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Parteiensysteme und parlamentarische Demokratien im 20.Jh - Italien und Korruption

Titre: Parteiensysteme und parlamentarische Demokratien im 20.Jh - Italien und Korruption

Exposé Écrit pour un Séminaire / Cours , 2007 , 22 Pages , Note: 2,0

Autor:in: Katharina Baier (Auteur)

Gestion d'entreprise - Histoire Economique et Sociale
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Viele Nationen sind mit Klischees behaftet. Im gleichen Atemzug wie Deutschland gern von Touristen mit unbedingter Pünktlichkeit als oberste Tugend assoziiert wird, schreibt man Italien eine gewisse Affinität zu korruptem Verhalten zu. Dieser Eindruck wird nicht zuletzt dank der relativ schlechten Platzierung im europäischen Vergleich im Rahmen des jährlich veröffentlichten ‚Corruption Perception Index’ von Transparency International geschürt. Im internationalen Vergleich von 2006 rangiert Italien auf Platz 45, wobei Platz 1 vom korruptionslosgelösten Finnland besetzt ist, und reiht sich damit in die Riege der Transformationsstaaten wie die Tschechische Republik oder Litauen ein.

Kann man von einer Affinität Italiens zu politischer und wirtschaftlicher Korruption sprechen? Existiert eine Diskrepanz zwischen parlamentarischer Demokratie in Theorie, d.h. der niedergeschriebenen italienischen Verfassung und dem politischen Leben und italienischem Parteiensystem in Realität? Wenn ja, warum ist Italien ‚korrupt’ und wie äußert sich diese Korruption? Zur Debatte steht die Evolution der Gründe, die sich für die Existenz von Korruption in der parlamentarischen Demokratie Italiens ergeben. Italien gilt als vergleichsweise junge Demokratie im Gegensatz zu Deutschland, das auf Erfahrungen der Weimarer Republik aufbauen konnte. In dieser Arbeit wird die Entwicklung des politischen Systems mit der Entstehung der Parteienlandschaft als maßgebliches politisches Gefüge betrachtet, um die Grundlage für die Entstehung von politischer und wirtschaftlicher Korruption in den Anfängen der parlamentarischen Demokratie bis hin zur Ära Berlusconis als italienischen Ministerpräsidenten nachzuvollziehen.

Extrait


Inhaltsverzeichnis

1. Einleitung

2. Der Sonderstatus der italienischen Demokratie

2.1. Die Entwicklung der Parteienlandschaft

2.2. Tangentopoli, Mani Pulite und die zweite Republik

2.3. Die Ära Berlusconi

3. Analysen zu Korruption

3.1. Korruption als System

3.2. Parteienfinanzierung

3.3. Korruption und Mafia

4. Zusammenfassung

5. Summary

Zielsetzung & Themen

Die vorliegende Arbeit untersucht die strukturellen Voraussetzungen und die Entwicklung von Korruption innerhalb der italienischen parlamentarischen Demokratie im 20. Jahrhundert, wobei der Schwerpunkt auf der Entstehung der Parteienlandschaft und deren Einfluss auf politisches Fehlverhalten liegt.

  • Die historische Evolution des italienischen Parteiensystems
  • Die Auswirkungen des Wahlsystems auf Machtstrukturen
  • Der Tangentopoli-Skandal und die politische Zäsur der 90er Jahre
  • Die Ära Berlusconi und ihre Folgen für das politische System
  • Die Verflechtung von Korruption, Klientelismus und organisierter Kriminalität

Auszug aus dem Buch

2.1. Die Entwicklung der Parteienlandschaft

Die Entwicklung der Parteienlandschaft läßt sich in zwei Abschnitte untergliedern: die erste Republik (1946-1992) sowie die zweite Republik (ab 1992). Der Weg Italiens zu einer parlamentarischen Demokratie wurzelt in der sogenannten ‚ersten Republik’. Zu Beginn des 19. Jahrhunderts regierte König Viktor Emanuel III. und vollzog bereits erste liberal-demokratische Reformen, wie die Einführung eines fast allgemeinen Wahlrechts 1912.

Der Monarch führte Italien durch den ersten Weltkrieg als Siegermacht. Im Jahr 1922 wird aufgrund unruhiger innenpolitischer Verhältnisse der Faschist Benito Mussolini vom König als Premier der italienischen Regierung ernannt und zieht mit Hitlerdeutschland in den 2.Weltkrieg. Unter der Diktatur Mussolinis unterzeichnet König Viktor Emanuel III., der nur noch laut Gesetz als Staatsoberhaupt fungiert, unter anderem die Rassengesetze, was auch maßgeblich zu seinem Rücktritt im Jahr 1946 führte. Sein Sohn Umberto II. blieb nur wenige Wochen im Amt, da im Juni 1946 eine Volksabstimmung im Rahmen einer verfassunggebenden Versammlung bezüglich der zukünftigen italienischen Staatsform abgehalten wurde. Am 18. Juni manifestierte das Referendum das Ende der Monarchie und die erste Republik Italiens war geboren.

Die italienische Verfassung trat im Jahr 1948 in Kraft und manifestiert so demokratische Grundrechte, die Grundlage für Rechtsstaatlichkeit und Chancengleichheit. Inwiefern sich diese Rechtsstaatlichkeit in der Entwicklung und Umsetzung des politischen Systems behauptet und wie sich korruptes Verhalten und Klientelismus in das System verflochten haben wird bei näherer Betrachtung des italienischen Wahlsystems deutlicher.

Zusammenfassung der Kapitel

1. Einleitung: Die Einleitung beleuchtet das italienische Image im Kontext von Korruption und stellt die Forschungsfrage nach den systemischen Ursachen für diese Entwicklung im Verlauf des 20. Jahrhunderts.

2. Der Sonderstatus der italienischen Demokratie: Dieses Kapitel analysiert die historische Entwicklung der Parteienlandschaft von 1946 bis zur Ära Berlusconi und untersucht den Einfluss des Wahlsystems.

3. Analysen zu Korruption: Dieser Abschnitt erörtert Korruption als institutionalisiertes System, die Problematik der Parteienfinanzierung sowie die enge Verknüpfung mit der organisierten Kriminalität.

4. Zusammenfassung: Die Zusammenfassung bündelt die Ergebnisse der Arbeit und zieht den Schluss, dass eine isolierte Betrachtung Italiens aufgrund internationaler Verflechtungen nur begrenzt sinnvoll ist.

5. Summary: Die englische Zusammenfassung spiegelt die zentralen Thesen und Erkenntnisse der Arbeit in prägnanter Form wider.

Schlüsselwörter

Italien, Korruption, Klientelismus, Parteienlandschaft, Tangentopoli, Mani Pulite, Democrazia Cristiana, Parteienfinanzierung, organisierte Kriminalität, Mafia, politische Kultur, parlamentarische Demokratie, Ära Berlusconi, Transparenz.

Häufig gestellte Fragen

Worum geht es in dieser wissenschaftlichen Arbeit primär?

Die Arbeit untersucht die systemischen Voraussetzungen von Korruption im italienischen politischen System des 20. Jahrhunderts unter Berücksichtigung der geschichtlichen und institutionellen Rahmenbedingungen.

Welche zentralen Themenfelder werden bearbeitet?

Zentrale Themen sind die Entwicklung des Parteiensystems, die Auswirkungen von Wahlsystemen auf politische Korruption sowie die Interaktion zwischen Politik, Wirtschaft und Mafia.

Was ist die grundlegende Forschungsfrage?

Die Arbeit fragt nach den Gründen für die ausgeprägte Korruptionsanfälligkeit der italienischen Demokratie und untersucht, ob Korruption ein struktureller Bestandteil des politischen Systems war.

Welche methodische Vorgehensweise wurde gewählt?

Die Autorin nutzt eine politikwissenschaftliche und historische Analyse, gestützt auf Fachliteratur, Berichte von Transparency International und zeitgenössische Analysen von Experten wie Volker Dreier oder Antonio di Pietro.

Was steht im inhaltlichen Mittelpunkt des Hauptteils?

Der Hauptteil gliedert sich in die politische Entwicklung der ersten Republik, die Skandale um Tangentopoli und die spezifischen Analyseansätze zum institutionalisierten Korruptionssystem in Italien.

Welche Schlagworte charakterisieren diese Analyse?

Die wichtigsten Schlagworte sind institutionelle Korruption, Partitocrazia, Klientelismus und die Transformation von der ersten zur zweiten Republik.

Welche Rolle spielt der Richter Antonio di Pietro in dieser Untersuchung?

Er wird als zentrale Figur der Mani-Pulite-Untersuchungen angeführt, dessen Wirken dazu beitrug, das Ausmaß der institutionellen Korruption und illegalen Parteienfinanzierung in den 90er Jahren offenzulegen.

Inwiefern beeinflusst die Mafia das politische System Italiens laut Text?

Der Text zeigt auf, dass die Mafia nicht nur als kriminelle Untergrundorganisation existiert, sondern durch informelle Netzwerke und Korruption tief in die gesellschaftlichen und politischen Strukturen, insbesondere in Süditalien, integriert ist.

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Résumé des informations

Titre
Parteiensysteme und parlamentarische Demokratien im 20.Jh - Italien und Korruption
Université
European University Viadrina Frankfurt (Oder)
Cours
"Geld - Geschenke - Politik. Korruption und Klientelismus als Strukturproblem moderner Gesellschaften (18.-20. Jahrhundert)"
Note
2,0
Auteur
Katharina Baier (Auteur)
Année de publication
2007
Pages
22
N° de catalogue
V86629
ISBN (ebook)
9783638021531
Langue
allemand
mots-clé
Parteiensysteme Demokratien Korruption Geld Geschenke Politik Korruption Klientelismus Strukturproblem Gesellschaften Jahrhundert) Italien Berlusconi Mafia
Sécurité des produits
GRIN Publishing GmbH
Citation du texte
Katharina Baier (Auteur), 2007, Parteiensysteme und parlamentarische Demokratien im 20.Jh - Italien und Korruption, Munich, GRIN Verlag, https://www.grin.com/document/86629
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Extrait de  22  pages
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