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Leitfaden für die Herstellung von Zeitzeugen-Interviews

Title: Leitfaden für die Herstellung von Zeitzeugen-Interviews

Term Paper , 2007 , 16 Pages , Grade: 1,0

Autor:in: Oliver Friedel (Author)

Communications - Methods and Research Logic
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Summary Excerpt Details

Das Ziel dieses Leitfadens ist es, möglichst wissenschaftlich vergleichbare Zeitzeugen-Interviews zu erhalten. Aus diesem Grund sollten auch die Umstände bei der Durchführung der Interviews vergleichbar sein. Das bezieht sich besonders auf die Beleuchtungssituation, die verwendete Kameratechnik, die Stellung der Kamera, die Kadrierung, die Aufnahme des Tons und gleiche Bedingungen bei der Abfilmung von Dokumenten.
Ziel ist es ein Archiv mit Zeitzeugeninterviews zu erschaffen, die unter nahezu gleichen Bedingungen gefertigt wurden.
Es ist dringend erforderlich, dass die zu verwendende Technik beherrscht wird. Um dies sicher zu stellen ist vorherige Belegung eines entsprechenden Technikkurses obligatorisch.

Excerpt


Inhaltsverzeichnis

1. Einleitung

2. Einverständniserklärung/Rechteübertagung

3. Checkliste Ausrüstung

4. Vorgespräch

5. Setup Licht

6. Setup Ton

7. Setup Kamera

8. Interview

9. Abfilmen von Dokumenten und Fotos

10. wenn alles fertig ist

11. Anhang

Zielsetzung und thematische Schwerpunkte

Die vorliegende Arbeit dient als Leitfaden zur Erstellung wissenschaftlich vergleichbarer Zeitzeugeninterviews. Ziel ist der Aufbau eines Archivs, in dem die Erlebnisse von Zeitzeugen von Flucht, Vertreibung und Zwangsumsiedlung unter einheitlichen technischen und methodischen Bedingungen dokumentiert und dauerhaft für Wissenschaft und Bildung gesichert werden.

  • Standardisierung technischer Aufnahmebedingungen (Licht, Ton, Kamera)
  • Methodische Vorbereitung und Durchführung des Vorgesprächs sowie Interviews
  • Rechtliche Absicherung durch strukturierte Einverständniserklärungen
  • Systematische Dokumentation von Bildmaterial und Zeitzeugnissen

Auszug aus dem Buch

5. Setup Licht

Alle geführten Interviews sollten unter möglichst ähnlichen Lichtverhältnissen durchgeführt werden. Wenn natürlich Aufnahmen im Freien durchgeführt werden, können die Lichtverhältnisse nicht die gleichen sein, wie in geschlossenen Räumen. Dennoch sollte auch hier über die Verwendung künstlichen Lichtes nachgedacht werden.

Beim Aufstellen der Licht-Stative ist darauf zu achten, dass sich ein Fuß unter der Lampe befindet. Dadurch wird ein gefährliches Umfallen der Lampe weitestgehend verhindert.

Das Licht sollte durch die Benutzung von Frost-Filtern diffus gestaltet werden, um Hautunreinheiten, Falten, etc. weniger zum Vorschein kommen zu lassen. Der Erscheinungsbild ist natürlicher.

Die Verwendung eines Makeup-Filters lässt den Teint günstiger erscheinen.

Es sollten zwei Lampen zum Einsatz kommen.

Das Führungslicht sollte sich auf Augenhöhe, oder etwas unterhalb des Interviewten befinden. Dadurch wird eine Ausleuchtung der Augenhöhlen gewährleistet.

Das Fülllicht sollte den Interviewten von der anderen Seite schräg oben beleuchten.

Dieses Spitze genannte Licht, lässt das Bild plastischer erscheinen und verstärkt die Tiefenwirkung.

Zusammenfassung der Kapitel

1. Einleitung: Definiert das Ziel des Leitfadens, wissenschaftlich vergleichbare Bedingungen für Zeitzeugeninterviews zu schaffen.

2. Einverständniserklärung/Rechteübertagung: Erläutert die Notwendigkeit der Rechteübertragung an die „expelled-persons-doc GbR“ für die wissenschaftliche Auswertung.

3. Checkliste Ausrüstung: Listet das erforderliche Equipment für den Dreh auf, von der Kamera über Tontechnik bis zur Lichtausstattung.

4. Vorgespräch: Beschreibt die Bedeutung der Vertrauensbildung und die Vorbereitung des Zeitzeugen auf das Interview.

5. Setup Licht: Gibt detaillierte Anweisungen zur diffusen Beleuchtung, um eine einheitliche und ästhetische Bildqualität zu gewährleisten.

6. Setup Ton: Behandelt die technische Anordnung von Ansteck- und Keulenmikrofonen sowie die Kontrolle der Tonqualität.

7. Setup Kamera: Festlegung technischer Spezifikationen für die Aufnahme, wie Formate und Kameraeinstellungen, um Konsistenz zu wahren.

8. Interview: Richtlinien zur Gesprächsführung, zum Umgang mit den Aufnahmen und zur inhaltlichen Strukturierung des Interviews.

9. Abfilmen von Dokumenten und Fotos: Anleitungen zur korrekten, reflexionsfreien Digitalisierung von Begleitmaterial.

10. wenn alles fertig ist: Checkliste für den Abschluss des Drehs, inklusive Protokollführung und Equipment-Sicherung.

11. Anhang: Verweist auf den Pre-Interview-Fragebogen und notwendige Protokollunterlagen.

Schlüsselwörter

Zeitzeugeninterviews, Flucht, Vertreibung, Zwangsumsiedlung, Dokumentation, Rechteübertragung, Videoarchiv, wissenschaftliche Standards, Beleuchtung, Kameratechnik, Audiotechnik, Zeitgeschichte, Archivierung, Interviewführung, Digitalkamera

Häufig gestellte Fragen

Worum geht es in diesem Leitfaden grundsätzlich?

Der Leitfaden dient als Anleitung für ein standardisiertes Vorgehen bei der Erstellung von Videointerviews mit Zeitzeugen, um wissenschaftliche Vergleichbarkeit zu gewährleisten.

Welche zentralen Themenfelder behandelt das Dokument?

Die Schwerpunkte liegen auf der technischen Umsetzung, der rechtlichen Rechteübertragung und der methodischen Vorbereitung von Interviews im Kontext von Flucht und Vertreibung.

Was ist das primäre Ziel der Arbeit?

Ziel ist der Aufbau eines dauerhaften Archivs, das Erlebnisse von Zeitzeugen für Wissenschaft und politische Bildung national und international nutzbar macht.

Welche wissenschaftliche Methode wird empfohlen?

Es wird eine standardisierte, dokumentarische Vorgehensweise empfohlen, die einheitliche Licht-, Ton- und Kamerabedingungen sowie ein strukturiertes Vorgespräch voraussetzt.

Was wird im Hauptteil der Arbeit behandelt?

Der Hauptteil gliedert sich in praktische Anleitungen zu technischen Setups (Licht, Ton, Kamera), den Ablauf der Interviews und die Digitalisierung von Dokumenten.

Welche Schlüsselwörter charakterisieren das Projekt?

Die Arbeit lässt sich am besten mit Begriffen wie Zeitzeugen-Dokumentation, Flucht, Vertreibung, Archivierung und wissenschaftliche Standards beschreiben.

Warum ist eine Rechteübertragung zwingend erforderlich?

Um die wissenschaftliche Auswertung und dauerhafte Nutzung der Interviews in einem Archiv zu ermöglichen, müssen die Rechte an Ton und Bild rechtssicher erworben werden.

Wie soll mit Dokumenten und Fotos während des Drehs verfahren werden?

Dokumente sollen nach dem Interview unter kontrollierten Lichtverhältnissen abgefilmt und zusätzlich mit einer Digitalkamera fotografiert werden.

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Details

Title
Leitfaden für die Herstellung von Zeitzeugen-Interviews
College
Martin Luther University  (Institut für Medien- und Kommunkikationswissenschaften)
Course
Letzte Zeitzeugen
Grade
1,0
Author
Oliver Friedel (Author)
Publication Year
2007
Pages
16
Catalog Number
V86372
ISBN (eBook)
9783638031288
ISBN (Book)
9783640328642
Language
German
Tags
Leitfaden Herstellung Zeitzeugen-Interviews Letzte Zeitzeugen
Product Safety
GRIN Publishing GmbH
Quote paper
Oliver Friedel (Author), 2007, Leitfaden für die Herstellung von Zeitzeugen-Interviews, Munich, GRIN Verlag, https://www.grin.com/document/86372
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