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Frühkindliche Förderung der musikalischen Entwicklung

Title: Frühkindliche Förderung der musikalischen Entwicklung

Examination Thesis , 2007 , 100 Pages , Grade: 1,5

Autor:in: Diplom-Musiklehrerin Bettina Eitzenhöffer (Author)

Pedagogy - Nursery Pedagogy, Early Childhood Education
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Macht frühkindliche Musikerziehung Sinn oder ist sie eher "Un-Sinn"?
Zurzeit boomen in Deutschland Kurse an Musikschulen und anderen Institutionen für immer kleinere Kinder - bis hin zum "Musikgarten für Babys". Doch halten die Kurse wirklich, was sie versprechen?
Ist eine frühstmögliche Förderung nach den erschreckenden Ergebnissen der PISA-Studien heute sogar nötig oder haben wir es hier nur mit reiner "Geldmacherei" zu tun, da Musikschulen mit Kursen für Großgruppen am besten verdienen?

Diesen Fragen widmete ich mich in vorliegender Examensarbeit. Dazu werden zuerst in einem theoretischen Teil die Grundlagen allgemeiner und musikalischer Entwicklungspsychologie vorgestellt, anschließend die geschichtliche Entwicklung der musikalischen Frühförderung in Deutschland dargestellt. Hier begegnen wir sowohl der "Rhythmik" als auch der "Musikalischen Früherziehung".
In weiteren Kapiteln werden diverse gängige Konzepte zur musikalischen Frühförderung wie z.B. der "Musikgarten", "Kindermusik International", Konzepte der Firma "Yamaha" etc. untersucht und kritisch betrachtet.
Abschließend habe ich die Ergebnisse einer Umfrage unter Musikschulen zu Kursen für Kinder unter 4 Jahren aus dem Jahr 2006 aufgelistet und untersucht.
Die Arbeit endet mit Tipps und Anregungen für das Unterrichten von Eltern-Kind-Gruppen mit Kleinkindern und Babys.

Sowohl Erzieherinnen als auch Musikpädagogen können hier theoretische Hinweise und Reflexionsansätze für ihre Arbeit finden.

Excerpt


Inhaltsverzeichnis

1. Einleitung

2. Entwicklungspsychologie des frühen Kindesalters

2.1 Die Entwicklung vor der Geburt

2.2 Entwicklung von 0-18 Monaten: Vom Säugling zum Kleinkind

2.3 Die Zeit von 18 bis etwa 36 Monaten

3. Die musikalische Entwicklung von 0-3 Jahren

3.1 Vorgeburtliche Hörerfahrungen

3.2 Musikalische Entwicklung im Säuglingsalter

3.3 Musikalische Entwicklung beim Kleinkind

3.3.1 Verstehen und Wiedergeben von Harmonik und Rhythmus

3.3.2 Entwicklung des Singens beim Kleinkind

3.4 Allgemeines über das Lernen im Kleinkindalter und den musikalischen Lern- sowie Begabungsbegriff

4. Möglichkeiten der musikalischen Förderung

4.1 Förderung im Elternhaus

4.2 Förderung in Kindertagesstätten und Krippen

4.3 Förderung in Eltern-Kind-Gruppen

5. Rückblick: Geschichte der vorschulischen Musikerziehung

6. Entstehung, Aufbau, Chancen und Problematik der Gruppenform „Eltern-Kind-Gruppe“

7. Bestandsaufnahme: Angebote für die „Kleinsten“ an baden-württembergischen Musikschulen 2006

7.1 Die VdM-Initiative „Musikalische Bildung von Anfang an“

7.2 Fragebogenauswertung

8. Vorstellung und Vergleich von aktuellen Konzepten und Programmen für Eltern-Kind-Musikkurse

8.1 Lorna Lutz Heyge und der „Musikgarten“

8.2 Mutter-Kind-Rhythmik: die Urform der Eltern-Kind-Kurse?

8.3 Elementare Musikpädagogik nach J. Ribke und M. Rebhahn (Seeliger)

8.4 Das Projekt „Kindliche Lernwelt Musik“ in Freiburg

8.5 „Kindermusik International“ und die Elementarerziehung an den „Yamaha-Musikschulen“

8.6 Verschiedene sonstige Materialsammlungen im Vergleich

9. Begründung, Gefahren und eigene Empfehlungen für den Eltern-Kind-Musikunterricht

9.1 Sinn und Un-Sinn der „noch früheren Früherziehung“

9.2 Qualifikation der Lehrkraft

9.3 Unterrichts- und Stundenziele

9.4 Organisation und Stundenaufbau

9.5 Umgang mit Störungen

9.6 Auswahl von Materialien

9.7 Auswahl des Liedguts

9.8 Auswahl der Bewegungsarten und -spiele

9.9 Fazit

Zielsetzung und Themen der Arbeit

Die Arbeit untersucht die Bedeutung der frühkindlichen musikalischen Förderung für die Entwicklung des Kindes, analysiert bestehende Konzepte für Eltern-Kind-Kurse und evaluiert deren aktuelle Umsetzung sowie Sinnhaftigkeit anhand einer Bestandsaufnahme an Musikschulen in Baden-Württemberg.

  • Entwicklungspsychologische Grundlagen der frühen Kindheit
  • Musikalische Entwicklung in den ersten drei Lebensjahren
  • Methodik und Organisation von Eltern-Kind-Musikkursen
  • Historische Einordnung der vorschulischen Musikerziehung
  • Kritische Analyse aktueller Förderprogramme

Auszug aus dem Buch

3.1 Vorgeburtliche Hörerfahrungen

Das Kapitel über die musikalische Entwicklung möchte ich mit der Entwicklung des Gehörs beim Ungeborenen beginnen, da ohne die Entwicklung eines voll funktionsfähigen auditiven Sinns jede weitere Musikalisierung nur schwer möglich wäre. Noch vor 100 Jahren glaubte man nach Studien von Julius Uffelmann (1890), dass das Neugeborene bis etwa zur sechsten Woche wegen einer Schwellung des Mittelohrs quasi taub sei. In den 1920er Jahren wurden jedoch Studien veröffentlicht, die das Gegenteil bewiesen. In Versuchen wie beispielsweise dem Betätigen einer Autohupe in der Nähe einer Schwangeren wurden heftige Kindsbewegungen während und nach dem Lärmeinfluss festgestellt. Heute weiß man, dass die Entwicklung des Gehörs beim Ungeborenen schon sehr früh beginnt, nämlich bereits ab dem 22. Tag der Schwangerschaft.

In der achten Woche ist das Innenohr ausgebildet und etwa in der 18. Woche bilden sich die Nervenverbindungen zum Gehirn. Der genaue Zeitpunkt, ab wann das Kind „hört“, ist aber auch heute noch schwer festzumachen. Wissenschaftler schwanken in ihren Angaben von der 18. bis zur 28. Woche. Man nimmt an, dass das Kind auch schon während der Entwicklung des Ohres hören kann, wahrscheinlich nimmt es zuerst Geräusche seiner eigenen Existenz, also das Rauschen seines Blutes wahr, und nach und nach immer mehr Umweltgeräusche wie etwa das pulsierende Herz der Mutter. Der Fötus reagiert jedoch auch schon früher auf Klänge und Geräusche, die durch das Fruchtwasser Schallschwingungen auch über die Haut übertragen werden. Komplett entwickelt ist das Ohr dann im achten Monat.

Doch was hört das Kind im Mutterleib? Kann es Musik überhaupt wahrnehmen? In dem schützenden Umfeld der Gebärmutter dringen hauptsächlich Geräusche aus dem vegetativen Umfeld an das kindliche Gehör, also hauptsächlich das Klopfen des Herzens, das Rauschen von Blut oder Geräusche aus dem Magen-Darm-Trakt der Mutter. Diese Geräusche mit bis zu 85 Dezibel entsprechen etwa dem Lärmpegel einer verkehrsreichen Straße, eine Lautstärke, die selbst das Ohr eines Erwachsenen auf Dauer beschädigen würde. Die Hörschnecke des Kindes ist anfangs jedoch so angelegt, dass sie nur tiefe Frequenzen wahrnehmen kann. Durch den Körper der Mutter werden zusätzlich hohe Frequenzen ausgefiltert und das Gehör des Ungeborenen geschützt.

Zusammenfassung der Kapitel

1. Einleitung: Die Einleitung beleuchtet die aktuelle Relevanz der frühkindlichen musikalischen Förderung und die daraus resultierende Forschungsfrage.

2. Entwicklungspsychologie des frühen Kindesalters: Dieses Kapitel erläutert die physische und psychische Entwicklung vom Embryo bis zum Kleinkindalter.

3. Die musikalische Entwicklung von 0-3 Jahren: Es wird die musikalische Wahrnehmung und Entwicklung, von vorgeburtlichen Erfahrungen bis zum bewussten Musizieren, dargestellt.

4. Möglichkeiten der musikalischen Förderung: Das Kapitel vergleicht verschiedene Förderorte wie das Elternhaus, Kindertagesstätten und spezielle Gruppen.

5. Rückblick: Geschichte der vorschulischen Musikerziehung: Eine historische Betrachtung von frühen pädagogischen Ansätzen bis zur modernen Musikschulstruktur.

6. Entstehung, Aufbau, Chancen und Problematik der Gruppenform „Eltern-Kind-Gruppe“: Hier werden Hintergründe und spezifische Herausforderungen dieser spezifischen Unterrichtsform diskutiert.

7. Bestandsaufnahme: Angebote für die „Kleinsten“ an baden-württembergischen Musikschulen 2006: Die Autorin präsentiert Ergebnisse einer empirischen Befragung zur aktuellen Kurssituation.

8. Vorstellung und Vergleich von aktuellen Konzepten und Programmen für Eltern-Kind-Musikkurse: Eine kritische Analyse bekannter Programme wie dem „Musikgarten“ oder dem Gordon-Institut.

9. Begründung, Gefahren und eigene Empfehlungen für den Eltern-Kind-Musikunterricht: Abschließend werden pädagogische Kriterien für eine gelungene musikalische Früherziehung formuliert.

Schlüsselwörter

Frühkindliche Förderung, Musikerziehung, Musikschule, Eltern-Kind-Kurse, Entwicklungspsychologie, Elementare Musikpädagogik, Musikalische Früherziehung, Kleinkind, Rhythmik, Musikalische Bildung, Musikpädagogik, Eltern-Kind-Bindung, Audiation, Musikalisches Lernen, Musikalisches Potenzial

Häufig gestellte Fragen

Worum geht es in dieser wissenschaftlichen Arbeit grundsätzlich?

Die Arbeit befasst sich mit der Bedeutung der musikalischen Förderung von Kindern ab der Geburt bis zum dritten Lebensjahr und untersucht, wie Musikschulen diesen Prozess durch Eltern-Kind-Kurse unterstützen können.

Welche zentralen Themenfelder werden bearbeitet?

Die Arbeit kombiniert entwicklungspsychologische Grundlagen mit musikpädagogischen Ansätzen, analysiert historische Entwicklungen der Musikerziehung und bewertet aktuelle Kurskonzepte sowie die Situation an öffentlichen Musikschulen.

Was ist das primäre Ziel der Forschungsarbeit?

Das Ziel ist es, den pädagogischen Nutzen von „noch früherer Früherziehung“ kritisch zu hinterfragen, den aktuellen Stand der Angebote in Baden-Württemberg zu erheben und Empfehlungen für eine qualitätsvolle Ausgestaltung dieser Angebote zu geben.

Welche wissenschaftliche Methode wurde angewandt?

Neben einer theoretischen Fundierung durch Literaturstudien führte die Autorin eine empirische Bestandsaufnahme mittels Fragebögen bei 40 ausgewählten Musikschulen in Baden-Württemberg durch.

Was wird im Hauptteil der Arbeit behandelt?

Der Hauptteil gliedert sich in eine entwicklungspsychologische Basis, die musikalische Entfaltung des Kindes, die Analyse verschiedener Konzepte (wie Musikgarten oder Gordon-Institut) und eine detaillierte Diskussion über die Qualifikation von Lehrkräften und die Gestaltung des Unterrichts.

Durch welche Schlüsselwörter lässt sich die Arbeit charakterisieren?

Die Arbeit ist geprägt durch Begriffe wie frühkindliche Förderung, musikalische Früherziehung, Eltern-Kind-Musikkurse, Elementare Musikpädagogik und Entwicklungspsychologie.

Wie bewertet die Autorin den Einsatz von elektronischen Instrumenten bei Kleinkindern?

Die Autorin steht elektronischen Spielzeug-Instrumenten kritisch gegenüber, da diese oft keine authentische Anschlagsdynamik bieten und somit für den Aufbau eines fundierten Klangempfindens beim Kind kontraproduktiv sind.

Warum plädiert die Autorin für eine stärkere Ausbildung von Lehrkräften im Elementarbereich?

Sie betont, dass gerade die Arbeit mit den Jüngsten eine hohe fachliche Kompetenz erfordert, da die Lehrkräfte nicht nur musikalisch anleiten, sondern auch die Eltern als Bezugspersonen im Lernprozess kompetent begleiten müssen.

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Details

Title
Frühkindliche Förderung der musikalischen Entwicklung
College
State University of Music and Performing Arts Stuttgart
Grade
1,5
Author
Diplom-Musiklehrerin Bettina Eitzenhöffer (Author)
Publication Year
2007
Pages
100
Catalog Number
V86450
ISBN (eBook)
9783638003728
ISBN (Book)
9783638913287
Language
German
Tags
Bedeutung Förderung Entwicklung Kindes
Product Safety
GRIN Publishing GmbH
Quote paper
Diplom-Musiklehrerin Bettina Eitzenhöffer (Author), 2007, Frühkindliche Förderung der musikalischen Entwicklung, Munich, GRIN Verlag, https://www.grin.com/document/86450
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