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Zu: Charles E. Ives: Central Park in the Dark

Title: Zu: Charles E. Ives: Central Park in the Dark

Term Paper (Advanced seminar) , 1999 , 15 Pages

Autor:in: Michael Schönfelder (Author)

Musicology - Miscellaneous
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I Charles Ives und Central Park in the Dark

Charles Ives wurde am 20.Oktober 1874 in Danbury (Connecticut) geboren. Den Hauptteil seiner musikalischen Ausbildung erhielt er von seinem Vater George E. Ives, der in Danbury als Kapellmeister tätig war und eine unkoventionelle musikalische Haltung hatte. Durch seine Experimentierversuche (z.B. mit Tonclustern, Polytonalität und Vierteltönen) beeinflußte er seinen Sohn nachhaltig; andererseits wurde Charles Ives aber auch von der zu dieser Zeit stark vertretenen amerikanischen Transzendentalphilosophie beeinflußt: „Inspired by transcendentalist philosophie, Ives sought a highly personalized musical expression.“ (1)
Es folgte ein Musikstudium bei Horatio Parker an der Yale University, das Charles Ives im Jahre 1898 abschloss. Seine experimentellen Neigungen stießen zu dieser Zeit nicht nur in der Universität auf Ablehnung: „Between 1902 [...] and 1920 there had been no single performance of Ive`s music generated by anyone`s efforts besides his own.“ (2)
Nach seinem Musikexamen arbeitete Ives als Organist und als Versicherungsvertreter in New York, ehe er im Jahre 1906 eine eigene Versicherungsgesellschaft gründete. In diesem Jahr komponierte er Central Park in the Dark – unter erschwerten Bedingungen, da er seiner Leidenschaft zu komponieren nur neben seinem Beruf ausüben konnte. Ives bewohnte seinerzeit eine Studentenbude in der Nähe des Central Parks (Central Park West 65), und war den verschiedensten Höreindrücken ausgesetzt:
[...]

Excerpt


Inhaltsverzeichnis

I Charles Ives und Central Park in theDark

II Partituranhang zu Central Park in the Dark

III Der erste Höreindruck

IV Das Material der ersten beiden Takte

V Das Material der Takte drei bis fünf

VI Das Material der Takte sechs bis acht

VII Das Material der Takte neun und zehn

VIII Zehntaktiger Abschnitt

IX Überlagerung des Klangteppichs

X Transzendentalphilosophie

XI Das Werk und Transzendentalismus

Zielsetzung und thematische Schwerpunkte

Die vorliegende Analysearbeit untersucht das Werk „Central Park in the Dark“ von Charles Ives unter besonderer Berücksichtigung der kompositorischen Struktur und deren philosophischer Fundierung im amerikanischen Transzendentalismus.

  • Analyse der musikalischen Materialwahl und Strukturierung der ersten zehn Takte.
  • Untersuchung der rhythmischen und harmonischen Mittel zur Darstellung von Nachtgeräuschen.
  • Deutung der Überlagerung von Klangteppichen und externen Zivilisationsgeräuschen.
  • Darstellung der Verbindung zwischen Musik und transzendentalistischer Philosophie.

Auszug aus dem Buch

IX Überlagerung des Klangteppichs

In Takt zwölf setzt zum ersten mal ein neues Instrument ein. Die Klarinettenstimme besteht nicht aus dem Notenmaterial, das schon für die ostinaten Streicherklänge genutzt wurde, und deshalb hebt sie sich vom Klangteppich der Streicher ein wenig ab - allerdings ergeben sich Ähnlichkeiten sowohl beim Rhythmus (Quintolen) als auch beim atonal klingenden Melodieverlauf. Die Phrasierungen der Klarinettenstimme verhindern eine mögliche Akzentuierung auf der ersten Zählzeit, so dass weder die „eins“ noch die Taktart durch bloßes Zuhören faßbar ist. Die Klarinettenfigur endet in Takt siebzehn, ehe sie dann in Takt vierundzwanzig um einen Ganzton nach unten verschoben wird.

Die direkt anschließende Flötenfigur (Takt 28) und die folgende Oboenmelodie (Takt 31) haben mit dem Klangteppich jedoch immer weniger Gemeinsamkeiten. Das rhythmische Material dieser Melodien besteht aus viel kleineren Notenwerten (es tauchen die ersten Achtel- und Sechzehntelnoten des Stücks auf); weiterhin haben die Melodieverläufe dieser Holzblasinstrumente einen gesanglicheren Charakter als die Melodie des Klanggrundes. Ihre Eigenständigkeit wird zusätzlich noch in Takt 65 deutlich: Oboe und Flöte spielen fast die gleiche Melodie – allerdings setzt die Flöte eine Achtel später und um einen halben Ton höher ein (Philip Lambert bezeichnet dieses Kompositionsmittel als „canonical transformation“).

Zusammenfassung der Kapitel

I Charles Ives und Central Park in theDark: Ein kurzer biografischer Abriss von Charles Ives sowie eine erste Einordnung der Entstehungsgeschichte und der akustischen Inspirationen des Stücks.

II Partituranhang zu Central Park in the Dark: Ein direktes Zitat des Komponisten, das den intendierten lautmalerischen Charakter des Stücks beschreibt.

III Der erste Höreindruck: Erste analytische Betrachtung der langsamen, atonalen Streicherklänge, die den „Klangteppich“ des Stücks bilden.

IV Das Material der ersten beiden Takte: Untersuchung des harmonischen Aufbaus aus übermäßigen Dreiklängen und Ganztonleitern.

V Das Material der Takte drei bis fünf: Analyse der Struktur, die primär auf Quarten und Quinten aufbaut.

VI Das Material der Takte sechs bis acht: Erörterung der abwechselnden Quinten und Tritoni als Fortschreibung des kompositorischen Prinzips.

VII Das Material der Takte neun und zehn: Abschluss der Analyse der Eingangsphase unter Einbeziehung der vollständigen Zwölftonreihe.

VIII Zehntaktiger Abschnitt: Erläuterung der Bedeutung der ersten zehn Takte als latentes Fundament der Naturgeräusche im Stückverlauf.

IX Überlagerung des Klangteppichs: Analyse der späteren Integration von Holzblasinstrumenten und Ragtime-Motiven in den bestehenden Klangraum.

X Transzendentalphilosophie: Einführung in die literarische Strömung des amerikanischen Transzendentalismus als geistiger Hintergrund.

XI Das Werk und Transzendentalismus: Synthese der musikalischen Ergebnisse mit der transzendentalistischen Philosophie von Emerson und Thoreau.

Schlüsselwörter

Charles Ives, Central Park in the Dark, Atonalität, Transzendentalismus, Klangteppich, Ragtime, Polytonalität, musikalische Analyse, amerikanische Literatur, Moderne, Partitur, Kompositionstechnik, Ralph Waldo Emerson, Henry David Thoreau.

Häufig gestellte Fragen

Worum geht es grundsätzlich in dieser Analyse?

Die Arbeit untersucht das Orchesterstück „Central Park in the Dark“ von Charles Ives und analysiert, wie der Komponist naturhafte Geräusche und Zivilisationsklänge musikalisch miteinander verknüpft.

Welche zentralen Themenfelder werden behandelt?

Im Zentrum stehen die musikalische Analyse der Partitur sowie die philosophische Einordnung in den amerikanischen Transzendentalismus des 19. Jahrhunderts.

Was ist das primäre Ziel der Untersuchung?

Das Ziel ist es, aufzuzeigen, dass Ives’ Werk trotz seines auf den ersten Blick chaotisch wirkenden Klangbildes einer streng durchdachten kompositorischen Logik folgt.

Welche wissenschaftliche Methode kommt zum Einsatz?

Die Arbeit kombiniert eine deskriptive musikalische Form- und Materialanalyse mit einer geistesgeschichtlichen Interpretation unter Einbeziehung philosophischer Primär- und Sekundärquellen.

Was wird im Hauptteil behandelt?

Der Hauptteil gliedert sich in eine detaillierte taktweise Untersuchung des musikalischen Materials, gefolgt von einer philosophischen Kontextualisierung, die das Werk als transzendente Einheit deutet.

Welche Begriffe charakterisieren die Arbeit am besten?

Wesentliche Begriffe sind hierbei Atonalität, strukturelle Reihenbildung, Klangteppich und die Verbindung von Natur- und Geisteswelt.

Wie deutet der Autor die Rolle der Streicher im Stück?

Die Streicher fungieren als „Klangteppich“, der die latent vorhandenen, konstanten Geräusche der Natur symbolisiert und somit das Fundament gegenüber den wechselhaften Zivilisationsgeräuschen bildet.

Inwiefern beeinflusst der Ragtime das Klangbild?

Ab Takt 67 werden Ragtime-Elemente wie „Hello! Ma Baby“ eingeführt, die den Kontrast zwischen dem statischen Natur-Klangteppich und der dynamischen, aggressiven Zivilisationswelt innerhalb eines musikalischen Wettkampfs zuspitzen.

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Details

Title
Zu: Charles E. Ives: Central Park in the Dark
College
Folkwang University of the Arts Essen  (Fachbereich 2)
Course
HS Central Park in the Dark
Author
Michael Schönfelder (Author)
Publication Year
1999
Pages
15
Catalog Number
V863
ISBN (eBook)
9783638105507
Language
German
Tags
Charles Ives Central Park Dark Central Park Dark
Product Safety
GRIN Publishing GmbH
Quote paper
Michael Schönfelder (Author), 1999, Zu: Charles E. Ives: Central Park in the Dark, Munich, GRIN Verlag, https://www.grin.com/document/863
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