Herrin der Tiere“ wiedergegeben. Auf dem Rand und dem Deckel von Gefäßen, insbesonders Schnabelkannen wurden Applikationen angebracht, die Tiere und Mischwesen darstellen.

Die Darstellungen wurden auch mit dem Gegenstand verbunden. Es gibt Eberfibeln, Vogelfibeln oder Schuhfibeln. Die Fibel war ein beliebter Verzierungsgegenstand. Es ist anzunehmen, daß sie als Symbolträger verwendet und der Darstellung irgendeine magische Funktion zugeschrieben worden war. In den meisten Fällen hatten diese Symbole wohl eine apotropäische Bedeutung. Bei den Doppelkopffibeln ist ein Kopf aus dem Bügelende und der andere aus dem Fibelfuß gebildet. Dabei kann es sich um die Köpfe von Tieren, Menschen oder Phantasiewesen handeln.

„Masken“ bezeichnen Menschenköpfe oder phantastische Köpfe mit anthropomorphen Zügen. Augen, Nasen, Münder und Wangenknochen sind teilweise verzerrt abgebildet. Die Ohren können ornamental wiedergegeben sein oder sie fehlen ganz. Manchmal befinden sie sich wie Tierohren spitz zulaufend auf dem Kopf. Häufig sind der Bart, die Haare und die Augenbrauen stilisiert oder abstrakt dargestellt. Die Stirn kann ein Ornament oder eine Intarsie zieren. Der menschliche Kopf, die „Maske“, erscheint für sich alleine stehend oder in ein Pflanzenornament eingebunden. Sie befindet sich auf Henkelattaschen, auf Schmuckstücken, Steinmonumenten, Achsnägeln, Gürtelhaken, und anderen Gegenständen.

Zusammenfassung der Kapitel

I. DIE LATÈNEKUNST: Eine chronologische Einteilung und stilistische Analyse der keltischen Kunstdenkmäler unter Berücksichtigung ihrer Motive, Materialien und Einflüsse.

II. DIE KELTISCHE DASEINSDEUTUNG: Eine Untersuchung des religiösen Denkens, der Gottheiten, Mythen und Kulthandlungen, basierend auf archäologischen Funden und antiken Quellen.

III. DIE KELTISCHE MYTHOLOGIE: Eine detaillierte Aufarbeitung zentraler Sagenkreise, wie die irischen Mythen oder die Artussage, zur Erklärung der Symbolik und kulturellen Identität.

ZWEITER TEIL - DIE LATÈNEZEIT IN ÖSTERREICH: Die Analyse spezifischer Fundstätten und Objekte im österreichischen Raum zur Deutung ihrer symbolischen und religiösen Bedeutung.

Schlüsselwörter

Kelten, Latènezeit, Daseinsdeutung, Mythologie, Archäologie, Symbolik, Kunsthandwerk, Druiden, Götterwelt, Grabbeigaben, Dürrnberg, Sagenkreise, Anthropomorphe Darstellungen, Tierverehrung, Kultstätten.

Häufig gestellte Fragen

Worum geht es in dieser Arbeit grundsätzlich?

Die Arbeit befasst sich mit der Untersuchung der geistigen Vorstellungswelt der keltischen Bevölkerung in Österreich während der Latènezeit und versucht, deren bildliche Darstellungen als Ausdruck religiöser Konzepte zu deuten.

Was sind die zentralen Themenfelder?

Zentrale Felder sind die Analyse der Latènekunst (Stile, Techniken, Motive), die keltische Religionsgeschichte, der Druidenstand und die Mythenwelt, insbesondere in Bezug auf irische und walisische Überlieferungen.

Was ist das primäre Ziel oder die Forschungsfrage?

Ziel ist es, den symbolischen Gehalt archäologischer Funde aus dem österreichischen Raum durch den Vergleich mit überlieferten Mythen zu interpretieren, um so Einblicke in die geistige Welt der Kelten zu gewinnen.

Welche wissenschaftliche Methode wird verwendet?

Es wird eine interpretative und vergleichende Methode angewandt, die archäologische Funde mit ethnologischen Erkenntnissen, antiken schriftlichen Zeugnissen und mittelalterlichen inselkeltischen Sagen in Verbindung setzt.

Was wird im Hauptteil behandelt?

Im Hauptteil werden die Stilphasen der Latènekunst definiert, die Götter- und Mythenwelt ausführlich beschrieben und schließlich österreichische Funde (wie etwa vom Dürrnberg) anhand dieser Erkenntnisse detailliert analysiert.

Welche Schlüsselwörter charakterisieren die Arbeit?

Die Arbeit lässt sich durch Begriffe wie Kelten, Latènezeit, Keltische Mythologie, Daseinsdeutung, Archäologische Funde, Dürrnberg, Symbolik und Druidentum charakterisieren.

Welche Rolle spielen die "Fürstengräber" für die Datierung und Deutung der Funde?

Die Fürstengräber dienen als wichtige Ankerpunkte für die Chronologie, da sie aufgrund ihrer reichhaltigen Beigaben, wie etwa importierten attischen Schalen oder aufwendigen Bronzekannen, eine zeitliche Einordnung in die frühen Stile der Latènezeit ermöglichen.

Was bedeutet der "Plastische Stil" in der keltischen Kunst?

Der Plastische Stil stellt einen Höhepunkt der „plastischen Metamorphose“ dar, bei der Pflanzen, Tiere und menschliche Züge ineinander verschmelzen. Hier wird die Verzierung nicht mehr als bloße Oberfläche behandelt, sondern die Form selbst wird durch das Ornament mitbestimmt.

Warum ist die Interpretation der "Maskendarstellungen" so komplex?

Masken treten in verschiedenen Kontexten auf – als eigenständiges Motiv, in Ornamente eingebunden oder als Teil von Fibeln. Ihre Bedeutung ist oft ambivalent, da sie sowohl schützende (apotropäische) Funktionen als auch die Repräsentation mythischer Wesen oder Ahnen beinhalten können.

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Details

Title
Keltische Daseinsdeutung und die Latènekunst
Subtitle
Untersuchungen über die bildliche Umsetzung der inselkeltischen Mythologie und der keltischen Daseinsdeutung in der Latènekunst anhand von österreichischen Funden
College
University of Graz
Grade
2,0
Author
Dr. Susanna Berndt (Author)
Publication Year
1998
Pages
461
Catalog Number
V86291
ISBN (eBook)
9783638020626
ISBN (Book)
9783638921367
Language
German
Tags
Keltische Daseinsdeutung Latènekunst Kelten Mythologie Religion Mythen keltische Religion keltische Mythologie keltische Götter keltische Kunst
Product Safety
GRIN Publishing GmbH
Quote paper
Dr. Susanna Berndt (Author), 1998, Keltische Daseinsdeutung und die Latènekunst, Munich, GRIN Verlag, https://www.grin.com/document/86291
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