Grin logo
de en es fr
Shop
GRIN Website
Publish your texts - enjoy our full service for authors
Go to shop › Pedagogy - Nursery Pedagogy, Early Childhood Education

Einstein in der Kindertagesstätte

Das Konzept und seine Umsetzung im Alltag

Title: Einstein in der Kindertagesstätte

Research Paper (undergraduate) , 2007 , 39 Pages , Grade: 1,2

Autor:in: Susann Bialas (Author)

Pedagogy - Nursery Pedagogy, Early Childhood Education
Excerpt & Details   Look inside the ebook
Summary Excerpt Details

Im Einstein-Jahr 2005, dem 50. Todestag von ALBERT EINSTEIN, wurde die Spezielle Relativitätstheorie 100 Jahre alt. Im selben Jahr endete in acht Kindertageseinrichtungen der Stadt Stuttgart eine dreijährige Projektphase zur Erprobung eines Konzepts mit dem Namen Einstein in der Kindertageseinrichtung.
Dabei handelt es sich um ein frühpädagogisches Konzept, dessen Entwicklung bereits 2001 durch das Jugendamt der Stadt Stuttgart begann. Ein Jahr später wurde das Institut für angewandte Sozialisationsforschung/Frühe Kindheit e.V. (infans) beauftragt, ihr neuartig entwickeltes Handlungskonzept, das 10-Stufen-Projekt-Bildung, welches auf den in den Jahren 1997-2000 unter anderem in Brandenburger Kindertageseinrichtungen gesammelten Ergebnissen des Modellprojekts Zum Bildungsauftrag in Kindertageseinrichtungen basiert, unter Stuttgarter Bedingungen zu testen. Dabei wurden die ursprünglich zehn Arbeitsmodule für das Einstein-Konzept in fünf Module zusammengefasst, die im zweiten Kapitel näher erläutert werden.
Die Erprobung in den acht ausgewählten so genannten „Laborkitas“ mit rund 700 Kindern, ihren Eltern und über 100 Fachkräften des Jugendamt Stuttgart verlief so erfolgreich, dass die Kindertageseinrichtungen in einem bundesweitem Wettbewerb als die besten Deutschlands ausgezeichnet wurden.
Seit Beginn des Jahres 2006 arbeitet infans in Zusammenarbeit mit verschiedenen Trägern in Baden-Württemberg daran, das Konzept über die „Laborkitas“ hinaus auf alle Einrichtungen der Träger zu übertragen. Ziel ist es, auf der Grundlage des infans-Konzepts die Vorgaben des Baden-Württembergischen Orientierungsplans für Kindertageseinrichtungen zu erreichen. Auch in Stuttgart sollen bis 2012 alle 170 städtischen Kindertageseinrichtungen auf dieser Basis arbeiten. Dabei ist die Entwicklung von Betreuungseinrichtungen mit Bildungsauftrag zu Bildungseinrichtungen mit Betreuungsauftrag als kontinuierlicher Transferprozess geplant, dessen letzte Stufe im Jahr 2010 beginnt. Die Orientierung aller Einrichtungen an dem im Projekt von 2003-2005 entwickelten Bildungskonzept und die entsprechende Umstellung der pädagogischen Arbeit ist eine tief greifende Veränderung, die nur stufenweise erreicht werden kann. Nach den acht „Laborkitas“ aus der Projektphase haben seit 2006 19 weitere Kindertageseinrichtungen mit der konsequenten Umsetzung des Bildungskonzepts Einstein in der Kindertageseinrichtung begonnen.

Excerpt


Inhaltsverzeichnis

1. EINLEITUNG

1.1 EINFÜHRUNG

1.2 DIE NOTWENDIGKEIT EINES SOLCHEN FRÜHPÄDAGOGISCHEN KONZEPTS

1.3 MOTIVATION UND AUFTRETENDE FRAGESTELLUNGEN

2. DAS KONZEPT EINSTEIN IN DER KINDERTAGESEINRICHTUNG

2.1 DIE GRUNDLAGE UND ZIEL DES KONZEPTS

2.2 BILDUNG UND ERZIEHUNG IN KINDERTAGESEINRICHTUNGEN

2.2.1 Die Grundbegriffe der infans-Pädagogik: Betreuung, Bildung und Erziehung

2.2.2 Das konstruierende Kind und seine Bildungsbereiche

2.3 DIE FÜNF MODULE DES KONZEPTS

2.3.1 Modul 1 - 4: Das konkrete Vorgehen hinsichtlich der Inhalte und Methoden

2.3.2 Modul 5: Hinweise zu den organisatorischen Rahmenbedingungen

2.4 DAS PORTFOLIO: DIE ZUSAMMENFASSUNG DER INSTRUMENTE DER ERZIEHERINNEN

2.4.1 Die Instrumente für die Beobachtung

2.4.2 Das individuelle Curriculum

2.4.3 Grenzsteine der Entwicklung

3. DIE UMSETZUNG IM ALLTAG - VON DER BETREUUNGSEINRICHTUNG ZUR BILDUNGSEINRICHTUNG

3.1 VOR ARBEITSBEGINN

3.2 VERÄNDERUNGEN IM ALLTAG

3.2.1 Raumgestaltung und angebotene Materialien

3.2.2 Die neue Rolle der Erzieherin

3.2.3 Der fachliche Diskurs im Team und mit anderen Einrichtungen

3.2.4 Die Elternarbeit

3.3 DAS SICH BILDENDE KIND BRAUCHT DIE SICH BILDENDE ERZIEHERIN

4. KONSEQUENZEN AUS DEM KONZEPT UND AKTUELLE PROBLEME

4.1 ZUSAMMENFASSUNG

4.2 STOLPERSTEINE BEI DER UMSETZUNG

4.3 AUSBLICK

Zielsetzung & Themen

Ziel der Arbeit ist es, das frühpädagogische "Einstein-Konzept" zu analysieren, seine praktische Implementierung in Kindertageseinrichtungen darzustellen und die damit verbundenen Herausforderungen sowie notwendigen Veränderungen der pädagogischen Arbeit zu untersuchen.

  • Grundlagen und Bildungsverständnis des Einstein-Konzepts
  • Die Rolle der Erzieherin als Beobachterin und Begleiterin
  • Strukturierung der Umgebung und Bedeutung der Bildungsbereiche
  • Das Portfolio als zentrales Arbeits- und Dokumentationsinstrument
  • Herausforderungen und Stolpersteine im Implementierungsprozess

Auszug aus dem Buch

3.2.2 Die neue Rolle der Erzieherin

Wie bereits deutlich geworden ist, befindet sich die Erzieherin nicht mehr in einer aktiven Rolle, in der sie konkrete Vorgaben für die Tätigkeiten der Kinder macht und sich an eine festgelegte Tagesordnung hält, sondern sich weitgehend auf den Status einer passiven Beobachterin zurückzieht. Aussagen wie: „Jetzt setzen wir uns alle hin und malen einen Baum!“ oder „Jetzt basteln wir alle etwas!“ werden in den Einrichtungen, die nach dem Einstein-Konzept arbeiten, nicht mehr zu hören sein.

„Auf den ersten Blick“ sagt MARTINA FABER-SCHEEL, „machen wir es uns natürlich leicht. Wir versuchen nicht mehr, selbstgesteckte Erziehungsziele gegenüber den Kindern durchzusetzen. Wir versuchen vielmehr, herauszufinden, was die Kinder selber wollen“ (FABER-SCHEEL zitiert nach ROMBERG 2002, S. 27). Das klingt einfach und doch ist es das schwierigste am Erziehen überhaupt. Die Erzieherin wird zum Beobachten gezwungen, allerdings nicht neutral, sondern neugierig, forschend und analysierend. Daher ist eine der Grundvoraussetzungen, um als Erzieherin in diesem Konzept arbeiten zu können, das Kind als eigenständige Persönlichkeit mit individueller Entwicklungsgeschichte und eigenen Themen anzuerkennen und in der Interaktion mit ihm Respekt vor seinem Tun zu zeigen.

Zusammenfassung der Kapitel

1. EINLEITUNG: Einführung in die Entstehung des Einstein-Konzepts im Kontext des Einstein-Jahres 2005 und Begründung der Relevanz frühpädagogischer Bildungskonzepte.

2. DAS KONZEPT EINSTEIN IN DER KINDERTAGESEINRICHTUNG: Darstellung der theoretischen Grundlagen, des Bildungsverständnisses, der fünf operativen Module sowie der zentralen Dokumentationsinstrumente.

3. DIE UMSETZUNG IM ALLTAG - VON DER BETREUUNGSEINRICHTUNG ZUR BILDUNGSEINRICHTUNG: Beschreibung der praktischen Schritte zur Implementierung, inklusive Raumgestaltung, veränderter Erzieherrolle und Elternarbeit.

4. KONSEQUENZEN AUS DEM KONZEPT UND AKTUELLE PROBLEME: Kritische Reflexion der Umsetzung, Analyse von Stolpersteinen im Alltag und ein Ausblick auf die zukünftige Entwicklung der Frühpädagogik.

Schlüsselwörter

Einstein-Konzept, infans-Pädagogik, frühkindliche Bildung, Selbstbildung, Beobachtung, Portfolio, Kindertageseinrichtung, Bildungsbereiche, Bildungsauftrag, Erzieherin, Raumgestaltung, Konstruktion, Entwicklung, Lernprozesse, Bildungsinseln

Häufig gestellte Fragen

Worum geht es in dieser Arbeit grundsätzlich?

Die Arbeit behandelt das frühpädagogische Einstein-Konzept, das darauf abzielt, Kindertageseinrichtungen von reinen Betreuungsorten zu professionellen Bildungseinrichtungen zu entwickeln.

Was sind die zentralen Themenfelder?

Zu den zentralen Themen gehören die theoretischen Grundlagen der infans-Pädagogik, die aktive Rolle des Kindes als Konstrukteur seiner Welt sowie die praktische Umsetzung durch Beobachtung und Dokumentation.

Was ist das primäre Ziel der Arbeit?

Das Ziel ist die Untersuchung, wie das Einstein-Konzept in der Praxis implementiert wird und welche Veränderungen dies für den pädagogischen Alltag, die Raumgestaltung und die Rolle der Fachkräfte mit sich bringt.

Welche wissenschaftliche Methode wird verwendet?

Die Arbeit basiert auf einer Literaturanalyse sowie auf den praktischen Erfahrungen der Autorin aus einem Vorpraktikum in einer Stuttgarter „Laborkita“.

Was wird im Hauptteil behandelt?

Der Hauptteil gliedert sich in die theoretische Fundierung des Konzepts, die Darstellung der fünf Module, die detaillierte Beschreibung der praktischen Umsetzung im Alltag sowie eine Reflexion von Stolpersteinen.

Welche Schlüsselwörter charakterisieren die Arbeit?

Die Arbeit wird durch Begriffe wie Einstein-Konzept, infans-Pädagogik, Bildungsauftrag, Portfolio-Dokumentation und Selbstbildungsprozesse charakterisiert.

Welche Bedeutung kommt der Raumgestaltung im Einstein-Konzept zu?

Die Räume fungieren als „Bildungsinseln“, die gezielt so ausgestattet sind, dass sie die Neugier der Kinder anregen und eigenaktive Konstruktionsprozesse in verschiedenen Bildungsbereichen ermöglichen.

Warum wird das Portfolio als zentrales Instrument hervorgehoben?

Das Portfolio dient als Arbeitsinstrument zur systematischen Beobachtung und Dokumentation individueller Bildungsprozesse und schafft gleichzeitig eine Grundlage für den fachlichen Austausch mit Eltern.

Welche Rolle spielt die Erzieherin bei der Umsetzung?

Die Erzieherin wandelt sich von einer aktiven Leiterin hin zu einer forschenden Begleiterin, die das Kind beobachtet, dessen Interessen deutet und entsprechend anregende Rahmenbedingungen schafft.

Welche Stolpersteine werden bei der Umsetzung identifiziert?

Herausforderungen sind unter anderem der hohe Zeitaufwand für Beobachtung und Reflexion, die Erwartungshaltung einiger Eltern hinsichtlich klassischer Bastelergebnisse sowie die Personalausstattung bei Krankheitsfällen.

Excerpt out of 39 pages  - scroll top

Details

Title
Einstein in der Kindertagesstätte
Subtitle
Das Konzept und seine Umsetzung im Alltag
College
University of Cooperative Education Villingen-Schwenningen
Grade
1,2
Author
Susann Bialas (Author)
Publication Year
2007
Pages
39
Catalog Number
V86492
ISBN (eBook)
9783640495740
ISBN (Book)
9783640495733
Language
German
Tags
Einstein Kindertagesstätte
Product Safety
GRIN Publishing GmbH
Quote paper
Susann Bialas (Author), 2007, Einstein in der Kindertagesstätte, Munich, GRIN Verlag, https://www.grin.com/document/86492
Look inside the ebook
  • Depending on your browser, you might see this message in place of the failed image.
  • Depending on your browser, you might see this message in place of the failed image.
  • Depending on your browser, you might see this message in place of the failed image.
  • Depending on your browser, you might see this message in place of the failed image.
  • Depending on your browser, you might see this message in place of the failed image.
  • Depending on your browser, you might see this message in place of the failed image.
  • Depending on your browser, you might see this message in place of the failed image.
  • Depending on your browser, you might see this message in place of the failed image.
  • Depending on your browser, you might see this message in place of the failed image.
  • Depending on your browser, you might see this message in place of the failed image.
Excerpt from  39  pages
Grin logo
  • Grin.com
  • Shipping
  • Contact
  • Privacy
  • Terms
  • Imprint