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Analyse der Erzählung 'Portret' von Nikolaj V. Gogol

Title: Analyse der Erzählung 'Portret' von Nikolaj V. Gogol

Seminar Paper , 2004 , 19 Pages , Grade: 1,7

Autor:in: Viktoria Krasnik (Author)

Russian / Slavic Languages
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Die Erzählung „Portret“ von Nikolaj V. Gogol’ kam in zwei Fassungen heraus. Die erste schrieb er in den Jahren 1833-1834 und ließ sie in dem ersten Teil der Erzählsammlung „Arabeski“ im Jahre 1835 drucken. Die zweite - verbesserte - Fassung veröffentlichte er in der Zeitschrift „Sovremennik“ im Jahre 1842, und diese ging in das dritte Band der ersten Ausgabe letzter Hand seiner Werke ein.
Die letzte werde ich auch in meiner Arbeit behandeln, denn sie ist die heute allgemein verbreitete Fassung.
Die Textanalyse soll anhand der Lektüre „Einführung in die Erzähltheorie“ von Matias Martinez und Michael Scheffel erfolgen, deren Ansätze ich im vierten Kapitel ausführlich vorstellen werde.
Im fünften Kapitel werde ich auf das Thema des Proseminars Bezug nehmen und die Darstellung des Phantastischen erläutern.
Und davor wird in den ersten Kapiteln das Umfeld von „Portret“ präsentiert, gefolgt von den Motiven und Hauptfiguren der Erzählung.

Excerpt


Gliederung

1. Einleitung

2. „Portret“ im Kontext der Erzählsammlung „Arabeski“

3. Motive in der Erzählung

3.1. Der Wahnsinn

3.2. Die Kraft des Geldes

4. Die zwei Teile der Erzählung und ihre Hauptfiguren

4.1. Čartkov (Teil 1)

4.2. Der Maler (Teil 2)

5. Die Darstellung des Phantastischen

5.1. Der phantastische Raum: Peterburg

5.2. Die phantastische Figur: der Wucherer

5.3. Die Spiegelung des Phantastischen auf der realen Ebene

6. Zusammenfassung

Zielsetzung und Themen

Die Arbeit untersucht die Erzählung „Portret“ von Nikolaj V. Gogol’ mit dem Ziel, die Darstellung des Phantastischen sowie die zentralen Motive des Wahnsinns und der unheilbringenden Kraft des Geldes im Kontext der zweiten Fassung des Werkes zu analysieren.

  • Analyse der Erzählstruktur und der Rollen der Hauptfiguren (Čartkov und der Maler)
  • Untersuchung des Phantastischen in Raum und Figur
  • Bedeutung von Geld und materiellem Erfolg als Korruptionsfaktor für das künstlerische Schaffen
  • Reflektion über das Spannungsfeld zwischen Kunst, Religion und menschlicher Moral

Auszug aus dem Buch

3.1. Der Wahnsinn

Das Motiv des Wahnsinns ist in „Portret“ deutlich erkennbar. Es wurde hauptsächlich für romantische Zwecke verwendet; die Besessenheit Čartkovs erscheint als Hauptmerkmal für seine Bindung mit mysteriösen Kräften. Sie stellt ebenso eine besondere, bizarre Form der Bestrafung dar, dafür, dass er die „Hohe Kunst“ verraten hat.

Er ist dermaßen dem Geld hinterher gejagt, dass er vergessen hatte, wie er selbst einmal war. Er hasste alle Talente, die sich in den Dienst der wahren Kunst stellten, und als er einst ein wirklich gutes Gemälde von einem talentierten Maler sah, „...им овладела ужасная зависть, зависть до бешенства. Желчь выступала у него на лице, когда он видел произведение, носившее печать таланта.“

Letztendlich ging es soweit, dass: „В душе его возродилось самое адское намерение, какое когда-либо питал человек, и с бешеною силою бросился он приводить его в исполнение. Он начал скупать все лучшее, что только производило художество. Купивши картину ..., осторожно приносил в свою комнату и с бешенством тигра на нее кидался, рвал, разрывал ее, изрезал в куски и топтал ногами, сопровождая смехом наслажденья.“

Zusammenfassung der Kapitel

1. Einleitung: Vorstellung der beiden Fassungen von „Portret“ und Erläuterung der methodischen Vorgehensweise anhand erzähltheoretischer Ansätze.

2. „Portret“ im Kontext der Erzählsammlung „Arabeski“: Einordnung der Erzählung in den Schaffenskontext von Gogol’ und die gesellschaftliche Situation in St. Petersburg.

3. Motive in der Erzählung: Analyse der zentralen Themen Wahnsinn und die unheilbringende Kraft des Geldes als destruktive Kräfte.

4. Die zwei Teile der Erzählung und ihre Hauptfiguren: Detaillierte Betrachtung der Lebenswege von Čartkov und dem Maler B. sowie deren Scheitern an Versuchungen.

5. Die Darstellung des Phantastischen: Untersuchung des Raums St. Petersburg, der Figur des Wucherers und der Spiegelung übernatürlicher Elemente in der Realität.

6. Zusammenfassung: Synthese der Ergebnisse zur Teufelsthematik und der moralischen Dimension des künstlerischen Schaffens bei Gogol’.

Schlüsselwörter

Nikolaj V. Gogol’, Portret, Phantastik, Wahnsinn, Geld, Kunst, Čartkov, Wucherer, St. Petersburg, Teufel, Moral, Erzähltheorie, Literaturanalyse, russische Literatur, Realismus.

Häufig gestellte Fragen

Worum geht es grundsätzlich in dieser wissenschaftlichen Arbeit?

Die Arbeit analysiert die Erzählung „Portret“ von Nikolaj V. Gogol’, wobei der Fokus auf der zweiten, verbesserten Fassung des Werkes liegt.

Was sind die zentralen Themenfelder der Analyse?

Die Schwerpunkte liegen auf der Darstellung des Phantastischen, dem Motiv des Wahnsinns sowie der korrumpierenden Wirkung von Geld auf den Menschen und den Künstler.

Was ist das primäre Ziel oder die Forschungsfrage der Arbeit?

Ziel ist es, den moralischen und ästhetischen Kampf in der menschlichen Seele nachzuzeichnen, der durch den Pakt mit dem Bösen (symbolisiert durch das Geld und den Wucherer) ausgelöst wird.

Welche wissenschaftliche Methode wird in dieser Arbeit verwendet?

Die Analyse erfolgt literaturwissenschaftlich und stützt sich unter anderem auf erzähltheoretische Ansätze, wie sie von Matias Martinez und Michael Scheffel definiert wurden.

Was wird im Hauptteil der Arbeit behandelt?

Der Hauptteil gliedert sich in die Untersuchung von Motiven (Wahnsinn, Geld), die Charakterisierung der Hauptfiguren Čartkov und des Malers sowie eine tiefgehende Analyse der Darstellung des Phantastischen.

Welche Schlüsselwörter charakterisieren die Untersuchung?

Zentrale Begriffe sind Phantastik, Wahnsinn, Gier, Kunst, Teufelsthematik und die soziokulturelle Einbettung in das St. Petersburg des 19. Jahrhunderts.

Wie verändert sich die Darstellung des Bösen in der zweiten Fassung?

Im Gegensatz zur ersten Fassung werden mystische Elemente stärker durch realistische Erklärungen ersetzt, wobei das Böse als allgegenwärtige Kraft erhalten bleibt, die das Porträt vollständig verschwinden lässt.

Welche Rolle spielt die Stadt St. Petersburg in der Erzählung?

St. Petersburg wird als ein Raum dargestellt, der Schmutz, Armut und eine teuflische Struktur aufweist, die den Menschen moralisch verderben kann.

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Details

Title
Analyse der Erzählung 'Portret' von Nikolaj V. Gogol
College
University of Frankfurt (Main)
Course
Proseminar
Grade
1,7
Author
Viktoria Krasnik (Author)
Publication Year
2004
Pages
19
Catalog Number
V86339
ISBN (eBook)
9783638046527
ISBN (Book)
9783638942225
Language
German
Tags
Analyse Erzählung Portret Nikolaj Gogol Proseminar
Product Safety
GRIN Publishing GmbH
Quote paper
Viktoria Krasnik (Author), 2004, Analyse der Erzählung 'Portret' von Nikolaj V. Gogol, Munich, GRIN Verlag, https://www.grin.com/document/86339
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