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Portable Alpha. Funktionsweise, Umsetzung, Hürden und Praxisrelevanz

Title: Portable Alpha. Funktionsweise, Umsetzung, Hürden und Praxisrelevanz

Seminar Paper , 2008 , 30 Pages , Grade: 1,7

Autor:in: Jonas Lehmann (Author)

Business economics - Investment and Finance
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Diese Arbeit führt zunächst in das CAPM-Modell als Grundlage für einen Portable Alpha-Ansatz ein und zeigt danach schrittweise die Funktionsweise des Ansatzes -auch an Hand von Beispielen- auf. In einem zweiten Teil werden Probleme und Hürden dieser Strategie diskutiert sowie diesbezügliche Lösungsansätze erarbeitet.

Schaubilder unterstützen den Leser hinsichtlich einem schnelleren und besseren Verständnis. In dieser Arbeit findet neueste internationale Fachliteratur Berücksichtigung, sodass dem Leser ein nicht nur umfassendes, sondern auch aktuelles Bild der Thematik ermöglicht wird.

Die enge Marktabhängigkeit klassicher Investmentformen führt zu einem schwer zu steuernden Risiko, was insbesondere die weltweiten Börsencrashs zu Beginn des Jahrtausends eindrucksvoll bestätigt haben. Diese Abhängigkeit von Markteffekten sollte zunehmends durch individuelle Fähigkeiten von Investmentmanagern ersetzt werden. Abgesehen von Marktrisiken haben auch die Managementkosten zu ansteigender Unzufriedenheit geführt: Man war sich sicher, für rein passive Investments zu hohe Aufwendungen zu tätigen und wollte fortan diese Kosten effizienter nutzen, indem in aktives Management investiert wird. Aus diesen Gedanken ist die Portable Alpha-Strategie entstanden.
Dieser Investmentansatz hat seine Wurzeln in den USA und wurde bereits in den 1990er Jahren eingesetzt, um der Unterfinanzierung der Pensionskassen entgegen zu wirken. Er führt zu einer Unabhängigkeit zwischen Marktrenditen und aktiv erwirtschafteter Rendite mittels einer Trennung dieser beiden Elemente: Eine unabhängige Alpharendite soll auf jede andere, passive Investmentform übertragbar sein, um dadurch einerseits Risiken mittels Diversifizierung zu mindern und andererseits Renditen durch zunehmende Marktunabhängigkeit zu erhöhen.

Excerpt


Inhaltsverzeichnis

1. Einleitung

2. Abgrenzung von klassischen und anderen alternativen Investmentformen

3. Funktionsweise

3.1 CAPM-Modell als Grundlage für Alpha und Beta

3.2 Mögliche Alphaquellen

3.2.1 Ineffiziente Märkte

3.2.2 Short-Investments

3.2.3 Hedgefonds

3.3 Aufbau von Alpha-Positionen und Alpha-Transport

3.4 Beispiel eines Alpha-Transports

4. Umsetzungsprobleme von Portable Alpha-Strategien

4.1 Problematik des Portfoliomanagements

4.1.1 Kompetenzanforderungen an das Management

4.1.2 Managerauswahl zur Strategieumsetzung

4.2 Transaktionskosten

4.3 Rechtliche Aspekte

5. Fazit

Anhang 1: Kostenargument „Nullsummenspiel“

Anhang 2: Untersuchung marktneutraler Hedgefonds

Zielsetzung und thematische Schwerpunkte

Die Arbeit untersucht das Konzept der Portable Alpha-Strategie als Mittel zur Renditeoptimierung durch die Trennung von Marktrendite (Beta) und aktiver Managementleistung (Alpha). Ziel ist es, Funktionsweise, Implementierungsmöglichkeiten sowie die mit diesem Investmentansatz verbundenen Hürden und Risiken in der Praxis darzustellen.

  • Grundlagen des CAPM-Modells und der Renditekomponenten.
  • Identifikation und Nutzung verschiedener Alphaquellen (z.B. Hedgefonds, Short-Investments).
  • Technische Umsetzung des Alpha-Transports mittels Derivaten wie Futures und Swaps.
  • Analyse der Managementanforderungen und Auswahlkriterien für Alpha-Manager.
  • Juristische Rahmenbedingungen und Transaktionskosten bei der praktischen Anwendung.

Auszug aus dem Buch

3.4 Beispiel eines Alpha-Transports

Ein Beispiel soll das vorher Gesagte veranschaulichen.

Dazu wird eine Portable Alpha-Strategie mit einem Future als Portierungsinstument verwendet. Zur Vereinfachung werden dabei Kosten und Gebühren sowie Margins vernachlässigt. Als Alphaquelle wird der japanische Aktienmarkt gewählt. Es wird angenommen, dass Manager vorhanden sind, die durch Informationsvorteile auf diesem Markt ein Alpha in Höhe von 2% erwirtschaften können (αNikkei = 2%). Dies ist ein gutes, aber in Anbetracht der Darstellungen in Abschnitt 3.2.1 auch nicht zu hoch angesetztes Ziel. Als Betaquelle, auf den das Alpha transportiert werden soll, wird der Geldmarkt des EURIBOR auf Monatsbasis gewählt; Handelsperiode ist das Kalenderjahr 2006. Der EUROIBOR 1 Monat betrug in 2006 durchschnittlich 2,997%, d.h. runde 3%.

Zu Jahresbeginn werden nunmehr Indexfutures auf den Nikkei-225 verkauft. Dadurch wird das Beta der vom Alphamanager gewonnenen Rendite der japanischen Aktien subtrahiert. Die Short-Position des Futures bildet den Verlauf des Nikkei-225 in umgekehrter Weise nach. Im Verlauf des Jahres 2006 steigt der Nikkei-225 von ca. 16.400 Punkten auf ca. 17.200 Punkte, d.h. um ca. 4,87%. Um ebendiesen Prozentsatz verliert die Shortposition auf Futures also an Wert (-RFutures = βNikkei). Durch aktives Management am japanischen Aktienmarkt, genauer durch das Investment in Einzeltitel des Nikkei-225, wird eine Gesamtrendite in Höhe von 6,87% erwirtschaftet (4,87% Marktzuwachs (βNikkei) zzgl. 2% αNikkei).

Zusammenfassung der Kapitel

1. Einleitung: Die Arbeit erläutert den Ursprung der Portable Alpha-Strategie als Reaktion auf Börsencrashs und den Wunsch nach Unabhängigkeit von Marktrisiken.

2. Abgrenzung von klassischen und anderen alternativen Investmentformen: Es wird die Differenz zwischen passivem Beta und aktivem Alpha verdeutlicht, um den Zweck der Portierung zu begründen.

3. Funktionsweise: Dieses Kapitel analysiert formal das CAPM-Modell und erklärt den technischen Prozess, wie Alpha von Markteffekten separiert und auf andere Märkte übertragen wird.

4. Umsetzungsprobleme von Portable Alpha-Strategien: Hier werden Herausforderungen bei der Managerwahl, die Notwendigkeit spezieller Entlohnungsmodelle, Transaktionskosten und rechtliche Beschränkungen diskutiert.

5. Fazit: Die Arbeit schließt mit der Feststellung, dass Portable Alpha eine effiziente Form der Ressourcennutzung darstellt, sofern institutionelle Investoren bereit sind, Vorbehalte abzulegen.

Schlüsselwörter

Portable Alpha, Alpha, Beta, Investmentstrategie, CAPM-Modell, Portfoliomanagement, Hedgefonds, Marktneutralität, Derivate, Futures, Alpha-Transport, Renditeoptimierung, Informationsvorsprung, Diversifikation.

Häufig gestellte Fragen

Worum geht es in dieser Arbeit grundsätzlich?

Die Seminararbeit behandelt den alternativen Investmentansatz "Portable Alpha", der darauf abzielt, die Rendite aus aktivem Management (Alpha) von der allgemeinen Marktentwicklung (Beta) zu trennen und diese Rendite auf andere Anlageklassen zu übertragen.

Welche zentralen Themenfelder werden abgedeckt?

Im Fokus stehen die theoretischen Grundlagen des CAPM, die praktische Identifikation von Alphaquellen, die technische Durchführung des Alpha-Transports sowie die kritische Auseinandersetzung mit operativen und rechtlichen Umsetzungsproblemen.

Was ist das primäre Ziel der Untersuchung?

Das primäre Ziel ist es, zu zeigen, wie Investoren durch das Konzept der Trennung von Alpha und Beta unabhängiger von Marktrisiken agieren und die Effizienz ihrer Anlagestrategien steigern können.

Welche wissenschaftliche Methode wird verwendet?

Der Autor nutzt eine Kombination aus theoretischer Analyse auf Basis finanzwissenschaftlicher Standardmodelle (wie dem CAPM) und der praktischen Illustration mittels konkreter Fallbeispiele, um die Anwendbarkeit der Strategie zu evaluieren.

Was wird im Hauptteil der Arbeit behandelt?

Der Hauptteil gliedert sich in die Darstellung der Funktionsweise und mathematischen Herleitung, die Identifikation geeigneter Alphaquellen, die methodische Umsetzung mittels Finanzderivaten sowie die Analyse kritischer Erfolgsfaktoren wie Managerauswahl und Transaktionskosten.

Welche Schlüsselwörter charakterisieren die Arbeit?

Die Arbeit lässt sich primär über Begriffe wie Portable Alpha, Alpha-Transport, Marktneutralität, aktives Management und institutionelles Investieren definieren.

Warum ist das "Nullsummenspiel" laut Autor kein Gegenargument?

Der Autor argumentiert, dass die Theorie des Nullsummenspiels von einem perfekten Gleichgewichtszustand ausgeht, während die Realität durch Informationsasymmetrien geprägt ist, die es kompetenten Managern ermöglichen, Alpha zu generieren.

Welche Rolle spielt der "General-Manager" bei der Strategieumsetzung?

Der General-Manager fungiert als übergeordnete Instanz, die für die Auswahl geeigneter Alphamanager, die Überwachung der Marktneutralität und die Minimierung von Transaktionskosten verantwortlich ist.

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Details

Title
Portable Alpha. Funktionsweise, Umsetzung, Hürden und Praxisrelevanz
College
University of Siegen
Grade
1,7
Author
Jonas Lehmann (Author)
Publication Year
2008
Pages
30
Catalog Number
V86454
ISBN (eBook)
9783638013758
ISBN (Book)
9783638917193
Language
German
Tags
Portable Alpha Umsetzung Hürden Praxisrelevanz Portable Alpha CAPM CAPM-Modell Investment Diversifizierung aktives Management Alpha Transport Custard
Product Safety
GRIN Publishing GmbH
Quote paper
Jonas Lehmann (Author), 2008, Portable Alpha. Funktionsweise, Umsetzung, Hürden und Praxisrelevanz, Munich, GRIN Verlag, https://www.grin.com/document/86454
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