Unterscheidung von Kleinbetragsrechnungen und Rechnungen über € 150,- incl. USt (Unterweisung Industriekaufmann / -frau)


Unterweisung / Unterweisungsentwurf, 2007

11 Seiten, Note: 1,4


Leseprobe

Inhaltsverzeichnis

1. Thema

2. Ausbildungssituation

3. Einordnung der Unterweisung

4. Lernziele
4.1 Kognitive Lernziele
4.2 Affektive Lernziele
4.3 Psychomotorische Lernziele

5. Operationalisierung
5.1 Richtlernziel
5.2 Groblernziel
5.3 Feinlernziel

6. Vorwissen

7. Unterweisungsort

8. Zeitplanung

9. Ausbildungsmittel

10. Motivation

11.4-Stufen Methode der Ausbildung
11.1 Methodenkritik
11.2 Vorbereitung
11.3 Vormachen
11.4 Nachmachen und Erklären lassen
11.5 Erfolgskontrolle

12. Kurzübersicht

13. Anlagen

1. Thema

Unterscheidung von Kleinbetragsrechnungen und Rechnungen über €150 incl. USt anhand des UStG und UStDV.

2. Adressatenanalyse

Der Auszubildende Martin Maternus ist 19 Jahre alt und hat seine Ausbildung zum Industriekaufmann am 01. September 2006 bei uns begonnen.

Herr Maternus hat die zweijährige Berufsfachschule Wirtschaft für Realschulabsolventen in Wildeshausen mit gutem Ergebnis abgeschlossen und ist in der Ausbildung gewissenhaft und engagiert. Er befindet sich im Moment im fünften Ausbildungsmonat des zweiten Ausbildungsjahres in der Abteilung: Buchhaltung / Rechnungswesen. Nach diesem Ausbildungsabschnitt soll Herr Maternus in der Beschaffung eingesetzt werden.

3. Einordnung der Unterweisung

Das Unterweisungsthema „Unterscheidung von Kleinbetragsrechnungen und Rechnungen über €150 incl. USt“ ist lt. Verordnung über die Berufsausbildung zum Industriekaufmann vom 23. Juli 2002 in §4 Nr. 9.1 unter dem Punkt „Vorgänge des Zahlungsverkehrs und des Mahnwesens“ vorgesehen.

Der Auszubildende Herr Maternus konnte bei der vorangegangenen Unterweisung zur „Zahlen einer Rechnung durch Überweisung“ tadellos überzeugen. Der Auszubildende erlernt in dieser Unterweisung die Bestandteile einer Rechnung um in der Folgeabteilung „Beschaffung“ die korrekten Inhalte von Eingangsrechnungen selbständig ausführen zu können.

4. Lernziele

4.1 Kognitive Lernziele

Nach der Unterweisung soll die Auszubildende die gesetzlichen Bestandteile einer Rechnung kennen. Er muss wissen, welche Bestandteile eine Rechnung bzw. in einer Kleinbetragsrechnung anhand der gesetzlichen Grundlage enthalten sein müssen. Er sollte auch in der Lage sein, gegebenenfalls den korrekten Rechnungsbetrag zu ermitteln bzw. eine Richtigstellung zu bewirken.

4.2 Affektive Lernziele

Die Auszubildende soll in der Lage sein, selbstständig und verantwortungsbewusst zu arbeiten. Durch die Vorbereitung auf die eigenverantwortliche Übernahme dieser Aufgabe soll die Auszubildende zusätzlich motiviert werden.

4.3 Psychomotorische Lernziele

Die Auszubildende soll durch das Üben eine angemessene Geschwindigkeit bei der Überprüfung der Rechnungsbestandteile erreichen.

5. Operationalisierung

Das Lernziel ist erreicht, wenn Herr Maternus eine Rechnung bzw. Kleinbetragsrechnung durch selbständiges Überprüfen als korrekt und formal richtig einstufen kann.

5.1 Richtlernziel

Der Auszubildende soll die Grundlagen einer ordnungsgemäßen Buchführung der damit verbundenen Belege (Rechungen) kennen.

5.2 Groblernziel

Der Auszubildende soll die gesetzlichen Bestandteile einer Rechung kennen.

5.3 Feinlernziel

Eines der Fernlernziele des Auszubildenden soll sein in näherer Zukunft feststellen können, ob eine Rechung gesetzeskonform ist oder nicht.

6. Vorwissen

Aufgrund des Besuchs der zweijährigen Berufsfachschule Wirtschaft hat Herr
Maternus eine ungefähre Vorstellung davon, welche Inhalte eine Rechnung haben
sollte.

7. Unterweisungsort

Die Unterweisung findet im Ausbildungsraum des Betriebes statt. Dort sind alle notwendigen Arbeitsmittel bereitgestellt; vor allem ist dort genügend Abstand zum normalen Arbeitsalltag bzw. sind störende Einflusse ausgeschlossen.

8. Zeitplanung

Die Unterweisung findet am Vormittag statt, da hier die durchschnittliche Leistungsfähigkeit am größten ist. Die Unterweisung erfolgt mit anhand der 4-Stufen- Methode. Für die Unterweisung ist ein Zeitraum von ca. 20 Minuten vorgesehen.

9. Ausbildungsmittel

Zur Durchführung der Unterweisung werden folgende Ausbildungsmittel benötigt:

- Kugelschreiber
- 5 Bögen Papier
- Beispielrechungen
- UStG mit DV bzw. relevante Auszüge

10. Motivation

Um den Auszubildenden zu motivieren werden ihm der Zusammenhang der Tätigkeit im Beruf, sowie die private Nutzbarkeit des Wissens vermittelt. Durch den Zusammenhang mit bereits erlerntem Wissen werden weiterhin die Aufnahme und das dauerhafte Behalten gefördert. Durch anschließendes praktisches Umsetzen wird das Gelernte vertieft.

Auch die Verantwortung der Rechnungsüberprüfung in der Buchhaltung und später in der Beschaffung eigenverantwortlich durchzuführen, soll denn Auszubildenden motivieren.

11.4-Stufen Methode der Ausbildung

11.1 Methodenkritik

Die Vier-Stufen-Methode beruht auf dem Prozess des Vormachens und des Nachmachens (darbietend). Sie hat sich seit den 30er Jahren in der betrieblichen Berufsausbildung durchgesetzt, und sie gilt auch heute noch vielfach als die wirksamste Methode zur Vermittlung von Fähigkeiten und Wissen. Ihre Wurzeln hat sie in den USA, wo im Zuge der Ausbreitung der Fließfertigung (Taylorismus) nach rationellen Anlernverfahren gesucht wurde, mit deren Hilfe Arbeiter möglichst schnell und zuverlässig sich wiederholende Handgriffe erlernen können. Vorteile dieser Methode sind unter anderem ihre leichte Nachvollziehbarkeit für den Ausbildenden und Auszubildenden, sowie direkte Kontrolle, ob das Erlernte auch wirklich erlernt, bzw. angewendet werden kann. Genau hier kann auch schon negative Kritik geübt werden; nämlich dadurch, dass fast ausschließlich psychomotorische Lernziele durch diese Methode vermittelt werden können. So genannte Schlüsselqualifikationen, also überfachliche Qualifikationen, können mit ihr schlecht oder gar vermittelt werden, da es sich bei dieser Methode im Grunde um das Nachahmen von Tätigkeiten handelt, und Fähigkeiten des kognitiven und affektiven Bereichs den kompetenten Umgang mit diesen fachlichen Qualifikationen darstellt, also einer anderen Lehrmethode bedarf (Erziehung, Vorbildfunktion…).

11.2 Vorbereitung

Am Anfang ist es besonders wichtig, dass der Ausbilder versucht dem Auszubildenden die Nervosität zu nehmen, Hemmschwellen abzubauen und sein Vertrauen zu gewinnen, um eine gute Lernatmosphäre herzustellen. Dies kann er dadurch erreichen, dass er sich freundlich vorstellt, dem Auszubildenden die Hand reicht, nach seinem persönlichen Wohlbefinden fragt und einen Smalltalk mit ihm hält.

Der Ausbilder soll sich während der gesamten Unterweisung deutlich und verständlich ausdrücken. Der Auszubildende soll das Gefühl haben, bei Fragen und Problemen seinen Ausbilder jederzeit ansprechen zu können. Des Weiteren soll der Ausbilder auf diese freundlich eingehen und versuchen sie zu lösen oder durch eventuelle Rückfragen den Auszubildenden zum Nachdenken zu animieren. Nachdem der Ausbilder das Feinlernziel vorgestellt hat, soll die Bedeutung des Lernziels gemeinsam und mit Rückfragen ermittelt werden um die Motivation des Auszubildenden zu steigern.

Besonders wichtig ist es dem Auszubildenden zu vermitteln, dass er jederzeit Fragen stellen kann, wenn er Lernschritte nicht nachvollziehen kann.

[...]

Ende der Leseprobe aus 11 Seiten

Details

Titel
Unterscheidung von Kleinbetragsrechnungen und Rechnungen über € 150,- incl. USt (Unterweisung Industriekaufmann / -frau)
Note
1,4
Autor
Jahr
2007
Seiten
11
Katalognummer
V86542
ISBN (eBook)
9783640146536
ISBN (Buch)
9783640146659
Dateigröße
425 KB
Sprache
Deutsch
Schlagworte
Unterscheidung, Kleinbetragsrechnungen, Rechnungen, Industriekaufmann, AEVO, Ausbildereignungsprüfung, ADA, kaufmännsich, Verwaltung, Großhandelskaufmann, Außenhandelskaufmann, Unterweisung, Vorlage, Beispiel
Arbeit zitieren
Carsten Dörgeloh (Autor), 2007, Unterscheidung von Kleinbetragsrechnungen und Rechnungen über € 150,- incl. USt (Unterweisung Industriekaufmann / -frau), München, GRIN Verlag, https://www.grin.com/document/86542

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