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Joseph von Eichendorff, die Revolution und der Gedichtzyklus 1848

Title: Joseph von Eichendorff, die Revolution und der Gedichtzyklus 1848

Term Paper (Advanced seminar) , 2006 , 28 Pages , Grade: 2

Autor:in: Anuschka Burkhardt (Author)

German Studies - Modern German Literature
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Summary Excerpt Details

Die Ereignisse der Revolution und ihre Eindrücke auf Eichendorff werden behandelt und anschließend werden die Gedichte des Zyklus 1848 entsprechend analysiert.

Excerpt


Inhaltsverzeichnis

1) Eichendorff und die Revolution in seinem Werk

2) Eichendorffs politische Haltung und Einstellung zur Revolution

2.1) Einflüsse bei der politischen Prägung Eichendorffs

2.2) Eichendorffs politische Gesinnung

2.3) Eichendorffs Einstellung gegenüber der Revolution und ihren Folgen

3) Die Gedichtgruppe 1848 als ein Zyklus

3.1) I „Die Altliberalen“

3.2) II „Ihr habt es ja nicht anders haben wollen“

3.3) III „Kein Pardon“

3.4) IV„Will’s Gott“

3.5) V „Wer rettet?“

3.6) VI „Das Schiff der Kirche“

3.7) VII „Der welsche Hahn“

3.8) VIII „Spruch“

3.9) IX „Familienähnlichkeit“

3.10) Der Gesamtzyklus

4) Ein Resümee

Zielsetzung & Themen

Die vorliegende Arbeit untersucht das Verhältnis von Joseph von Eichendorff zur deutschen Revolution von 1848, wobei der Schwerpunkt auf der Analyse seines Gedichtzyklus „1848“ liegt. Es wird der Frage nachgegangen, wie der konservative Dichter die politischen Umbrüche seiner Zeit reflektiert und inwiefern diese Ereignisse sein Bild von Geschichte und Religion prägten.

  • Politische Haltung Eichendorffs im Kontext seiner Herkunft und Lehrmeister.
  • Die Interpretation der Revolution als heilsgeschichtliches Ereignis.
  • Strukturelle und inhaltliche Analyse des Gedichtzyklus „1848“.
  • Die Rolle der Religion als stabilisierendes Element im modernen Staat.
  • Kritik am Liberalismus und der Suche nach einer konservativen Zukunftsperspektive.

Auszug aus dem Buch

1) Eichendorff und die Revolution in seinem Werk

Joseph von Eichendorff, geboren am 10.3.1788 auf Schloß Lubowitz in Oberschlesien, verfasste in seinem Todesjahr in den Skizzen seiner Memoiren unter dem Titel, Erlebtes (1788) folgende Worte: „Ich bin mit der Revolution geboren, der politischen, wie der geistigen, literarischen, und die letztere habe ich mitgemacht.“ Und so war es auch. Er machte schon früh Kontakt mit der Thematik der französischen Revolution, las wohl als Zwölfjähriger schon ein Buch hierüber und hat gewiss zahlreiche Gespräche von Erwachsenen darüber gehört.

Eichendorff war weitaus mehr als nur der "Dichter des deutschen Waldes", seine Welt war alles andere als naiv und harmlos, wie es vielleicht aus seinen Gedichten der Naturbeschreibung erscheinen mag. Die Romantik ist mit sozialen und politischen Kategorien verschränkt, und Eichendorff entwirft dichterische Gegenbilder zur Wirklichkeit einer Zeit der politischen und industriellen Revolutionen, die er als Teilnehmer an den Befreiungskriegen und als preußischer Beamter in verschiedenen Diensten kritisch miterlebt hat. Daher war Eichendorff nicht nur ein romantischer Autor, der die Natur in seinen Gedichten beschrieb, sondern er verfasste auch zahlreiche theoretische und politische Schriften, auch in Erzähl- oder Versform, in der er sich der Thematik der Revolution widmete, wie zum Beispiel in seinen früheren Werken Das Schloß Dürande, Auch ich war in Arkadien!, in seinen späteren Werken in Robert und Guiscard, und in den Entwürfen zu seiner Autobiographie Erlebtes, die sich vor allem auf die französische Revolution beziehen und schließlich auch noch im Gedichtzyklus 1848, der die Ereignisse der deutschen Revolution von 1848 behandelt.

Zusammenfassung der Kapitel

1) Eichendorff und die Revolution in seinem Werk: Einführung in die Biografie Eichendorffs und die lebenslange Auseinandersetzung des Autors mit dem Phänomen der Revolution.

2) Eichendorffs politische Haltung und Einstellung zur Revolution: Untersuchung der konservativen Prägung des Dichters durch Herkunft, Studienzeit und politische Einflüsse sowie seine kritische Sicht auf gesellschaftliche Umbrüche.

3) Die Gedichtgruppe 1848 als ein Zyklus: Detaillierte werkimmanente Analyse der neun Gedichte des Zyklus 1848 unter Berücksichtigung ihrer formalen und inhaltlichen Zusammenhänge.

4) Ein Resümee: Zusammenfassende Bilanz, die Eichendorffs Ablehnung der revolutionären Gewalt mit seinem Wunsch nach einer christlich fundierten gesellschaftlichen Erneuerung in Einklang bringt.

Schlüsselwörter

Joseph von Eichendorff, 1848, Revolution, Romantik, Konservatismus, Gedichtzyklus, Heilsgeschichte, Liberalismus, Religion, politisches Denken, Literaturanalyse, Vormärz, deutsche Geschichte.

Häufig gestellte Fragen

Worum geht es in dieser wissenschaftlichen Arbeit grundlegend?

Die Arbeit analysiert die politische Einstellung Joseph von Eichendorffs zur Revolution von 1848 und untersucht, wie er diese Ereignisse in seinem Gedichtzyklus „1848“ künstlerisch verarbeitet.

Welche zentralen Themenfelder werden behandelt?

Die zentralen Themen sind das Verhältnis von Romantik und Politik, die Bedeutung der Religion in gesellschaftlichen Krisenzeiten sowie die Kritik am zeitgenössischen Liberalismus.

Was ist das primäre Ziel der Untersuchung?

Ziel ist es, Eichendorff nicht nur als Naturlyriker, sondern als politisch denkenden Autor zu porträtieren, dessen konservatives Weltbild durch die revolutionären Erschütterungen des 19. Jahrhunderts maßgeblich geprägt wurde.

Welche wissenschaftliche Methode kommt zur Anwendung?

Es wird eine literaturwissenschaftliche Analyse des Gedichtzyklus vorgenommen, wobei die Texte in ihren historischen Kontext eingebettet und durch Rückgriff auf zeitgenössische Quellen interpretiert werden.

Welche Inhalte prägen den Hauptteil der Arbeit?

Der Hauptteil gliedert sich in eine Untersuchung der persönlichen und ideologischen Prägung Eichendorffs sowie eine detaillierte, fortlaufende Analyse der neun Einzelgedichte des Zyklus.

Durch welche Schlüsselwörter lässt sich die Arbeit charakterisieren?

Die Arbeit lässt sich durch Begriffe wie Eichendorff, 1848, Heilsgeschichte, konservative politische Philosophie und zyklische Gedichtstruktur definieren.

Warum bewertet Eichendorff die Revolution nicht als rein negatives Ereignis?

Obwohl er gewaltsame Umstürze ablehnt, betrachtet er das Geschehen als ein von Gott gewolltes „Gottesgericht“, das durch die Sünden der Vergangenheit (z.B. Abfall vom Glauben) zwangsläufig hervorgerufen wurde.

Welche Funktion hat die Schiffsmetapher in Eichendorffs Gedichten?

Sie symbolisiert die Kirche („navis Ecclesiae“), die als Zufluchtsort in den „Stürmen“ der modernen Zeit und revolutionärer Ideologien fungiert.

Wie deutet Eichendorff die „Familienähnlichkeit“ zwischen den Deutschen und den Hunden?

Dieses Bild, welches das Ende des Zyklus markiert, illustriert die zerrüttete und unversöhnte Situation der deutschen Gesellschaft nach dem Scheitern der Revolution.

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Details

Title
Joseph von Eichendorff, die Revolution und der Gedichtzyklus 1848
College
LMU Munich  (Department für Germanistik, Komparatistik und Nordistik)
Course
Bild gewordenes Innere: Joseph von Eichendorffs Lyrik
Grade
2
Author
Anuschka Burkhardt (Author)
Publication Year
2006
Pages
28
Catalog Number
V86461
ISBN (eBook)
9783638047173
ISBN (Book)
9783638943383
Language
German
Tags
Joseph Eichendorff Revolution Gedichtzyklus Bild Innere Joseph Eichendorffs Lyrik
Product Safety
GRIN Publishing GmbH
Quote paper
Anuschka Burkhardt (Author), 2006, Joseph von Eichendorff, die Revolution und der Gedichtzyklus 1848, Munich, GRIN Verlag, https://www.grin.com/document/86461
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