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Sprechapraxie. Symptome, Diagnostik und Therapiemöglichkeiten

Titre: Sprechapraxie. Symptome, Diagnostik und Therapiemöglichkeiten

Dossier / Travail , 2005 , 17 Pages , Note: 1,0

Autor:in: Maria Rothe (Auteur)

Science de Langue / Linguistique (interdisciplinaire)
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1.Definition Sprechapraxie
Die Sprechapraxie wird im Allgemeinen definiert als zentralmotorische Störung des Sprechens (vgl. Böhme 2003, 348). Im Gegensatz zur Dysarthrie ist die Sprechapraxie eine artikulatorische Störung, hervorgerufen durch eine Beeinträchtigung der sprechmotorischen Programmierung. „Betroffen ist die Transformation des Outputs von der (abstrakten) phonologischen Ebene zur (konkreten) motorischen Ebene (Aichert/ Staiger 2005, 1)“. Laut Darley et al. ist die Fähigkeit, willentlich die Positionen der Sprechmuskulatur zur Produktion von Phonemen zu programmieren, gestört. Das Gleiche gilt für die Programmierung von Bewegungssequenzen für die Produktion von Wörtern (vgl. Darley, Aronson & Brown 1975 zit. nach Aichert/ Staiger 2005, 3).
Poeck definiert die Apraxie allgemein als „ ...eine Gruppe von Störungen, die das Ausführen von Bewegungen oder Bewegungsfolgen sowie das zweckmäßige Hantieren von Objekten betreffen, und die nicht durch Lähmung, Ataxie, Dyskinesie, Sensibilitätsstörung oder Beeinträchtigung im Sprachverständnis oder im Erkennen von Objekten bedingt sind (Poeck 2002, zit. nach Aichert/ Staiger 2005, 3)“.
Die Sprechapraxie gilt heutzutage als eigenständiges Syndrom und wird klinisch abgegrenzt von aphasischen Störungen, Dysarthrien und bukkofazialen Apraxien (vgl. Aichert/ Staiger 2005, 3), sowie ganz allgemein von den Gliedmaßenapraxien, die in sich noch unterteilt werden in Gangapraxien, Ankleideapraxien, konstruktive Apraxien (Probleme beim Abzeichnen und Konstruieren) und unimodale Apraxien (vgl. Pritzel et al. 2003, 262).
Traditionell wird unterschieden zwischen der ideomotorischen und der ideatorischen Apraxie.
Dies geht zurück auf die Anfänge der Apraxie- Forschung durch H. Liepmann zu Beginn des 20. Jahrhunderts.
Der ideatorischen Apraxie liegt, so die ursprüngliche Bedeutung, das Fehlen eines Plan der Bewegung zugrunde. Sie wird also bezogen auf den Entwurf einer Handlung.
Der Begriff der ideomotorischen Apraxie beschreibt ganz allgemein eine Störung von Handlungen ohne Objekte. Dies bezieht sich zum Beispiel auf die Produktion kommunikativer Gesten oder das Imitieren von Bewegungen (vgl. Aichert/ Staiger 2005, 3).
Hier ist die Umsetzung eines Entwurfs oder Plans in ein motorisches Programm gestört (vgl. Pritzel et al. 2003, 262).
Die Sprechapraxie wird der Gruppe der ideomotorischen Apraxien zugeordnet.

Extrait


Inhaltsverzeichnis

1. Definition Sprechapraxie

2. Ätiologie und Lokalisation

3. Symptomatik

3.1 Störungen der Lautbildung

3.1.1 Phonetische Entstellungen und entstellte Phonemfehler

3.1.2 Phonematische Paraphasien

3.1.3 Inkonstanz und Inkonsistenz der Fehler

3.1.4 Inseln störungsfreier Produktion

3.2 Störungen der Prosodie

3.3 Auffälligkeiten im Sprechverhalten

3.4 Einflussfaktoren

4. Diagnostik

4.1 Abgrenzung zu Aphasie und Dysarthrie

4.2 Klinische Diagnostik

4.2.1 Interview

4.2.2 Hierarchische Wortlisten- Ein Screeningverfahren

5. Therapie

5.1 Sprechapraxietherapie mit Hilfe taktil- kinästhetischer Hinweisreize

5.2 Andere therapeutische Verfahren

Zielsetzung & Themen

Die vorliegende Arbeit setzt sich zum Ziel, das Störungsbild der Sprechapraxie als zentralmotorische Artikulationsstörung zu definieren, ihre ätiologischen Grundlagen zu beleuchten und die diagnostischen sowie therapeutischen Möglichkeiten zur Behandlung betroffener Patienten darzustellen.

  • Definition und Abgrenzung der Sprechapraxie
  • Neurologische Grundlagen und Symptomatik
  • Klinische Diagnostik und Screeningverfahren
  • Therapeutische Ansätze und Verfahren
  • Einflussfaktoren auf das Störungsprofil

Auszug aus dem Buch

1. Definition Sprechapraxie

Die Sprechapraxie wird im Allgemeinen definiert als zentralmotorische Störung des Sprechens (vgl. Böhme 2003, 348). Im Gegensatz zur Dysarthrie ist die Sprechapraxie eine artikulatorische Störung, hervorgerufen durch eine Beeinträchtigung der sprechmotorischen Programmierung. „Betroffen ist die Transformation des Outputs von der (abstrakten) phonologischen Ebene zur (konkreten) motorischen Ebene (Aichert/ Staiger 2005, 1)“. Laut Darley et al. ist die Fähigkeit, willentlich die Positionen der Sprechmuskulatur zur Produktion von Phonemen zu programmieren, gestört. Das Gleiche gilt für die Programmierung von Bewegungssequenzen für die Produktion von Wörtern (vgl. Darley, Aronson & Brown 1975 zit. nach Aichert/ Staiger 2005, 3).

Poeck definiert die Apraxie allgemein als „ ...eine Gruppe von Störungen, die das Ausführen von Bewegungen oder Bewegungsfolgen sowie das zweckmäßige Hantieren von Objekten betreffen, und die nicht durch Lähmung, Ataxie, Dyskinesie, Sensibilitätsstörung oder Beeinträchtigung im Sprachverständnis oder im Erkennen von Objekten bedingt sind (Poeck 2002, zit. nach Aichert/ Staiger 2005, 3)“.

Die Sprechapraxie gilt heutzutage als eigenständiges Syndrom und wird klinisch abgegrenzt von aphasischen Störungen, Dysarthrien und bukkofazialen Apraxien (vgl. Aichert/ Staiger 2005, 3), sowie ganz allgemein von den Gliedmaßenapraxien, die in sich noch unterteilt werden in Gangapraxien, Ankleideapraxien, konstruktive Apraxien (Probleme beim Abzeichnen und Konstruieren) und unimodale Apraxien (vgl. Pritzel et al. 2003, 262).

Zusammenfassung der Kapitel

1. Definition Sprechapraxie: In diesem Kapitel wird die Sprechapraxie als zentralmotorische Störung der sprechmotorischen Programmierung definiert und von anderen Störungsbildern wie Dysarthrie und Aphasie abgegrenzt.

2. Ätiologie und Lokalisation: Hier werden die Ursachen der Sprechapraxie, meist zerebrovaskuläre Erkrankungen, sowie die vermuteten Läsionsorte im Gehirn, wie das Broca-Areal und die vordere Inselrinde, diskutiert.

3. Symptomatik: Dieses Kapitel erläutert die Symptome auf drei Ebenen: Lautbildung, Prosodie und Sprechverhalten, wobei unter anderem Suchbewegungen und Inkonstanz der Fehler hervorgehoben werden.

4. Diagnostik: Dieser Teil beschreibt die klinische Abgrenzung der Sprechapraxie von Aphasie und Dysarthrie sowie spezifische Untersuchungsmethoden wie Interviews und hierarchische Wortlisten.

5. Therapie: Hier werden Behandlungsziele zur Wiederherstellung der Sprechmotorik sowie spezifische Verfahren wie das taktil-kinästhetische TAKTKIN-Programm und rhythmisch-melodische Techniken vorgestellt.

Schlüsselwörter

Sprechapraxie, zentralmotorische Störung, Artikulation, Sprechmotorik, neurologische Läsion, Symptomatik, Suchbewegungen, Diagnostik, Aphasie, Dysarthrie, Screeningverfahren, Therapie, TAKTKIN, Lautbildung, Prosodie

Häufig gestellte Fragen

Worum geht es in dieser Arbeit grundsätzlich?

Die Arbeit behandelt das Störungsbild der Sprechapraxie, ihre neurologischen Ursachen, klinischen Symptome sowie diagnostische und therapeutische Ansätze zu deren Behandlung.

Was sind die zentralen Themenfelder?

Die Schwerpunkte liegen auf der Definition, der Differentialdiagnostik zu anderen Sprachstörungen, der systematischen Symptomerfassung und verschiedenen therapeutischen Interventionsmethoden.

Was ist das primäre Ziel der Arbeit?

Das Ziel ist es, ein umfassendes Verständnis für das Syndrom der Sprechapraxie zu vermitteln und Therapeuten Grundlagen für eine fundierte Diagnose und Therapie an die Hand zu geben.

Welche wissenschaftliche Methode wird verwendet?

Die Arbeit basiert auf einer Literaturanalyse und Zusammenführung bestehender klinischer Erkenntnisse und Studien zur Diagnostik und Therapie der Sprechapraxie.

Was wird im Hauptteil der Arbeit behandelt?

Der Hauptteil gliedert sich in die Bereiche Symptomatik, klinische Diagnostik mittels spezifischer Tests sowie die Vorstellung verschiedener Therapietechniken, inklusive taktil-kinästhetischer Methoden.

Welche Schlüsselwörter charakterisieren die Arbeit?

Zentrale Begriffe sind Sprechapraxie, Sprechmotorik, Artikulationsstörung, Differentialdiagnostik, TAKTKIN, Suchbewegungen und Sprachtherapie.

Wie unterscheidet sich die Sprechapraxie von einer Dysarthrie?

Im Gegensatz zur Dysarthrie, die eine muskuläre Schwäche aufweist, handelt es sich bei der Sprechapraxie um eine Störung der motorischen Programmierung bei intakten Muskeln.

Welchen Vorteil bietet das TAKTKIN-Verfahren?

TAKTKIN ermöglicht durch externe taktil-kinästhetische Stimulation eine gezielte Anbahnung physiologischer Bewegungsabläufe, was besonders bei schwerer Sprechapraxie hilfreich ist.

Warum ist eine Differentialdiagnose so wichtig?

Da viele Symptome mit Aphasien oder Dysarthrien überlappen, ist eine präzise Abgrenzung essenziell, um die für den Patienten am besten geeignete Therapie auszuwählen.

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Résumé des informations

Titre
Sprechapraxie. Symptome, Diagnostik und Therapiemöglichkeiten
Université
Martin Luther University  (Institut für Sprechwissenschaft und Phonetik)
Cours
Spezialprobleme der Sprach- und Stimmheilkunde
Note
1,0
Auteur
Maria Rothe (Auteur)
Année de publication
2005
Pages
17
N° de catalogue
V86624
ISBN (ebook)
9783638021524
Langue
allemand
mots-clé
Sprechapraxie Spezialprobleme Sprach- Stimmheilkunde
Sécurité des produits
GRIN Publishing GmbH
Citation du texte
Maria Rothe (Auteur), 2005, Sprechapraxie. Symptome, Diagnostik und Therapiemöglichkeiten, Munich, GRIN Verlag, https://www.grin.com/document/86624
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Extrait de  17  pages
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