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Untersuchungen zu Kalanchoe pinnata

Title: Untersuchungen zu Kalanchoe pinnata

Diploma Thesis , 2007 , 93 Pages , Grade: 1,7

Autor:in: Dipl. Ing. (FH) Gartenbau René Glöckner (Author)

Agrarian Studies
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Summary Excerpt Details

Bei den Untersuchungen zu Kalanchoe pinnata in dieser Diplomarbeit kamen viele interessante Sachverhalte zum Vorschein:
War es doch Johann Wolfgang von Goethe, der eine der ersten botanisch-pflanzenmorphologischen Studien an dieser Pflanze durchführte. Außerdem sind unzählige Synonyme in der Literatur gefunden worden und auch eine lange Liste volkstümlicher Namen dieser Pflanze wurden hier aufgezeichnet. Zum Anbau wurden in dieser Arbeit einige Eigenschaften und Ansprüche aufgeführt und auch auf die Vermehrung wird eingegangen. Zur Medizin sind hier unzählige Einsatzgebiete im Volk dokumentiert und viele Studien zur medizinischen Wirkung bei dieser Pflanze angeführt worden. Selbst bei schweren Krankheiten wie Krebs, Leishmaniose und Malaria konnte eine Wirkung festgestellt werden. Es ist zu hoffen, dass Kalanchoe pinnata bei der Bekämpfung dieser und anderer schwerer Krankheiten in Zukunft ein Stück mit beitragen kann.
Im praktischen Teil dieser Diplomarbeit (dem Versuch) kam heraus, dass Gibberellinsäure (GA3) die Jugendphase bei Kalanchoe pinnata aufheben kann. Bei den sechs Monate alten Pflanzen...

Excerpt


Inhaltsverzeichnis

1 Einleitung

2 Theoretischer Teil

2.1 Geschichte

2.2 Botanik

2.2.1 Aussehen

2.2.2 Verbreitung

2.2.3 Systematik

2.2.4 Formen, Unterarten und Synonyme

2.2.5 Namen

2.2.6 Besonderheit CAM

2.3 Anbau

2.3.1 Vermehrung

2.3.2 Boden und Substrate

2.3.3 Klimatische Bedingungen

2.3.4 Krankheiten und Schädlinge

2.4 Medizinische Verwendung

2.4.1 Ethnomedizin – volksmedizinischer Einsatz

2.4.2 Schulmedizin – belegte medizinische Wirkungen

2.5 Sonstige Verwendung und Forschung

2.6 Fazit

3 Praktischer Teil

3.1 Versuchsfrage

3.2 Material und Methoden

3.2.1 Anzucht und Kultur

3.2.2 Versuchsaufbau

3.2.3 Zubereitung und Applikation der Lösungen

3.2.3.1 Zubereitung der Gibberellinsäurelösungen

3.2.3.2 Zubereitung der Kokosmilchlösungen

3.2.3.3 Applikation der Lösungen

3.2.4 Kulturmaßnahmen

3.2.5 Festlegung der Boniturkriterien und Messung

3.3 Ergebnisse

3.3.1 Kurztagversuch

3.3.1.1 Boniturkriterium Blüte

3.3.1.2 Boniturkriterium Höhe

3.3.2 Langtagversuch

3.3.2.1 Boniturkriterium Blüte

3.3.2.2 Boniturkriterium Höhe

3.3.3 Sonstige Bemerkungen

3.4 Diskussion

3.4.1 Boniturkriterium Blüte

3.4.2 Boniturkriterium Höhe

3.4.3 Sonstige Bemerkungen

3.5 Fazit

4 Zusammenfassung

Zielsetzung & Themen

Die vorliegende Arbeit untersucht die Problematik der Blütenbildung bei der tropischen Pflanze Kalanchoe pinnata. Das primäre Ziel der Forschungsarbeit besteht darin, den Zusammenhang zwischen der juvenilen Phase der Pflanze, der fotoperiodischen Einwirkung (Kurztag vs. Langtag) sowie der externen Applikation von Phytohormonen (Gibberellinsäure und Kokosmilch) zu klären, um eine erfolgreiche generative Phase induzieren zu können.

  • Botanische Grundlagen und Systematik der Kalanchoe pinnata
  • Medizinische Eigenschaften und deren ethnomedizinische Anwendung
  • Versuchsreihen zur Blühinduktion unter verschiedenen Tageslängen
  • Einfluss von Gibberellinsäure (GA3) auf die generative Entwicklung
  • Vergleich der Zuwachsraten und Blüherfolge zwischen verschiedenen Altersstufen

Auszug aus dem Buch

1 Einleitung

Kalanchoe pinnata ist ein tropischer Vertreter der Crassullaceae. Im Amazonastiefland Ecuadors im Jahr 2005 kam der Autor dieser Arbeit das erste Mal in Kontakt mit ihr. Ein Heiler verabreichte sie ihm als Heilmittel bei einer schlecht heilenden Wunde. Seit diesem Zeitpunkt ist der Autor von dieser Pflanze beeindruckt und neben dem Bekanntwerden weiterer medizinischer Eigenschaften durch die einheimische Bevölkerung, fiel ihm die faszinierende, botanische Eigenart dieser Pflanze auf, sich in erheblichem Maße vegetativ zu reproduzieren.

In Deutschland zurück machte der Verfasser dieser Arbeit alsbald die ersten Pflanzen dieser Art (Kalanchoe pinnata) in den botanischen Gärten aus und begann sich mit der Kultur zu beschäftigen. Durch die Fähigkeit dieser Pflanze sich selbst in großem Maße zu vermehren, stand schon innerhalb weniger Monate genug Pflanzenmaterial zur Verfügung, um einen gartenbaulichen Versuch auszustatten. In einer Studentenübung (WS 06/07), in welcher der Verfasser mitwirkte, wurde versucht, die Pflanze Kalanchoe pinnata zusammen mit der Pflanze Kalanchoe blossfeldiana zur Blüte zu bringen. Bei Kalanchoe blossfeldiana funktionierte dies im Kurztag wie erwartet problemlos, aber bei Kalanchoe pinnata konnten keine Effekte erreicht werden. Nun galt es herauszufinden, wie eine Blüte bei Kalanchoe pinnata erreicht werden kann und eine umfassende Recherche begann.

Neben Veröffentlichungen unter dem Synonym Bryophyllum calycinum mit geschichtlichem Hintergrund sind auch viele Studien zur medizinischen Wirksamkeit dieser Pflanze ans Licht gekommen. Außerdem tauchte ein botanischer Versuch aus Indien auf, welcher 1967 in der Zeitschrift „Planta“ veröffentlicht wurde (WADHI & MOHAN RAM 1967). Dieser beschäftigt sich mit der Blütenbildung an Kalanchoe pinnata. Beim Erfassen dieses Artikels wurde dem Autor dieser Diplomarbeit deutlich, dass eine Jugendphase die Pflanze bislang am Blühen gehindert hatte. Diese Jugendphase wird erst mit einem Alter von zwei Jahren und einer Anzahl von 37 Blattpaaren überwunden (WADHI & MOHAN RAM 1967). Des Weiteren wurde auch von einem Brechen der Jugendphase mittels Gibberellinsäure (GA3) berichtet.

Zusammenfassung der Kapitel

1 Einleitung: Diese Einleitung beleuchtet die Entstehungsgeschichte der Arbeit, motiviert durch eigene Beobachtungen in Ecuador und das Ausbleiben der Blühinduktion bei einer studentischen Versuchsreihe.

2 Theoretischer Teil: Dieses Kapitel fasst den wissenschaftlichen Kenntnisstand zur Botanik, Geschichte, den medizinischen Eigenschaften und den Anbaubedingungen von Kalanchoe pinnata zusammen.

3 Praktischer Teil: Hier wird der Versuchsaufbau detailliert beschrieben, in dem die Auswirkungen von Gibberellinsäure und Kokosmilch unter Kurztag- und Langtagbedingungen auf die Blühinduktion sowie das Höhenwachstum geprüft wurden.

4 Zusammenfassung: Die Zusammenfassung bündelt die zentralen Erkenntnisse und bestätigt den positiven Einfluss von Gibberellinsäure auf das Brechen der juvenilen Phase bei Kalanchoe pinnata.

Schlüsselwörter

Kalanchoe pinnata, Bryophyllum calycinum, Gibberellinsäure, GA3, Blütenbildung, Kurztagpflanze, Jugendphase, Phytohormone, Ethnomedizin, CAM-Stoffwechsel, Blühinduktion, botanische Studien, vegetative Vermehrung, Zierpflanzenbau, wissenschaftliche Forschung.

Häufig gestellte Fragen

Worum geht es in dieser Arbeit grundsätzlich?

Die Diplomarbeit befasst sich mit der Pflanze Kalanchoe pinnata und untersucht primär, wie deren Blütenbildung künstlich induziert werden kann, da die Pflanze natürlicherweise eine lange juvenile Phase durchläuft.

Was sind die zentralen Themenfelder?

Neben der botanischen Charakterisierung und der medizinischen Bedeutung der Pflanze stehen die gartenbauliche Anzucht und der Einsatz von Wachstumsregulatoren im Mittelpunkt.

Was ist das primäre Ziel oder die Forschungsfrage?

Die Kernfrage ist, ob durch den Einsatz von Gibberellinsäure (GA3) und Kokosmilch unter variierenden Tageslängen die Jugendphase der Pflanze verkürzt und so eine Blütenbildung herbeigeführt werden kann.

Welche wissenschaftliche Methode wird verwendet?

Es handelt sich um einen gartenbaulichen Versuch, bei dem Pflanzen in verschiedenen Entwicklungsstadien mit unterschiedlichen Hormonkonzentrationen in Kurztag- und Langtag-Gewächshausabteilen kultiviert und anschließend bonitiert wurden.

Was wird im Hauptteil behandelt?

Der Hauptteil gliedert sich in einen theoretischen Hintergrund (Systematik, Medizin, Geschichte) und einen praktischen Versuchsteil, der Anzucht, Versuchsaufbau, Ergebnisse der Blühinduktion sowie eine Diskussion der Resultate beinhaltet.

Welche Schlüsselwörter charakterisieren die Arbeit?

Wichtige Begriffe sind Kalanchoe pinnata, Gibberellinsäure (GA3), Blühinduktion, Kurztag, juvenile Phase und Pflanzenphysiologie.

Warum spielt die Jugendphase bei der Kalanchoe pinnata eine so wichtige Rolle?

Die Pflanze bildet unter natürlichen Bedingungen erst nach etwa zwei Jahren und nach Ausbildung von mindestens 37 Blattpaaren Blüten. Die Jugendphase verhindert vorher jegliche generative Entwicklung.

Warum zeigte Kokosmilch im Versuch keine Wirkung?

Die als natürliche Quelle für Cytokinine eingesetzte Kokosmilch erbrachte keine signifikanten Ergebnisse zur Blühinduktion, was darauf hindeutet, dass sie in der gewählten Dosierung oder Art nicht mit den spezifischen Mechanismen der Kalanchoe pinnata interagiert.

Konnte die Blütenbildung durch die Behandlung erreicht werden?

Ja, durch die Applikation von Gibberellinsäure konnte die juvenile Phase erfolgreich unter Kurztagbedingungen durchbrochen werden, was sowohl bei sechs Monate alten als auch bei zwei Monate alten Pflanzen zur Blütenbildung führte.

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Details

Title
Untersuchungen zu Kalanchoe pinnata
College
University of Applied Sciences Dresden
Grade
1,7
Author
Dipl. Ing. (FH) Gartenbau René Glöckner (Author)
Publication Year
2007
Pages
93
Catalog Number
V86476
ISBN (eBook)
9783638897075
ISBN (Book)
9783638914338
Language
German
Tags
Untersuchungen Kalanchoe
Product Safety
GRIN Publishing GmbH
Quote paper
Dipl. Ing. (FH) Gartenbau René Glöckner (Author), 2007, Untersuchungen zu Kalanchoe pinnata, Munich, GRIN Verlag, https://www.grin.com/document/86476
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