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Risikomanagement, -controlling und -berichterstattung

Eine kritische Bestandsaufnahme

Title: Risikomanagement, -controlling und -berichterstattung

Term Paper (Advanced seminar) , 2007 , 24 Pages , Grade: 1,3

Autor:in: Patrick Braun (Author)

Business economics - Controlling
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Aufgrund der Unternehmensinsolvenzen der letzten Jahre hat sich kein anderes Fachgebiet der Betriebswirtschaft mit einer solchen Dynamik und Geschwindigkeit entwickelt wie das RM. Viele der Insolvenzen, insbesondere die Liquidationen einiger bekannter Großunternehmen (Holzmann AG, Bremer Vulkan etc.) sind auf fehlende Kontroll- und Informationssysteme, sowie fehlendes Risikobewusstsein zurückzuführen. Weitere Auslöser für diese Entwicklungen sind neue Risiken aus dem gewachsenen Wettbewerbsdruck, die stärkere Globalisierung, sowie dem drastischen Wandel der klassischen Geschäftsmodelle. Aufgrund dieser Evolutionen ist ein RM für eine langfristige und nachhaltige Unternehmensführung unabdingbar. Der Gesetzgeber hat mit der Verabschiedung des „Gesetzes zur Kontrolle und Transparenz im Unternehmensbereich“ im Jahre 1998 dafür gesorgt, dass sich die Unternehmensführung mit den potenziellen Risiken systematisch und bewusst auseinander setzt. Durch diese Rechtsnorm wird das Management verpflichtet ein Risikomanagementsystem im Unternehmen zu installieren, sowie ausführlich im Lagebericht zur Risikosituation des Unternehmens Stellung zu beziehen. Das Ziel einer Implementierung ist die fortwährende und langfristige Unternehmenssteuerung durch Identifikation und Risikoanalyse sowie deren Bewertung, um so Risikostrategien herauszuarbeiten. Eine angemessene Berichterstattung im Lagebericht der Gesellschaft soll den Kapitalgebern einen passenden Eindruck über die Risikosituation des Unternehmens darlegen. Das Ziel dieser Arbeit ist es, die Bedeutung des Risikocontrollings in einem Unternehmen durch ein Risikomanagementsystem mit der dazugehörigen Risikoberichterstattung darzustellen und zu systematisieren. Aus diesem Grunde werden rechtliche und politische Rahmenbedingungen, ausgewählte Instrumente zur Analyse und Bewertung der Risiken sowie Anforderungen an die Berichterstattung thematisiert und dargestellt.
Abschließend erfolgen eine kritische Würdigung der Aufgaben und Ziele des RM, sowie ein Ausblick auf zukünftige Entwicklungen in diesem Bereich.

Excerpt


Inhaltsverzeichnis

1. EINLEITUNG

1.1. Ausgangslage

1.2. Ziel der Arbeit

2. BEGRIFFSBESTIMMUNGEN

2.1. Risiko

2.2. Risikomanagement/ -controlling

3. RECHTLICHE-POLITISCHE HINTERGRÜNDE

3.1. Gesetz zur Kontrolle und Transparenz im Unternehmensbereich

3.2. 2. Baseler Akkord (Basel II)

3.3. Sarbanes-Oxley-Act

3.4. Deutscher Rechnungslegungsstandard

4. RISIKOMANAGEMENT/ -CONTROLLING/ -BERICHTERSTATTUNG

4.1. Risikomanagement

4.1.1. Risikofelder

4.1.2. Risikostrategie

4.1.3. Risikomanagementprozess

4.1.4. Instrumente zur Risikobewertung

4.1.4.1. Value-at-Risk

4.1.4.2. Risk Map

4.1.4.3. Cash-Flow-at-Risk

4.1.4.4. Scoring-Modell

4.1.4.5. Balanced Chance and Risk Card

4.2. Risikocontrolling

4.2.1. Konzept des Risikocontrollings

4.2.2. Risikocontrolling vs. Interne Revision

4.3. Risikoberichterstattung

4.3.1. Anforderungen

4.3.2. Gestaltung

4.3.2.1. Interne Berichterstattung

4.3.2.2. Externe Berichterstattung

5. BEWERTUNG UND AUSBLICK

Zielsetzung und thematische Schwerpunkte

Ziel der Arbeit ist es, die Bedeutung des Risikocontrollings innerhalb eines Risikomanagementsystems sowie die damit verbundene Risikoberichterstattung zu systematisieren und darzustellen, wobei insbesondere rechtliche Rahmenbedingungen und Bewertungsinstrumente im Fokus stehen.

  • Analyse gesetzlicher und politischer Anforderungen an das Risikomanagement
  • Darstellung von Instrumenten zur Risikoidentifikation und -bewertung
  • Abgrenzung von Risikocontrolling und Interner Revision
  • Methodische Gestaltung der internen und externen Risikoberichterstattung
  • Kritische Würdigung der Aufgaben und Ziele des Risikomanagements

Auszug aus dem Buch

4.1.4.1. Value-at-Risk

Der VaR-Ansatz findet seit mehreren Jahren im Finanzdienstleistungssektor Anwendung, um Zins- und Marktrisiken zu überwachen und zu messen. Der VaR lässt sich als maximale negative Veränderung einer Risikosition, unter üblichen Marktbedingungen, innerhalb einer festgelegten Periode für ein bestimmtes Konfidenzintervall definieren. Der VaR gibt keine Prognose über das Ausmaß der auftretenden Verluste, sondern legt eine zu meist vergangenheitsbasierte Schwelle fest, die auftretende Verluste mit einer vorgegebenen Wahrscheinlichkeit bei normalen Marktbedingungen nicht überschreitet.

Dieser Ansatz stützt sich vorwiegend auf Werte der Vergangenheit, die mit ihrer Häufigkeit eine statistische Verteilungsfunktion, häufig Normalverteilung, bilden. Da es sich hier um eine Schätzgröße handelt, sollte eine Wahrscheinlichkeit zwischen 95 % - 99 % gewählt werden. Der VaR lässt sich in einer grafisch dargestellten Verteilung mit einer bestimmten Wahrscheinlichkeit am negativen Quantil, also der linken Verteilungsseite, ablesen.

Zusammenfassung der Kapitel

1. EINLEITUNG: Darstellung der gestiegenen Bedeutung des Risikomanagements aufgrund von Unternehmensinsolvenzen sowie die Zielsetzung der Arbeit.

2. BEGRIFFSBESTIMMUNGEN: Definition der zentralen Begriffe Risiko, Risikomanagement und Risikocontrolling als Instrumente einer zukunftsorientierten Unternehmensführung.

3. RECHTLICHE-POLITISCHE HINTERGRÜNDE: Analyse gesetzlicher Vorgaben wie das KonTraG, Basel II, Sarbanes-Oxley-Act und der Deutsche Rechnungslegungsstandard als Treiber für Risikosysteme.

4. RISIKOMANAGEMENT/ -CONTROLLING/ -BERICHTERSTATTUNG: Detaillierte Untersuchung von Risikofeldern, Steuerungsprozessen, Bewertungsinstrumenten, der Rolle des Controllings sowie der internen und externen Berichterstattung.

5. BEWERTUNG UND AUSBLICK: Kritische Würdigung des Risikomanagements und Ausblick auf zukünftige Entwicklungen im Kontext der Globalisierung und Kapitalmarktorientierung.

Schlüsselwörter

Risikomanagement, Risikocontrolling, Risikoberichterstattung, KonTraG, Basel II, Value-at-Risk, Risk Map, Risikofelder, Unternehmenssteuerung, Risikotragfähigkeit, Interne Revision, Cash-Flow-at-Risk, Corporate Governance, Risikomodelle, Shareholder-Value.

Häufig gestellte Fragen

Worum geht es in dieser Arbeit grundsätzlich?

Die Arbeit befasst sich mit einer kritischen Bestandsaufnahme des Risikomanagements, -controllings und der -berichterstattung in Unternehmen.

Was sind die zentralen Themenfelder?

Die zentralen Themen sind die rechtlichen Rahmenbedingungen, die Instrumente zur Risikoanalyse sowie die prozessuale Gestaltung der internen und externen Risikoberichterstattung.

Was ist das primäre Ziel der Arbeit?

Das Ziel ist die Systematisierung der Bedeutung des Risikocontrollings und der zugehörigen Risikoberichterstattung innerhalb eines modernen Risikomanagementsystems.

Welche wissenschaftliche Methode wird verwendet?

Die Arbeit nutzt eine theoretische Aufarbeitung bestehender Literatur, gesetzlicher Normen und betriebswirtschaftlicher Instrumente zur fundierten Analyse des Themenfeldes.

Was wird im Hauptteil behandelt?

Der Hauptteil analysiert Risikofelder, Risikostrategien, den Risikomanagementprozess, spezifische Bewertungsinstrumente (wie VaR, Risk Map) sowie die Schnittstelle zwischen Risikocontrolling und Interner Revision.

Welche Schlüsselwörter charakterisieren die Arbeit?

Zu den wichtigsten Begriffen gehören Risikomanagement, KonTraG, Basel II, Risikoberichterstattung und Risikocontrolling.

Warum spielt das KonTraG eine so wichtige Rolle für das Risikomanagement?

Das KonTraG verpflichtet den Vorstand zur Einrichtung eines Überwachungssystems, um bestandsgefährdende Entwicklungen frühzeitig zu erkennen, was als wichtiger Impuls für deutsche Risikomanagementsysteme gilt.

Was unterscheidet das Risikocontrolling von der Internen Revision?

Während die Interne Revision vorwiegend vergangenheitsorientierte Überwachungsprozesse durchführt, ist das Risikocontrolling proaktiv auf zukünftige Prognosen und zielorientierte Steuerungsmaßnahmen ausgerichtet.

Welche Rolle spielt der Value-at-Risk im Risikomanagement?

Der Value-at-Risk dient als statistisches Instrument zur Messung des maximalen potenziellen Verlusts einer Position bei gegebenem Konfidenzintervall unter normalen Marktbedingungen.

Was ist das Ziel der Risikoberichterstattung?

Die Risikoberichterstattung soll allen relevanten Anspruchsgruppen zeitnahe, nachvollziehbare und entscheidungsrelevante Informationen über Risiken liefern, um eine fundierte Unternehmenssteuerung zu ermöglichen.

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Details

Title
Risikomanagement, -controlling und -berichterstattung
Subtitle
Eine kritische Bestandsaufnahme
College
University of Applied Sciences Essen
Grade
1,3
Author
Patrick Braun (Author)
Publication Year
2007
Pages
24
Catalog Number
V86444
ISBN (eBook)
9783638047142
ISBN (Book)
9783638942935
Language
German
Tags
Risikomanagement
Product Safety
GRIN Publishing GmbH
Quote paper
Patrick Braun (Author), 2007, Risikomanagement, -controlling und -berichterstattung, Munich, GRIN Verlag, https://www.grin.com/document/86444
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