Vor dem Hintergrund der Nutzung von Architekturtermini entstand eine ausführliche Beschreibung der Frontfassade von Notre-Dame in Paris.
Inhaltsverzeichnis
1. Untere Zone der Portale
2. Königsgalerie
3. Bereich der Fensterrose
4. Gestaltung der Strebepfeiler
5. Zone der Galerie
6. Türme der Westfassade
Zielsetzung & Themen
Diese kunsthistorische Analyse befasst sich mit der detaillierten architektonischen Beschreibung der Westfassade von Notre Dame in Paris, um deren strukturellen Aufbau und die ästhetische Gliederung systematisch zu erfassen.
- Strukturelle Zonierung der Fassade (Portale, Königsgalerie, Fensterrose, Türme)
- Analytische Untersuchung der Portalanlagen und ihrer skulpturalen Elemente
- Funktion und Gestaltung der Strebepfeiler als gliedernde architektonische Mittel
- Detaillierte Betrachtung des Maßwerks und der ornamentalen Verzierung
- Vergleichende Analyse der Fassadenabschnitte im Hinblick auf Symmetrie und Formensprache
Auszug aus dem Buch
Die untere Zone der Portale
Die Zweiturmfassade der Kathedrale von Notre Dame ist in drei Achsen und fünf Zonen eingeteilt. Insgesamt erscheint sie sehr gegliedert und übersichtlich durch die klar geteilten Zonen. Diese Gliederung wird unterstützt durch die vier Strebepfeiler, die aus der Fassade heraustreten und die Achsen deutlich voneinander trennen. An den Seiten der Türme ist jeweils ein weiterer Strebepfeiler zu erkennen.
Das Hauptportal ist umrahmt von sechs Gewänden und den weiterführenden Archivolten in Spitzbogenform. In die Gewände wiederum sind je Seite sechs Säulenfiguren eingearbeitet, die man auch als Karyatiden und/oder Telamonen bezeichnen könnte. Allerdings ist nicht erkennbar, ob es sich bei den Figuren um weibliche oder männliche Personen handelt. Das Tympanon ist mit einem Relief ausgestaltet. Daran schließt sich der Trumeau-Pfeiler, der eine weitere Säulenplastik beherbergt.
Das Hauptportal ist durch die heraustretenden Strebepfeiler klar von den Seitenportalen getrennt. Die vier Strebepfeiler sind in dieser unteren Zone relativ schlicht gestaltet und abgesehen von einer eingearbeiteten Figurenplastik pro Pfeiler nicht verziert. Man erkennt das glatte Mauerwerk. Die Plastik befindet sich auf Kämpferhöhe und ist durch einen eingearbeiteten Baldachin geschützt. Das nördliche Seitenportal ist geringfügig kleiner als das Hauptportal und ist nur durch vier Archivolten umrahmt, ebenfalls in Spitzbogenform. Der Aufbau des Seitenportals folgt im Allgemeinen dem des Hauptportals. In die Archivolten sind je Seite vier Archivoltenfiguren eingearbeitet und Tympanon sowie Trumeau-Pfeiler ähneln dem des Hauptportals.
Zusammenfassung der Kapitel
1. Untere Zone der Portale: Beschreibt die architektonische Gliederung der drei Portale, deren jeweilige Archivolten, Säulenfiguren und die begrenzenden Strebepfeiler.
2. Königsgalerie: Analysiert die über den Portalen verlaufende Galerie mit ihren 27 Figurenplastiken, die eine einheitliche horizontale Abgrenzung bildet.
3. Bereich der Fensterrose: Erläutert die Gestaltung dieser Ebene mit der Fensterrose, Blendbögen, Maßwerk und flankierenden Reliefs im nördlichen und südlichen Teil.
4. Gestaltung der Strebepfeiler: Detailliert die dreiteilige Struktur der Strebepfeiler sowie deren Verzierung durch Giebel, Gesimse und Register.
5. Zone der Galerie: Beschreibt das arkadenähnliche Fensterband der Galerie und dessen Beitrag zur optischen Leichtigkeit des Baus.
6. Türme der Westfassade: Dokumentiert den Aufbau der Türme, ihre Fenstergestaltung, die Verzierungen durch Krabben und die abschließenden Elemente.
Schlüsselwörter
Notre Dame, Westfassade, Gotik, Kathedrale, Architektur, Strebepfeiler, Archivolten, Maßwerk, Königsgalerie, Tympanon, Fensterrose, Säulenfiguren, Baugeschichte, Kunstgeschichte, Portalanlage
Häufig gestellte Fragen
Worum geht es in dieser Arbeit?
Die Arbeit bietet eine detaillierte kunsthistorische Beschreibung der architektonischen Westfassade der Kathedrale von Notre Dame in Paris.
Welche Themenfelder sind zentral?
Die zentralen Themen sind die Zonierung der Fassade, die spezifische Form der Portale, die Skulpturen und das Maßwerk sowie die konstruktive Rolle der Strebepfeiler.
Was ist das Ziel der Beschreibung?
Das primäre Ziel ist es, die systematische Gliederung der Fassade in ihre verschiedenen horizontalen und vertikalen Ebenen nachvollziehbar zu machen.
Welche Methode wird verwendet?
Es handelt sich um eine deskriptive kunsthistorische Analyse, bei der das Bauwerk systematisch von unten nach oben betrachtet und analysiert wird.
Was wird im Hauptteil behandelt?
Der Hauptteil gliedert sich entlang der Fassadenebenen, angefangen bei der Portalzone über die Königsgalerie und die Fensterrose bis hin zu den Türmen.
Welche Schlüsselwörter charakterisieren die Arbeit?
Die Arbeit wird maßgeblich durch Begriffe wie Gotik, Architektur, Strebepfeiler, Maßwerk und Kathedralbau charakterisiert.
Wie unterscheidet sich das nördliche vom Hauptportal?
Das nördliche Portal ist etwas kleiner, besitzt weniger Archivolten und weist einen dreieckigen Blendgiebel auf, der an den anderen Portalen fehlt.
Welche Funktion hat die Königsgalerie optisch?
Die Königsgalerie erstreckt sich horizontal über die gesamte Breite und bildet eine klare visuelle Abgrenzung zwischen der Portalzone und dem darüberliegenden Bereich der Fensterrose.
Wie werden die Strebepfeiler strukturiert?
Die Strebepfeiler erfahren eine Dreiteilung, wobei Absätze durch Rücksprünge der Mauer entstehen, die zusätzlich mit Giebeln und Gesimsen verziert sind.
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- Janine Schöne (Author), 2006, Beschreibung der Westfassade von Notre-Dame in Paris, Munich, GRIN Verlag, https://www.grin.com/document/86678